Nur die Ruhe – eile mit Weile

Die Autowerkstatt verkauft Gutscheine. Das klingt beim ersten Hören seltsam, doch wer nachfragt lernt, dass man für 50 Euro Cash 75 Euro als Gutschein erhält, bei 100 Euro Cash sogar 150 Mäuse für Service und dergleichen. Nette geldbeutelschonende Aktion, die meine finanziell aufmerksame Automitleaserin sehr gerne wahrnimmt, was mir natürlich gefällt. Ich, armer Wicht, schließe nach der Morgenroutine einschließlich turnerischen Verrenkungen unsere Ablage ab und suche alle gesundheitsrelevanten Rechnungen zwecks Erstattung wieder heraus. Welche davon die Versicherung und die Beihilfe in welcher Höhe jeweils übernehmen wird, steht in den unendlich detaillierten Gesetzen und Verordnungen bzw. den Versicherungsbedingungen. Ich lasse es auf mich zukommen und bin gespannt auf das monetär wirksame Ergebnis. Die Versicherung wird schnell überweisen und die Beihilfestelle irgendwann wenn das neue Jahr schon erste Alterungserscheinungen zeigt😉, vermute ich😀. – Am Nachmittag besuchen wir Schwester und Schwager und reisen auf Umwegen an, denn die Hauptstrecke ist seit Monaten gesperrt. Die Zeit, die das Straßenbauamt für eine kurze Wegstrecke benötigt würde in China für den Bau einer mehrspurigen Stadtautobahn reichen. So sind unsere deutschen Behörden eben: gut Ding will Weile haben. Sehr viel Weile 😩. Außerdem unterscheidet sich die Eile von der Weile nur durch einen einzigen Buchstaben. – Freude macht dagegen die fortschreitende Genesung meines Schwagers und das freundliche Miteinander bei Kaffee und Kuchenkeksen. – Im Dunkeln geht es durch die waldgesäumten Ausweichstrecken heimwärts – dankenswerterweise begegnen wir weder Hirsch noch Reh noch Wildschwein. – Einem gemütlichen Abend am Kamin folgt eine relativ tiefe, traumreiche Nachtruhe samt den üblichen Unterbrechungen. Dann ist das so.

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Schmerzhafte Therapie und ein bockiger Hefter

Ein Physiotherapietag nimmt seinen Lauf. Heute lerne ich den Bumerang kennen. Ein nicht gerade freudenreiches Instrument, das mich fast von der Liege reißt. Wow, ist das erfrischend, wenn der Schmerz nachlässt und, wow, da kommt schon wieder der nächste. Aber es soll helfen, leider nicht stante pede. Abwarten ist angesagt. Heute empfange ich meine letzte Anwendung und eine fette (aber angemessene) Rechnung als Dreingabe. Ob Beihilfe und/oder Krankenversicherung mir eine Erstattung zugestehen – keine Ahnung. Abwarten und sich überraschen lassen🤔. – Die Mittagspause entfällt diesmal, denn ein Freund erwartet meine Chauffeursdienste zu seiner Therapie. Irgendwie hat es was für sich, wenn man draußen sitzt und nicht drinnen malträtiert wird 😀😇. – Wieder zu Hause verlangt die Ablage ihr Recht und so komme ich dieser unerquicklichen Aufgabe nach. Zwischendurch verschießt die Heftzange ihre letzte Klammer und lehnt konsequent jegliche Nachmunitionierung ab. Ob sie nur mit Spezialklammern arbeitswillig ist? Okay, Versuch macht kluch, dann komme ich eben ihren Exklusivwünschen in der Hoffnung auf Akzeptanz ihrer maßgepressten Utensilien nach. Wehe nicht! – Am Abend trifft sich unser Rotweinhauskreis, der für mich heute völlig alkoholfrei bleibt. Das muss auch mal sein. Unseren gewählten Text aus dem Jesajabuch kann ich einfach nicht in den Gesamtzusammenhang einordnen bis mir unser Experte die Augen öffnet. So ist das also 😀! Aber dazu ist ja ein Hauskreis da, um gemeinsam Klarheit zu schaffen oder zu gewinnen – je nachdem. Danke. Im Plauderteil wird es wieder spät und so führt mein Pfad, zu Hause angekommen, angemessen schnell ins Seniorenbett. Der Schlaf macht einen tollen Job. Sollte das zur Gewohnheit werden? Wäre echt klasse!

