Apfelstiftverlust und Hauskreisgenuss

Mein Apfelstift ist weg! Der schöne weiße iPad-Beschriftungsstift ist verschwunden. Im Auto ist er nicht, auf dem Parkplatz und dem Konferenzraum ebenfalls unauffindbar. Weg, halt. Ich fahre extra noch einmal zum Suchen in meine Gemeinde aber das hätte ich mir sparen können. Nimmt er nur Urlaub oder ist er geflüchtet? Keine Ahnung ich muss abwarten. Sehr, sehr bedauerlich. Irgend etwas passiert mir immer, wenn ich in ebenso offizieller wie auch außerordentlicher Mission in der Gemeindeleitung tätig bin. Sollte mir das zu denken geben? Aber in welche Richtung? Oder bin ich nur alt und schusselig – ebenfalls eine Option. Seufz. – Wir bereiten unser Esszimmer für den Hauskreis vor, schleppen vier Stühle vom OG ins EG, vergrößern den Tisch fast aufs Putin-Maß, räumen und kramen. Die Gäste sind pünktlich und es entfaltet sich ein informativer bibelzentrierter Hauskreis mit stark kommunikativem rebensaftgewürztem Nachklapp. Es wird spät. – Wir beseitigen im Anschluss noch die Weingummireste und die eine oder andere Neige bis schließlich auch ich ins Bett falle. Morpheus nimmt mich sofort in seine Arme. Nett von ihm.

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Konfektion statt Schneider

Es sind noch die Tageszeitungen von gestern zu „bewältigen“ und die von heute selbstverständlich ebenso. Dann kläre ich ein paar Einstellungen im Hue-System, probiere zwei Sommerhosen an – frisch bestellt und geliefert von einem Spezialgeschäft für meine Größe – seufz – und bin sehr happy, dass beide passen. Dadurch erspare ich mir den Besuch eines Fachgeschäfts, denn das Raumklima dieser Shops schlägt mir immer ruckzuck auf die Bronchien. Die Auswahl am Kleiderständer, Hosen von links nach rechts und rechts nach links schieben sowie die Suche nach einer freien Kabine nervt total. Im engen Raum aus-, an- und wieder ausziehen produziert stante pede peinlich-rinnende Feuchtigkeit auf der Haut, das alles braucht kein Mensch. Eine echte Alternative wäre nur ein exklusiver Schneider mit Maßanfertigung, doch dazu fehlen mir sämtlich Zugangsvoraussetzungen wie Knete ohne Ende – alternativ reiche großzügige Eltern oder überragende Intelligenz dazu Geschäftstüchtigkeit gepaart mir viel Charme. Alles Fehlanzeige bei mir. Dann ist das halt so. So bleibt mir die Freude am Online-Shoppen, vor allem da mein Leib mit einer Konfektionsgröße fast perfekt harmoniert. – Am Abend treffe ich mich erneut mit unserem Gemeindevorstand. Gemeinsam planen wir die Kombination einer Jahreshauptversammlung mit einer Personalentscheidung für zwei Stellen. Das wird heavy, geht aber nicht anders. Ich bin äußerst dankbar für diese rasante, gottgelenkte Personalentscheidung, die wir nun den Mitgliedern anbefehlen. – Früher als erwartet bin ich zu Hause, diesmal sogar ohne Sturz 😀. In alter Tradition genieße ich noch ein Glas Gewürztraminer bis das Seniorenbett mein Kommen anmahnt. Der Schlaf agiert schnell und wohlgelaunt. Toll.

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Trauerfeier

Ein harter Tag nimmt seinen Lauf. Wir fahren zur Beerdigung meines Schwagers. Meiner Meinung nach sind wir viel zu früh dran, doch die Trauergäste strömen bereits Richtung Kapelle. Ja, mein Schwager hatte viele Kontakte und einen großen Bekanntenkreis. Er war beliebt und konnte bestens mit Menschen umgehen – hätte ich bloß nur ein wenig von dieser Gabe abbekommen 😉. Als der Sarg in die Grube versenkt wird geht es mir durch und durch. Adieu lieber Bernd – du fehlst uns! – Erstaunt und erfreut sind wir, dass ein Freund von uns zur Bestattung gekommen ist und so ebenfalls Anteil nimmt. – Das traditionelle Kaffeetrinken mit einer hervorragenden Hochzeitssuppe vorneweg erfüllt seinen Zweck, die Gefühle können sich ein wenig im Gespräch mit Verwandten und Bekannten zurücknehmen und neu ordnen. Das ist gut so und bringt mich auf den Boden zurück. In unserem Alter muss man sich wohl daran gewöhnen viele Menschen nur noch bei Trauerfeiern zu treffen. Schade eigentlich. Zu Hause erwartet uns ein Mittagsschlaf, der für mich diesmal keiner ist. Wen wundert’s?! – Mit Online-Bestellungen habe ich sehr viele gute Erfahrungen sammeln können, diesmal eher nicht. Bestellt wurde ein 2-Meter-Kabel mit zwei USB-C-Steckern, geliefert wird ein 50cm-Kabel mit einem USB-A- und einem Lightning-Stecker. Die Reklamation wird online schnell und gut bearbeitet und so hoffe ich auf eine ebenso prompte Ersatzlieferung. Abwarten ist angesagt. – Ein Krimi aus dem Périgord begleitet mich durch den Abend. Wieder wird es spät doch diesmal ist der Schlaf auf Zack. Prima.

