Bandscheibenschonung

Es ist kalt, nieselt ab und an und ich bin völlig lustlos was Gartenarbeit angeht. Morgen soll die Sonne scheinen bis 20 Grad. Tomorrow or never! Am Computer ist immer irgend etwas zu erledigen, wenn ich wollte könnte ich mich den lieben langen Tag mit dem Teil beschäftigen. Das macht in jedem Fall mehr Spaß als im Freien auf die Knie zu sinken, mit zunehmend schmerzendem Rücken eine Aufgabe in Erdnähe zu erledigen und schließlich – ob erfolgreich oder nicht – sich mühsam aufzurichten um unter heftigsten Protest der Bandscheiben wie auch immer zum nächsten Stuhl zu gelangen. Mir graust davor aber da hilft alles nichts, es wird so kommen. Im voraus schon einmal aus tiefstem Herzen: SEUFZ! So lege ich eine neue Tabelle an um die Stromernte monatlich mit dem Vorjahr zu vergleichen. Während im Januar und Februar nur unwesentlich mehr produziert wurde, gab es im März einen riesigen Einbruch: über 500 kWh weniger. Dafür gab es mehr Regen. Auf Martinique, um nur ein Beispiel zu nennen, scheint die Sonne massiv und es regnet dennoch reichlich. Ja, ja … – Kommissar Dupin im Ersten löst seinen Fall ziemlich losgelöst von der Buchvorlage aber es ist dennoch sehenswert. Endlich mal ein vernünftiger Krimi – geht doch! Jetzt ein klein bisschen Weintrauben in meiner Lieblingsform, hinterher eine kleine Aprikose und schon bin ich wieder bettreif. Der Schlaf findet das auch und so schaffen wir gemeinsam den Ausflug ins Land der Träume.

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Hinschauen hilft

Ich habe mich verbucht. Kein Desaster aber wieder einmal sehr peinlich. Ich entdecke auf einer Hotelseite ein tolles Zimmer zu einem extrem günstigen Preis, der jedes andere Buchungssysteme toppt. Ein Pferdefuß ist nicht in Sicht, also buche ich und bin happy. Lange währt das nicht. Die Bestätigung per Mail gilt nur für einen Reisenden, wir sind aber zu zweit. Wo liegt der Fehler? Ganz oben ganz links habe ich die Abfrage nach der Zahl der Gäste offensichtlich ignoriert – standardmäßig steht dort eine „1“. Bei aller zugegebener Unzulänglichkeit und Blindheit erlaube ich mir dennoch zu kritisieren, dass dort „0“ Personen als Standard genial wären, dann ist eine Aktion unumgänglich – für mich die bessere Lösung! Wie dem auch sei, das Hotelpersonal ist freundlich, zuvorkommend, korrigiert alles, natürlich wird es deutlich teurer. Immerhin erfahren wir durch eine Ansage in der Warteschleife des Hotels von einem Angebot des Restaurants für Geburtstagskinder. Das trifft sich gut mit unserem Reisetermin und so schlagen wir zu. Warten wir mal ab, wie sich das in der Praxis gestaltet. – Die nächste Station unserer Reise fällt ebenfalls meinem Buchungstrieb zum Opfer, wenn auch mit Stornierungsoption. Schaun wir mal, ob das alles so kommt, wie wir planen. Der Mensch denkt, Gott lenkt. So isses. – Zu meinen im Garten lauernden Aufgaben gesellt sich eine weitere hinzu, die ich bislang verdrängt hatte. Ja, ich gehe es an und hoffe auf etwas höhere Temperaturen damit ich nicht in Kälte und Sturm – o, Martinique du Schöne – hinaus muss. – Der Abend verläuft wie üblich, es wird normal spät bei hilfsbereitem Schlaf. Irritierend ist neuerdings der erste Traum, der mich nach gefühlt vier Stunden in die Wirklichkeit zurückschickt – in Echtzeit dagegen ist erst eine Stunde vergangen. Leicht frustrierend.

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Sehnsuchtsinsel Martinique

Im Sommer wollen wir Richtung Bodensee zu einem kleinen Ausflug (oder doch eher eine normale Urlaubsreise?) aufbrechen. Bei einer etappenweisen An- und Abreise lande ich ruckzuck bei zwei Wochen Abwesenheit. Ja, das klingt echt gut. Ich kann einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen der intensiven Urlaubsplanung. Tolle Sache! Ob booking.com, HRS oder irgendwelche Ferienwohnungsanbieter ich mache mich erst einmal schlau und schaue danach etwas bedröppelt drein. Hochwertige Fewos in guter Lage stehen in der Hochsaison den Hotelangeboten preislich nur wenig nach, wenigstens bei nur zwei Reisenden. Ich buche nach intensiven Vergleichen ein Hotel, dass ich zur Not relativ kurzfristig stornieren kann. Ein erster Schritt. So ist der Löwenanteil aller Ferientage schon einmal festgezurrt. Morgen kann ich mich, wenn ich will, mit der Hintour befassen. – Mich freut, dass sich so langsam meine arg vernachlässigte Andachtszeit wieder ihr zeitliches Terrain zurückerobert. Das ist und tut gut. – Der Fernsehabend fällt wieder einmal mangels überzeugendem Angebots aus und ich spiele ein wenig herum, denke über Urlaubstage nach und hoffe auf sonnig-warmes Frühlingswetter. Ach, Martinique, wie angenehm temperiert bist du, seufz! – Mein neues Kissen bettet mein Haupt sozusagen eine Etage höher aber ich schlafe trotzdem recht gut – möglicherweise haben ein paar Hotelaufenthalte und die Mein-Schiff-Kissen mich auf diese Schlafposition bereits eingestimmt. Interessante Erfahrung.

