Bildershow die Zweite

Die gute alte Tante Google verrät mir, dass im Fototool von Apple eine für mich völlig ausreichende Bildpräsentation enthalten ist. Ich kann sie auf dem Mac, dem iPad oder dem iPhone erstellen, korrigieren, wiedergeben, denn die Daten liegen in der Cloud. Zuerst muss ich aber die Bilder vom Dateisystem des Macs in die Foto-App transferieren, so muss ich sie nicht erneut zusammenzustellen. Okay, gedacht, getan, geklappt. Der Schock: wie sind die denn sortiert? Selbst die Einstellung ’nach Namen sortieren‘ bringt nichts. Ich liebe die Programmierer 😤😭😠! Also frisch ans Werk und nach etlichen Fehlversuchen öffne ich, eher zufällig, die Information über ein Foto und siehe da, es gibt ein Feld ‚Titel hinzufügen‘. Aha. Also gebe ich probeweise ein paar nummerierte Titel ein und voilà, sie stehen in der korrekten Reihenfolge. Jetzt noch schnell alle 156 Bilder betiteln und schon stimmt die Sache. Es geht schnell zu ergründen wie die Diashow einzustellen ist. Erledigt. Sogar die Filmchen werden dargestellt – auf Wunsch kann ich sogar Musik hinterlegen. Fein. Schließlich tausche ich noch das Titelbild für ein Karibikflair von Anfang an aus und alles ist gut. – Den Abend verbringe ich mit entspannenden digitalen Solitairespielereien, die fatalerweise allesamt dieses Mal nicht aufgehen wollen. Es wird extrem spät und der Schlaf ist sauer. Kann ich verstehen.

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Bildershowerstellungsnöte

Der Schornsteinfeger kommt zum Messen. Bereits am Abend schickt er seine Rechnung. Da ist er fix bei. – Ich widme mich den Urlaubsbildern, wähle aus, lagere sie in einem speziellen Ordner, nummeriere sie durch damit mein Mac sie auch korrekt sortiert. Am Nachmittag füge ich Karten bei um unsere Reisestationen darzustellen und den Fotos zuzuordnen. Das geht fix und sieht gut aus. Erst jetzt erkenne ich unser Hin und Her der Kreuzfahrtroute. Die Anlegeplätze scheinen heißbegehrt gewesen zu sein. Schließlich funktioniert die Diashow. Auf der Großleinwand wirkt sie prächtig. Nur die kleinen Filmchen werden nicht wiedergegeben. Da sind wohl noch ein oder zwei Gedanken erforderlich um die Möglichkeiten meines Macs auszureizen. Das wird schon, Zeit ist ja nicht mein Problem 😀. – Ich suche heute mein Nachtlager viel später auf, einfach so ohne wirklichen Grund. Manchmal bin ich mir selbst ein Rätsel. Tja, so wird es wieder spät und der Schlaf fühlt sich veräppelt und schaut nur sporadisch vorbei. Nun denn.

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Ostermontag

Die Osterpredigt aus Bremen gibt viel Anlass zum Nachdenken. Danke, dass es so inhaltsreiche Predigten im Netz gibt! – Nachmittags sind wir bei Freunden zu Gast und haben uns viel zu erzählen. Total holperig verläuft die Fotopräsentation aus der Karibik. Ein wichtiges Teil habe ich zu Hause vergessen, das TV-Gerät findet auf dem USB-Stick den adäquaten Ordner nicht und die letztendliche Diashow auf dem iPad ist sehr seltsam gestylt, weil ich ihre Einstellungsmöglichkeiten nicht überblicke. Nun denn, es geht irgendwie. Aber der Wunsch nach einer Fotosichtung kam auch sehr kurzfristig. Dann ist das so. – Abends verfolge ich den wieder einmal recht eigenen Syltkrimi mit seiner seltsamen Story. Für die Sommerzeit wird es gar nicht einmal so spät. Bonne nuit.

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Ostersonntag

Der Covid-19-Test zeigt einen Strich – HALLELUJA!!!! Ich darf zum Gottesdienst und freue mich mächtig gewaltig. Zuvor erquickt mich aber unser Osterfrühstück, wobei ich eine Tasse Kaffee zurücklassen muss alldieweil die Zeit uns davonläuft. Wir ergattern auch nur noch einen Behelfsparkplatz bei unserer Gemeinde. Dafür erfreut mich unser Gottesdienst ganz besonders, schön endlich mal wieder daheim zu sein. Nach ein paar Gesprächen fällt mir ein, dass ich Tiger umparken muss um anderen die Heimfahrt zu ermöglichen. Das schließt mich zwar von weiteren Kontakten aus aber so unrecht ist mir das gar nicht. Ich bin da etwas seltsam, leider. – Mit einem Festmahl würdigen wir diesen Tag – ich liebe diese herrliche Küche viel mehr als die überkandidelten Vier-Gänge-Menüs auf den Kreuzfahrtschiffen. Aber mich fragt ja keiner 😉😇. – Ich ergänze meinen Status um einen Ostergruß, erfreue mich an den anderen Status (seltsame Pluralbildung laut Duden, aber is wie is) und den vielfältigen Ostergrüßen. Gegen Abend besucht uns eine gute Freundin, wir plaudern lebhaft miteinander. Das tut gut. Die verpasste Heute-Sendung und Terra-X holen wir uns völlig problemlos aus der Mediathek und ich freue mich, dass jetzt wir bestimmen wann wir was sehen und nicht die blöden Sender uns das vorgeben. Feine Sache. Es wird normal spät doch der Schlaf agiert lustlos.

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Umgetrieben, zerrissen, entscheidungsbefreit

Unser Kaffeeautomat verlangt seit Tagen nach einer Grundreinigung. Heute ist er dran. Die Brüheinheit hätte ich wohl schon früher putzen sollen. Dieses Mal sind wirklich arg viel Kaffeemehlreste an vielerlei schwer zugänglichen Stellen zu erspähen. Da bewähren sich Q-Tips, die verrufenen Wattestäbchen. Was der Lappen nicht erwischt entfernen sie. Gut so. Jetzt die Tropfschale säubernd entleeren, eine Entkalkungstablette im Wasserbehälter auflösen und so weiter, und so weiter … Eine sehr gute Stunde später ist die Prozedur endlich überstanden. Was für ein Aufstand! So kann man auch seinen Vormittag verbringen. – Meine alte Realschulklasse trifft sich wieder. Möglicherweise letztmalig. Eigentlich hatte ich mich aus diesen Meetings ausgeklinkt, denn meist fand ich mich etwas abseits in einer gesprächsbefreiten Ecke wieder. Das muss ich nicht haben. Die Anfrage zu diesem eventuellen Abschlusstreffen dennoch zu kommen treibt mich um. Soll ich, will ich, möchte ich nicht oder was? Völlig entscheidungsschwach sinniere ich vor mich hin. Die Führung durchs Theater reizt mich schon und der Abschluss im Ferdinands verheißt eine wohlfeile Verköstigung. Ist das viele Schweigeminuten wert? Er reißt mich hin und her. Also fliehe ich wieder ins tödliche Paradies, lasse den karibischen Wind mir um die Ohren wehen und beobachte das – bis auf den Kommissar – sommerlich gekleidete Team. Ein sommersonnenverheißender Rosé begleitet mich dabei. Prachtvoll. So sinke ich leicht beschwingt dem Schlaf in die Arme.

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Karfreitag

Angesichts zweier blöder Striche bleibt mir heute nur der Gottesdienst aus Bremen. Doch er ist sehr gut und hebt den Aspekt der Freude am Karfreitag, der im Leiden Christi für unsere Sünden tief verborgen liegt, hervor. Ja auch an Karfreitag blitzt das Osterleuchten schon auf. – Gut ist mein wachsender Gesundheitszustand, der das Bett tagsüber entbehrlich macht – bis auf die Mittagsruhe selbstverständlich 😉😇. So beschäftige ich mich karfreitagsgerecht mit diesem und jenem, stopfe mich am Nachmittag mit Kuchen voll während meine negative Partnerin einen Gottesdienst besuchen darf. So ist das eben manchmal. – Abends flüchte ich nach Saint Marie, das in Wirklichkeit Basse-Terre ist aber leider nicht das Basse-Terre, das wir besucht haben. Death in Paradise spielt in Deshaies im französischen Departement Guadeloupe und daran sind wir einfach vorbeigerauscht. Da ist man schon mal vor Ort und schaut nicht rein. Schade eigentlich aber Leben pur 😀. Es wird normal spät aber der Schlaf will heute mit mir spielen. Wenn’s denn unbedingt sein muss. Seufz.

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Reisebürokultur

Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Gut so. Heute kann ich problemlos den Tag über aufbleiben. Wunderbar. Mit unserem Reisebüro kläre ich telefonisch ein paar Fragen und wundere mich wie kompetent, hilfsbereit und freundlich die Mitarbeiter sind. Recherchen werden sofort erledigt, versprochene Rückrufe zuverlässig und schnell eingehalten – mit jedem Anliegen wächst meine Begeisterung für den Service. Das ist schon eine gefährliche Alternative für die hiesige ortsgebundene, oft schwerfällig wirkende und auf Termine fixierte Konkurrenz, zu der man sich zu allem Überfluss im Rahmen der Öffnungszeiten hinbequemen muss. Und wieder, inzwischen fast eine Routine, fülle ich ein Bordmanifest aus. Manifest, es amüsiert mich immer wie so ein Begriff aus der Frachtschifffahrt in den Passagiertransport wechselte und nie einem verständlicheren Namen weichen musste. Das Beharrungsvermögen des Gewohnten ist echt faszinierend. – Der Abend gehört dem karibischen Tod im Paradies und ich schwelge ich Erinnerungen. Ja, der Alltag gestaltet sich dort meist schlichter, die Wohnverhältnisse und das Lebensumfeld sind in aller Regel ein gutes Stück von unserem hier gewohnten Standard entfernt und doch durchzieht alles eine gewisse Leichtigkeit, eine Sommerstimmung das ganze Jahr über. Vorausgesetzt ist dabei natürlich ein Einkommen, das alle Grundbedürfnisse zuverlässig absichert. Sonst wird es, egal wo, immer schwer (immerhin muss man dort wenigstens nicht frieren, obwohl Einheimische schon bei frischen 24 Grad zur Jacke greifen). – Den Schlaf durchziehen vielerlei seltsame Träume – ob ich mir zu viele bewegte Bilder zugeführt habe? Mag sein.

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Ein Strich zuviel

Heute stehe ich frohgemut auf. Es geht mir besser. Das wird schon. Okay ich bin noch ziemlich schlapp, sitze lieber als zu laufen und bin ein wenig „unfit“. So hole ich einen Test, träufle nach der Prozedur zwei Tropfen auf das Testteil und hast du nicht gesehen, ruckzuck, kaum hat die Flüssigkeit das Anzeigefeld durchlaufen sind zwei Striche zu sehen, fett und markant. Frustrierend. Jetzt bleibt mir noch ein Test übrig. Die neue Packung kommt wohl erst nach Ostern. So lege ich für den nächsten Test den Ostersonntag fest, Karfreitag wäre wohl etwas zu früh angesichts der brutalen Positivgeschwindigkeit. – Als die Kräfte nachlassen suche ich mein Lager wieder auf. Es war wohl doch etwas zu früh für Freiheitsgedanken. Dann ist das so. – Abends investiere ich ein wenig Geld in die neueste Staffel von „Death in Paradise“. Zweifelsohne hat diese Serie extrem viel von ihrem ursprünglichen Charme eingebüßt, geblieben ist aber der Charme der Karibik, der fesselt und fasziniert mich, windbewegte Palmen, Sommerkleidung, plötzliche Regenschauer und eine lebensfrohere Mentalität. Seufz. Da schaue ich gerne zu, Plot hin oder her 😀. Je länger, je lieber. – Der griechische Krimi mit dem ich lesenderweise kämpfe verbreitet dagegen im Hintergrund eine düstere Stimmung bei aller Leichtigkeit an der Oberfläche. Aber auch durch den will ich durch. Irgendwann. Es wird spät. Schlaf kommt und geht, begleitet von irren Träumen. Nun denn.

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