Schrittchen für Schrittchen

Leider erweist sich auch heute das Bett als bester Aufenthaltsort. Ein wenig Aufstehen ist zweifelsohne möglich aber nach einer gewissen Zeit tillt der Rückkehrmodus gnadenlos alle guten Absichten. Dann ist das so. Der Tag unterscheidet sich nicht wesentlich von seinem Vorgänger – bis auf den alten Weimar-Tatort, der mich bestens aufheitert. Gesund werden? Ich bleibe dran! Es wird normal spät. Die Schlafqualität legt um eine Nuance zu. Immerhin.

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Leerlauf

Ein Krankheitstag ist, selbst wenn es aufwärts geht, einfach nur bescheuert. Ja, ich kann lesen, youtuben, irgendwelchen Fernsehprogrammen meine Aufmerksamkeit widmen aber ich kann nicht das tun, was ich will, noch nicht einmal das, was dringend dran ist, wie meine Mum zu besuchen. Fatal. Die Sonne scheint und liefert Antriebssäfte für Foxi, ich weiß das zu würdigen. Wir können unsere Andachten halten, das tut gut aber ich schaffe es nicht mich zu einer privaten Gebetsstunde aufzuraffen, noch nicht einmal im Liegen 😉. Das betrübt mich. Ich komme mir vor wie ein Auto im Leerlauf – der Motor arbeitet aber es bewegt sich nicht(s). Dabei habe ich genau genommen keinen Grund zur Klage, wohlversorgt wie ich bin. Selbst am Abend reicht mir ein Barnaby, für den nachfolgenden fehlt mir das Interesse. So lese ich, versuche danach zu schlafen und erlebe eine leichte Steigerung zur letzten Nacht. Es geht voran. Fein.

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Zwei Striche

Endlich wieder Studierstube, aber noch wirkt diese Erkältung in mir! Aus lauter Vorsicht teste ich mich schnell selbst, nur so zu Sicherheit und Schock pur: zwei Striche, positiv, das arglistige Corona-Schreckgespenst hat mich zum Opfer erwählt! Auch das noch! Merde! Seufz! Die Konsequenz: sofort alle Stübler ausladen. Für mich empfiehlt sich eine Rückkehr ins Krankenlager, denn die Erkältungssymptome sammeln neue Kräfte. Das so notwendige Duschen zeitigt Folgen: Heißes Wasser, nasse Haare treffen auf eine normale Raumluft und schon geht’s bergab. Das kenne ich schon bei Erkältungen. Seufz. Also pflege ich mich brav im Bett, schlafe, surfe, lese und youtube ein wenig. Kurzes Resümee: Ich will zurück nach Martinique! Schee wars do. Die Nacht ist besser als die letzte aber das heißt nicht viel.

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Es geht voran aber so richtig auch wieder nicht. Letztlich bleibe ich einen weiteren Tag im Bett. Das stimmt mich ein wenig bedenklich aber immerhin wird es von Tag zu Tag besser. Morgen zur Studierstube will ich einsatzbereit sein. Guter Plan! Ich buche mal so nebenbei eine Kreuzfahrt mit der MS Deutschland für den Juni 2024. Meine Krankheit erinnert mich daran, dass es ganz sicher nicht in meiner Hand liegt ob ich zu dem Zeitpunkt noch lebe oder genügend einsatzbereit für eine solche Reise bin. Aber was soll man machen? Der Vorlauf für Kreuzfahrtbuchungen, vor allem für die kleinen Schiffen, ist enorm groß. Dann lege ich es eben in Gottes Hand, er wird es so gestalten, wie es recht und gut ist. Die Buchung sei ihm anbefohlen. Außerdem fällt mir auf, dass die Kosten für unsere Reisen langsam auf Regionen zuwandern, die unser selbst bestimmtes Limit hart streifen. Andererseits – die paar Jahre in denen wir noch relativ unbeschwert auf Tour gehen können sind ja ebenso absehbar. Sei’s drum. Abends verfolge ich interessiert eine Folge der Bestatterin aus der Mediathek. Nett gemacht. Nun noch ein bisschen lesen und einen Schlafversuch starten. Die Nacht gestaltet sich wie erwartet. Leider.

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Männergrippe

Heute bleibe ich im Bett. Beschlossen und verkündet! Während ich mich früher bei derartigen Symptomen noch ins Büro geschleppt hatte, habe ich das nun nicht mehr nötig. Pensionisten kurieren, wenn sie klug sind, ihre Erkältung liegenderweise aus. Meist geht das schneller und ist angenehmer zu ertragen. Meine höchstaktive Lebenslangpartnerin wirbelt dagegen mit einer leichten Verschnupfung erst in der Stadt und am Nachmittag im Garten herum aber ich liege faul da. Ist das die vielbeschworene „Männergrippe“? Mag sein. Dann ist das eben so. Ich will möglichst fix wieder auf die Beine kommen und gehe derhalben keine Kompromisse ein. Wieder stöbere ich in den Cruising-Offerten herum, lese ganz nebenbei einen Krimi und ruhe eingemümmelt vor mich hin. Meine nicht unbedingt gleichermaßen Reisebegeisterte findet dennoch am Abend mit mir zusammen eine nette Kreuzfahrt, die ich erst einmal optional buche. Da können wir morgen noch hin und her überlegen ob wir sie im Juni 2024 realisieren – so Gott will und wir leben. – Der neue „Alte“ gefällt mir recht gut, er bringt ein wenig Schwung in die Ermittlungssbude. Im Anschluss zappe ich mich durch den letzten alten „Alten“ und schaue mir den ersten neuen an. So eine Mediathek ist eine feine Sache. – Meine Erkältung verschafft mir seltsame Träume und darin völlig verquere Handlungsstränge, die mir die Nachtruhe rauben. Welch chaotische Stunden!

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Blöde Sommerzeit

Endlich packen wir die Koffer aus. Das geht schnell. Mein Tagesablauf ist dagegen völlig ungeordnet, denn die Zeit läuft mir davon. Ich stelle die paar Uhren, die sich noch nicht selbst anpassen, um auf Sommerzeit, versorge pausierende elektrische Geräte wieder mit Strom und fühle mich voll doof. Die Erkältungssymptome entwickeln sich prächtig, die gängigen Gegenmittelchen entfalten nur äußerst beschränkte Wirkungen – da baut sich etwas Mieses auf. Zur Ablenkung durchforsche ich das Kreuzfahrtangebot für die übernächste Reise 2024 oder 2025 – erstaunlich wie weit im voraus man buchen müsste um noch Kabinen zu erwischen. Dabei verpasse ich die Nachrichtensendung – meine innere Uhr geht noch falsch. Wieder einmal wächst der Frust über die blöden Politiker, die mir dieses Zeitwirrwarr verordnet haben. Wenn die Jungs und Mädels zu wenig echte Probleme zu bewältigen haben, wie heutzutage, schaffen sie sich (und uns) welche. Es gibt eben viel zu viele von ihnen. – Meine Erkältung bringt mich früh ins Bett aber dort baut mich „Die Bestatterin“ im Ersten ein wenig auf auf, ich mag solche leicht skurrilen Serien. Leider wird es mit dem Schlafen sehr spät – unser Zeitempfinden harmoniert offensichtlich nicht mit den Realitäten. Der Schlaf kommt intervallweise.

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Jetlag

Der Jetlag schlägt zu. Mit dem Tagflug nach Barbados kamen wir gut zurecht. Der Rückflug bei Nacht macht mir arg zu schaffen. Ich schlafe bis 11 Uhr und brauche dennoch einen langen Mittagsschlaf. Außerdem schleicht sich klammheimlich eine Erkältung an. Der zugige Airportbahnhof und der eiskalte Südbahnhof in Frankfurt fordern ihren Tribut. Wir sind so schlaff und packen nahezu nichts. So ein Tag muss wohl mal sein nach so einer Reise in andere Zeitzonen. Ich komme mir fremd in der mir doch so vertrauten Umgebung vor. Die Sommerzeit ist ein weiteres übel, denn mein Zeitgefühl scheint dahin zu sein. So einem schönen Urlaub folgt ein bescheuerter Neustart. Dann ist das so. Schade.

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Luft, Schiene und Straße

Kurz nach Mitternacht, Karibikzeit, bzw. halb sieben in Frankfurt werden wir zum Frühstück „geweckt“. Aber wir haben doch eben erst unser Dinner beendet?! Nun denn, es gibt ein Omelette mit Kartoffeln, dazu ein Croissant und ein großes Müsli. Meine Zeit bin ich satt! Eine Stunde früher als geplant landen wir am Zielflughafen. Unsere Koffer brauchen eine halbe Stunde bis zum Gepäckband, kommen aber mit dem ersten Schwung – Business-Class-Feeling halt. Mich quält nunmehr die Bahnfrage – welchen Zug nehmen wir? Es ist saukalt in diesem Land! Brrrr, frier, zitter, brrr … Wir müssen zum Südbahnhof in Frankfurt, der Bahnsteig ist übervoll, wir steigen in einen ICE Richtung Hamburg, die erste Klasse platzt aus allen Nähten aber endlich finden wir doch zwei freie Sitze. Das Umsteigen in Hannover gestaltet sich unproblematisch und ein äußerst netter Freund holt uns am Ziel sogar ab. Daheim sinken wir sofort ins Bett. Das tut mehr als gut! Leicht erholt wärmt uns ein Feuer im Kachelofen, eingehüllt in Decken und mit Pullovern bestückt überstehen wir den ersten Kälteabend. Ich bringe erst einmal die Computerei auf den neuesten Stand und suche eine Kreuzfahrtmöglichkeit für das nächste oder übernächste Jahr. Ich finde keine. Schade. Früh geht es in die Nachtruhe und der Schlaf steht bereit.

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