Gefährlicher Schlendrian

Ich schlafe noch eine Stunde länger als gestern. Verständlich. Dankenswerterweise habe ich keinen schweren Kopf! Das kärgliche Frühstück setzt leider keine Maßstäbe für meine sonstige Ernährung heute. Das ist sehr schade. Lunch, Dinner und Nach-Mitternachts-Snack arbeiten viel zu erfolgreich an Produktion und Lagerung von Körperfetten. Seufz. – Die Dezember-Regenbilanz ist erfreulich, doch sie gleicht nicht die Defizite des restlichen Jahres aus. Insgesamt fiel 2022 hierorts 157 l/qm weniger Regen als in der Vergleichsperiode 1981-2010. – Nachmittags höre ich mir aller Ruhe zwei Predigten aus Bremen an, Silvester und von heute morgen, gestern über einen Psalm und heute über die Jahreslosung, insgesamt höchst beeindruckend. – Abends werfe ich den Kachelofen an in vollster Überzeugung schon vorher die Heizung abgestellt zu haben. Ein kräftiges Feuer erzeugt mollige Wärme im Wohnzimmer, außergewöhnlich hohe Temperaturen durch überbordende Ofenhitze, meine ich. – Im Fernsehen schaue ich mir zwei Filme mit Eddie Murphy an. Ich kenne sie längst, kann fast mitsprechen und doch ist es richtig nett. Fatalerweise lasse ich mich danach noch auf einen dritten Film ein, der ist jedoch irgendwie doof, so zappe ich hin und her, es wird spät und später, wird früh und früher. Ich begebe mich erneut viel zu spät in mein Bettchen. Das ist gar nicht gut. Wenn ich jetzt Mister Schlendrian die Herrschaft übergebe, wird es böse enden. Nein, so geht es nicht weiter, ich muss mein Alleinsein ordnen. Hoffentlich gelingt es. Freundlicherweise ist der Schlaf sofort da. Wenigstens etwas.

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Silvester

Die Langschlafprobe endet erfolgversprechend gegen zehn Uhr. Einem gemütlichen Frühstück folgt ein noch gemütlicherer Tagesablauf. Meine Liebste vollzieht in Westerland ihre Kuranwendungen. Ich muss das nicht und so sind wir beide zufrieden. Was will man mehr? Sie bekommt für Montag einen Anwendungsplan, dagegen sind normale Arbeitstage als Erholung zu werten. Nun denn, nur Mut! – Ich bereite mir ein leckeres Mittagsmahl, Kartoffelsalat und Würstchen und begebe mich am sehr späten Nachmittag zum Jahresabschlussgottesdienst in meine Gemeinde. Es ist ein feiner Abschied vom nicht mehr lange laufenden Kalenderjahr. – Zu Hause bereite ich mir ein Käsefondue und muss feststellen, dass ein Gewürztraminer kein bisschen damit harmoniert. Das war mir eigentlich schon vorher klar aber jetzt weiß ich es aus eigener Erfahrung 😉😇. – Dinner for one gehört zum Pflichtprogramm, Alfreds Silvesterparty normalerweise auch doch heute mal nicht. Punkt. Stattdessen höre ich Dieter Nuhr bei seinem Jahresresümee zu, um mir anschließend die etwas andere Sicht von Urban Priol zu Gemüte zu führen. Beide haben irgendwie recht und auch wieder unrecht, urteile ich in meiner bescheidenen Sicht der Dinge. Aber wer hört schon auf mich? Vielleicht ist das ganz gut so 🤔😀! – Zum Jahreswechsel serviere ich mir einen Fürsten Metternich, telefoniere nach Sylt und begebe mich im Anschluss nach draußen. Ein kurzer Plausch mit den Nachbarn, ein ohrenbetäubender Lärm ringsum, es knallt, zischt und leuchtet um mich her und so retiriere ich in unsere Freisitz-Lounge. Bei einer Neujahrszigarre und einem Glas Sekt bespreche ich mit meinem Gott das vergangene Jahr und stelle meine Pläne für 2023 unter seine Regie. Ich liebe dieses alljährliche Gespräch. Gott antwortet erstaunlich schnell mit einem Zuspruch, nämlich meinem Taufspruch und ich kann sehr dankbar das neue Jahr beginnen. Es wird nicht spät, sondern eher sehr früh. Der Schlaf hat geduldig gewartet und schlägt schnell zu. Ein guter Start!

