Christenverfolgung

Ein Morgenmuffel schleppt sich aus seinem Bett, schiebt sich etwas Frühstück ins Mäulchen und lässt sich zum Gottesdienst transferieren. Erst das Thema macht mich munter. Es ist ein großes Elend wie geistliche Brüder und Schwestern in so vielen Ländern dieser Welt drangsaliert, ausgestoßen, eingesperrt, gefoltert und getötet werden. Und das alles nur weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. Wie müssen die Mächtigen dieser Welt Angst vor dem Herrn der Herren haben! Rein theoretisch betrachtet könnten sie ihn und uns Christen einfach ignorieren – doch das können sie offensichtlich nicht. Jesus scheint sie herauszufordern, sie infrage zu stellen, sie mit seiner Liebe und Hingabe zum Zorn zu reizen. Allein diese logisch unverständliche Reaktion müsste jeden zum Nachdenken bringen, tut sie aber erstaunlicherweise nicht. Jesus ist Gottes Wort und damit die Herausforderung in Person. Da muss die sogenannte „Welt“ durch und das mag sie gar nicht. Ein für mich mitreißender Gottesdienst. – Wir besuchen danach Mutti und ich bin erschüttert – keinerlei Reaktion auf uns. Die Pflegerin kann sie zwar motivieren ein wenig zu essen aber selbst das geschieht rein mechanisch. Ich bin sehr traurig. – Was bringt der Tag noch? Zwei bemerkenswerte Wahlen: Bremen, das allerkleinste Bundesland, wählt mit einem derart komplizierten Wahlsystem, das eine Hochrechnung erst am sehr späten Abend ermöglicht und ein vorläufiges Ergebnis für Mittwoch avisiert – und die Türkei wählt Erdogan, wie ich überzeugt bin – so oder so. Nichts Neues unter der Sonne. Passend dazu präsentiert Terra X eine Sendung über den Absolutismus in Europa. Ansonsten bleibt der Fernseher heute aus, das Programm lässt mich zunehmend kalt. Dafür lese ich wieder einmal, auch gut. Es wird ein wenig spät, der Schlaf steht bereit. Fein.

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Computerfreuden

Der neue Tag begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Nach dem Frühstück will ich frohgemut auf die Schnelle ein paar Einstellungen an einem iMac vornehmen. O, das Betriebssystem ist altehrwürdigen Charakters. Also fix die neue Software heruntergeladen, nun noch das Admin-Passwort eingeben … Das Admin-Passwort? ‚Gibt’s das?‘, fragt mich zögernd mein Gegenüber. Wie war das doch gleich? So? Nö. Oder so? Nö. Vielleicht dieses? Nö! Oder jenes? Nö!! Die Recherchen nehmen ihren Marathonlauf und gelangen, ich glaube es kaum, schließlich doch zum Ziel. War eigentlich ganz einfach 😤😢. Ja, jetzt heißt es warten und warten und warten bis Ventura arbeitsbereit ist. Nach dem Lunch ist es so weit. Ach ja noch ein klitzekleines Sicherheitsupdate, seufz. Jetzt aber, schnell voran – nein, die Fotodatenbank macht nicht was sie soll. Seufz, seufz, seufz!!! Ich korrigiere eine Einstellung des iPhones, es folgt ein Rattenschwanz an Warte- und Bearbeitungszeit. Am späten Nachmittag bin ich fertig. Einerseits und andererseits. Nun ab zum Tiger und heimwärts sausen. Wir kommen gut durch, nur ein Schützenfest und kein Umzug, toll. Ich bin noch ein Level höher geschafft – dieser Zustand hält sich vom Abend bis zum Morgen. Na prima. Dann erfahren wir noch vom Heimgang einer uns gut bekannten Mutter einer Freundin. Welch ein Tag! – Der Frieslandkrimi plätschert freundlicherweise ganz nett vor sich hin und baut mich ein klein bisschen auf. Ist das späte Zubettgehen eine Trotzreaktion? Null Ahnung. Der Schlaf kommt jedenfalls recht bedächtig.

