Einfach drüber schlafen

Endlich wird meine Frau ihre lästigen Messgeräte los. Für sie war es eine schlafbefreite Nacht. – Ich finde für unsere neue Steckdosenleiste einen perfekten Einsatzort, denn sie zeichnet sich durch weit auseinander liegende Steckdosen aus. So passen Schaltgeräte nebeneinander hinein. Feine Sache. Passend zur neuen Homebase trifft eine Festplatte ein. Der erste Einbauversuch scheitert an meiner Ungeduld und einem Mangel an Gelassenheit. Aus langjähriger Erfahrung heraus breche ich ab, lasse die Teile liegen und schlafe zunächst einmal drüber. So eine Nachtruhe legt manches frei was unnötige Aufregung nur verbuddeln würde. Am Abend nehme ich an einer Zoomkonferenz teil, wähle vorher den passenden Hintergrund, platziere das aufnehmende Notebook in der richtigen Höhe und finde die passende Distanz zwischen Kamera und mir. So gelingt es mir in persönlicher Erscheinung aber optisch unaufdringlich mitzumischen. So kann das mir schon eher gefallen. Viel besser als ein bildschirmfüllendes Gesicht von schräg unten aufgenommen. Man wir alt und älter und lernt doch nie aus. Es dauert halt nur ein wenig länger. – Der Staatsanwalt reiht sich in die schier endlose Reihe von Folgen ein, in denen Täter in völliger Verkennung der Realitäten aufgrund eines falschen Verdachts sich eines geliebten Menschen entledigen. Trotzdem nett gemacht. Nun noch ein wenig lesen und ab in die Falle. Dazu ein vergorener Traubensaft, nicht zu viel, genau die richtige Menge. Sogar der Schlaf spielt danach mit.

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Nervige Helferlein

Ich verlasse mein Nachtlager zu einer Zeit, wie es eigentlich immer sein sollte, mithin etwas früher als in meinem Alltagstrotttran üblich. Das müsste ich mir angewöhnen können, denn der Vormittag wird so deutlich länger und intensiver erlebt. Meine Hausärztin zieht vormittags die Fäden des Denkmals meines tiefen Falls. Jetzt ziert ein Pflaster den Raum zwischen Schläfe und Auge. Meine Lebenslanggefährtin schleppt heute eine „Doppelmessstation“ mit sich herum. Jede Viertelstunde dröhnt das eine Gerät vor sich hin, nach jeder Fehlmessung, die es häufig gibt, gleich noch einmal hinterher. Es nervt vor allem die Betroffene aber in der Mittagsruhe auch mich. Dadurch ist sowohl unser Aktionsradius wie auch unsere Aktionslust arg begrenzt. Abends lese ich wieder einmal, gehe normal spät schlafen und werde von den Aktivitäten des Gerätes, das meine Nebenliegerin vom Schlaf abhält, nur wenig gestört, zwei- oder dreimal leicht aus der Nachtruhe gerissen.

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Erdbeben, Korruption, Bauschlamperei

Die Erdbebenfolgen in der Türkei und Syrien sind schrecklich mit furchtbar vielen Toten und Verletzten. Wir sind schockiert und entsetzt. Fürchterlich ist auch, dass die Katastrophe durch menschliches Versagen in Verbindung mit Korruption und völlig falscher Sparsamkeit noch vergrößert wurde. Welch ein Desaster – dazu noch Schnee und Kälte! Ein winziger Lichtblick ist die schnelle Hilfsbereitschaft aus allen möglichen Ländern, sogar aus dem verfeindeten Griechenland und der kriegsgebeutelten Ukraine. Doppelt schlimm stellt sich die Lage im bürgerkriegsgeschüttelten Syrien dar. Die Hilfen kommen kaum durch. Erschütternd! – Am Nachmittag bringt Tiger uns warm und sicher zu einer Behandlung in die Stadt und meine krankheitsgeschwächte Liebste erlangt ein wenig Besserung. Überrascht werden wir von einem punktgenau zu Abfahrt eintreffenden Paket mit meinen Medikamenten. Danke Gott! Freude und Dankbarkeit richten uns so zusätzlich auf. – Abends profitiere ich von den bunt gemischten Angebote der Mediatheken sowie meinem schwachen Erinnerungsvermögen, das mich Krimis aus meinem Altbestand mit neuer Spannung lesen lässt 😉😀. Es wird leicht spät bei mäßig motiviertem Schlaf.

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Motivationsbefreit

Natürlich wird es am Morgen wieder einmal spät, keine Frage. Das Frühstück ist wie gewollt kärglich. Die Sonne bringt einen guten Ertrag per Fotovoltaik. Schnell eine Waschmaschine aufsetzen und die günstige Energie nutzen. Feine Sache. – Ein Austauschteil für die Kameraüberwachung trifft ein, die Möglichkeiten der Personenerkennung sollen deutlich verbessert sein und Aufzeichnungen können auf einer internen Festplatte erfasst werden. Das weitet die vorhandenen Möglichkeiten und die Bildqualität höchstwahrscheinlich deutlich auf. In der Theorie erforsche ich das neue Teil intensiv, bedenke dies und das. Aber mit der Montage werde ich erst beginnen wenn die Festplatte eintrifft, vorausgesetzt ich fühle mich wieder überwiegend fit. Mein Stolpern samt Sturz hat mich innerlich ziemlich erschüttert und ich hinterfrage mich deutlich. Mal schauen was daraus wird, im Moment bin ich relativ motivationsbefreit. – Lesen ist wie in den vergangenen Tagen angesagt bis die Augen von allein zufallen. Der Schlaf ist heute sehr rührig.