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Umwelt und Wirtschaft fördern

Nach allem was ich weiß darf unser Kachelofen nur noch bis 2024 betrieben werden, weil das Bundesimmissionsschutzgesetz – oder was auch immer – die Umwelt besser schützen will (was die Menschheit seit mehreren tausend Jahren mit offenen Feuern sträflich vernachlässigt hat). So ganz nebenbei (honni soit qui mal y pense) werden auch die Kaminbauer massiv gefördert und mit Lizenzen zum Gelddrucken bestückt. Kurz und schlecht, ich suche die Rechnung aus dem Jahr 2006 heraus, finde sie sogar, rufe unsere Kachelofenfirma an und frage ob die Brennkammer erneuert werden kann. Der Vertreter weiß das natürlich nicht und will beim Unternehmen nachfragen. Ich bin gespannt und befürchte das Schlimmste. Teuer wird es in jedem Fall, ein Totalabriss und Neubau wäre aber der GAU (vielleicht sogar der Super-GAU). Warten wir es mal ab. Ein schuldloses Eigenheim spart zwar Miete, greift aber Knete für immer neue kreativ ersonnene Renovierungsmaßnahmen ab. Seufz. – Eine gute Freundin beglückt uns mit selbst gebackenem Kuchen – welch eine vortreffliche Idee! – Schweren Herzens trenne ich mich von alten Elektrogeräten und leichten Sinnes von überflüssigen Kabeln, die morgen die überörtliche Elektroschrottsammlung bereichern sollen. Es muss mir einfach gelingen den Abfluss größer als den Zufluss zu gestalten. Eine schwere Herausforderung! – Abends erfreut mich erst Inspektor Clouseau bis zur für mich erträglichen Albernheitsgrenze und danach der alte und der neue Barnaby. Der Rückzug ins hochaktive Traumland geschieht früh aber erfolgreich mit sagenhaften Dream-Plots. Meine Zeit!

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Emotionsverschwendung

Ich freue mich sehr denn heute wird im Gottesdienst wieder das Abendmahl angeboten. Diese ganz besondere Nähe zu Jesus ergreift mich immer wieder neu und so auch heute. Dazu kommt noch eine wirklich exzellente Predigt unseres Pastors und wir fahren ermutigt und beschwingt wieder heim. Traditionell hören wir nachmittags noch die Predigt aus Bremen und bekommen mit, dass dort wohl heute Konfirmation gefeiert wird. Die Predigt spiegelt zwar unsere Verpflichtungen Gott gegenüber wider, ihr fehlt aber leider der tröstende Zuspruch einerseits unserer Fehlbarkeit und andererseits der Tatsache, dass wir umfassende Versprechen auch nur mit Gottes Hilfe halten können. Ja, wir müssen alle unsere Kraft investieren um Gelübde zu halten aber ebenso kräftig Gott bitten, dass er uns dabei ermutigend zur Seite steht. Kann ja sein, dass der Pastor dieses Mal unsere Anstrengungen hervorgehoben hat weil wir die andere Seite der Medaille gern als Entschuldigung nutzen obwohl sie dazu überhaupt überhaupt nicht taugt. – Abends schaue ich YouTube bis meine Ohrstöpsel schlapp machen 😉😢 und lese danach bis spät in die Nacht. Dabei ärgere mich über den so unvernünftigen kretischen Eigensinn. Ich nehme halt zu viel emotionalen Anteil an den Romanen. Das beeinträchtigt diesmal den Schlaf kein bisschen, was mich sehr freut. Geht doch.