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Das Ziel definiert das Problem

Laut Tiger-App ist es möglich eine Abfahrtszeit zu bestimmen und Tiger lädt dann punktgenau. Fünfeinhalb Stunden vor der Zeit ist, sorry, für mich nicht punktgenau. VW und Software ein echt beeindruckendes Elend. Pünktlich fahren wir zu Schwägerin und Schwager gen Norden los und stellen fest, dass es zwar viele Baustellen aber nur wenige Bauaktivitäten gibt. Auf dieser relativ kurzen Strecke umfahren wir eine seit Monaten bestehende Großsperrung, warten danach vor zwei Baustellenampeln, schleichen inmitten eines Staus dahin bis wir schließlich unser Ziel erreichen. Dort wickeln wir ein übliches und ein unübliches Besuchsprogramm ab, beides gefällt mir ausnehmend gut. Das Wetter zeigt sich von seiner allerbesten Seite und während wir im Norden spazieren und Eis essen liefert unsere Photovoltaikanlage massig Strom zu Spottpreisen an die Filiale irgendeines Stromkonzerns. Wieder zurück dürfen wir dann unseren Verbrauchsstrom zu Wucherpreisen erwerben was wiederum den Verkauf von Blutdrucksenkern an mich fördert. So bereitet unser Staat allen, bis auf seinen Bürgern, viel Freude mit seiner Energiepolitik. – Schon immer habe ich mich über die Aussage der Roten und Grünen gewundert, dass der Neubau von Straßen zusätzlichen Verkehr hervorbringt. Wie soll das gehen, entscheiden sich dann auf einmal mehr Menschen für eine Fahrt? Oder kaufen mehr Menschen ein Auto in der Region? Heute blitzte bei mir eine erste Erkenntnis auf als ich eine stark belastete Ausweichstrecke auf kleinen Nebenstraßen befuhr. Natürlich würde sich ein Großteil dieser Fahrzeuge bei einer vernünftigen Fernverkehrsstrecke dorthin verlagern, zusätzlich zu den vielen Fahrzeugen auf der vollgestopften Bundesstraße. Glaubwürdige Verkehrsstromrecherchen müssten, das ist mir seit heute klar, extrem großflächig angelegt sein – zu aufwändig, zu teuer und mit der Gefahr unerwünschter Ergebnisse. Wer will das schon? Das Problem muss sich eben dem Ziel anpassen. Das passt dann schon. Basta. Gute Nacht.

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Finanzen, Kabel und ein Bibelkreis

Heute wird mir eine neue App angeboten. Eine Art Finanzermittlungsübersichtskalkulationsvorausschauapp. Fix geladen, alle Konten im Blick – interessant alles auf einen Blick zu sehen, was ich vorher schon im Detail wusste. Ganz nett. – Am Nachmittag kommt der Streckenscout für Mr. Shorty vorbei und überprüft die Grenzkabelei. Er probiert, misst, buddelt, misst, buddelt, misst, buddelt erneut und hat gefunden. Schnell wird das aus welchen Gründen auch immer gerissene Kabel geflickt, siehe da, Shorty ist bereit, lädt ein wenig und mäht los, akkurat und fleißig wie immer. – Am Abend begeben wir uns zum Hauskreis, eine liebe Runde mit mancherlei Ideen zum Bibeltext und weit darüber hinaus. Auch das Nachprogramm ist mir wohlgefällig. Es wird mittelspät dort und recht spät zu Hause. Der Schlaf arbeitet motiviert und intensiv.

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Pferdefüße

Ein Sonderangebot für eine Kreuzfahrt flattert herein. Es zuckt mir in allen Fingern – nein ich bleibe dabei unsere Finanzen in ruhigen Wassern segeln zu lassen. Das ist gut, denn am Abend erkenne ich den Pferdefuß am Angebot. Der Veranstalter hat zwei Reisen beschrieben und will im Falle einer Buchung selbst entscheiden welche Fahrt er welchem Gast zuteilt. Eine reizt mich wenig aber die andere wäre schon toll. Außerdem heißt es nur Balkonkabine, das Deck und die Lage bestimmt der Veranstalter. So könnte ein Rettungsboot direkt vor dem Balkon hängen oder Menschen vor dem Balkon flanieren. Nein, das ist etwas für Schnäppchenjäger und nichts für den gern gepflegt Reisenden. – Am Nachmittag besuchen wir die Seniorenbibelstunde. Wir sitzen an einem großen Tisch und jeder kann seinen Beitrag leisten. Schön traditionell und nicht in Aufteilung auf mehrere Tische an denen kleinere Gruppen miteinander diskutieren. Ich lande bei letzterem meistens in einer Schweigerunde und muss mit ein maximal zwei anderen die Konversation bestreiten. In größerer Runde passiert mir das nicht. Der sehr bekannte Text heute hat mir dennoch viel Neues zu sagen. Sehr schön! – Der Abend gefällt mir weniger, ich bin so unmotiviert. Seufz. Das ist gar nicht gut. Trotzdem wird es spät und der Schlaf stellt sich irgendwann in Intervallen ein. Nun ja.

