Vorreisetag

Die Gewöhnungsphase an ein mächtigeres Frühstück beginnt bei Schwägerin und Schwager. Lecker. Danach spazieren wir durch die Winsener City 😉, klein aber fein. Die Gruppe rund um das Märchen der ‚Goldenen Gans‘ erheitert mich, feine aneinander klebende Gruppe. Die Marienkirche ist einen Einblick wert. Das Gemälde mit den Emmaus-Jüngern mit Jesus, der sehr kritisch ihrem Gespräch lauscht. – Nachmittags steigt bei mir der Aufregungspegel schon stärker an. Morgen soll es losgehen. Wie wird die Reise? Ist sie nicht viel zu lang? Doch all die Gedanken verschwinden als wir am Abend beieinander sitzen und uns austauschen. Der Schlaf ist sehr freundlich zu mir und das ist sehr gut. Nett von ihm.

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Kalte Bahnsteige, verspätete Züge – Abenteuer ÖPNV

Unser Abenteuertag startet kurz nach acht Uhr mit dem Aufstehen. Das fällt nicht ganz so leicht, wenn man zwar um sieben schon mal wach war aber wenig später in Tiefschlaf verfallen ist aus dem man zu besagter Zeit herausgerissen wird. Die letzten Reisevorbereitungen wickeln wir ab bis uns unsere Freundin abholt und zum Bahnhof transferiert. Zu unserer großen Freude steht der Zug schon bereit, wir steigen ein und erwarten, warm und trocken untergebracht, die Abfahrt. Gifhorn erreichen wir pünktlich. Der Anschlusszug hat, warum wundert mich das nicht, Verspätung. Wir warten in der Kälte auf den Triebwagen. Als er endlich eintrifft, drängen sich die Massen hinein und wir ergattern gerade noch so zwei Sitzplätze. Puh. Jetzt zuckeln wir durch die Lande, halten an jeder Mülltonne und kommen mit deutlicher Verspätung 😩 in Uelzen an. Der dortige Anschlusszug kann erst zwanzig Minuten zu spät bereitgestellt werden, unser Glück, das gleicht locker das verspätete Ankommen aus. Dafür dürfen wir auf dem eiskalten Bahnsteig hoffen und ausharren. Ständig wachsende Massen wollen mit uns in Richtung Hamburg reisen. Irgendwann rollt der schließlich der Doppelstockzug ein, ist zu unserer Freude sehr lang, doch draußen bereiten sich eine frierende Menschenmenge auf den Run auf die Sitzplätze vor. Meine Mitreisende sichert uns zwei im Obergeschoss. Mein Resümee: Der ÖPNV begeistert mich in der kalten Jahreszeit gar nicht, die Bahnsteige sind irre kalt und die Fahrt dauert insgesamt eine halbe Stunde länger. Genau die Zeit, die ich im wohlbeheizten Auto kürzer unterwegs gewesen wäre. – Mein Schwager holt uns ab, eine phantastische Kürbissuppe erwartet uns und alles ist gut. Am Nachmittag fahren wir in den Klostergarten um Weihnachtslieder zu trällern, begleitet von einem Posaunenchor. Dennoch hätte ich bitter frierend (verwöhnter Bratzen🤨) fast das Handtuch geworfen – aber ein lieber Typ hat vor Ort einen Feuerkorb professionell bestückt und entflammt. Ich dufte später zwar stark nach Rauch aber mir ist wenigstens warm – eine mehr als vertretbare Alternative 😀😇. – Der Krimi ‚Jenseits der Spree‘ spielt in der Welt der Leistungsruderer und ist ganz nett anzuschauen, allerdings muss ich erst lernen das Nuscheln der Hauptakteure zu verstehen. – Eine gute Plauderei später lassen wir uns in den Schlaf seine Arme fallen. Nach einer ausgiebigen Überlegungsphase senkt er sich gnädig auf uns nieder. Es folgt eine wunderbare Nachtruhe in fremder Umgebung. Toll.

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Vogelfürsorge und reisende Koffer

Noch einmal teilen wir füllen wir die drei Futterhäuser vollständig auf. Der Sonnenblumensack ist bereits erstaunlich leer. Die haben echt Kohldampf, diese Piepmätze! Entlang der Lounge richten wir die Kamera wieder von der Fütterungsstelle weg auf das Grundstück aus, damit man sieht wer kommt. Bei der Gelegenheit entfernen wir gleich ein wunderschönes Nest aus einem Nistkasten und drei übereinander aus einem anderen, der offensichtlich äußerst beliebt bei Vogelpaaren sein muss. Unseren dritten Kasten, einen Neubau, bestrafen die Gefiederten allerdings mit Verachtung. Sie mögen ihn leider nicht. Schade. – Nach der Mittagsruhe beginnt das Warten auf den Koffertransportdienst. Zwischen 13 und 15 Uhr soll er kommen. Der „Notdienst“ tröstet uns mit verständnisvollen Worten und tatsächlich gegen 16:15 rückt der Fahrer an. ‚Weihnachtsgeschäft‘, meint er. – Am Abend sind die Koffer in der Nähe von Bad Hersfeld. Sie sollen nach Norden, fahren aber erst einmal nach Süden. So ist das in der Logistik 🤔 – der Laie wundert sich aber der Fachmann nickt verständnisvoll. Kommen die zwei halt noch ein wenig herum in der Republik😀. – Den Abend versüßt mir der Jahresrückblick von Dieter Nuhr, echt gut der Junge. – Der Zeitpunkt für den Besuch meines Seniorenbetts ist relativ egal, wenn man sowieso frühestens zwischen zwei und drei Uhr einschläft. Dennoch fällt die Nachtruhe tief und fest genug aus. Prima.

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Ortungs-Chips einsatzbereit

Die üblichen monetären Abwicklungen stehen heute neben vielem anderen auf meinem Programm. Meine turn- und seniorenbewegte Mitbewohnerin hat dagegen völlig andere Prioritäten. So ist das eben mitunter. – Als erstes scanne ich sämtliche relevanten Rechnungen für die Krankenversicherung und überspiele sie mit Erstattungserwartung online. Die Ausfertigungen für die Beihilfe warten im Umschlag auf ihre konventionelle Beförderung. Durch meinen leider immer noch motzenden Rücken habe ich mich wohl inzwischen der Beweglichkeit von Behörden angeglichen – und das ist keine positive Entwicklung! – Nun gilt es die Kofferanhänger zu platzieren. Das geht problemlos von der Hand. Fein. – Ein AirTag scheint unauffindbar zu sein obwohl das Gefundenwerden ja eigentlich seine Existenzberechtigung begründet. Doch das Teil besinnt sich und lotst mich zuverlässig an seinen Standort. Gut gemacht, toll wenn es mehrere Suchmöglichkeiten gibt! Zur Belohnung spendiere ich eine neue Batterie und erteile den Auftrag einen Koffer auf seiner Reise zum Schiff zu begleiten. Ich bin auf die Route des Transporteurs gespannt – vorausgesetzt er holt das Gepäck auch ab. Die AirTags dürfen jetzt endlich einmal ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. – Meinen Abend gestalten YouTube und die ARD-Mediathek. Der inzwischen profitbewegte Volkswagenkonzern glänzte vor ein paar Jahren noch mit herrlich komischen Werbespots, vor allem auf dem englischsprachigen Markt – einfallsreich und herzerfrischend. Meine weihnachtliche Sentimentalität fördern ein paar Werbespots aus den vergangenen Jahren sowie zwei aktuelle. Starke, aussagekräftige, humorvolle und natürlich anrührende Werbefilmchen, nett anzusehen. – Gerade noch rechtzeitig vor dem Treffen mit meinem Seniorenbett gelingt es mir, inspiriert von meiner Gebetsliste, bei Jesus für Anliegen und Personen einzutreten, die mir wichtig sind. Wenigstens das, wenn schon die Andachten heute ‚Fehlanzeige‘ waren (genau genommen ein Armutszeugnis, seufz😢☹️). Pater Philipp geleitet mich schließlich mit seinem Abendgebet in die Nacht hinein. Leider nicht in den Schlaf, der heute offensichtlich auswärts zu stark beschäftigt ist. Seufz. Gegen fünf schaut er mal kurz vorbei, agiert aber ziemlich lustlos. Nochmal seufz.

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Packtag

Wir tun uns schwer mit dem Aufstehen aber das macht uns gar nichts aus. Es gibt solche Tage. Heute dreht sich alles um die Reise. Die Unterlagen werden geordnet, die Pässe gesichert, eine Fahrkarte schnell noch gelöst und dem Wachdienst ein weiterer Ansprechpartner genannt. Genau genommen ist es kaum zu glauben wie viel Papier für solche Projekte noch bewegt werden muss. Oder drucke ich, alter Herr, nur aus Gewohnheit so viel aus? Mag sein, jedoch gehöre ich zu einer Generation deren Computer alle Nase lang abgestürzt sind, deren mühsam erstellte Prospekte und Texte zu unpassendsten Zeiten, völlig unerwartet, aus heiterem Himmel vom virtuellen Orkus dauerhaft verschluckt wurden. Ein Blatt Papier lässt ein überraschend leerer Akku völlig kalt 😇 – bei einem Notebook oder iPad ist das völlig anders 😉☹️. – Schließlich kommt das Unausweichliche, wir müssen Koffer packen. Sehr frühzeitig, zugegeben, aber es geht nicht anders. Da werden die Sachen eben etwas länger gepresst. Es kommt jede Menge Bekleidung ins Köfferchen. Haben wir an alles gedacht? Das wird sich wohl erst während der Reise herausstellen 😉😀. – Die Abendandacht dreht sich um Josef und seine Brüder, immer wieder ein hochlehrreiches Thema. – Zur Entspannung begleite ich am Abend Santa Claus auf Brautschau, ein herrlich einfältiger Weihnachtsmannfilm: Verstand: off, Emotionen: on, Logik: Abstellgleis und genießen. Das Kind im Manne jubelt vor sich hin😇. – Mitten in der Nacht überkommt es mich und ich bereite meinen Beihilfeantrag vor, kopiere, sortiere und erstelle das Formular. Die Summe der Gesundheitsausgaben in einem Jahr, besonders bei einem Rücken im Rebellenstatus, überrascht mich außerordentlich. – So wird es wirklich spät und der Schlaf holpert mit mir durch die Nacht. Eher nicht toll.

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Tourentag

Ein Blick auf die Uhr: kurz nach sieben. Wunderbar, dann kann ich ja noch mauscheln. Ein zweiter Blick, wenig später: acht Uhr zweiundvierzig. Ab neun will unser Bewachungsspezialist vorbeischauen. Raus aus den Federn, Katzenwäsche, anziehen und in Bereitschaft auf seine Ankunft harren. Er erhält einen Hausschlüssel, ein paar Regularien sind abzusprechen und im Urlaub wird er permanent ein Auge auf unser Haus samt Alarmanlage haben. Gut zu wissen, wenn auch der wahre Schutz in Gottes Händen bestens ruht. – Kaum lehne ich mich geruhsam zurück meldet ein Freund unerwarteten Chauffeursbedarf an. Kein Problem. Eine gute Stunde später halten wir dann Andacht, ich turne ein bisschen auf der Matte herum und höre dabei einem historischen Vortrag über unsere katholischen Geschwister zu. Am Nachmittag führt uns eine weitere Tour zum Physiotherapeuten um eine gestempelte Kopie seiner Rechnung zu erbitten. Nach einem Umweg über Bahrdorf steuern wir zwei Läden an, halten schließlich bei unserer Postagentur und sind dann endlich wieder daheim. Inzwischen hat Tiger einen kräftigen Stromhunger entwickelt, den es zu stillen gilt. – Abends sehe ich voller Erstaunen eine mir unbekannte Barnaby-Folge über den Bildschirm flimmern. Ist das wirklich wahr? Die zweite ist mir dann doch wieder bekannt. Es wird spät, der Schlaf lässt sich Zeit, kommt dann aber recht ordentlich zum Zuge. Nicht schlecht.

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Ermahnungserlahmung

Trotz Müdigkeit verlasse ich relativ früh (für meine Verhältnisse) die Federn und mache mich fit für den Sonntag. Nun noch frühstücken und ab geht es zu unserer Gemeinde. Der Gottesdienst ist ansprechend gestaltet, die Predigt inhaltsreich und die Plaudereien nach dem Segen wechselhaft anregend. So soll es sein. – Dem Lunch folgt eine ausgiebige Mittagsruhe sowie ein besinnlicher Nachmittag. Endlich mal eine echte Lehrpredigt aus Bremen, das gefällt mir ausnehmend gut. So inhaltsreich die Predigten sonst auch immer sind nervt es doch, wenn zum X-ten Mal dazu aufgefordert wird den Nachbarn gefälligst ein Bekehrungsgespräch aufzudrängen, wenn auch in netter Form. Wer es nach der zehnten Ermahnung nicht getan hat, wird seine Gründe haben, da bringt eine elfte, zwölfte, zweiundzwanzigste … auch nichts mehr. Aber dieselben gehören nun einmal zum urpietistischen Inhalt, sie müssen wohl sein. Dann ist das so und ändert nichts daran, dass ich seine Predigten gern mit großer Freude höre und dabei viel lerne. Gut, dass es ‚Olli‘ gibt. – Der Münster-Tatort ist nicht schlecht gemacht, der Plot wie üblich etwas weit hergeholt, die Dialoge kommen zuhörenswert daher, nur der Schluss hätte durchaus ein klein wenig einfallsreicher ausfallen können. Den restlichen Abend verbringe ich lesenderweise. Es wird spät. Der Schlaf mault rum, agiert lahm und oberflächlich – ist wohl nicht gut drauf der Gute. Oder fährt ihm der recht spät genossene Ostfriesentee in die Parade? Wer weiß das schon?

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Vorfreude

Wie kann man nur nach einer ziemlich tiefen und intensiven Nachtruhe so zerschlagen und übermüdet aufwachen? Keine Ahnung wie ich das hinbekommen habe. Nur langsam finde ich mich in den Tag hinein. Eine Außenkamera fordert neuen Saft ein und so geht es raus in die Kälte. Ich erinnere mich an eine Szene vor etlichen Jahrzehnten: im Hochsommer waren wir zu Besuch bei Verwandten, schauten bei ihren sehr alt gewordenen Eltern vorbei und beide saßen bei strahlendem Sonnenschein in Wintermänteln auf einer Bank, während wir vor Hitze fast vergingen. Bin ich auch bereits auf diesem Weg – es scheint fast so. Egal, ich schraube die Kamera ab, nehme sie mit ins Warme und schließe sie am Ladegerät an. Jetzt nur noch warten und alles retour. – Neue Updates für iPad & Co. warten auf ihre Installation, die wieder einmal völlig unproblematisch vonstatten geht. Es gibt mancherlei Neuerungen – leider keine für mich nützliche. Dann ist das so. – Die Vorfreude auf unsere Reise nimmt zu, ich wärme sie über das „natürliche“ Wachstum hinaus noch ein wenig auf mit gezielt gewählten Videos über unser Kähnchen samt aktuellem Programm und heutiger Speisekarte 😉. Da wartet was Gutes auf uns! Hoffentlich bleibe ich gelassen, denn beim Einschiffen war ich bisher ein extrem nervöses Handtuch. Seufz. – Das Kaminfeuer ziert sich anfangs ziemlich stark, entwickelt dann aber schöne Flammen und angenehme Wärme bei ein bisschen müffelndem Verbreunnungsmief. Kein Feuer ohne Rauch. Der Schlaf gibt sich durchwachsen.

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