Konsequente Erziehung

Unser Friseurin steht vor der Tür. Sie ist etwas zu früh dran, aber es ist schon recht. Nach ihrer Behandlung, frisch geschoren und bartgepflegt stellt sich das typische „Ich-bin-ganz-neu-Feeling“ ein. So soll es sein. – Und wieder gelingt es meiner Vogelfreundin ein paar Sonnenblumenkerne aufzutreiben, die die Versorgung für die laufende und kommende Woche sicherstellen können. – Zwei Gesundheitsfragebögen sind nun auszufüllen um zu dokumentieren, dass wir beide voll bei Kräften sind. So isses. – Bei Freunden kraule ich die Smilla, eine liebenswerte, gerade dem Welpenalter entwachsene Hündin, die zurzeit eine konsequente Erziehungsphase durchmachen muss. „Was der Welpe nicht lernt, lernt die Hündin niemals mehr“, ist das treffliche Motto der gestenreichen und wortarmen Prägung des kleinen Fräuleins. Mir gefällt diese Einstellung. Spät kommen wir heim, ich schalte noch ein wenig ab und begebe mich recht spät in die Ruheposition bei der der Schlaf ungeduldig auf mich wartet 😉.

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Verriss schürt Hoffnung

Die Studierstube ist wieder einmal total spannend, lehrreich und gesegnet. So ein Austausch, mal am Text, mal vom Hundertsten ins Tausendste belebt ungemein. Anfangs bin ich immer recht lustlos und am Ende allermeistens voll begeistert. So soll es sein. – Nachmittags hören wir zwei Predigten aus Bremen, weil wir mit der neuen Ersten-Sonntag-im-Monat-Familien-Meeting-Regel unserer Gemeinde wenig anfangen können. Für Familien soll es toll sein und so gönne ich es ihnen von ganzem Herzen aber ich selber muss mich damit nicht „belasten“ und spiele den Kapriolenbonus des Alters 😇😉 aus. – Abends fasziniert mich eine Terra-X-Sendung über das Schwarmverhalten von Ameisen, Schafen und Bienen – einfach nur stark. Ich staune über den Schöpfer und seinen Einfallsreichtum, denn aus dem Nichts kann sich ungesteuert so etwas niemals entwickeln. Um das zu glauben müsste ich sowohl meinen Verstand als auch alle Lebenserfahrung ausschalten. Sei’s drum. – Über den Münster-Tatort hatte ich eine starke Negativkritik bei ntv gelesen, schalte ihn daher mit hohen Erwartungen ein und tatsächlich, er ist echt gut, erheiternd und liebenswert. Ja, auf unsere intellektuellen Kritikaster kann ich mich verlassen, sind die Urteile vernichtend ist die Sendung meistens gut. Bei positiven Beurteilungen leuchten alle Warnlichter auf 😀. – Jetzt noch ein bisschen lesen, die Zeit verrinnen lassen und in die Nachtruhe abtreten. Der Schlaf steht willig bereit. Prima.

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Idealismus contra Lebenserfahrung

Endlich kann ich mal wieder auf eine produktive Woche zurückblicken. Ja, es ist einiges vom Tisch gekommen und jetzt wartet nur noch unser Büro auf mehrere aufräumende Hände. Da lauert noch viel Arbeit auf mich. Dann ist das so. – Am frühen Abend brechen wir zur Jahresmitgliederversammlung auf. Heute steht zusätzlich die Anstellung von zwei Pastoren auf dem Programm. Die erste Stelle geht ruckzuck durch. Bei der Jugendpastorin haben ein paar Jugendliche, bei keiner vorherigen Stellenbesetzung lief es anders, wieder einmal Bedenken. Das muss wohl so sein. Sie wünschen sich den idealen Hauptamtlichen und haben sogar eine Person vor Augen, der aber woanders fest gebunden ist. Seufz, man muss sie ernst nehmen aber das fällt mir bei dem Leichtgewicht ihrer Argumente sehr, sehr schwer. Die meisten Einwände erheben dazu noch die, die ihr Studium vor Augen die Neue kaum noch erleben werden. Wie schön, dass ich nicht mehr im Vorstand bin, der aber die Problematik souverän und gut meistert. Nur knapp schrappt der Einstellungsbeschluss an der Einstimmigkeit vorbei. Gut so. Ich mag unsere Jugendlichen und bin deshalb froh, dass ihren Vorbehalten nachgegangen wurde und diese, meiner Ansicht nach, ausgeräumt wurden. Ich freue mich auf die hochmotivierte Jugendpastorin und die neue Pastorenfamilie! Wenn unser Gott so vortreffliche Weichen stellt und Wege ebnet wird es gut. Selbstverständlich kann „gut“ in Gottes Sinn, durchaus „mühsam“, „geduldig“ und „arbeitsreich“ bedeuten, denn Gott sieht die Dinge bereits vom Ende her, während wir noch mit den Anfangsschwierigkeiten ringen. Es ist der richtige Weg, da bin ich sicher. Gott sei Dank!!! – Leider habe ich mich viel zu sehr aufgeregt und die Spannung baut sich zu Hause kaum spürbar ab. Selbst eine Folge des „Alten“ über die Influencerszene, viel mehr Schein als Sein, hilft da wenig. Selbst der Schlaf wird so noch in seinem Job behindert. Man, wie doof ist das denn, ich muss mich schwer tadeln. 😠😢

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Papier – Lebenselixier der Ämter

Fleißig scanne ich alle Rechnungen ein, für die bessere Lesbarkeit muss ich eine von ihnen sogar nachbehandeln und dann folgt der Upload zur Versicherung. Fertig. Das ging ja schnell. Ob ich so ein Verfahren bei meiner Behörde zu meinen Lebzeiten noch erleben werde? Zweifel sind angebracht – so alt kann ich wohl gar nicht werden😉😇. Immerhin liegt das erbetene Formular heute morgen schon als PDF in meiner Mailbox. Respekt, liebe Sachbearbeiterin, das ist wirklich ein lobenswerter Service. Ich fülle es auf dem PC aus, drucke es und kann es so dem Antrag an die Beihilfestelle beifügen. Papier bleibt das Lebenselixier der Ämter, offensichtlich. Dann ist das so. Der Vormittag geht darüber hin und am Nachmittag lege ich die gescannten und versandten Originale wieder ab. Ein Teil der Rechnungen könnte sogar per QR-Code-Felder erfasst werden, doch das überfordert selbst meine Versicherung. Der Fortschritt lässt sich Zeit in diesem unseren Lande. – Nachmittags laminiere ich noch unsere Kofferanhänger, loche sie und kann jetzt das Befestigungsband bzw. den Kabelbinder einziehen. Die Reise wirft offensichtlich kräftigste Schatten voraus. – Der Staatsanwalt löst erneut einen skurrilen Fall – diesmal den einer überforderten Juristin mit fremderstellter Doktorarbeit. Danach stöbere ich in YouTube und lasse mich berieseln. Es wird spät mit hoch motiviertem Schlaf.

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Digital – nein danke!

Nunmehr ist es endlich soweit. Ich begebe mich auf die Suche nach von mir verauslagten Arzthonoraren samt Rezepten und Laborrechnungen. Im Laufe eines Jahres habe ich dafür eine stattliches Sümmchen „vorgeschossen“. Ich staune, denn es fehlt nicht viel an 2.000 Euros. Höchste Zeit für einen Geldabruf bei der Beihilfe und der Krankenversicherung. So ordne ich die Papierberge, trenne fein nach Original und Duplikat – meine Beihilfestelle will unbedingt nur Duplikate – ihr Wille sei mir Befehl. Jetzt noch einen Antrag ausfüllen – o, meine Kontonummer hat sich ja geändert was ein Zusatzformular erfordert, das ich nicht habe. Gut, dann rufe ich schnell an doch es ist trotz Sprechzeit keiner da. Nun denn, dann eben per E-Mail. Ich bin total gespannt ob der Vordruck überhaupt als PDF vorliegt und wann geantwortet wird. Heute jedenfalls nicht mehr aber es ist ja schon recht spät. Jetzt noch fix die Belege für die Krankenversicherung zusammenstellen, die ich morgen online einreichen will. Bei meiner Behörde geht das natürlich nicht, ist ja klar. – Den Abend versüße ich mir mit den Rentnercops und dem ermittelnden Watzmann. Tief zufrieden über diese fast heile Welt sinke ich auf mein Kissen und falle in einen vielfach unterbrochenen Schlaf. Schade.

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Mörderische Provence

Same procedure as every month – saugen ist angesagt. Okay, wat mutt dat mutt. Seufz – ich wollte es so. Beim Saugrohrschwingen höre ich zwei Vorträge über Gottesbeweise von Frank Lüdge, seines Zeichens Professor an einer theologischen Hochschule. Sehr nachdenkenswert. – Mittags verzehre ich mit Hochgenuss eine extrem leckere Kohlsuppe, die wie erwartet im Anschluss meiner Verdauung ihren Stempel verpasst. So ist das nun einmal mit Kohl. – Eine gute Freundin hat heute Geburtstag, wir bringen ihr etwas vorbei, doch zum Feiern haben wir angesichts des Todes unseres Schwagers keine so rechte Lust. So bescheiden wir uns dieses Jahr mit einer Gratulation und einem Glas Wein zu Hause am Abend. – Ich schließe unsere Ablage mit kleinen Restarbeiten ab und passe danach die frisch eingetroffenen Hosenträger längenmäßig an. Jetzt bin ich diesbezüglich fast perfekt ausgestattet. Für übermäßig sonnige Tage ordere ich noch ein Leinenhemd um sonnenbrandgefährdete Körperteile rechtzeitig oder schlimmstenfalls nachträglich zu schützen. Das muss sein! – Den übrigen Abend verbringe ich lesenderweise in der mordreichen Provence, in die es offensichtlich jede Menge in Paris gescheiterte Kommissare verschlagen hat 😉. Faszinierend. – Heute ist der Schlaf voll bei der Sache. Gut so.

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Hosenträger für Brocken

Und wieder ist ein Monat vorbei, es geht immer schneller. Während in Frankreich Regen fehlt, haben wir hier einen kleinen Überschuss in den ersten beiden Monaten zu verzeichnen. Das ist gut für uns. – Die Vögel futtern wie die Weltmeister aber meine tierliebe Vertraute sorgt für Nachschub. Die verwöhnten Gefiederten verschmähen offensichtlich Getreidekörner, diese finden wir auf dem Boden wieder, Sonnenblumenkerne sind dagegen nach wie vor angesagt. – Ich will nur mal schnell die Ablage erledigen, tappe aber in einen Papiersumpf, der mich bis zum frühen Abend beschäftigt. „Nur mal schnell“ erweist sich erneut als Floskel mit hohem Täuschungspotenzial. Seufz! – Daneben beschäftigt mich die Kofferfrage – benötigen wir einen neuen Hartschalenkoffer? Wenn ja, in welcher Größe? Wenn nein, warum nicht? Schwerwiegende Probleme – wie schön, dass wir nur solche haben 😀😇! – Im Versandhandel lächeln mich zwei paar Hosenträgern freundlich an. Mag ja sein, dass sie nur etwas für junge, fesche, schlanke Burschen sind aber was ist mit alten, übergewichtigen, konservativen Brocken? Wer denkt an die? Jung und schlank bin ich nicht – dagegen, hmm …😉🤔. So komplettiere ich meine Sammlung – die schrill gelben wie auch die „leicht silbernen“ gefallen mir, also her damit Amazon. Gürtel ade, scheiden tut nicht weh. – Es wird normal spät, doch der Schlaf ist nicht so ganz bei der Sache.

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Irre Welt trifft verrückte Träume

Früh widme ich mich den Tagesgeschäften, früh für meine Verhältnisse logischerweise. Das ist auch gut so, denn die Reiseunterlagen der TUI treffen ein. Es ist ein wunderbarer Papierkram, Seiten schier ohne Ende und obendrauf noch etliches online zu erledigen. Immerhin können wir uns bereits jetzt, lange vor der Tour, im Kahn einchecken und stellen erfreut fest, dass alle Einreiseformalitäten von der Reisegesellschaft erledigt werden. Das gefällt mir sehr. Die elektronischen Tickets stehen bereit, Kofferanhänger sind ausgedruckt, sozusagen alles paletti. – Nachmittags geht es zum Antigentest, der erfreulich negativ ausfällt. Mutti ist kaum ansprechbar, sie merkt wer da ist, sagt aber nahezu nichts. Nach einer knappen Schweigestunde verlassen wir sie wieder. Es ist so traurig und schmerzt. – Heute gelingt es mir endlich die Umsatzsteuererklärung auszufüllen und per Elster abzusenden. Wurde ja auch Zeit! Es ist eine Schande wie der Staat uns arme Mini-Stromerzeuger abzockt. Für die 2023er ist es erst einmal damit vorbei – ich war zwei Jahre zu früh dabei, seufz. – Der Syltkrimi im TV ist ja ganz nett, „glänzt“ aber mit einer kuriosen, seltsamen Story aus der Hand abgedrehter Drehbuchautoren. Auch der Barnaby ist in dieser Hinsicht nicht von schlechten Eltern mit einem ebensolchen „einfallsreichen“ Plot aber immerhin voller britischem Humor, was besser mit derartigen Erzählungen harmoniert. Andererseits mit Blick auf die Realität mit Tausenden „Friedensdemonstranten“ in Berlin, die ziemlich sauer sind, weil sich die Ukraine so erfolgreich wehrt, erscheinen mir die abgefahrensten Barnabystorys sympathischer als die Zumutungen dieser selbstverliebten Putinhuldiger. – Es wird ein klein wenig spät doch schnell versinkt die irre Realität in noch verrücktere Träume.

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