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Abschied 2

Heute geht es wieder heim. Das heißt konkret ich muss früher aufstehen, gepackt ist schon zum großen Teil. Frühstücken, alles runtertragen, ins Auto verfrachten und sich von der Vermieterin verabschieden geht fix von der Hand. Ich fahre los, natürlich komme ich nicht an einer Ladestation vorbei und rausche erst einmal durch die Lande. Größtenteils Landstraße sieht mein Rückfahrplan vor. So geschieht es auch. Kurz vor einem angedachten Ladestopp sehe ich eine Tankstelle direkt an der Bundesstraße, die sogar ihren Strompreis auf ihrem Tankpreisdisplay angibt. Klasse, das muss ich unterstützen! So pausiere ich dort, lasse den Strom fließen, hole mir einen Pott Kaffee sowie ein Croissant und warte geduldig ab bis sich der Akku „randvoll gesaugt“ hat. Das reicht bis nach Hause, es wären sogar noch weitere 80 Kilometer drin gewesen. Aus Lust am Fahren gebe ich mich den neckischen Spiele des Navis hin, jedenfalls meistens. – Zu Hause ist alles okay, schnell sind Koffer und Taschen ausgeräumt – nur zwei Dinge, die ich Dödel im Kühlschrank vergessen habe, fehlen. Ja, frühmorgens entgeht mir eine ganze Menge. Seufz. – Ich zelebriere einen langen, sehr, sehr langen Abend, begleitet von einem Gewürztraminer und mehreren, teils echt irren, Fernsehsendungen. Das musste mal sein. Der Schlaf hat auf mich gewartet und nimmt mich sanft und schnell in seine Arme. Wie außerordentlich nett von ihm!

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Dosenfutter

Das kleine Städtchen fasziniert mich immer wieder neu. Das große Schloss muss man einfach mal „umkreist“ haben. Der Blick in den Schlosspark fällt eher düster aus, Winter halt, Regen eben. Regendichte Oberkleidung ist heute Pflicht, glücklicherweise murrt das Wetter nur durch kurze Nieselschauer. Auszuhalten. Die Vielzahl der Shops überrascht mich jedesmal, der „Außenhafen“ ist mehr als unscheinbar bis auf ein paar bunte Krabbenkutter und der „Innenhafen“ präsentiert sich im Schlickkleid. Ebbe. Zwischendurch zwinkert mir sogar die Sonne ganz kurz zu. Lieb von ihr. Dennoch reicht mir mein Spaziergang, 7370 Schritte sind genug. Für mich wenigstens 😇. Lunch aus der Dose erfüllt noch nicht einmal ansatzweise meine Erwartungen (Hoffnungen? Illusionen?) – eine total simple Nudelsuppe und doch erst genießbar mit viel Pfeffer, sehr viel Pfeffer. Das angebliche Rindfleisch darin strahlt und schmeckt Schrecken aus. Eine erholsame Mittagspause schließt sich an, ein aufbauender Nachmittagstee mit vielen Keksen lässt das Lunchdesaster fast vergessen. Ich bin auf meine weiteren „Koch“-Erfahrungen gespannt. Das kann ja heiter werden. – Der Abend gestaltet sich ruhig und erholsam. Es wird leider spät, weil ich unbedingt der Auflösung eines Krimis entgegenlese. Der Schlaf kommt schnell. Fein.

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Abschied 1

Es beginnt ein Tag der Trennung für drei Wochen. Er startet mit einem gemeinsamen Spaziergang zur Teststation, die wieder einmal eine völlig andere App verwendet – deutsche Bürokratie und digitaler Service sind zwei sich mit aller Gewalt abstoßende Gegensätze – und so wählen wir den Ausdruck. Papier ist das Lebenselixier deutscher Behörden. Irgendwie krank. – Wir schlendern am sehenswerten Husumer Schloss vorbei zurück zum Urlaubsdomizil. Ein bisschen warten und wir begeben uns mittels Tiger zum Bahnhof. Adieu, liebe Kurbeflissene – ich bleibe allein zurück. So ist das Leben. Andererseits ist das für SIE ein aufbauender Wellnessurlaub während es für MICH ein quälender Foltertrip wäre. Insofern ist alles gut. – Ich verdrücke mich in die Fewo, mache einen auf superfaul, lese viel, schaue wenig fern, genieße und schweige, gestalte sozusagen mein ureigenes Wellness-Event. Zugegeben es ist noch nicht einmal ansatzweise gesundheitsfördernd, hat aber dafür einen extrem hohen Wohlfühleffekt. Eins geht nur 😉😇😀. Lesenderweise wird es spät. Dann ist das halt so. Der Schlaf lässt sich auch nicht lumpen. Nett von ihm.

