Privilegiertes Leben

Heute wird es mal wieder morgens spät. Erneut fröne ich dem Spalten. Diesmal mit Muskelkater als Handicap. Doch wenn meine alte Körpermaschine erst einmal in Fahrt ist und ich ihr mehrere kurze Ruhepausen gönne, geht es doch recht vernünftig voran. Als Zwischeneinlage spalten wir uraltes über viele Jahre trocken gelagertes Buchenholz. Die Sprengwirkung ist enorm – mit einem Riesenknall fliegen die Scheite durch die Gegend. Genügend Abstand ist dringend geboten. Mittags erkläre ich den Feierabend – für diese Woche reicht es mir. Punkt! – Nach der Mittagspause genehmige ich mir ein ausnahmsweise wohlverdientes Wannenbad. Herrlich! Das molligwarme Badewasser beruhigt den Muskelkater, entspannt den Körper und baut mich wieder auf. Rundum zufrieden kann der restliche Tag kommen. – In der Andacht „leide“ ich mit Jeremia, der nach Ägypten verschleppt wird und lese vom Tod der Mutter Teresa oder ihrem Eingang in die Ewigkeit, wie sie es wohl genannt hätte. Eine beeindruckende Frau! – In der Ukraine wogt der Kampf hin und her – Krieg ist so menschenverachtend, so grausig und doch bringen sich weltweit unzählige Menschen auf diese Weise gegenseitig um. Wir sind schon ein selten dämliches, egoistisches, machtgeiles Geschlecht! Zum Kotzen, wenn es nicht zum Heulen wäre! Ich dagegen sitze auf meiner Couch, die Beine hoch, und schaue Videos, lese realitätsferne Krimis oder amüsiere mich irgendwie mit irgendwas. Ich bin einerseits sehr dankbar für diese privilegierte Situation und andererseits furchtbar traurig über das Leid anderer Menschen. – Es wird normal spät, der Schlaf stellt sich bald ein, die Träume bleiben seltsam chaotisch.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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