Glasfaser Step by Step

Irgendwann am Vormittag schellt es. Heute soll das Glasfaserkabelleerrohr ins Haus gelegt werden, teilt uns ein freundlicher Arbeiter mit. Heute am Samstag, soso! Eigentlich hatte ich fast nicht mehr damit gerechnet. Im Laufe der Verlegeaktion stellt sich heraus, dass geplant war die Straße zu unterqueren und unsere Zuleitungen auf der gegenüberliegenden Straßenseite an die Hauptkabel anzuschließen. Das klappt wohl nicht. Also legen die fleißigen Hände erst einmal Leerrohre in die Häuser und wollen nächste Woche den Bürgersteig auf unserer Seite aufreißen um dort im Untergrund die Verbindung mit dem Verteiler herzustellen. Nun graben zwei Arbeiter drei tiefe Gruben, zwei am Rand unserer Garagenzufahrt und eine direkt am Haus. Dann jagen sie ihren Bohrer, in Norden wurde das Teil Rakete genannt, von Loch zu Loch und ziehen im Rückwärtsgang das Leerrohr durch den Bohrtunnel. Danach durchbohrt der Gruppenchef unsere Hauswand, zieht das Leerrohr herein und dichtet außen und innen ab. Zu unserer großen Freude schließen die Arbeiter außen die Gruben perfekt professionell. Klasse. Während der Arbeiten widme ich mich meiner Moderation für den morgigen Gottesdienst. Der HERR ist gnädig und gibt mir gute Einfälle. Danke!!! – Der Abend klingt in aller Ruhe aus, YouTube, lesen und ein wenig spielen – das tut gut nach der Kabelei und der Vorbereitungsarbeit für morgen. Es wird normal spät und der Schlaf schaut auch vorbei.

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Ventilatornotkühlung

Eine weitere Urlaubsvorbereitung kann ich heute realisieren. Unsere Kühl-/Gefrierkombination im Wirtschaftsraum neigt zum Aussteigen bei zu hohen Raumtemperaturen. Sie will einfach nicht mehr frieren und was bleibt dem Gefriergut über – es beginnt aufzutauen. Das kann schon kritisch sein, wenn wir daheim das Warnsignal überhören (sehr laut ist es nicht) aber völlig fatal ist es bei Abwesenheit. Man kann das Aggregat zur Weiterarbeit überreden, ein Ventilator muss nur kräftig genug im Raum die Luft herumwirbeln. Einfache Lösung für Anwesende aber für Reisende? Mein Plan ist es eine Temperaturüberwachung per Kamera zu installieren und diese bei längerer Abwesenheit durch eine ferngesteuerte Steckdose zu ergänzen. An letztere könnte der Ventilator angeschlossen sein. So wäre es möglich ihn von fast allen Orten dieser Erde in Betrieb zu nehmen. Netter Plan, einen Versuch ist er wert. So installiere ich im ersten Schritt zunächst die Kamera und stelle für sie eine permanente Stromversorgung sicher. Das funktioniert relativ gut. Schritt zwei und drei vertage ich auf die Zeit kurz vor Urlaubsbeginn, denn derzeit ist die Gefahr der Überhitzung minimal, obwohl es trotz des Regenwetters draußen erstaunlich warm ist. Die „historischen norddeutschen Sommer“ des letzen Jahrhunderts habe ich acht bis zehn Grad kälter in Erinnerung 😉😇. Ich denke da an einen Aufenthalt in Büsum bei Regen und 14 Grad Außentemperatur zwei Wochen lang. Puh, war das nassfrisch! – Meine neue Jeans kommt und passt bestens, nur zunehmen ist jetzt nicht mehr drin 😀! – Ansonsten vergeht der Tag wie üblich mit youtuben, spielen und lesen. Der Schlaf kommt relativ schnell und vertieft sich mehr und mehr.

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Container und Hauskreis

Es regnet. Eigentlich will ich noch ein bisschen Gerümpel in den Container befördern, packe auch schon die Karre voll, doch dann pladdert es richtig los. Nö, danke, dann eben nicht! – Nachmittags nieselt es immer noch aber jetzt muss ich ran, denn der gesammelte Holz-, Plastik- und Keramikmüll soll nicht bei uns herumstehen. Wer suchet, der findet, wie wahr! Was wir an entbehrlichen Gütern alles aus dem Terrassenkeller entfernen ist sagenhaft. Dennoch fällt kaum auf, dass so viel fehlt. Stark. Ich bin kaputt aber meine unermüdliche Partnerin entnimmt aus meinen Chaos-Hobbykeller diverse völlig überflüssige Objekte und führt sie, während mich das Durchschnaufen blockiert, schier unermüdlich dem Transportbehälter zu. Meine Zeit! Ich kann ihre Agilität im Vergleich zu meiner Schlaffheit kaum fassen. Frauen sind wahre Energiebündel. 😀😉. – Nach dem Duschen trifft mein neuer Blazer, zweiter Versuch, ein und passt zwar nicht wie angegossen aber trotzdem voll gut. Zudem sieht er noch viel besser aus als das zurückgeschickte übergroße Teil. Alles wird gut, offensichtlich. – Abends treffen wir uns im Nachbarort zum Hauskreis, diskutieren über Menschen, die in Jesu Namen Wunder tun aber letztlich doch von Jesus abgelehnt werden. Sehr nachdenkenswerter Text. Mit ein wenig Rotwein beschließen wir das Treffen. Es war sehr schön. Zuhause ein wenig abschalten, herunterfahren und dann ab ins Seniorenbett. Der Schlaf kommt zu mir schnell, bringt aber ein paar Unterbrechungen mit sich. Wenn es denn sein muss. Seufz!

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Schrott ade

Pünktlich aber nicht zu früh wird der bestellte Container geliefert. Wir lassen ihn erst einmal stehen. – Nun macht sich der gescheiterte Kreuzfahrtblazer auf die Rückreise. Kaum ist er bei der Poststelle abgegeben erhalte ich bereits online eine Bestätigung des Empfängers über die Rückgabe. Manche können halt digital 😉😀. – Am Nachmittag findet dann allerlei Gerümpel, ausgedientes Holz und jahrzehntelang unbenutzte Ab- und Regenwasserrohre den Weg in besagten Transportbehälter. So entsorgen wir endlich die alte Lounge-Umrandung, die sturmzerstörte Mülltonnenherberge und die demontierten Stützen des Balkongeländers. Weg ist weg. Immer wieder bin ich dabei überrascht wie schnell meine Kräfte nachlassen. So verlangt mein Body viel zu oft nach Pausen – doch ob wir in einer halben Stunde, einer Stunde oder anderthalb Stunden fertig sind – who cares? So schließen wir heute den umfangreichsten Part ab, um morgen noch ein wenig Kleinkram hinzuzufügen. Am Freitag kann der Container dann einen Abgang machen. – In meiner Abendandacht erlebe ich das Ende des Königreichs Juda mit, eine traurige Angelegenheit und bei Josephus die fatalen Machtkämpfe der Juden untereinander und mit den Römern nach Jesu Kreuzigung bis zur Vernichtung des Tempels. Harte, brutale und äußerst gefährliche Zeiten für das einfache Volk – welch ein Desaster! Und in diese unsicheren Zeiten hinein setzt Gott den Grundstein für sein weltumspannendes Reich, das bis heute ein höchst erstaunliches Wachstum hinlegt. Halleluja! – Ansonsten gestaltet sich der Abend wieder einmal normal und selbstverständlich wird es spät. Dankenswerterweise kommt der Schlaf schnell mit angenehmem Tiefgang. Prächtig.

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Cara Linnea

Meine vorbildlich hochaktive Mitbewohnerin bestellt einen Container für morgen, freundlicherweise erst ab 9 Uhr. Es darf aber nicht alles hinein, die Sortiermanie unserer Gesellschaft hat selbst hier zugeschlagen. Von Jahr zu Jahr geht mir diese typisch deutsche Pingeligkeit und Kleinkrämerei immer stärker auf den Senkel. Dann rettet eben die Welt im Alleingang, ihr besserwisserischen Überflieger. Egal. – Viel erfreulicher ist die Ankunft von Cara Linnea, absolut pünktlich zum errechneten Termin. Sollte das etwa ein Hinweis auf eine künftige Beamtenkarriere sein? Hoffentlich nicht! Herzlich willkommen kleine, neugeschlüpfte Erdenbürgerin, wir freuen uns total, mächtig gewaltig riesig gemeinsam mit den Eltern, dem Bruder, Oma und Opa! Wunderbar! – Rein monetär beglückt mich ein Kreuzfahrtunternehmen mit einem Geburtstagsbonus für unsere übernächste Reise. Prima. Schließlich trifft sogar mein bestellter neuer Kreuzfahrtblazer ein. Die Anprobe beweist, ich bin zwar wohlgerundet aber doch noch zu „mager“ für das Teil 😀. Also wieder einpacken, Rücksendeschein beilegen und Adressaufkleber anbringen. Morgen geht es zurück. Leider gibt es das Teil ein Größe kleiner nicht mehr. Schade, so bestelle ich über einen riesengroßen Versender eine andere Jacke. Versuch Nummer zwei. Ich darf gespannt sein. – Der Abend gestaltet sich fernseharm und lesereich. Wie immer wird es nicht früh. Der Schlaf bringt heute mancherlei Träume mit. Wenn’s denn sein muss!

