Panoramafahrt quer durch Barbados

Gestern Überkamm mich fast Verzweiflung über den schon für heute gebuchten Ausflug. Doch am Morgen sind wir wider Erwarten früh munter, frühstücken in aller Ruhe und treffen pünktlich gegen 10 Uhr am Gruppensammelpunkt ein. Mit dem Aufruf macht sich eine nicht zu kleine Menschenmenge auf den Weg zum Bus und wir dürfen ihn nach mehrmaliger Bordkartenkontrolle entern. Es ist eine schöne Fahrt von West nach Ost auf Barbados, von der Karibik- zur Atlantikküste und zurück. Unser Guide beherrscht die deutsche Sprache perfekt und liefert mancherlei Informationen zu den vorbeiziehenden Fotomotiven. Ein Stopp zum Rumpunschverkosten, einer zum Kirchen- und Friedhofsbesuch samt Panoramablick über die Insel und ein dritter Halt an der Atlantikküste – ein feine, informative Tour. Zurück auf dem Kreuzfahrtschiff wird erst gespachtelt und dann die Mittagsruhe eingeläutet. So soll es sein. Endlich gegen 18 Uhr, eine Stunde Verspätung – die Frage sei erlaubt ob die Crew ein Praktikum bei der Bahn absolviert hat, legt unser übergroßer Kahn das erste Mal auf dieser Reise ab und begibt sich auf Tour nach St. Vincent. Wir begeben uns ins Fischrestaurant, dem Fischmarkt, zu Garnelen-Tartar, Hummercremesuppe, Ofenkartoffel mit Matjes und Roter Grütze als Dessert. Mir mundet alles gut, wiewohl ich zugeben muss, dass der Koch offensichtlich nicht aus Norddeutschland kommen kann. – Eine Pfeife auf dem Balkon, ein wenig Lesestoff und schließlich die Crewvorstellung im Cruise-TV rundet den Abend ab. Gut, dass wir dazu nicht ins Theater waren, denn die folgende Tanz- und Musikdarbietung ist nicht unser Ding. Wieder einmal freue ich mich über die Ausschalttaste am Fernseher. Es wird überhaupt nicht spät, die lange Anreise fordert nun doch ihren Tribut. Der Schlaf schlägt demgemäß voll zu. Wie schön!

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Auf nach Brigdetown

Ich brauche heute keinen Wecker. Bei Flugtagen übernimmt mein Innerstes das Zeitmanagement. Per S-Bahn geht es zum Airport. Lange Schlangen bei der Economy und ebenso keine kurze Reihe bei der Business-Class. Wir haben letztere gewählt, schweineteuer, aber bei langen Flügen durchaus lohnend auch wenn das Sparkonto geplündert werden muss. Wir passieren die Priority-Handgepäckkontrolle, „Priority“ klingt gut aber nebenan sind eine Vielzahl von Schaltern geöffnet bei uns nur einer was die Aufenthaltsdauer einander angleicht. Nur die Lounge ist natürlich ein echter Gewinn. Wir frühstücken ausführlich, genießen die bequemen Polster und erreichen gerade rechtzeitig das Gate. Per Bus geht es zum Flieger und dort warten äußerst angenehme Sitzgelegenheiten auf uns. So lassen sich zehn Stunden Flug ertragen. Der Versorgung ist bei weitem nicht so perfekt wie bei Qatar-Airways aber immer noch durchaus gut. Ich klage auf extrem hohem Niveau, denn der Service ist auf mindestens gleichem Level wie bei Qatar. Zehn lange Stunden später sind wir in Brigdetown auf Barbados angekommen. Wir müssen nicht durch die Kontrolle, überlassen das Kümmern um unsere Koffer der TUI, steigen vom Flugzeug in einen alten klapprigen Bus mit einem mürrischen noch älteren Fahrer, quetschen uns in enge Sitze, versinken noch tiefer in den Polster und holpern zum Schiff. Dort überwältigt mich meine Reisepanik, das Einchecken wird für mich als Kreuzfahrtneuling zum schweißtreibenden Hürdenlauf: Passkontrolle, Bordkartensichtung, Fotoshootings für welche Cloud auch immer, Bordkartenkontrolle, Gepäckröntgen, Bordkartenkontrolle, Fahrstuhl, Schwimmwesteneinweisung, Fahrstuhl, Zimmer unauffindbar, Personal fragen – auf einer Seite sind nur gerade Zimmer-Nummern und gegenüber ungerade, aha gut zu wissen. Wir watscheln also auf die andere Schiffsseite und stehen endlich vor unserer Tür, finden den Umschlag mit den echten Bordkarten, den Originalen, die Tür öffnet sich – puuuuuh!!! Einchecken ist für mich ein Mordversuch an Anfängern. Immerhin kommt ein Koffer gut und schnell bei uns an. Wir gehen in die Schau-Bar für einen Mojito und einen Rosé. Danach steht auch Koffer Nummer Zwei vor der Tür. Auspacken, geordnet ins Bett fallen. Schlaf suchen. Hier ist es gegen zehn Uhr, in Deutschland drei Uhr. Neunzehn Stunden unterwegs – geht’s noch? Und das in unserem Alter, je oller, je doller. Isso!!!