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Winterherbstliches Husum

Husum ist auch bei Nieselregen recht nett, schöner allerdings bei Sonnenschein. Wir entdecken eine imposante Einkaufspassage – ein Shopping-Center mit Klasse – und sind beeindruckt. Wir finden dort sogar eine Teststation, die meiner kurbeflissenen Mitreisenden morgen ein Beruhigungstestat für ihre Kuranstalt ausstellen kann. Das ist gut. – Ein offizieller Hinweis auf ein „Weihnachtshaus“ entpuppt sich leider als Flop – der kurze Spaziergang dorthin stärkt immerhin meine Fitness 😇😀. Zwei Fischbrötchen zum Lunch sind definitiv eins zu viel – mein Bauchspeck begrüßt neue Kumpel. Das ist nicht gut. Das trüblichtige Husum mit Sonne gefolgt von Regenschauern, von winterlich frisch bis frühlingshaft warm im schnellen Wechsel, erfordert eine gut aufgestellte Bekleidungsstrategie. Ich streiche deshalb vorerst ein paar Besichtigungspunkte aus meiner gedanklichen Tagesliste. Norden ist definitiv die falsche Urlaubsrichtung – keine neue Erkenntnis. – Dennoch fühlen wir uns den Umständen entsprechend wohl und leiten langsam zum Abendprogramm über. Das findet zu Hause statt, altersgerecht sozusagen und lecker vergorenem Traubensaft – ebenso altersgerecht. Es wird etwas später als normalspät – dafür kommt der Schlaf recht schnell.

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Weihnachtstag Nummer Zwei

Um acht Uhr wollen wir aufstehen. Noch ein halbes Stündchen??? Okay, das genehmigen wir uns! Nach dem Frühstück werden die Koffer endgültig gefüllt und ins Auto geschleppt wie auch alles ansonsten Relevante. Die Andacht fordert ihre Zeit ein, die Wildvögel ihr Futter und das Navi seine Instruktionen. Fast pünktlich brausen wir los. In Itzehoe ist eine Stromsäule belegt und die andere defekt. Na prima. In Tönning finden wir die Goldesel für Stromkonzerne erst einmal nicht, doch dann entdeckt sie meine Mitfahrerin. Wieder ist eine belegt, doch diesmal funktioniert die Zweite. Das passt, denn ansonsten hätten wir mit Tigers Akku um jeden Kilometer feilschen müssen. Mit der typischen Schneckengeschwindigkeit unseres IDs laden wir Viertelstunde um Viertelstunde um Viertelstunde bis wir endlich weiterfahren dürfen. Na prima. Unsere Ferienwohnung ist wirklich gut und glänzt mit einer perfekten Ausstattung, zahlreichen Goodies und einer total freundlichen Gastgeberin. – Eine kurze Pause später sind wir schon wieder per Pedes unterwegs zum Weihnachtsmarkt. Er ist klein aber fein für ein 22000-Einwohner-Städtchen. Der Hafen ist energiesparend dekoriert, sei’s drum er entfaltet trotzdem seinen Charme. Eine Bratwurst, ein paar Pommes und ein paar Schritte später sind wir daheim. Ein entspannter Abend steht an und wir genießen ihn gründlich. Alles ist gut. Es wird ein wenig spät und der Schlaf agiert etwas orientierungslos. Dann ist das so.

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Weihnachten

Vormittags steht die Heiligabend-Predigt aus Bremen auf unserem Programm. Es dreht sich um die Ehre Gottes. Interessante Betrachtung. – Nachmittags besuchen wir traditionell unsere Freunde am Ort zum ebenso traditionellen Teetrinken. Ein kurzweiliger Nachmittag mit Rumprobe ist sehr schön und erfreut uns sehr. – Abends noch ein Tatort aus Münster, etwas überzogen, etwas verrückt aber ziemlich nett. Rein geistlich betrachtet fällt dieses Weihnachtsfest für mich eher mager aus. Nun ja, dann ist das so. Schade. In die Nachtruhe stolpere ich früh, auch der Schlaf regiert eher lustlos mit Unterbrechungen. Er kommt halt viel lieber später ins Haus. Da muss ich Verständnis für haben 😉. Isso.

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