An Bord

Wir frühstücken im Hotel, halten danach Andacht und nehmen um zehn ein Taxi zum Kreuzschifffahrtsterminal. Die gebuchte frühe Einschiffung klappt reibungslos. An Bord entspannen wir in der TUI-Bar und machen uns altersgerecht mit dem neuen Lebensumfeld 😉 vertraut. Die Kabine wird derzeit noch gereinigt und so lassen wir die obligatorische kurze Notfallunterweisung über uns ergehen. Gegen 14 Uhr dürfen wir in unsere Kabine, die Koffer warten schon länger vor der Tür auf uns. Im Vergleich zu den engen Phoenixräumen haben wir hier gut Platz. Wunderbar. Die vielen Sachen kommen problemlos unter, es sind sogar etliche Fächer noch frei. Klasse. Die leeren Koffer passen gut unter die Betten – so soll es sein. – Die Mein Schiff 3 legt um 18 Uhr ab aber wir bleiben im warmen Inneren und verzichten auf das Live-Erlebnis auf Deck wo der Schneesturm mit der Kälte um die Pole-Position kämpft. – Gegen 19:30 Uhr begeben wir uns zum Dinner. Die Menügänge sind winzig (bis auf die Suppe und den Hauptgang) und dennoch viel zu viel für uns. Satt umschreibt das Völlegefühl nur unzureichend. All-in hin oder her, wir sind fertig und ziehen uns zurück. Unser Erlebnisdrang hat fertig und wir gönnen ihm die gewünschte Ruhezeit. Genug für heute. Kaum spürbar schaukelnd verlassen wir die Weser und wechseln in die Nordsee. Ein prima Schlaf bahnt sich an. Perfekt.

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Schnee – der natürliche Feind der DB

Die Nacht hat es ein wenig geschneit, nicht viel aber doch ein weißer Schleier. Wir sind früh auf den Beinen, ein Freund holt uns gegen halb zehn ab. Wir haben uns entschlossen einen Zug früher zu fahren, um in Hannover eine Stunde Aufenthalt zu haben und nicht nur neun Minuten. Eine echt weise Entscheidung. Am Bahnhof steht schon ein „Enno“ bereit, wir freuen uns aufs frühzeitige Einsteigen, doch er steht auf dem Nachbargleis und hat nichts mit uns zu tun. Schade. So warten wir auf Gleis 4 bis die Durchsage kommt, dass es auf Gleis 8 mit 30 Minuten Verspätung losgeht. Also runter in den Tunnel und wieder rauf. Wir warten geduldig (was sonst?) und irgendwann trifft Enno aus Hannover ein, wir finden Sitzplätze und er fährt pünktlich mit 30 Minuten Verspätung ab. In Lehrte darf er nicht weiter, wir müssen alle raus, runter in den Tunnel und zu S-Bahn. Selbige ist proppenvoll, wir passen noch rein und zwei junge muslimische Frauen machen Platz für uns Alte. Wir sind sehr, sehr dankbar. In Hannover im Tunnel gehen wir in aller Ruhe zum Gleis 12 für den Regionalexpress nach Bremerhaven. Die Rolltreppe nach oben funktioniert sogar. Stark. Pünktlich (!!) fährt der Zug ab, zwar auf Gleis 11 aber da muss man nur nach gegenüber gehen. Für die bahntypisch-nötige Verspätung sorgt ein vorausfahrender Güterzug aber immerhin kommen wir wohlbehalten am Zielbahnhof an. Frost und Schnee sind die natürlichen Feinde der Bahn, diesmal waren Signale eingefroren und der Hauptbahnhof in Hannover überbelegt. Unser Niedersachsenticket beschert uns eine Busfahrt bis in Hotelnähe, wir holen die Schlüsselkarte und fallen ins Bett. Uns fehlt einfach die Motivation noch einmal in die grimmige Kälte hinauszugehen. Wir wollen gesund aufs Schiff kommen. Die Nacht ist okay.

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Letzte Arbeiten

Ein schön gefüllter Tag wartet auf uns. Unsere Friseurin stutzt uns die Haare und mir den Bart. Wir sind jetzt für wärmere Tage präpariert. Die Heizung wird auf den Urlaubsmodus programmiert damit das Haus schön auskühlt während wir weg sind (hoffentlich nicht völlig). Meine Mitbewohnerin stürzt sich auf den Schnee, ich montiere das Schild mit der Überwachungswarnung suche weitere Utensilien für das Handgepäck zusammen. Dann werden Rucksack und Bordcase gefüllt und mir gelingt eine exzellente Stopfung 🤔😉😇. Gegen Mittag treffen noch besondere Halter für die Kofferschilder ein und ich montiere sie an allen Gepäckstücken. – Der Kofferservice ist pünktlich und lässt unser Großgepäck, versehen mit AirTags, schon mal voraus reisen. Am späten Abend sind die Koffer in Hamburg versammelt. Ich bin etwas irritiert weil wir in Bremerhaven abfahren – aber es ist ja noch Zeit. – Wir sind sehr zufrieden mit unserem „Tagesgeschäft“, es wird bei mir normal spät und der Schlaf fällt eher unterdurchschnittlich aus. Wundert mich nicht.

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Laura dreht durch

Vormittags trifft sich die Studierstube und wir diskutieren über einen Sacharjatext, das 13. und 14. Kapitel. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein wenig mehr Fachkenntnis uns allen ganz gut täte, andererseits merken wir wie der Heilige Geist uns manche Schwäche überwinden hilft. Es ist eine supernette Runde. Am Nachmittag erledigen wir noch ein paar Kleinigkeiten für die Reise und wollen am Abend unseren Gottesdienst besuchen. Laura ist offensichtlich dagegen. So sehr sie sich bemüht schafft sie die vereiste Auffahrt nicht. Die Räder drehen durch und ich gucke bedröppelt in die Gegend. Für langwierige Hilfsaktionen ist es zu spät. Nun gut, bleiben wir eben daheim und schauen virtuell zu. Gut, dass es solche Möglichkeiten gibt. – Irgendwann spät am Abend sehe ich in einer neuen Folge Barnaby beim Ermitteln zu – wie übliche etliche Morde und ein schräges Motiv. Feine Unterhaltung. Es wird spät aber der Schlaf ist heute ganz okay – fein, fein.

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Lichterkettenjahresschlaf

Es liegt draußen Schnee rum. Auch das noch – muss das sein? Da plant man mal eine längere Urlaubsreise und Frau Holle muss gerade jetzt ihre Betten ausschütteln. Sie hat halt ihren eigenen Kopf. Zu allem Überfluss müssen wir auch noch ins Nachbardorf zur Apotheke fahren aber zum Glück ist nicht viel los. Der matschige Schnee auf unserer Straße bringt Laura ein wenig ins Rutschen, echt ungewohnt – ich bin wohl inzwischen vom Winter entwöhnt nach den letzten Jahren. Noch nicht einmal auf die Klimaerwärmung kann man sich verlassen 😉. – Gleich nach der Mittagsruhe bauen wir die Weihnachtsbeleuchtung ab. Die Lichterketten wandern in den Keller. Ich bin total happy, dass wir das noch geschafft haben. Draußen darf nun die jahreszeittypische Finsternis wieder das Regiment übernehmen. – Heute wandern wie geplant noch die letzten Sachen in die Koffer, die wir endgültig fest verschließen. Wir erklären die Pack-Arie (bis auf das Handgepäck) als beendet. Punkt. Unser Schiff ist derweil noch in Lissabon, will aber pünktlich in Bremerhaven ankommen. – Foxi zieht am Nachmittag noch ein bisschen „Wartestrom“ aus der Leitung um während der Urlaubszeit gut versorgt zu sein. Perfekt. – Heute haben wir eine ganze Menge geschafft aber das Licht leuchtet schon recht hell am Ende des Tunnels. Es wird normal spät. Der Schlaf ist okay, wenn auch ein wenig spät dran. Dann ist das so.

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Frühzeitiges Packen

In diesem Jahr gibt es keinen „Momento-Kalender“ in der gewohnten Form mehr aber wir haben einen Ersatz gefunden. Das lange Ausschlafen gestern hat seinen Einsatz verzögert aber heute geht es los. Ein so richtig urfrommer Kalender für eine Klientel, die noch die Sprache Kanaans beherrscht. Ich merke, dass ich mitunter die Stirn runzle oder eine Augenbraue nach oben ziehe, dennoch bin ich durchaus angesprochen. Es bahnt sich in dieser Hinsicht ein herausforderndes Jahr an. Ich freue mich drauf. – Am Nachmittag beginnen wir mit dem Kofferpacken, sehr früh, doch wir halten es mit der Sonntagsruhe und so fällt der siebte Tag der Woche für diese Aktivität aus. Hinzu kommt die ungewohnte Länge der Reise, die schon die eine oder andere Extraüberlegung erfordert. Zu unserem eigenen Erstaunen haben wir am Abend den größten Teil von den Schränken in die Koffer verfrachtet. Es ging besser als wir dachten. Wie gut wissen wir erst nach der Reise 😀. ‚Die Chefin‘ reißt mich nicht vom Sofa, erst gegen Ende wird es interessant. Seltsamer Fall, konstruierte Lösung mit vorerst unbefriedigendem Cliffhanger-Ausgang. Irgendwie typisch für diese Generation der Drehbuchschreiber. Seufz. – Die Nacht gestaltet sich wie üblich mit spätem Schlaf, irren Träumen und mancherlei Unterbrechung. Okay.

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Jahresbilanzdankgebet

Wenn ich nicht Luft genug für eine Silvesterzigarre habe unterbleibt auch mein ausführliches Dankgebet zum Jahresschluss, sozusagen mein Rück- und Ausblick im Gespräch mit Jesus. Heute hole ich es nach. Es fühlt sich nicht so authentisch an wie direkt in der Jahreswechselnacht aber darauf kommt es ja auch nicht an. Es war ein bewegtes Jahr mit einem Supereinstieg, viel Erleben, lästigen Rückenschmerzen und mancherlei Erfahrungen mit Gott. Das neue Jahr beginnt mit relativer Gesundheit, das ist gut und enthält noch wenig Urlaubsplanungen – das ist selten. – Heute schneide ich die Kofferanhänger zurecht, laminiere sie um sie per Kabelbinder mit dem Koffergriff fest zu verbinden. Im Anschluss stelle ich die Reiseunterlagen in einer Mappe zusammen und durchlebe einen Schock: „Wo sind bloß die Reisepässe???“ Ach so, noch von der letzten Reise in der besagten Mappe. Uff. So kann es gehen. – Wieder fühle ich mich am frühen Abend im Bett am wohlsten und suche dasselbe auf. Die langwierigen Nachwirkungen sind wirklich ätzend. Meine Zeit, muss das denn sein? Offensichtlich ja. Na denn.

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Silvester 2025

Ich starte in aller Ruhe und Beschaulichkeit in den Tag, denn heute wird es bis tief in die Nacht gehen. Meine Gesundheit rappelt sich langsam auf und so fahren wir zum 17-Uhr-Gottesdienst in unsere Gemeinde. Die Predigt dreht sich um Jesus, der auch im neuen Jahr immer und allezeit bei uns ist. Wir können also zuversichtlich vorangehen. Ich ziehe am Ausgang ein Bibelwort, quasi als Einstimmung fürs neue Jahr und werde durch selbiges zum Danken ermuntert. Das ist wichtig, denn wir haben allen Grund dazu. – Der Abend verläuft in trauter Zweisamkeit mit dem traditionellen Käsefondue, Dinner for one, Nuhr 2025 (auch für ihn gilt das über Priol Gesagte) und natürlich Alfred Tetzlaff mit seinem Silvesterpunsch. Nach zwölf plauschen wir ein wenig mit unseren Nachbarn und ich staune über die absolut aktionslose Anliegerschaft in unserer Straße. Nichts, nur schwarze Stille. Im Dorf selbst wird natürlich geknallt was das Zeug hält – aber rund um uns: nix, niente, nothing. Verblüffend. – Bei uns im kuscheligen kaminbeheizten Wohnzimmer wird es sehr sehr spät, weit nach drei. Erstaunlich munter wir zwei Alten 😁👍.

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