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Endlich: Aus für Mogelstrom

Die Atomkraftwerke werden abgeschaltet. Endlich! Ich fand es total ätzend so extrem teuer Strom zu produzieren und dann noch nicht einmal zu wissen was mit den hochgiftigen Abfällen passieren soll. Die übliche Vorgehensweise: alles nicht bis zum Ende durchdenken, Entstehungs- und Abwicklungskosten aus der Preiskalkulation entfernen oder bewusst kleinrechnen, Mogelstrom halt, und die Risiken einfach als beherrschbar erklärt: „nach menschlichem Ermessen“. Was für eine unzureichende Formel, typisch menschliche Hybris, denn wie viel hat sich hier auf Erden schon ereignet womit kein Mensch rechnen konnte oder besser gesagt wollte. Bei allem guten Willen macht unser Ermessen stets den Eindruck einer brüchigen Krücke. – Mein kleiner Koffer entpuppt sich, zu meiner Überraschung, als typisches Flugzeughandgepäck, die Maße passen, persönlich nachgemessen, exakt. Gut zu wissen da werde ich mir wohl künftig den Rucksack sparen – rollen ist besser als schleppen 😉. Die kleine Bank vor der Haustür bezieht ab sofort wieder ihren Sommerplatz, da wird sich der Briefträger freuen, denn jetzt kann er wieder Pakete abstellen. – Ein YouTube-Abend folgt mit einem Themenmix aus Demokratie, über den Abschied von Kuno aus Büttenwarder, dazu alternative Heizmöglichkeiten und angereichert durch allerlei Krimskrams. Zu guter Letzt lese ich sogar ein klein wenig bis mich der Schlaf überwindet. Das macht er echt gut. Buenas noches amigo!

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Schockierend sehend-blind

Die zweite Trauerfeier in dieser Woche steht an. Die Verstorbene war gerade mal zwei Jahre älter als ich und das stimmt natürlich nachdenklich. Für unsere deutschen Verhältnisse so früh aus dem Leben gerissen tut sich für ihre Angehörigen eine große Lücke auf. Da ist wohl viel unterstützendes Gebet nötig. – Am Nachmittag offenbart sich meine Voreiligkeit und gibt Anlass zum Schämen. Übereilig, wie ich mitunter bin, hatte ich ein nicht auffindbares Kabel neu bestellt und erhalten. Eben gerade schaue ich mir dessen Verpackung an, Erkenntnis blitzt auf, da war doch was und tatsächlich: Mitten in einem Stapel DVDs lugt ein ganz ähnlicher schmaler Karton hervor. Mir schwant Übles. Es kommt wie es kommen muss, jetzt habe ich das Kabel doppelt. Wie kann man nur so blöd sein? Dabei habe ich das Teil vorher doch intensivst gesucht! Ich muss mich schwer tadeln! Über einen Business-Class-Flug kann ich mich nicht aufregen aber eine doppelte Kabelbeschaffung geht mir gewaltig auf den Keks. Das Geld ist eben nicht der Punkt, sondern meine Dummheit samt Kartoffeln vor den Augen ärgert mich maßlos. Als kleiner Trost bleibt, dass alles funktioniert – selbst vom iPad kann ich eine Bildpräsentation starten und der Beamer gibt Fotos bzw. Filmchen brav wieder, ja er sendet sogar den Ton gehorsamst an den Lautsprecher. Fehlt noch der TV-Anschlusstest, den werde ich wohl morgen nachholen. – Erfreulicherweise raffe ich mich endlich wieder zur persönlichen Andacht auf, wenn auch die Konzentration noch Optimierungsbedarf aufweist. Aber immerhin geht es voran. – Der Alte löst erneut einen irritierenden Fall mit einem Täter, der eigentlich keiner ist und Personen, die sich ihr Leben durch Gedankenlosigkeit kaputt machen. – Meine Solitaire-Spiele gehen passend zu meiner Stimmung immer noch nicht auf. Dagegen finde ich zu einer guten Zeit mein Nachtlager und treffe auf einen Schlaf, der seinen Job perfekt erledigt. Toll!

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Hauskreis

Heute gilt es die adäquate Musik bei der Bildpräsentation zu hinterlegen und sogar das klappt hervorragend. Alles ist gut. – Wir machen uns auf den Weg zu einer Beerdigung. Eine ehemalige Kollegin ist viel zu früh verstorben. Eigentlich erwarte ich eine Trauerfeier bei der Gott nicht erwähnt wird, denn so kannte ich sie. Doch die Zeit bringt Veränderung, auch bei ihr. Ein Pastor einer Freikirche zeichnet ein völlig anderes Bild. Sie hat sich offensichtlich in den letzten Jahren verstärkt Gott zugewandt. Erstaunlich und höchst erfreulich. Bekannt war mir ihr überaus großes soziales Engagement. Möge Gott ihr gnädig sein. – Abends sind wir endlich mal wieder bei unserem Hauskreis. Der reinen Zahl nach sind tatsächlich alle da – jedoch ist eine von uns wegen eines Trauerfalls verhindert. Dafür „sorgt“ ein Gast für die „Vollzahl“. Ich staune wie groß und raumfüllend unser Kreis sein kann. Der Abend gestaltet sich sehr nett – sowohl die Bibelarbeit als auch die weinbereicherte „Nachdiskussion“😉. Es wird sehr spät. Der Schlaf schlägt sofort zu. Auch das tut gut.

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