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Bahnfreuden

Relativ frühes Aufstehen, knappes Frühstück, normale Morgenandacht und dann geht die Bahn ab. Ein Freund bringt uns hin. Der ICE ist pünktlich, das Umsteigen in Hannover funktioniert perfekt und dann bringt uns die Bahn zum Südbahnhof von Frankfurt statt zum Hauptbahnhof. Das Ticket weist das gewünschte Ziel aus, die Gleischaoten ticken anders. Also raus mit den Massen aus dem ICE und rein in eine überfüllte Regionalbahn. Mit viel Drängelei ergattern wir zwei Stehplätze und landen kurze Zeit später tatsächlich am Ziel. Unser Hotel liegt schräg gegenüber, das Zimmer ist schnell bezogen, Ruhe stellt sich ein und nach drei oder vier Versuchen gelingt mir sogar das Einchecken für unseren morgigen Flug per Internet. Na fein. Ein kräftiges Durchatmen später machen wir uns auf den Weg zu „unserem“ Studenten samt Partnerin, bewundern ihre kleine Wohnung und genießen ein leckeres Mahl beim Italiener. Es wird gar nicht mal so spät aber wir sind total müde. Recht früh sinken wir in einen mehr oder weniger tiefen Schlaf.

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Koffer packen

Zwei große Koffer harren auf ihre Füllsel und wird sind die Lieferanten. Gleichzeitig treten wir als künftige Nutznießer aller Inhalte auf, eine Doppelrolle, die wohl bedacht und gefüllt sein will. O diese Entscheidungsprozesse! Leicht fällt es bei den Dingen, die meinen Bauchumfang nicht mehr managen können. Deren Weg zurück in die Geborgenheit des Schrankes ist kurz. Doch leider (???) passen mir noch viele Sachen. Da ist Auswahl angesagt und die fällt nicht immer leicht. So füllen sich die Gepäckstücke nur gemächlich. Dazu qualifiziert sich noch vielerlei Technik als Reisebegleitung. So kommt eins zum anderen. Und was haben wir vergessen? Das zeigt sich erst morgen wenn nichts mehr zu ändern ist. So ist das Leben nun einmal. Irgendwann stehen die zwei Prachtexemplare gemeinsam mit zwei prall gefüllten Rücksäcken bereit für die Reise. Der Abend ist kurz und die Nacht wird lang. Der Schlaf ist nicht kontinuierlich bei der Sache. Wie so oft vor Abreisen. So ist er nun einmal, der Gute.

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Gelassenheitsdefizit

Wir werden unser Haus durch den örtlichen Wachdienst kontrollieren lassen und übergeben heute den Zugriff auf unsere Alarmanlage. Es ist gut zu wissen, dass im Notfall kompetente Leute schnell vor Ort sind um die Sache zu regeln. Letztlich vertrauen wir aber, jenseits aller menschlichen Möglichkeiten, auf unseren Gott und Herrn auf den es allein ankommt. Gut zu wissen. Ich bin nun doch etwas angespannt und befürchte das wird noch zunehmen. Warum kann ich nicht gelassen und geduldig bleiben? Das wäre doch viel effektiver und für meine Mitbewohnerin nicht so nervig. Seufz. – Der Alte am Abend löst wieder einmal einen ganz krummen Fall mit bösem Ende. Danach gönnen wir uns noch den ermittelnden Watzmann und die Rentnercops – heute halt mal ein echter Fernsehabend. Das entspannt meine Sinne. Gut so. Es wird wieder spät, doch der Schlaf ist tief und fest aber traumbeschwert. Im Traumland passieren sehr seltsame Dinge, echt jetzt.

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Überaus ängstlich

Alles ist weiß. Der Winter ist zurück obwohl er eigentlich noch gar nicht da war. Unser Gehweg ist geräumt, ich bin voll happy, meine überaus fleißige Frühaufsteherin hat das vor einem Termin noch erledigt. Ansonsten gibt es nichts Neues unter den Wolken, ich räume und räume aber die Optik verändert sich kaum. – Gegen Abend will ich mich mal wieder testen. Drei Tests sind noch da. Ihr Haltbarkeitsdatum liegt weit in der Zukunft. Der erste Test scheitert am Testkästchen, das überhaupt nicht reagiert. Der zweite Versuch mit dem nächsten Teil geht in gleicher Weise daneben. Doch der dritte Anlauf klappt: der erste Teststrich erscheint und der zweite bleibt aus. So soll es sein, negativ, Gott sei Dank!!! – Die Krimiserie „Tod am Rennsteig“ präsentiert sich völlig unerwartet gut. Da kann ich ja künftig am Ball bleiben. Unseren Hauskreis lassen wir ausfallen. Die Einschläge der Covid-19-Verdachtsfälle, die grassierende Magen-Darm-Infektion sowie die opfersuchende Frühjahrserkältungswelle erscheinen mir kurz vorm Urlaub für ein Meeting zu gefährlich. Das empfinden bedauerlicherweise die übrigen Teilnehmer auch so. Schade. – Ein ach so typisches „nur mal schnell noch …“ verhindert eine frühere Nachtruhe und so wird es wieder spät. Nun denn.

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Gerümpelberge

Ordnung schaffen ist eine echte Herausforderung. Man schaut an, überlegt, wirft weg, sortiert neu ein aber es nimmt kein Ende. Mehrere Stunden habe ich nun gewirbelt, zwei große Behälter mit Papierschnipseln aus dem Schredder gefüllt und rein optisch ist wenig passiert. Seufz. Ja, bevor sich ein Eindruck von Aufgeräumtheit verbreitet muss ich über viele, viele „Stöckchen springen“. Werde ich je am Ziel ankommen? Sollte ich die Zielvorgabe neu definieren 😉? Erst einmal gehe ich mehr oder weniger munter voran, lasse die Gerümpelberge ins schier Unendliche wachsen obwohl ich nur kleinste Fortschrittlein per Augenschein wahrnehme. Nun denn! – Die abendlichen Ermittler aus Wismar lösen zu meinem großen Vergnügen einen weiteren verzwickten Fall – schön für sie. Ich verfolge im Anschluss die Aktivitäten eines weiteren Polizisten in der Provence, eine der mordreichsten Gegenden Frankreichs, wenn ich auf die vielen gescheiterten Pariser Kommissare sehe, die einen Mord nach dem anderen in dieser beeindruckenden Landschaft aufklären. Sollen sie doch! Dabei wird es natürlich wieder recht spät, wie könnte es anders sein. Ich komme erstaunlich schnell zur Ruhe. Fein.

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Besuchs- und Couchfreuden

Das späte Aufstehen entfaltet eine ganze Palette von Nachteilen. Man kommt zu nichts, nun ja, zu fast nichts. Heute wollen wir meine alte Dame besuchen und müssen uns sputen, weil uns ansonsten die Mittagszeit überfällt. Zum Glück benötigen wir keinen Test und steuern wohlmaskiert das Heim direkt an. Meine Mum ist voll gut drauf – so habe ich sie schon lange nicht mehr erlebt. Sie plaudert munter vor sich hin, manche Details verstehe ich nicht jedoch den groben Sinn schon. Sie erfasst meistenteils meine Worte in gleicher Weise und so entwickelt sich ansatzweise ein Dialog. Voll stark! Nun ja, die Eigeneinschätzung ihrer Fähigkeiten und körperlichen Möglichkeiten ist weit entfernt von der Realität aber das ist in ihrem hohen Alter fast schon normal. Als ihr Mittagsmahl eintrifft lassen wir sie endlich mal wieder mit einem guten Gefühl zurück. – Daheim gilt es zu klären ob für die Reise ein Anti-Gen-Test vorzuweisen ist. Im Internet wirken die Ausführungen recht vieldeutig, mein Reisebüro übersetzt mir den Branchenslang und so wird „ein Schuh draus“. Okay. – Endlich kann ich beginnen das Büro aufzuräumen. Vier Jahre alte Vorgänge wandern größtenteils in den Schredder. Dann entwerfe ich einen Plan wie es weitergehen soll, beginne mit ersten Arbeiten und breche gleich wieder ab. Feierabend. Das kann ja heiter werden! Statt bis zur Nachtruhe durchzuarbeiten präferiere ich die Couch, strapaziere meinen Augen und lasse das Hirn den Lesestoff in phantasievolle Bilder umformen. So wird es wieder spät. C’est la vie! Bonne nuit! Der Schlaf hat offensichtlich das lange Warten satt und lässt sich Zeit.

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