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Besuch bei Muttern

Es fällt mir nicht leicht meiner Mum zu begegnen. Sie liegt im Bett und schläft vor sich hin. Ich sitze davor, halte ihre Hand, erzähle arg hilflos ein wenig, wohl wissend sie versteht kein Wort und sei es nur wegen ihrer Schwerhörigkeit. Seufz. Eine Schwester bringt ihr Mittagessen, reißt konsequent Mutti aus ihrem Dämmerschlaf und reicht ihr die Speise an. Für ihren Allgemeinzustand isst meine Altvordere sogar recht gut. Zu meinem großen Erstaunen formuliert sie sogar ein „Tschüs“ als wir gehen. Der letzte Weg kann sich offensichtlich lang, hart und in erschreckender Teilnahmslosigkeit gestalten. – Abends besuchen uns Freunde und es wird richtig nett. Es gilt Urlaubserlebnisse auszutauschen. Ich empfange ein hochinteressantes Geburtstagspräsent, ein Quizspiel mit Fragen aus den 70er Jahren. Nostalgie pur! Noch ein wenig lesen im Anschluss und schon wird es wieder spät. So bin ich halt.

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Sonntags abhängen

Gibt es einen Grund den Gottesdienst zu schwänzen und stattdessen einen im TV zu verfolgen? Keinen wirklich überzeugenden aber ich tue es trotzdem. Schande über mein Haupt. Immerhin ist der YouTube-Gottesdienst sehr gut, der Pastor stellt die Beziehung zwischen Moses Beauftragung und Jesu Rettungsauftrag her. Natürlich kann man das als weit hergeholt betrachten – andererseits liegt dabei so viel auf der Hand, dass es durchaus überzeugend wirken kann. Lunch, Mittagsruhe, Kaffee und Kuchen – was für ein langweilig-schöner Sonntag. Einfach mal abhängen. Abends ein wenig lesen, ein bisschen youtuben und Karten am Notebook spielen, ein wenig ungeistlich geht es heute bei mir schon zu. Ich buche noch ein Hotel in Bremen zur guten An- und Abreise bei einem achtzigsten Geburtstag. Das Hotel hat eine schöne Lage, ist aber wohl schon ziemlich in die Jahre gekommen aber das bin ich ja auch 😀😇. – Es wird normal spät und der Schlaf kommt bald.

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Frühes Frühstück

Zu unlaubotischen Zeiten muss ich meine Äuglein aufreißen, von meinem Lager ins Bad trapsen und versuchen im Dreiviertelschlaf Bewegungen, Worte und Aktionen zu generieren. Zu einer Zeit, zu der ich ansonsten wach zu werden pflege, betrete ich bereits die Autostadt um einer Geburtstagsfrühstückseinladung nachzukommen. Da muss ich jetzt durch, denn es geht schließlich um einen guten Freund. Ich schleppe mich mit stark begrenzter Sicht zum Büffet, finde endlich die Teller, schnappe mir einen, begebe mich zu Rührei, Schinken, Würstchen und Leberkäse (!!!), lade meinen kleinen Teller voll, finde und greife mir ein Croissant, um dann an meinen Platz zu wanken. Durch die konzertierte Aktion von Kaffee, Sekt und Nahrungsaufnahme erreiche ich schließlich einen akzeptablen Wachzustand. Wird ja auch Zeit! Die kleinen Augen weichen nicht, weshalb auch immer, aber die Kommunikation kann endlich gute Wege beschreiten. So wird es doch ein schöner und erfreulicher Vormittag. Keine Ahnung warum ich übermüdet bleibe, sodass ich selbst beim anschließenden Mittagsschlaf nicht richtig zur Ruhe komme. Seltsam. – Erst am Nachmittag finde ich langsam zu meiner Normalform zurück. So kenne ich mich gar nicht. – Abends schauen wir uns die Rhein-Kreuzfahrt-Fotos an und lassen die Erinnerungen Revue passieren. Stark. Danach beleben wir in gleicher Weise unsere Hollang-Belgien-Tour. Frisch gestärkt geht es in die Nacht und für mich wird es leider, leider wieder spät. Zum Glück kommt der Schlaf schnell, tief und heftig. Alles ist gut.

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