Kollateralnutzen

In unserer Studierstube sind wir heute nur eine kleine Runde, der Bibeltext wirkt ein wenig gruselig obwohl seine Aussage äußerst positiv und recht eindeutig ist. So überrascht es mich nicht, dass wir schnell abweichen und Randthemen erörtern. Unterschiedliche Auffassungen prallen aufeinander ohne zu Verwerfungen zu führen. So sollten Diskussionen überall laufen. Das wäre zwar langweilig für Schaulustige dafür um so interessanter für Menschen, denen das Thema wichtig ist. Nur so hat man wirklich die Chance zu verstehen wie der andere tickt, was ihn bewegt und zu seiner Meinung bringt. Selbst wenn ein Konsens nicht möglich ist, fällt es leichter abweichende Ansichten einfach stehen zu lassen. – Nicht so leicht ist es für mich nachzuvollziehen in welcher Gedankenwelt meine Mum jetzt lebt und wo die Zugänge dorthin liegen. Die Kommunikation bleibt, wenn überhaupt, an der Oberfläche – ein schmales, kleines Feld. – Heute predigt unsere Jugendpastorin und sie macht ihre Sache sehr gut. Zur Freude aller Wortwiege-Spezialisten unter uns vermeidet sie den Jugendjargon, der mich immer krass erheitert hat. Dennoch können alte unbewegliche Ohren ihr nunmehr leichter folgen ohne die Gefährdung an ungeliebten Formulierungen klebenzubleiben. So ganz nebenbei entdecke ich beim Mitlesen des Textzusammenhangs Beziehungen, die mir vorher noch nie so aufgefallen waren. Kollateralnutzen, sozusagen. Im Anschluss treffen wir uns spontan bei Freunden und begeben uns bilderreich nach Ägypten. Ein insgesamt aufbauender Abend.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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