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Die Unzeit und ihr Kumpel

Noch erkennt im zweiten Versuch meine neue HomeBase alle ihre Kameras und ich hoffe, dass es dabei bleibt. Jedoch, egal wie, eins wird mich künftig permanent traktieren, nämlich die Ungewissheit ob und wann es wieder Ausfälle geben könnte. Wenn, dann gewiss gleich am Anfang einer Reise weit genug weg um zur Untätigkeit verdammt zu sein. Shit happens meistenteils zu Unzeit. – Ein erwartetes Paket trifft – natürlich – in der Mittagspause ein und – selbstverständlich – als ich gerade darin gehindert bin selbiges an der Tür entgegenzunehmen. Auch das bestätigt den zitierten Lehrsatz eindrucksvoll. – Der Heuschnupfen schlägt jetzt mächtig zu, ich greife zur Maske und schon lässt der Juckreiz spürbar nach. Wo kommen bloß die Pollen rund um die Couch her? Bin ich zusätzlich noch ein Pollenmagnet? Wer weiß das schon … – Die beiden Barnabys unterbreche ich heute mit meiner Zapperei zu jeweils einer parallel laufenden realitätsfernen, herzerwärmenden Komödie mit erwartetem Happy End. Ach, wenn das Leben so einfach gestrickt wäre. Seufz. – Zum guten Tagesschluss lese ich noch ein wenig bis die Müdigkeit mich aufs Nachtlager treibt. Der Schlaf dagegen lässt sich genüsslich Zeit. So ist er halt mitunter.

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Abendmahl

In meiner Gemeinde feiern wir heute wieder das Abendmahl. Ich habe es sehr vermisst und weiß, dass ich es beim letzten Mal durch eigene Trödelei versäumt hatte. Umso schöner ist es, heute wieder dabei zu sein. Möglich, dass ich in diesen Dingen erstaunlicherweise ein sehr sensibler Mensch bin aber es ist für mich jedes Mal eine spürbare Begegnung mit Jesus. Ansonsten bin ich gar nicht so, eher ein wenig stur und unempfindlich aber beim Abendmahl ist das alles ganz anders. Wie auch immer, ich bin heute sehr dankbar und froh. Die Predigt über die Gnade hat mir auch viel zu sagen mithin ein runder, toller Gottesdienst. Danke, HERR! – Das Sahnehäubchen folgt mit dem geschenkten Überraschungslunch einer Freundin, es mundet hervorragend. Danke! – Nach der Mittagsruhe bringe ich zwei Überwachungskameras auf Trab, die schlappgemacht hatten – mein Lob für Eufy war wohl doch etwas voreilig. So kann man sich täuschen. Ich bin gespannt ob sie jetzt durchhalten. – Abends bringt uns Terra X in Eisige Welten, also in eine rolffeindliche Umgebung, während ich mich nebenbei mit ebenso attraktiven wie teuren Kreuzfahrten beschäftige. Anschließend fasziniert mich der Bericht über den Bau des Hindenburgdamms, eine hochinteressante Dokumentation, toll präsentiert. – Natürlich „muss“ ich noch meinen Ostfrieslandkrimi zu Ende lesen und so wird es spät. Der Schlaf wartet geduldig auf mich.

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Sparsamkeit trifft Geldfresser

Ein total verregneter Tag begegnet uns heute. Wir sitzen im Warmen und schauen auf das Nasse. Ich bedauere die armen gefiederten Genossen, deren Futter bei uns ausgegangen ist. Sie müssen nun darben. Die Preise für Sonnenblumenkerne haben eine kleine Explosion hingelegt. Doch das sollten uns die Flattermänner eigentlich wert sein. Eigentlich. Seufz. – Im Kontrast dazu blättere ich im Kreuzfahrtprospekt und suche mir für nächstes oder übernächstes Jahr ein paar liebenswerte Angebote heraus. Beim Futter geht es um 10 Euro mehr und beim Urlaub um einen großen vier- bis kleinen fünfstelligen Betrag. Irgendwie verquere Verhältnisse im Sparsamkeitsdenken. Da muss ich wohl in mich gehen. – In meiner Andacht verblüfft mich wie schnell ein Volk vom Gottesdienst zum Götzendienst wechselt und wieder zurück je nach dem Willen der herrschenden Familie. Ein wenig erinnert mich das an Umfragen, die sich je nach vorangehenden Medienberichten von einem Monat zum anderen stark verändern. Die eigene Meinung ist halt so eigen nicht, wie wir immer meinen. So ein Luxus will sich kaum einer leisten. – Eine liebe Freundin erfreut uns mit einem Überraschungslunch für morgen. Wir sind hocherfreut und ziemlich baff. Danke!!! – Der wieder einmal sehr ruhige Tag endet diesmal mit ein paar unverschämt teuren Traumreisen und Kommissar Büttner samt einem Mord in Ostfriesland. Es wird normalspät mit aktionsbereitem Schlaf.

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Gut drauf

Okay, so langsam wird mir das späte Aufstehen, derzeit mein Dauerthema 😢😲, zur Last. Es ist keineswegs neu, überrascht mich dennoch Tag für Tag: der Vormittag huscht vorbei wie ein Schatten. Wutsch, schon stehen beide Zeiger auf der Zwölf. Wie heute. Am Nachmittag fahren wir zum Testen, kaufen ein, besuchen meine Mum. Der geht es höchst erstaunlich gut. Sie liegt zwar im Bett, kommuniziert aber ausführlich mit uns, sogar zu unterschiedlichsten Themen, nimmt leidvoll auf, dass mein Schwager verstorben ist, trinkt ihren Kaffee aus der Schnabeltasse und schläft zwischendurch kaum ein. Wow. Die Zeit mit ihr vergeht viel schneller als sonst – ich bin baff. – Daheim bleibt noch Zeit für meine Abendandacht und schon steht „heute“ vor der Tür. Dann ein wenig lesen, zwei Folgen vom ermittelnden Watzmann verfolgen und anschließend den letzten Staatsanwalt streamen. Während die Bayern in aller Gemütlichkeit eine Jugendsünde und einen Escort-Nebenverdienst aufdecken, ermittelt der Anklagevertreter in einer ziemlich verrückten Familienbeziehung. Alle Ermittler arbeiten erfolgreich, wie es so sein soll. Na prima. Fließend 😉 ist der Übergang vom Lesen zum Niederlegen wobei ich behutsam ins Traumland abdrifte. So soll es sein!

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Morgen …

Aber heute haue ich ran. Heute geht die Post ab. Adelante, amigo! – Von wegen, gut gewollt ist noch lange nicht gut gemacht. Nicht, dass wir gar nichts tun. Wir fahren zur Floristin und bestellen einen Kranz für die Beerdigung meines plötzlich verstorbenen Schwagers. Danach noch schnell einkaufen, ich lasse die Karten einer App aktualisieren und Foxi freut sich drüber 😀, unterstelle ich mal. Außerdem läuft bei mir nicht mehr viel, was mich zwar entsetzt aber nicht voranbringt. Das ist gar nicht gut. Da stehen Aufgaben und warten auf ihre Erledigung und ich schaue ihnen nur zu. Ganz nebenbei verfallen noch Erstattungsansprüche an meine Beihilfestelle. Schande über mein Haupt! Morgen, morgen, nur nicht heute sagen alle faulen … ja, ja ich weiß. Seufzen statt schaffen, keine gute Alternative. – Nun ja, Foxi schließe ich an die Sonne an und spare etliche Kilowatt aus dem Netz, doch der große Wurf ist das nicht. Bei Bunyan lese ich wie Treu und Christ vom Schwätzer belästigt werden und komme mir stark gespiegelt vor. Doch genug der Selbstanklagen. Is wie is. Wir bereisen virtuell die Nordsee, dazu lesenderweise die Bretagne, danach die Provence und im neugierigen Blick auf das Ende des Krimis erschüttert mich das Aus einer großen Liebe von Kommissar Papperin. Wie traurig. Die Nachtruhe startet normal und der Schlaf ist sehr lieb. Nicht schlecht!

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