Glück im Spiel – Fehlanzeige

Mit einigem Erschrecken hatte ich neulich festgestellt, dass mein Voucher als Ersatz für eine Covid-19 zum Opfer gefallene Flugbuchung Ende März abgelaufen ist. Das ist sehr fatal. Heute endlich raffe ich mich auf und versuche Qatar Airways zu einer Verlängerung zu bewegen. Ob das gelingt? Keine Ahnung, Versuch macht kluch, wie man so sagt. Die E-Mail in englischer Sprache ist eine kleine Herausforderung – nicht, dass mir die Worte fehlen, keineswegs, vielmehr die Unsicherheit sie recht zu gebrauchen. Aber was soll’s, ich befehle die Sache meinem Herrn an und muss nun warten, was er daraus macht. Das wird mich selbstverständlich nicht daran hindern wenn nötig zu erinnern, ist doch klar. – Es ist immer wieder lustig deutsche Behörden bei Online-Verfahren zu erleben. Heute stellen wir einen Antrag, kein Problem alles ist gut. Aber ganz am Ende braucht die Behörde nun doch ein Formular per Post mit Originalunterschrift. Wir haben einen Personalausweis, der angeblich gerade solche Identifizierungen ermöglichen soll aber Pustekuchen. Deutschland liebt Papier heiß und innig. Man sollte die ganze Politiker- und Verwaltungschefbagage austauschen und mit Personen bis zur Altersobergrenze von 40 ersetzen. Sonst wird das nichts mit der Digitalisierung. Das gilt übrigens auch für Datenschützer, die Karteiablagen lieben, weil sie abschließbar sind 😉. – Im übrigen nervt mich ein Kartenspiel, das nicht aufgehen will, seit Tagen starte ich einen Versuch nach dem anderen und erlebe eine Pleitewelle von nie erlebten Ausmaßen. Früher ging mindestens jedes fünfte bis zehnte Spiel auf, heute keins. Frust pur. Es wird deshalb spät, hilft aber nichts. Merde.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

„Ordre du Mufti“ als Traumziel

Da wacht man auf und es gibt einen frischgebackenen Kanzlerkandidaten. Glückwunsch, mehr oder weniger. Mir erschließt sich leider überhaupt nicht, weshalb die Medien der einen Partei so zujubeln, die klammheimlich eine Kandidatin installiert hat und sich so echauffieren, dass eine andere über die Personalie diskutiert. Die Medien fabulieren über ihre gemischte Resonanz in der Bevölkerung, lieben aber Kanzler, die statt zu diskutieren hochherrschaftlich entscheiden, sehen Meinungsaustausch als Führungsschwäche und jetzt empfehlen sie uns sogar Personalentscheidungen von oben herab. Ich dachte immer, offensichtlich fälschlicherweise, dass wir in einer Demokratie leben in der die Meinungsbildung einen hohen Rang genießt. „Par ordre du mufti“ ist jetzt geboten – sind wir etwa schon wieder so weit? Das wäre aber sehr schade und äußerst gefährlich! – Immerhin kann ich (noch) frei entscheiden, mich über die Sonne freuen und frühlingsfroh in den Tag hinein leben. Das tut wohl. Sogar meine Impfmöglichkeitschance rückt näher – ab Montag darf ich versuchen mich zu bewerben. Das schürt Hoffnung. Ein Münsterkrimi – ach waren die Hauptakteure damals jung – und das Apple-Event – alles schneller, schmaler und bunter – bilden ein akkurates Abendprogamm. Es wird wieder spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Amateure, Kampf-Gockel und Unsympathen

Früh so halb aufzuwachen ist ein arges Übel. Zu müde zum Aufstehen und zu wach zum Tiefschlaf, also plätschert der Halb-Wach-Zustand vor sich hin. Fatal. – Es gelingt mir rechtzeitig Mr. Shorty mit einer veränderten Mähhöhe zu beglücken bevor er sich an sein Tagwerk macht. – Am frühen Nachmittag treffe ich im Seniorenheim ein, lasse einen Test über mich ergehen und darf zu Mutti aufs Zimmer. Es ist eine Plage mit dem Alter aber immerhin kann sie sich an Urlaubserlebnisse noch gut erinnern. Schön, wenn ein Gespräch möglich ist. Danach schaue ich bei meinem Schwager vorbei um ihm von Mutti einiges mitzubringen. Wir kommen ins Gespräch und ich staune wie lang er schon erfolgreicher Photovoltaiker ist. Selbst sein Heißwasser wird – wenigstens in der wärmeren Jahreszeit – per Solarenergie aufgeheizt, was auch nach Umstellung auf Fernwärme gut funktioniert. Bei knapp 50 Cent pro erzeugter Kilowattstunde kann sich die Stromproduktion wohl rechnen – ein Relikt aus goldenen Zeiten. Leider läuft dieses Sponsoring in den nächsten Jahren aus. Inzwischen waren die Energiekonzerne ja leider erfolgreich mit ihrer Lobbyarbeit trotz unbestechlicher Politiker 😉. Wer’s glaubt. Apropos Politiker, die eine Partei empfiehlt eine Regierung-Newcommerin in höchsten Tönen, eine weitere weiß überhaupt nicht welchen von zwei Kampf-Gockeln sie folgen will, die dritte schickt einen Profi ins Rennen, den zwei Unsympathen hoffen am Gängelband führen zu können. Die Rechtsaußen-Neunazis wollen unser Land isolieren wobei sie im Endergebnis gar nicht so weit von den Linksaußen entfernt sind. Das wird eine lustige (oder lausige?) Wahl im Herbst. – Abends lasse ich mich auf der Großleinwand durchs Pantanal führen und begleite danach einen Neuling auf seinem ersten Wohnmobilurlaub. Ach ja. Es wird mittelspät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Herr Ment misst Schellen in der Kuhle

Pastor Latzel aus Bremen predigt wieder. Halleluja! Natürlich müssen wir seinen ersten Gottesdienst nach der weit überzogenen Strafe für die einerseits herausgerutschte andererseits auch völlig verständliche Bemerkung anschauen. Er predigt über Psalm 23, über die riesengroße Fürsorge Gottes für uns, in der wir uns immer und in jeder Situation bergen können. Der Pastor unserer Gemeinde hat ein Thema, das dem nahekommt. Es geht um unsere Hingabe an Gott, die wohltuende Gemeinschaft mit anderen Mitchristen und persönlichen Herausforderungen, die wir uns mit Gottes Hilfe stellen können. Es gab jedoch ein paar Begriffe die allen, die nicht denglisch sprechen, Probleme bereiten könnten: 😉 Wer ist dieser Herr (oder Frau) Ment, der/die mitkommen soll (Komm-mit-Ment)? Was hat die Länge von Schellen mit dem Thema zu tun und weshalb sagt er das auf Platt (Schell-längsch)? Weshalb ist etwas offensichtlich gut, das in einer Kuhle liegt (Kuhl)? Fragen über Fragen, die nicht beantwortet werden 😉😀😇! Schon Luther wusste, dass Übersetzungsarbeit schwer ist. Wo er recht hat, hat er recht. Im Laufe des Tages lasse ich noch eine Nestvogel-Predigt in mich hineinlaufen und erfahre Hochinteressantes über die Zeit vor der Sintflut. Sehr spannend, wenn auch etwas langwierig. Weshalb so ein intelligenter Mann sich auf die Seite der Corona-Skeptiker schlägt, werde ich wohl nie begreifen. Die Fakten liegen offen auf dem Tisch aber man vertraut lieber suspekten Quellen als offiziellen Stellen. Warum reagiere ich bloß immer noch so genervt, wenn man mich mit solchem Bullshit konfrontiert? Es wird wohl daran liegen, dass ich die Menschen liebe und es mir fast das Herz bricht, wenn sie solchen Verführern auf den Leim gehen. Es fällt mir unendlich schwer das hinzunehmen. – Da flüchte ich mich nach Köln vor dem zweiten Weltkrieg – herrliche Bilder, in eine Kleinstadt in den USA und lasse mir schließlich von einem Typen erläutern wie er seine doppelte Staatsbürgerschaft USA/Deutschland erreicht hat. Das ist zwar nicht relevant aber dennoch interessant. – Schließlich hole ich den Alten vom letzten Freitag aus der Mediathek ab. Natürlich spielt sich wieder bei den Reichen eine skurrile Story ab, wie sie Drehbuchautoren so gerne haben. Netter Sonntag.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Schwerkraft, Nahtod und Klosterwitze

Wenn der Abend vorher lang und lustig war, kann unter Umständen das Aufstehen schwer fallen. So auch heute – aber was macht das einem Pensionisten? Nichts. So ist es! – Nachmittags montiere ich die Garderobenstangen im Schrank. Selbstverständlich – wie fast immer, wenn ich mich auf das Gebiet des Handwerks verirre – gibt es unerwartete Schwierigkeiten. Die bisherigen Stangen haben viel zu biegsame Halterungen, diese waren aber durch ein stabiles Schrankbrett hindurch per Schlüsselschraube gesichert. Die neu erworbenen Halterungen sind aus Stahl, können aber nur angeschraubt werden. Halten die kurzen Holzschrauben die Konstruktion, wenn Kleidung sie per Schwerkraft massiv nach unten zieht? Wer weiß das schon? Ich nicht! Versuch macht kluch, sagt der Volksmund, also den Optimismus walten lassen und schrauben. Wir werden den Erfolg hoffentlich nur sehen und nicht hören. – Ein nicht ganz so junger Münster-Tatort mit einem Rechtsmediziner, der seine Nahtoderfahrung überlebt und danach Commissaire Georges Dupin, der mich in die Bretagne entführt, versüßen mir den Abend. Ganz netter Stoff. Mit Klosterwitzen, gekonnt erzählt von Pater Karl Josef Wallner, einem Zisterzienser, leite ich humorvoll die Nachtruhevorbereitung ein. Es funktioniert, auch wenn es spät wird.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Nur keine Hamsterbacken

Die Reiseangebote in meiner E-Mail-Box häufen sich wieder. Komm buchen, sagen sie und werben mit vielseitigen Stornierungsmöglichkeiten, Reiserücktrittsversicherungen im Covid-19-Fall und natürlich Sonderpreisen. Eine 26-tägige Südseereise könnte mich schon reizen, wenn der Preis nicht wäre. Billig geht anders. – Schweren Herzens überweise ich unsere Gartenbaurechnung aber gut sieht es draußen schon aus. Geld kommt rein, Geld geht raus, so ist der Kreislauf, wenn die Wirtschaft funktionieren soll. Hamstern macht nur dicke Backen. – Abends sind wir endlich einmal wieder eingeladen – unseren Freunden und der landkreislichen Inzidenz sei Dank. Wie schnell vergeht hierbei die Zeit und bringt für mich sogar einen völlig legalen Impftipp. Es tut wohl mal über alles mögliche zu plaudern, von Taufen bis Photovoltaik also ein sehr breites Spektrum. Nebenbei verkosten wir vergorenen roten Traubensaft und stark malträtiertes Zuckerrohr bis wir leicht beschwingt nach Hause wandeln. Schön wars (seltsam, was die neue Rechtschreibung so erlaubt). Ich falle in meine aufnahmebereite Lagerstatt. Very nice Day, okay.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Platzsuche

Meine erste Fahrt überhaupt mit einem Elektroauto, also einem richtigen nicht so einem Zwitter, genannt Hybrid, begeistert mich heute. Es ist ein ID.4 und ich bin nicht wenig angetan. Genau so hatte ich mir das vorgestellt, eigentlich wirkt das Fahrzeug im Innenraum noch besser als in den Videos. Ich bin sehr dankbar für diese Gelegenheit. – Abends schauen wir zwei Berichte über griechische Inseln an und unversehens knallt meine Reisesehnsucht voll in mein Gefühlsleben herein. Doch diesmal kann ich cool bleiben und das gefällt mir. Mitten in diese Farbenflut platzt die Nachricht, dass das Predigtverbot für unseren Pastor aus Bremen aufgehoben ist. Halleluja. Gott erhört Gebet! Für eine im Eifer herausgerutschte Bemerkung war die Maßregelung einfach zu drastisch. Doch das zeigt nur: der Widerstand gegen nicht am Zeitgeist sondern an der Bibel orientierte Verkündigung wird massiver. Immerhin hat die Bremer Kirche bei mir erreicht, dass mir ein Pastor inzwischen erheblich sympathischer ist, dessen „Offiziers-Rhetorik“ mich früher eher irritiert hatte. Gott sei Dank! – Im Anschluss an die Griechenlandreise höre ich Roger Liebi zu, der Interessantes über das Westjordanland zu berichten weiß. Bei all dieser Informationsflut hat mein kleiner Arbeitsspeicher große Nöte wenigstens für die wichtigsten Aussagen noch ein freies Plätzchen auf meiner alten Festplatte zu ergattern. Es wird nicht so spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Großzügig oder sparsam?

Mr. Shorty zieht wieder seine Runden. Er scheint eine Vorliebe für die Seitenfläche zu haben. Soll er doch. Das Gras ist recht feucht, so dass am Samstag wohl eine Roboter-Grundreinigung ansteht. Andererseits „übt“ er erst einmal, denn die Mähhöhe ist recht hoch eingestellt – er wird erst nach und nach „zur Sache gehen“. So fällt weniger Schnittgut zum Vermulchen an. Jeden Morgen müssen wir künftig nach Hügeln Ausschau halten um Shorty vor einer Kollision zu bewahren, die aufs Konto des blöden Maulwurf ginge. Hätte ich bloß etwas mehr investiert, um schneller per Fernsteuerung eingreifen zu können. Sowohl großzügig als auch sparsam bin ich viel so oft an den falschen Stellen. Seufz. – Ich freue mich jeden Tag an meiner neuen persönlichen Gebetsliturgie. Sie ist eine gute Führung Gottes, die innerlich aufbaut. Ich nehme mir mehr Zeit einzelne Anliegen Gott zu schildern und erfahre erstmals wie wohltuend auch liturgische Elemente sein können (ob das am Alter liegt?). – Abends lasse ich mir den neuen Audi Q4 e-tron bei YouTube vorstellen. Das ist ein echt gelungenes Fahrzeug – sowohl im Aussehen als auch bei den inneren Werten und leider ebenso im Preis. – Zur Nacht streamt eine Serie an mir vorbei, doch schließlich wähle ich Roger Liebi um innerlich zur Ruhe zu kommen . Es wird nicht ganz so spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar