Heizölsparversuchsfolgen

Mit ausgeschalteter Zentralheizung ist es natürlich morgens und abends im Bad recht frisch. Dem soll ja unser Stromheizkörper abhelfen. So platziere ich ihn dort, überprüfe und korrigiere die Programmierung mit Hilfe der Bedienungsanleitung, schimpfe über die nicht altersgerechte Gestaltung des Einstellprozesses und bewältige ihn schließlich doch so wie ich will. Alles läuft rund, prima. – Nachmittags erfährt mein Hexenschuss (oder Bandscheibenschaden, was auch immer) eine halbstündige Behandlung nach physiotherapeutisch-heilpraktischer Art. Das tut mir wohl. Gut so. Währenddessen erledigt meine hochaktive Mitfahrerin diverse nachlasstechnische Aufgaben beim Bestatter und bei der Sparkasse. Sie ist schneller als mein Therapeut. Danach besuchen wir meine große Schwester zwecks familiärer Infos zu unserer Mum. Zwischendurch vereinbaren wir einen Gesprächstermin mit der Pastorin. – Daheim gilt es die Sterbeurkunde zu vervielfältigen und in ein PDF-Dokument zu verwandeln. Das ist schnell erledigt. Der Kreis derer, die zu benachrichtigen sind, stellt sich eher klein dar, kein Wunder beim Alter der Altvorderen. – Der Abend gestaltet sich wieder einmal typisch, diesmal mit einem YouTube-Schwerpunkt. Sei’s drum. Dennoch wird es bei mir spät, doch der Schlaf kommt schnell und heftig. Klasse!

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Restreichweitenblick

In Bad Harzburg finde ich nur 22-Kilowatt-Ladestationen. Die helfen nicht wirklich. Tiger hat 106 Kilometer Restreichweite und wir 84 km bis nach Hause. Die nächste stärke Lademöglichkeit wäre nur per Umweg in Goslar zu finden. Kurz nachdenken, dann wagen, einfach losfahren. Wir schaffen das, Tigers Akku hat’s drauf! Die Restreichweite entwickelt sich spannend: von 106 km geht es runter bis unter 90, dann wieder hoch auf 106, dort verharrt sie ziemlich lange, bis sie langsam zu sinken beginnt, immer hübsch den Abstand zu den Zielkilometern wahrend. So soll es sein und so kommen wir mit 16% Akkustand zu Hause an. Perfekt. Die Sonne scheint sogar, so dass Tiger Photovoltaikstrom ziehen kann. – Im Haus ist es kühl, doch wir haben genügend Holz, um gemütliche Wärme zu erzeugen. – Mit der Sparkasse kläre ich die Fortführung von Muttis Konto, offensichtlich ist es inzwischen leichter als es früher war. – Draußen mäht Mr. Shorty fröhlich vor sich hin. So geht alles seinen Gang. – Meine Kommunikation mit dem Zusteller per App hat wunderbar geklappt, er hat das Päckchen beim Nachbarn abgegeben. Die Postsendung bringt wieder Licht in die Stehlampe, obwohl es ihre Leuchtstäbe laut Baumarkt nicht mehr zu kaufen gibt – über Ebay ist das kein Problem. Und da wundern sich die Händler vor Ort, dass immer mehr im Internet bestellt wird. Irre. – Mein geliebtes Land Israel will jetzt angeblich stark auf einen Angriff des Irans reagieren, der nahezu keinen Schaden angerichtet hat. Unfassbar, spinnen in zwischen alle? Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Menschheit eine tiefe Sehnsucht nach Selbstliquidierung innewohnt. – So lange wir es noch können genießen wir dagegen das Kaminfeuer, begleitet von längst bekannten uralten Barnabyfällen. Natürlich wird es spät, die Schlafmützigkeit des Schlafs 😉 verzögert den Start einer traumreichen Nacht. Schade.

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Narzissus und die Tulipan

Schon um 09:15 Uhr will der Freizeitchor sich zum Ansingen treffen. Ich schaffe das problemlos aber müde. Zu meinem Glück bleibt genügend Zeit für eine Nachentspannung im Tiger. Der Gottesdienst glänzt mit musikalischen Höhepunkten, einer Predigt am Hirtensonntag über Freude und einer engen Beziehung zu Jesus. – Zum Lunch bin ich im Heim angemeldet, es gibt eine Vorsuppe, Sauerbraten mit Klößen und Himbeerquark zum Dessert. Sehr schmackhaft, besonders gut hat mir das Rotkraut zum Sauerbraten gemundet. Guter Koch, zweifellos. So entfällt natürlich mein Vormittagsspaziergang. Nach dem Mittagsschlaf spazieren wir gemeinsam durch die City, treffen meinen Bier-Comptoir-Kumpel, flanieren, begleitet von vielen Menschen, an den Cafés, Restaurants, Eisdielen und Verkaufsständen vorbei bis zum Thermalbad. Zurück durch den Kurpark, staunend über spannende Tulpenzüchtungen, Narzissen, Stiefmütterchen und ein paar Hyazinthen. Es ist kühler als gestern aber immer noch angenehm. Vor Port Louis lassen wir den Sonntagsspaziergang bei Bier und Pinot Grigio draußen sitzend ausklingen. Im Hotel wärmen wir uns auf und ich freue mich über meine 6.122 Schritte. Wieder wird es spät mit ein wenig YouTuberei und ein paar kurzen TV-Szenen. Der Schlaf kommt spät und intervallartig. Bonne nuit oder so.

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Sonnentag

Wir frühstücken gemeinsam. Das gefällt mir sehr. Die Lerche schwirrt ab um der Sangeskunst zu frönen und ich bleibe hier, um mir Bewegung zu gönnen. Heute geht es Richtung Bahnhof den Berg hinab. Die Vielfalt des Geschäftslebens in diesem kleinen Städtchen überrascht mich doch. Noch mehr überrascht mich das tolle Wetter, heute entwickelt sich ein sommerlicher Frühlingstag. Es macht Freude durch die Straßen zu streifen. Am Ehrenmal mit einem liegenden Löwen obenan lege ich eine Halbzeitpause ein. Schön ist’s hier. Dann geht es wieder bergauf (Bergwanderer würden das als ebenen Weg bezeichnen😀😉) zurück zur Fußgängerzone. Dort gönne ich mir im Port Louis eine oberleckere Ofenkartoffel mit Quark, Räucherlachs und Meerrettich. Phantastisch. Währenddessen ruft meine mittagspausierende Sängerin an, wir treffen uns hierorts und spazieren dann ins Hotel. Nach der unvermeidbaren Mittagsruhe wage ich mich erneut auf die Straße, spaziere bis zur Bergbahn und pausiere auf der Rücktour im Bier-Comptoir mit einem Kellerbier. Dort setzt sich ein freundlicher, gleichaltriger Mann mit Rollator zu mir und bekommt sofort einen Latte Macchiato serviert. Er sieht etwas abgewirtschaftet, freundlicher formuliert auf einfachen Lebensstil reduziert, aus, ist ein angenehmer, netter Gesprächspartner und wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich bestelle mir sogar ein zweites Bier, obwohl ich eigentlich gehen wollte. Die Sommersonne schwindet, Kälte kriecht unter meinen Pullover und so mache ich mich dann doch auf den Heimweg. Dabei stelle ich wieder einmal fest, dass Nachtleben keinerlei Reiz auf mich ausübt. Zu alt 😉 offensichtlich. Dann ist das so. Immerhin bin ich heute fast genau 9.700 Schritte gelaufen. Der Höhepunkt ist erreicht. Es wird spät, wie immer hier.

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Bad Harzburg

Gestern kam ich auf knapp 5.000 Schritte, heute will ich mehr. Frühmorgens, vor dem Aufstehen, schwirrt meine Liebste ab, erst zum Frühstück im Hotel, dann zur Andacht mit ihren Chorsängern. Ich bin etwas später auf den Beinen, nehme das Erstaunen des Hoteliers zur Kenntnis, dass ein Ehepaar in großem zeitlichen Abstand zum Morgenmahl erscheint und lasse mir Rührei und zwei Croissants schmecken. Mehr geht nicht, dafür aber vier Tassen Kaffee. Zurück im schön großen und gut ausgestatteten Hotelzimmer nehme ich mir Zeit zur Andacht und zum Lesen, eher Überfliegen, der Zeitung und spaziere dann los, die Fußgängerzone hinauf bis zum Kurpark, am abgerissenen Veranstaltungshaus, wie immer es ehemals geheißen haben mag, vorbei und langsam über den Stadtpark zurück zum Ausgangspunkt. Ich staune über die wunderschönen Blumenbeete entlang des Weges, die relativ geringen Leerstände in den Geschäftsräumen. Beim Einkaufen notwendiger Nahrungsmittel meldet sich meine Sangesbegeisterte per Handy. Sie hat jetzt eine lange Mittagspause. Gemeinsam wickeln wir die Edeka-Tour ab und begeben uns danach ins Hotel zur Mittagsruhe. – Am Nachmittag eilt sie zurück zur Sängertruppe, ich verweile im Hotel – nur nicht übertreiben mit dem Herumtapern, denn bin immerhin auf gut 6.500 Schritte gekommen. Für einen rückengeplagten, laufentwöhnten Sofaliebhaber ist das schon ganz ordentlich 😉😇. Zwischendurch telefoniere ich mit unserem Postboten per heimischer Türkamera und App über den möglichen Verbleib eines Päckchens. – Auf dem Balkon unseres Zimmers lasse ich den Tag ausklingen, schaue dem Treiben am Beginn der Fuzo zu und genieße ein deftiges Abendbrot mit Landjäger und Käse. – Spät zur Nacht trifft meine bessere Hälfte ein, wir plaudern ein wenig, schauen im Internet vorbei und finden irgendwann den Schlaf. Da ist es bereits recht spät.

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Sattes Tagesprogramm

Mr. Shortys Urlaubsende naht. Ich befreie seinen Stammplatz von Bewuchs, Tannenzapfen und Ablagerungen. Jetzt kommt seine Ladestation an die Reihe, das Stationsfindungskabel wird befestigt und mit dem Kontakt verbunden, es folgen das nach links abgehende und das von rechts kommende Kabel, so schließt sich der Kreis. Jetzt das Netzteil einklicken und der Steckdose zuführen. Die Diode leuchtet weiß und das ist gut. Jetzt wird Mr. Shorty auf den Rasen gesetzt, die Mähhöhe festgelegt und er mit dem Auftrag einzuparken aktiviert. Das klappt wunderbar. Jetzt die Ladestation fixieren und Mr. Shorty zum Mähen losschicken. Das macht er perfekt, so soll es sein. Ich hätte ihn gern noch eine zeitlang beobachtet, ob es irgendwo hakt, doch dazu bin ich einen Tag zu spät dran. Dann ist das so. – Jetzt stante pede die Koffer zu Ende packen, alles in Tigers Gepäckraum unterbringen, Haus abschließen, Alarmanlage aktivieren, Route programmieren und ab geht die Post. – Wir kommen gut durch, beim allerletzten kurzen Stück durch ein östliches Bundesland ereilt uns jedoch das Umleitungsmenetekel. Diesmal vertraue ich der Voranzeige und nutze die dargestellte Route. Pustekuchen. Die Anzeige ist für Insider möglicherweise verständlich, Ortsfremde wie ich dürfen zurückfahren und müssen die angeblich gesperrte Route nehmen. Zurück in Niedersachsen geht es gleich so weiter. Jetzt reicht’s mit meiner Landstraßenliebe! Tschüß und rauf auf die Autobahn. Ruckzuck sind wir da. – Das Hotel ist perfekt. – Nach einer langen Mittagspause begibt sich meine Sangesfreudige auf ihr Chor-Event. Ich kaufe ein paar Satt- und Dickmacher ein, spaziere anschließend durch die Fuzo und gebe mich den aufflackernden Erinnerungen hin. My good old Bad Harzburg – manches hat sich gewandelt, anderes ist gleich geblieben, wie überall im Lande. Das Hotel gewährt uns ein kleines Zimmerupgrade, ein Balkon erweitert den Raum. Bei dem wunderschönen Frühlingswetter ist das äußerst lobenswert. In der warmen Abendsonne whatsappe ich ein wenig, schaue dem munteren Treiben im Zentrum zu und genieße dabei einen Landjäger samt Brötchen und Käse. Feines Abendbrot-Ambiente. Als es kühler wird zieht es mich nach drinnen, ein wenig Fernsehen live, ein wenig streamen und schon trifft meine Sängerin wieder ein. Auch sie hatte einen erlebnisreichen Abend. Schön für sie. – Beim Streamen stoße ich auf einen irren Krimi mit einem Kriminalrat, der seine einstige Genialität im Suff ertränkt, einen Fall nicht löst, suspendiert wird, eine Mörderin in anderer Sache zur Flucht verhilft und schließlich zum Oberrat befördert wird und die Leitung des Morddezernats übernimmt. Irre, mächtig gewaltig stark. Dadurch wird es später als geplant und die Nacht gestaltet sich eher gemischt. Na denn.

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Je dringender desto langwieriger

Wir räumen das Zimmer meiner Mum im Seniorenheim aus. Es umfangreicher als wir dachten und es ist ein weiterer Abschied von ihr. Zwischendurch klären wir telefonisch die letzten Details der Zeitungsanzeigen. Schließlich teilen wir das letzte Hab und Gut der Mutter auf, ein paar Erinnerungsstücke für meine Schwester, ein paar für uns und ein Berg Bekleidung für die Sammlung. Wir nehmen die Textilien zum Vorsortieren mit, selbiges wird am Nachmittag von meiner schaffensfrohen Beigesellin erledigt. – Vorher steht aber meine dringend nötige Treterchenpflege an. Es ist allerhöchste Zeit, zwei Nägel mosern schon mächtig gewaltig ‚rum. Welch eine Erleichterung stellt sich nach der vollendeten Werkleistung der Fußpflegerin ein! – Am Nachmittag plane ich kurz die morgige Tour und will dann eine Stehlampe der Eltern nur mal schnell in unser Smarthome integrieren. Letzteres beschäftigt mich bis zum späten Nachmittag. Es muss so ein IT-Gesetz existieren: Je weniger Zeit zur Verfügung steht, desto länger dauert die Installation/Integration/Reparatur/Wartung/oderwasauchimmer.😉 Mithin gewinnt Mr. Shorty noch einen Tag im Winterurlaub, mal schauen ob ich ihn morgen zum Mähen überreden kann. – Der Abend saust fix vorbei. Beim Gute-Nacht-Gruß an Siri, schaltet die Gute die neue Stehlampe einfach nicht aus. Zum Glück geht mir relativ fix auf, wo der Fehler beheimatet sein könnte. Das beruhigt und sorgt mit für eine grübelfreie Einschlafphase. Die Nacht ist ganz okay.

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Bruchstelle verfüllt!

Es gilt die Frage zu klären, ob wir Trauerkarten drucken und versenden. Die einen sagen so, die anderen anders. Es sei nicht mehr „in“, hört man. Ob „in“ oder „out“ ist mir wurscht aber die geringe Zahl der zu Informierenden lässt uns eher vom Druck absehen. Außerdem könnte man den Wirkungsgrad der Anzeige ja per WhatsApp oder auf anderem virtuellen Wege verbreitern. Dann machen wir das so! – Apropos Traueranzeige, das Institut lässt sich scheinbar Zeit, sehr viel Zeit doch zwei Anrufe klären die Sache: ein Schreibfehler bei meiner E-Mail-Adresse. Die Anzeige ist an sich okay, nur eine Kleinigkeit wäre noch zu verändern. Alles wird gut. – Mittags bin ich beim Zahnarzt, der eine Bruchstelle füllt – mit den Jahren wird halt alles mehr oder weniger brüchig – die Flexibilität schwindet😉😀. – Eine Koryphäe unter den Blutdruckmessern trifft heute ein. Er soll sehr exakt messen, sagt die Stiftung Warentest. Das Gerät kommuniziert mit Smartphones indem es seine Messdaten transferiert. Die Einrichtung ist einfach, wenn man sich an die Anleitung hält, denkt man aber mit wie beispielsweise meine Wenigkeit, dann kann es lange dauern. Irgendwann befolge ich die Hinweise dann doch Wort für Wort und – siehe da – es klappt. Warum nicht gleich so? – Der Abend rauscht wie im Fluge vorbei, es wird normal spät und der Schlaf lässt sich nicht lumpen. Perfekt.

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