Nordwestpassage

Ich schlappe zum Gottesdienst, halbwach und demotiviert. Doch es dauert nicht lange und die Atmosphäre packt mich, weckt mich, erfreut mich. So soll es sein! Die Predigt ermutigt zum „eins sein“, zur Einigkeit, zum Miteinander, selbst wenn es nur zum „Ertragen“ der Mitchristen langen sollte – nachdenkenswert, anregend und hinterfragend. Danach folgen wir erwartungsvoll einer Essenseinladung zum Griechen. Ich vertilge einen riesigen Berg von Gyros, Suflaki, Zaziki und Pommes, dazu einen großen Salatteller. Meine Zeit, dass ich so viel in mich reinstopfen kann! Kurz vorm Platzen lasse ich ein paar Pommes auf dem Teller zurück, schleppe mich zu Tiger und werde vor unserer Tür von grausamen Alarmtönen malträtiert. Ich hatte die Kamera auf Geofencing gestellt und war mir nicht bewusst, dass sie wie verrückt zu schrillen anfangen wenn Menschen in ihr „Gesichtsfeld“ treten. Auf einen vollen Bauch vertrage ich so etwas überhaupt nicht gut. Also beruhige ich die Lage per App-Korrektur und begebe mich danach stracks in die unverdiente Mittagsruhe. – Nachmittags verdaue ich immer noch vor mich hin, lese ein wenig, surfe ein bisschen bei Amazon bis mein Magen erschöpft einen oder zwei Gänge zurückschalten kann. Möglicherweise wären künftig Seniorenteller für mich die bessere Wahl 🤔. – Abends ist wieder die Großleinwand angesagt, wir begeben uns auf die Nordwestpassage von Kanada nach Grönland. Schon die Leinwand strahlt Eiseskälte aus, allein vom Zuschauen friere ich – nein das wäre keine Kreuzfahrt für eine Frostbeule wie mich. Never!!! Okay, jetzt noch ein wenig Warmlesen über das sonnige Frankreich bis ich mein molliges Nachtquartier aufsuche. Der Schlaf hat es heute nicht eilig.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

O diese Technik

Besuch haben ist toll – am Tag drauf zeugt die Räumlichkeit zwar noch davon aber das macht nichts. Ein paar Leckereien sind übrig geblieben, ich erfreue mich an ihnen – erstaunlicherweise „verdunsten“ sie überraschend schnell😉. – Eigentlich will ich meine Altvordere besuchen, es wäre allerhöchste Zeit aber die Schneestürme draußen halten mich heute davon ab. Ich verschiebe das Vorhaben auf Montag, da hat auch die nahegelegene Teststation wieder geöffnet. – Große Mühe bereitet mir der Fernsehempfang am Beamer. Erst nach einer kurzen Verzweifelungsphase mit Stecker raus und Stecker rein, Batteriewechsel an der Fernbedienung und kleineren Wirbeleien lässt sich der FireTV-Stick zum Starten überreden und waipu-TV blendet das Fernsehprogramm ein. So können wir mit einer kleinen Verspätung endlich mit Axel Prahl die Nordsee erkunden, herrlich seine Kommentare, und im Anschluss virtuell durch Tansania reisen mit der vielfältigen Tierwelt dort. Zur Nacht lese ich ein wenig bis mich der gute alte Morpheus in seine Arme schließt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Schröpfung, Speisung und eine Eule

Der Knoten ist durchschlagen! Endlich bereite ich die ungeliebte Umsatzsteuererklärung für die Fotovoltaikanlage vor. In einer Numbers-Tabelle erfasse ich alle Verbräuche und Lieferungen, berechne das Ganze mit den letztjährigen Tarifen und gewinne Durchblick. Das ist höchst erfreulich. Die Daten für diese fiese staatliche Schröpfung sind aufbereitet und ich könnte zur Tat schreiten – morgen oder am Montag. – Für den Abend erwarten wir lieben Besuch, die schweren Stühle für den Hauskreis schleppe ich wieder zurück in ihre Wartepositionen im OG. Das gelingt viel besser als erwartet – ganz so schlapp bin ich wohl doch noch nicht 😀😇. Sehr erfreulich! Ich verkleinere den Tisch vom Putin- ins Normalmaß wie es hierorts sein soll. Meine mit mir standesamtlich verbundene, sehr gastfreundliche Mitbewohnerin hat reichlich eingekauft und ein vielfältiges deutsches Abendbrot vorbereitet. Für Franzosen wäre es enttäuschend, denn die Küche bleibt kalt aber für uns Einheimische ist es verlockend und lecker. Unser Besuch lässt es sich gut munden, dazu entwickelt sich ein kräftiger informativer Austausch, kurz Plauderei genannt. Wir palavern alle möglichen Themen durch, es wird später als von unseren Gästen geplant, immerhin steht ihnen morgen eine lange Heimfahrt ins Haus. – Ich bin voll fit und tue mir noch zwei versäumte TV-Sendungen an. Zwangsläufig wird es wieder einmal sehr spät. Die alte Leier – seufz – Eule bleibt Eule. Guts Nächtle.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Apfelstiftverlust und Hauskreisgenuss

Mein Apfelstift ist weg! Der schöne weiße iPad-Beschriftungsstift ist verschwunden. Im Auto ist er nicht, auf dem Parkplatz und dem Konferenzraum ebenfalls unauffindbar. Weg, halt. Ich fahre extra noch einmal zum Suchen in meine Gemeinde aber das hätte ich mir sparen können. Nimmt er nur Urlaub oder ist er geflüchtet? Keine Ahnung ich muss abwarten. Sehr, sehr bedauerlich. Irgend etwas passiert mir immer, wenn ich in ebenso offizieller wie auch außerordentlicher Mission in der Gemeindeleitung tätig bin. Sollte mir das zu denken geben? Aber in welche Richtung? Oder bin ich nur alt und schusselig – ebenfalls eine Option. Seufz. – Wir bereiten unser Esszimmer für den Hauskreis vor, schleppen vier Stühle vom OG ins EG, vergrößern den Tisch fast aufs Putin-Maß, räumen und kramen. Die Gäste sind pünktlich und es entfaltet sich ein informativer bibelzentrierter Hauskreis mit stark kommunikativem rebensaftgewürztem Nachklapp. Es wird spät. – Wir beseitigen im Anschluss noch die Weingummireste und die eine oder andere Neige bis schließlich auch ich ins Bett falle. Morpheus nimmt mich sofort in seine Arme. Nett von ihm.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Konfektion statt Schneider

Es sind noch die Tageszeitungen von gestern zu „bewältigen“ und die von heute selbstverständlich ebenso. Dann kläre ich ein paar Einstellungen im Hue-System, probiere zwei Sommerhosen an – frisch bestellt und geliefert von einem Spezialgeschäft für meine Größe – seufz – und bin sehr happy, dass beide passen. Dadurch erspare ich mir den Besuch eines Fachgeschäfts, denn das Raumklima dieser Shops schlägt mir immer ruckzuck auf die Bronchien. Die Auswahl am Kleiderständer, Hosen von links nach rechts und rechts nach links schieben sowie die Suche nach einer freien Kabine nervt total. Im engen Raum aus-, an- und wieder ausziehen produziert stante pede peinlich-rinnende Feuchtigkeit auf der Haut, das alles braucht kein Mensch. Eine echte Alternative wäre nur ein exklusiver Schneider mit Maßanfertigung, doch dazu fehlen mir sämtlich Zugangsvoraussetzungen wie Knete ohne Ende – alternativ reiche großzügige Eltern oder überragende Intelligenz dazu Geschäftstüchtigkeit gepaart mir viel Charme. Alles Fehlanzeige bei mir. Dann ist das halt so. So bleibt mir die Freude am Online-Shoppen, vor allem da mein Leib mit einer Konfektionsgröße fast perfekt harmoniert. – Am Abend treffe ich mich erneut mit unserem Gemeindevorstand. Gemeinsam planen wir die Kombination einer Jahreshauptversammlung mit einer Personalentscheidung für zwei Stellen. Das wird heavy, geht aber nicht anders. Ich bin äußerst dankbar für diese rasante, gottgelenkte Personalentscheidung, die wir nun den Mitgliedern anbefehlen. – Früher als erwartet bin ich zu Hause, diesmal sogar ohne Sturz 😀. In alter Tradition genieße ich noch ein Glas Gewürztraminer bis das Seniorenbett mein Kommen anmahnt. Der Schlaf agiert schnell und wohlgelaunt. Toll.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Trauerfeier

Ein harter Tag nimmt seinen Lauf. Wir fahren zur Beerdigung meines Schwagers. Meiner Meinung nach sind wir viel zu früh dran, doch die Trauergäste strömen bereits Richtung Kapelle. Ja, mein Schwager hatte viele Kontakte und einen großen Bekanntenkreis. Er war beliebt und konnte bestens mit Menschen umgehen – hätte ich bloß nur ein wenig von dieser Gabe abbekommen 😉. Als der Sarg in die Grube versenkt wird geht es mir durch und durch. Adieu lieber Bernd – du fehlst uns! – Erstaunt und erfreut sind wir, dass ein Freund von uns zur Bestattung gekommen ist und so ebenfalls Anteil nimmt. – Das traditionelle Kaffeetrinken mit einer hervorragenden Hochzeitssuppe vorneweg erfüllt seinen Zweck, die Gefühle können sich ein wenig im Gespräch mit Verwandten und Bekannten zurücknehmen und neu ordnen. Das ist gut so und bringt mich auf den Boden zurück. In unserem Alter muss man sich wohl daran gewöhnen viele Menschen nur noch bei Trauerfeiern zu treffen. Schade eigentlich. Zu Hause erwartet uns ein Mittagsschlaf, der für mich diesmal keiner ist. Wen wundert’s?! – Mit Online-Bestellungen habe ich sehr viele gute Erfahrungen sammeln können, diesmal eher nicht. Bestellt wurde ein 2-Meter-Kabel mit zwei USB-C-Steckern, geliefert wird ein 50cm-Kabel mit einem USB-A- und einem Lightning-Stecker. Die Reklamation wird online schnell und gut bearbeitet und so hoffe ich auf eine ebenso prompte Ersatzlieferung. Abwarten ist angesagt. – Ein Krimi aus dem Périgord begleitet mich durch den Abend. Wieder wird es spät doch diesmal ist der Schlaf auf Zack. Prima.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Die Unzeit und ihr Kumpel

Noch erkennt im zweiten Versuch meine neue HomeBase alle ihre Kameras und ich hoffe, dass es dabei bleibt. Jedoch, egal wie, eins wird mich künftig permanent traktieren, nämlich die Ungewissheit ob und wann es wieder Ausfälle geben könnte. Wenn, dann gewiss gleich am Anfang einer Reise weit genug weg um zur Untätigkeit verdammt zu sein. Shit happens meistenteils zu Unzeit. – Ein erwartetes Paket trifft – natürlich – in der Mittagspause ein und – selbstverständlich – als ich gerade darin gehindert bin selbiges an der Tür entgegenzunehmen. Auch das bestätigt den zitierten Lehrsatz eindrucksvoll. – Der Heuschnupfen schlägt jetzt mächtig zu, ich greife zur Maske und schon lässt der Juckreiz spürbar nach. Wo kommen bloß die Pollen rund um die Couch her? Bin ich zusätzlich noch ein Pollenmagnet? Wer weiß das schon … – Die beiden Barnabys unterbreche ich heute mit meiner Zapperei zu jeweils einer parallel laufenden realitätsfernen, herzerwärmenden Komödie mit erwartetem Happy End. Ach, wenn das Leben so einfach gestrickt wäre. Seufz. – Zum guten Tagesschluss lese ich noch ein wenig bis die Müdigkeit mich aufs Nachtlager treibt. Der Schlaf dagegen lässt sich genüsslich Zeit. So ist er halt mitunter.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Abendmahl

In meiner Gemeinde feiern wir heute wieder das Abendmahl. Ich habe es sehr vermisst und weiß, dass ich es beim letzten Mal durch eigene Trödelei versäumt hatte. Umso schöner ist es, heute wieder dabei zu sein. Möglich, dass ich in diesen Dingen erstaunlicherweise ein sehr sensibler Mensch bin aber es ist für mich jedes Mal eine spürbare Begegnung mit Jesus. Ansonsten bin ich gar nicht so, eher ein wenig stur und unempfindlich aber beim Abendmahl ist das alles ganz anders. Wie auch immer, ich bin heute sehr dankbar und froh. Die Predigt über die Gnade hat mir auch viel zu sagen mithin ein runder, toller Gottesdienst. Danke, HERR! – Das Sahnehäubchen folgt mit dem geschenkten Überraschungslunch einer Freundin, es mundet hervorragend. Danke! – Nach der Mittagsruhe bringe ich zwei Überwachungskameras auf Trab, die schlappgemacht hatten – mein Lob für Eufy war wohl doch etwas voreilig. So kann man sich täuschen. Ich bin gespannt ob sie jetzt durchhalten. – Abends bringt uns Terra X in Eisige Welten, also in eine rolffeindliche Umgebung, während ich mich nebenbei mit ebenso attraktiven wie teuren Kreuzfahrten beschäftige. Anschließend fasziniert mich der Bericht über den Bau des Hindenburgdamms, eine hochinteressante Dokumentation, toll präsentiert. – Natürlich „muss“ ich noch meinen Ostfrieslandkrimi zu Ende lesen und so wird es spät. Der Schlaf wartet geduldig auf mich.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar