Liednotentrefferquote

Man kann verträumt den eigenen Bart kraulen, manch einer mag das, mir ist es lieber nachdenklich über längere Stoppeln zu reiben. Allein dafür lohnt sich schon Bartwuchs 😀😉. – Meine Sangesfreudige hat sich entschlossen an einem Singewochenende im Harz teilzunehmen. Schön für sie. Ich komme mit, halte mich aber vom Singen fern, alldieweil meine Treffsicherheit bei Tönen unglaubliche Defizite aufweist. Wir buchen ein schönes, zentral gelegenes Hotelzimmer im Zentrum. Es ist nicht billig aber komfortabel, so wie ich es mag. Hoffentlich spielt das Wetter mit – selbiges ist für das Liederschmettern zweifelsohne nicht so wichtig, dagegen für mein Outdoor-Wohlergehen ziemlich bedeutend. Hoffen und harren … – Für unsere Einladung in den Osten erkunde ich Wegstrecke, Lademöglichkeiten und Prolongationschancen. Es sieht rundum gut aus, selbst das Wetter scheint mitspielen zu wollen. Hoffen und harren halt. – Die Sonne strahlt uns heute in voller Schönheit an und Foxi darf ihren Strom tanken mit nur geringer Netz-Zulieferung. Gut so. Wie so oft schwillt dabei mein Kamm im Gedenken an mein „Zwangs-Kleinunternehmertum“ mit der Umsatzsteuerpflicht für den Eigenverbrauch. Mein Bemühen irgendwie positiven Zugang zum Ticken von Politikern zu finden steht vor dem Scheitern. Okay, einer muss ihren Job machen, zu meinem großen Kummer würgt das „System“ aber alle unabhängigen Denker brutal ab. Ja, ich liebe dennoch die Demokratie, denn ich sehe nirgendwo etwas auch nur ansatzweise Besseres. Gib einem Menschen Macht und er wird sie schamlos missbrauchen – keine neue Erkenntnis. Seufz. – Die Soko Wismar schenke ich mir, Undercovereinsätze nehmen mich emotional zu sehr mit 😢🤔. – Abends begleite ich meine britische Seniorengang bei ihren lesenswerten Eskapaden und pflege dabei meine Englischkenntnisse so gut es geht. Es wird wieder spät, der Schlaf ist sauer und trödelt herum. Mein Magen grummelt leicht wegen zugeführter Knabberware. Selbst schuld, mein Lieber. Dann ist das so!

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Haarverkürzende Maßnahmen

Fast noch während des morgendlichen Besuchs der Keramikabteilung steht schon unsere Hairstylistin vor der Tür. Zugegeben, bei mir ist wenig zu stylen und viel mehr zu entfernen. Und so geschieht es. Aus einem mittellanghaarigen Bartfex wird ein kurzhaariger Unrasierter, die ganze Wolle ist weg. Sommerschnitt halt. Der Mann im Spiegel kommt mir im ersten Augenblick ziemlich unbekannt 😉😇 vor, aber ich bin das wohl höchstpersönlich 😀. – Ein Freund hat ein Steuerproblem und so stöbere ich in der Elster herum um meinen Lösungsweg zu rekonstruieren. Der war irgendwie anders. Steuern sind einfach nur lästig und wenn es sie schon geben muss, plädiere ich für niedrige Steuersätze. Sie sollten für alle gleich gelten – nur die Ärmsten der Armen, Rentner und Pensionisten 😉 kann man gern gänzlich außen vor lassen. – Nach der Mittagsruhe verschwindet meine Plaudergewandte zu einem Kaffeeklatsch und ich überarbeite meine Gebetsliste. Beides dauert unendlich lange. Seufz. – Abends retiriere ich in mich selbst, lese ein wenig, schaue seufzend einer Kreuzfahrt hinterher, der sich meine Dauermitreisende standhaft verweigert und lasse die Zeit bei Solitaire vergehen. Es wird spät, der Schlaf lässt sich Zeit bis der Gedankenkreisel ausgelaufen ist. Ansonsten werkelt er zufriedenstellend bis gut. Geht doch.

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Röhrenängste

In aller Ruhe aufstehen, duschen, mein Knäckebrot knabbern, eine Tasse Kaffee konsumieren, kurzer Blick in die Zeitung, Morgenandacht und schon geht es mit Foxi Richtung City. Mir ist so flau im Magen, deshalb fährt meine ehelich Anvertraute. Das Parkhaus hat ein Kennzeichenerfassungssystem, man fährt schrankenlos ein und aus. Auch nett. Ab ins Obergeschoss denn dort muss ich hin. Ein MRT lauert auf mich, dieser Horror für Platzangstgetriebene ist tatsächlich mein Ziel. Einem anderthalbstündigen Vorlauf mit Datenerfassung, warten und Zugang setzen folgt der Ernstfall. Rauf auf die Liege, ich werde sediert – ein MUSS – und höre Musik, ganz entfernt ein Klopfen und Hämmern, fühle mich ein wenig geschoben – hin und her, bin fern der Welt, ein wohltuender Aufenthaltsort mit Blumenhimmel. Überraschend gleite ich nach vorn, werde wach, darf aufstehen und unsicheren Schrittes den Tatort verlassen. Gerne wieder – aber nur sediert. Eine Traumwelt statt Platzangst. Guter Tausch. Okay, der verspätete Mittagsschlaf fällt dadurch deutlich tiefer und länger aus aber was schert das schon einen Pensionisten. Das baut auf, macht frisch und putzmunter hinterher. Danke, Gott, du trägst mich selbst durch völlig unnötige Ängste hindurch. Wundervoll! – Abends konstatiere ich erneut, dass mir offensichtlich alle alten Barnabys viel zu bekannt sind, es fehlt der Zuschaukick😀. Schade. Dafür lese ich in meinem Krimi ein nachdenkenswertes Kapitel über Gedankengänge eines schwer Dementen, der kurze Zeit allein in seiner Wohnung herumtappst. Welch ein Tiefsinn, welche Empathie – einfach nur stark. Ich muss mich regelrecht losreißen, damit es für mich nicht wieder zu spät wird. Die Nachtruhe fällt sehr zufriedenstellend aus. Fein.

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Gottesdienst

Am Vormittag tagt unsere Studierstube. Es geht um den 1. Johannesbrief, um Sünde und den Hass der Welt, um Israel und den Rest der Welt. Vielseitige Diskussion. – Nachmittags schauen wir uns per YouTube einen Vortrag von Schwester Monika an, einer Diakonisse aus unserer Gemeinde stammend, die 30 Jahre in Hualien ein Heim für behinderte Kinder mit viel Liebe und Zuwendung geleitet hat. Es ist mehr als beeindruckend wie Gott dort gewirkt hat. Ja, Gott nimmt sich immer gern der Schwachen an und sorgt für sie. Schwester Monika war die richtige Frau am richtigen Ort, obwohl sie anfangs gar nicht in die Mission wollte – Gott wusste es besser, wie immer natürlich 😀. – Am Abend im Gottesdienst berichtet Sabine Vogel von ihrem Wirken in Peru. Auch dort geht es um Kinder mit Beeinträchtigungen, um Gewalt gegen Frauen, um ein umfassendes Hilfsprogramm für Familien. Ich bin überwältigt wie Gott immer wieder Zeichen seiner Liebe in dieser kaputten Welt setzt und wie ER Menschen zu großen Taten auswählt, ermutigt und befähigt. Halleluja! – Im Anschluss begeben wir uns virtuell die Donau flussabwärts bis zum Delta hinunter. Die Phoenix-Serie ist sehenswert aber tv-typisch folgt ein klein-wenig Sightseeing überaus ausführliche Beiträge über Menschen am Fluss, bevorzugt Frauen in „außergewöhnlichen“ Berufen. O, ihr öffentlich-rechtlichen Oberlehrer! – Es wird spät, denn mir graut vor Montag, den Schlaf offensichtlich nicht. Oder sollte es daran liegen, dass ich Jesus alle meine Sorgen anvertraut habe? Zweifelsohne!

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Reisejammer

Zu meiner Freude zeigt mein altersangepasster Alkoholgenuss von gestern keinerlei Nachwirkungen. Das ist gut, habe ich aber auch erwartet. Die Sonne scheint vom Himmel, eine gute Zeit, um endlich die Lichterketten abzubauen. Gestern schon musste die Sternchenkette weichen, heute folgt die Illumination des Eingangs und der Lichtervorhang der Lounge. Das Gebamsel wird mir fehlen 😉. – Nachmittags bin ich versucht eine Kurzreise zu buchen. Fast wäre es soweit gewesen, doch die Genervtheit einer Mitarbeiterin meines bisherigen Online-Lieblingsreisebüros schreckt mich ab. Meine potenzielle Reisegenossin zeigt darüber hinaus keinerlei Reiseambitionen. Doch ich würde gern zwischendurch mal für ein paar Tage „verschwinden“, habe aber keine Lust Internetseiten zu wälzen. Mich nerven die supergünstigen Angebote, die auf den zweiten Blick mit drittklassigen Zimmern und vorfrühtaulichen Flugzeiten „glänzen“. Passt man das Angebot an, schwups, ist man wieder im Normalpreisniveau. Ich bin ein bisschen stark frustriert, jammer, jammer, jammer … Gut ist. Ich stürze meinen Frust mit viel Solitaire in den Abgrund. Es wird spät. Dann ist das so.

