Gelassenheit, Geduld und Grauen

Es bedrückt mich wieder einmal – eigentlich immer wenn ich es spüre – wie meine Mum wieder im Kindheitsalter angekommen ist. Ich bin dabei das zu lernen und das zu akzeptieren. Es fällt sehr schwer. Mit einem Lächeln lässt es sich tragen aber wehe mir, wenn ich sie jetzt in allem ernst nehmen würde. Wehe mir, wenn ich mich über sich stellte und von oben herab behandelte. Das geht gar nicht. Ich muss lernen sie an die Hand zu nehmen und behutsam ihre Welt zu erforschen und den – eigentlich unmöglichen – Versuch starten sie dort abzuholen und dort zu begleiten – ohne mich in unserer realen Welt, die ja in Wirklichkeit auch noch ihre ist, zu verirren. Ich sehe Mitmenschen, die sich verzweifelt mühen ihre Altvorderen aus ihrer für uns verworrenen und verzerrenden Gedankenwelt herauszuziehen. Das kann nicht gelingen und macht die Ergrauten mürrisch und ihre Kids wirschig. Das Blöde ist: es gibt keine Rezepte, jeder ist anders und jede reagiert auf total neuartige Weise. Es entwickeln sich Seiten, die man früher an seinen Vorfahren nie kannte. Aber eins lerne ich: reg dich nicht auf, wer weiß wie du einmal sein wirst! Rolf, mir graut vor dir! Ja, wir waren heute mit Mutti zum Zahnarzt. Es lief alles gut. Geduld tut mir not. Ist wohl wahr!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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