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Aus der Ruhe wächst die Heilung

Nun mag man es als jammern auslegen oder als sielen in Malaisen, wie auch immer, ist mir Wurscht. Wir können uns das geruhsame Auskurieren leisten. Davon nimmt keiner Schaden außer vielleicht mein Selbstbewusstsein aber das haben die vielen Jahrzehnte sowieso abgehärtet. Kurz und gut einen weiteren Tag lasse ich vorbeirauschen. Andererseits treffen etliche Briefe ein, die gesammelte Streikpost über viele Tage. Es sind interessante Sachen darunter wie die Stromabrechnung, Spendenquittungen und die Rückzahlung des Wasserverbandes. Letztere ist besonders interessant, weil wir den Rasen recht intensiv gesprengt hatten und eher eine saftige Nachzahlung erwartet haben. Stark. – Die gefiederten Wesen haben ihre 25 kg Sonnenblumenkerne inzwischen nahezu vertilgt – die Beliebtheit unserer Futterhäuser fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue. Dort ist immer mächtig Betrieb. – Den Abend verbringe ich endlich mal wieder im Wohnzimmer und habe lange Ausdauer mit den ebenso traditionellen wie bekannten Barnaby-Folgen. Ein nicht ganz so gutes Gedächtnis hat halt nicht nur schlechte Seiten 😀. Es wird ein wenig spät doch der Schlaf hat wohl auswärtig zu tun. Seufz.

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Pikantes Gulasch

Ein wenig zerschlagen wache ich auf und drehe mich gleich wieder um. Gut, dass das so möglich ist. Das Frühstück findet statt, wenn auch ziemlich spät. Dank YouTube könne wir den Gottesdienst aus Bremen in voller Länge noch mitverfolgen, obwohl er schon vorbei ist. Irgendwie ist heute nicht so unser Tag. Der Gesundheitszustand drückt die Stimmung und meine Rippenprellung liebt das Liegen. Lunch gibt es erst am Nachmittag. Eine liebe Freundin hat uns heute mit Gulasch versorgt, wie schön! Total nett und freundlich von ihr. Die Mahlzeit ist pikant gewürzt und sehr lecker. – Komisch, mir ist gar nicht nach bewegten Bildern, ich ziehe unbewegliche schwarze Lettern vor. Ich lese bis die Nachtsicht kommt, also weiße Buchstaben auf schwarzem Hintergrund. Mit Unbeweglichkeit und Schwäche ist das Leben weitaus weniger spannend und der Tagesablauf eher „mollig“ als „durig“ – tja, da kann man wohl nichts machen. So richtig spät wird es nicht und der Schlaf schleicht sich irgendwann an. Hoffentlich zieht bald wieder Lebendigkeit ins Leben ein! Wie katastrophal muss das alles erst sein, wenn permanent Schmerzen, Schwäche und Dumpfheit einziehen? Carpe diem und lobe Gott, kann ich mir da nur empfehlen.

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Liebhaber statt Kenner

Der Tag zeichnet sich durch erste längere Aufstehversuche aus. Sie gelingen ganz gut. Und doch nehme ich mir die Freiheit den Nachmittag weitgehend in der Horizontalen zu verbringen. Das entspannt und tut mir gut. Schön, dass das so möglich ist. Ich gebe meinen Rippen Zeit ihre Prellung zu überwinden, die genähte Wunde über dem rechten Auge heilt so vor sich hin – das ist auch gut. – Die Post streikt munter weiter, seit mindestens einer Woche haben wir, meine ich, keine Post bekommen, während früher fast jeden Tag etwas in den Briefkasten einzulegen war. – So vergeht wieder ein relativ aktionsloser Tag aber diese Freiheit nehme ich mir. Entweder ist es so oder ich bilde es mir ein, egal, es ist meine Überzeugung, dass gerade diese Ruhe die Heilung fördert denn es geht gut voran mit mir. Fernsehen vermisse ich nicht. Am Abend gönne ich mir aber anderthalb Gläser Riesling. Selbiger ist neun Jahre alt und mir fehlt jegliches Wissen um seine Qualität einzuschätzen. Ist er besser geworden oder schon leicht abgängig? Keine Ahnung. Was ich dagegen weiß ist, dass ich mich besser nicht als Weinkenner bezeichnen sollte. Dann bin ich halt nur ein Weinliebhaber. Ist doch auch ganz nett. Der Schlaf zeigt heute keinerlei Motivation und so folgt eine ziemlich eigene Nacht. Dann ist das so.

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Betttag

Ein Tag im Bett. Das wäre sicher nicht unbedingt nötig aber „wer ko, der ko“ wie es unsere bayerischen Freunde auszudrücken pflegen. Eine der Vorteile des Pensionistenlebens. Eine Freundin versorgt uns mit „Pferdesalbe“, die tatsächlich äußerst hilfreich ist im Bändigen schmerzender geprellter Rippen. Das Liegen tut mir wohl. Das zwischendurch leider unvermeidbare Aufstehen unterstützt perfekt das elektrisch verstellbare Rückenteil des Bettes – eine vielbewährte Mehrausgabe beim Erwerb des Schlafensembles. 😀. Beim altersbedingten nicht nur einmaligen Besuch der Keramikabteilung machen mir die Rippen aber eindeutig klar „wo der Barthel den Most holt“. So ist das eben nach missglückten Flugversuchen. Dieser Tag beweist mir so ganz nebenbei, dass ich nicht der Typ fürs Speisen im Bett bin. Für mich ist das nur lästig und umständlich – aber jedem das Seine. Die geprellten Rippen lehren mich eindrucksvoll schnell husten, lachen und niesen zu vermeiden. Offensichtlich mögen sie das nicht. Seltsam 😉. Lesenderweise lasse ich den Abend ausklingen. Der Schlaf kommt erstaunlich schnell und macht einen guten Job.

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