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Gut zugelangt

Unsere kleinen gefiederten Freunde haben es geschafft: der 25-kg-Sack mit Sonnenblumenkernen ist leer. Die Reste sind auf beide Futterstellen verteilt und jetzt haltet euch ran, Mädels und Jungs. Da wir anfangs noch mit kleineren Portionen gefüttert haben, dürften sie wieder um die dreißig Kilogramm verputzt haben. Dann ist das so. – Ein paar Kleinarbeiten füllen meinen Tag, im Vorkeller leuchtet es wieder, die Fernbedienung von Susie entfaltet wieder ihre Aktivierungs- und Deaktivierungsfähigkeiten und der Kaffeeautomat hat endlich mit seiner nervigen Reinigungserinnerung Erfolg gehabt. Einen neuen Wasserfilter habe ich ihm (resp. uns) auch spendiert. Alles ist wieder gut. Fein. – Abends geht es zu einer Geburtstagsfeier, die sich bis früh in die Nacht hinzieht. Die Verköstigung ist superfein, lecker. Wie immer bei mir wird es gegen Ende immer netter und gerade dann brechen wir auf. Kann man nicht mal rückwärts feiern, beginnend mit wenigen Gästen, die erst den Abend über mehr werden? Verrückte Idee, zweifellos, aber meine ideale Fete 😉😇. Geduldig harren unsere Seniorenbetten auf unser Niederlegen und brauchen heute weniger Geduld als früher. Man wird halt alt. Gute Nacht.

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Verlobungstag Nummer 11 nach 44 Jahren

Vor 44 Jahren haben wir uns verlobt. Heute feiern wir den elften echten Verlobungstag, der ja nur alle vier Jahre stattfindet. Nun ja, feiern ist ein wenig übertrieben, aber erfreut zurückdenken tuen wir schon. Viel Zeit bleibt uns tagsüber dafür nicht, denn am Vormittag findet mein Saugjob in meiner Gemeinde statt und am Nachmittag aktualisiere ich die Internetseiten einer Gemeinde von Freunden. Diesmal ist es ein wenig mehr Arbeit als sonst – die dortige Vakanz wirft die üblichen Probleme auf. – Abends stoßen wir an, lassen die Gedanken zurückschweifen und fördern unser Körpergewicht mit ein wenig Knabberzeug. Muss auch mal sein. Mir geht mein Vortrag noch nach, die geistlichen Erkenntnisse beschäftigen mich und das ist gut so. Daneben lese ich zwei Bücher einer Serie, das erste bereits übersetzt in deutscher Sprache und das folgende in englisch. Mit ein paar Übersetzungstipps geht es flüssig voran. Faszinierend finde ich den Trick der im Mittelpunkt stehenden Senioren-Gang, die Silvester/Neujahr mitsamt Sekundenzählen bis zum neuen Jahr samt Feuerwerk feiern aber andererseits früh zu Bett will. Kurz vor 21 Uhr schalten diese Briten einen türkischen Sender ein, zählen munter die Sekunden bis ins neue Jahr, schauen dem Feuerwerk zu und gehen um 22 Uhr schlafen. Die Türken sind den Briten halt drei Stunden voraus. Stark. Bei mir wird es auch nicht spät, nur der Schlaf lässt sich etwas Zeit. Meinetwegen.

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Freude kommt beim Reden

Der Tag ist da! Noch ein letztes Mal überarbeite ich den Text des Vortrags. Aufgeregt bin ich wie jedes Mal, immer wieder, das werde ich wohl nie ablegen können. Der Nachmittag naht, wir sind vor Ort und immer mehr Senioren treffen ein. Nach dem Kaffeetrinken bin ich dran. Es läuft gut von der Hand und vom Mund. Gott ist bei mir und ich halte problemlos die Dreiviertelstunde durch. Ja, fast eine Dreiviertelstunde, es wird ein wenig länger als gedacht, aber okay. Genau genommen hat es sogar Spaß gemacht, genau genommen ab dem ersten gesprochenen Wort. Danach platze ich fast vor Erleichterung und Dank an meinen Herrn und Heiland. Es ging mir gut von der Zunge und selbst meine Tendenz zur Rührseligkeit wurde weitestgehend vermieden. Sehr schön. Uff. – Daheim schnaufe ich durch, die Anspannung verlässt mich nach und nach, dafür wächst der Dank. Ja, dieses Jahr war es doch ein ziemlich geballtes Vergnügen😉. Doch gelernt habe ich enorm viel in der Vorbereitung und mancherlei geistliche Erkenntnis gesellte sich dazu. Sehr fein. – Abends entspanne ich beim Lesen, ein Gläschen roter vergorener Saft leistet ein Übriges. Es wird normal spät. Der Schlaf tut einen guten Job. Welterusten.

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