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Folivora at work

Ein Faultier rafft sich auf und putzt endlich die Fensterscheiben. Da tut es wirklich mal etwas Sinnvolles. Sehr schön. Andererseits geht es mit dem Kärcher-Sauger sehr einfach: einsprühen, wischen, absaugen, fertig. Das macht bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fast Spaß. Okay es hat nicht, man bedenke dabei meine Generation, Hausfrauenqualität wohl aber Hausmannqualität. Das reicht uns völlig. Meine, so sagt man wohl, bessere Hälfte betreut die Fensterrahmen. So ist der Job schnell getan. Bei der Gelegenheit bestelle ich uns gleich einen Sofaheber damit wir das Gewichtsmonster bei Gelegenheit, also morgen, problemgemindert bewegen können. Hoffentlich sind die guten Beurteilungen nicht nur Fakes. Wir werden es bald feststellen. Das beschäftigt uns den Tag über, denn wir haben viele Fenster und ich lasse mir altersgerecht Zeit. – Abends zappe ich zwischen zwei Krimis hin und her, einen kenne ich viel zu gut, der andere geht mir thematisch zu nahe, so übe ich mich im halbherzigen Hinschauen in Kombination mit halbherzigem Solitairespielen. Ob das die wahre Entspannung ist? Zweifel sind erlaubt. Immerhin bringe ich im Laufe langer Stunden tatsächlich zwei unbequeme, schwierige, bockige spielkartige Herausforderungen zum guten Ende. Vermittelt das irgendeinen Sinn? Nö aber es baut emotional ein klein wenig auf – jedenfalls schlichte Gemüter wie mich 😉😇. Es wird spät. Der Schlaf tut seinen Job trotz altherrentypischen 😠 Unterbrechungen.

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Kräfte kriegen

Den heutigen Tag habe ich mir als Erholungs- und Ausschnauftag nach dem anstrengenden Wochenende vorbehalten. Es gilt durchzuatmen und die psychischen Kräften zu erneuern. Ich merke wie im Laufe des Tages das Erschöpfungsgefühl weicht und der Aktivitätsdrang wächst. Der Sonnenschein unterstützt den Prozess maßgeblich. Das erfreut und baut auf. – Nebenbei überprüfe ich die Aussage über den Bestandsschutz unseres Kachelofens und finde tatsächlich bei der Lieferfirma eine Liste, die das bestätigt. Selbstverständlich lade ich diese sofort herunter und werde sie auch noch ausdrucken. Das könnte hilfreich bei etwaigen Diskussionen mit dem Schornsteinfeger sein. In jedem Fall sehe ich diesbezüglich viel gelassener der Zukunft entgegen. – Für unsere spätherbstliche Kreuzfahrt buche ich ein Hotel zur Zwischenübernachtung in Frankfurt und die Fahrt dorthin mit der Bahn. Die Rückfahrt ist erst Ende Mai buchbar. Dann ist das halt so. – Abends begleitet mich ein alter, bekannter Polizeiruf 110 und ein ebenso alter und ebenso bekannter Barnaby mit einem kopflosen Reiter (nette Story mit seltsamer Motivlage). Erstaunlicherweise lese ich trotz starker Müdigkeit noch ein wenig um dann hundemüde ins Bett zu fallen. In solchen Situationen fehlt mir meist, heute auch, ein Gutteil an Aufmerksamkeit bei der Andacht zur Nacht. Das ist schade. Der Schlaf kommt schnell.

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Joel und mehr

Und schon wieder ein Termin. Unsere Studierstube trifft sich endlich mal wieder. Als Thema wählen wir den Propheten Joel aus. Eine gute Wahl. Erstaunlich welch eine Weitsicht Gott seinen Propheten verleihen kann, Ausblicke in die fernste Zukunft und doch immer mit Gegenwartsbezug. Selbstverständlich kommen wir vom Hölzchen aufs Stöckchen, so soll es sein, das zeichnet diesen Hauskreis aus und macht ihn so attraktiv für uns. Er weitet eben den Blick, auf die Bibel, auf die Zukunft und unsere Gegenwart. So soll es sein. – Eine lange Mittagsruhe lädt meine Akkus langsam aber stetig wieder auf – das Wochenende war doch kräftezehrend für mich. Eine Predigt aus Bremen stimmt uns nachdenklich und konzentriert die Gedanken auf Gott und sein Wort. Das tut gut. – Ich bin einfach fertig und kann nicht verstehen warum – es waren doch nur ein paar leichtgewichtige Termine, alles easy und doch hänge ich arg durch. Armer, alter Mann 😇😢😉! Es wird nicht sehr früh und ich falle auf mein Lager. Eine unruhige Nacht folgt, jedem das Seine 😉.

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