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Ablage und Enten

Der Morgenroutine folgt die Ablage und selbige beschäftigt mich bis in den frühen Abend. Ich mag sie nicht, lasse Rechnungen & Co im Ablagefach so lange wie irgend vertretbar liegen und wundere mich dann über das Volumen. Vermutlich würde ich sie sogar noch viel länger vor sich hin rotten lassen, wenn nicht innerhalb eines Jahres die Rechnungen von Ärzten, Apotheken usw. zwecks Erstattung einzureichen wären. Der drohende Terminablauf bringt mich dann allerspätestens auf Trab. – Am frühen Abend begeben wir uns mit Freunden zum Hackepeter um ‚Ente satt‘ zu genießen. Zum Glück haben wir einen Tisch reserviert, denn der Laden ist gerammelt voll. Das erklärt sich leicht durch die Qualität der servierten Entenschenkel- und -brüste samt Rotkohl, Kroketten, Kartoffelklößen und Sauce. Ach, die schmackhafte Vorsuppe sollte ich wohl keinesfalls vergessen. Schwer genudelt verlassen wir zwei Stunden später die Lokalität. Eine wunderbare Idee hat sich, Simsalabim, in ein wohlschmeckendes Menü verwandelt. Zauberei ist es dennoch nicht, schon eher eine wirkungsvolle Girokontenplünderung. – Daheim hilft Hochprozentiges bei der Verdauung – ob in echt oder in Einbildung ist mir dabei Wurscht – Hauptsache es (was und wie auch immer) bewirkt Erleichterung beim körperinternen Verwertungsprozess 😀😉. Auf seltsame Weise wird es plötzlich doch wieder spät aber der Schlaf ist voll bei der Sache. Klasse.

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Ablagestart und ein Beziehungsfinale

Die Dusche schafft es tatsächlich den letzten Schlaf aus meinem schlaffen Körper zu vertreiben. Heute bin ich dran, Johann wartet schon auf mich und plant eine ebenso hilfreiche wie quälende Attacke auf den Schmerzpunkt im unteren Rücken. Die anstrengende Session eines Delfins (sieht aus wie ein Schuhlöffel) mit besagtem Körperteil zaubert mittlere Verzerrungen auf mein Antlitz, die glücklicherweise unsichtbar bleiben, weil mein Gesicht sich leicht krampfhaft auf das Guckloch des Behandlungstisches presst. Tolles Gefühl wenn der Schmerz nachlässt. Aber auch das geht vorüber. Heute sehne ich mich förmlich nach meinem Mittagsschlaf. Puh. – Am Nachmittag setze ich die Qual fort indem ich mir die Ablage antue. So eine Mistjob geht immer mit dem Sortieren los bis die einen Blätter wohlsortiert im Ablagekorb landen, weitere im Schredder und die übrigen in diversen nur für Spezialfälle reservierte Ordner verschwinden. Gegen Abend muss ich mich der Tatsache stellen, dass auch morgen und evtl. übermorgen Ablagefüllsel meiner harren. Seufz. – Gerade noch rechtzeitig finde ich den Absprung zu Bibel und Brot in meiner Gemeinde. Angesichts der Adventszeit ist das Brot durch Kuchen ersetzt und das ansonsten übliche Wasser durch Tee. Ein wenig Sodbrennen untermalt mir später diese festbedingte Korrektur. Der Austausch ist lebhaft, erkenntnisreich und vielfältig. Was will man mehr? – Wieder daheim gedenken wir unseres ersten gemeinsamen Treffens vor 46 Jahren. Damals war ich noch arg jung und frisch. That’s live. Isso. – Ein Verwandter stimmt uns sehr traurig mit der Info über die Auflösung seiner Verlobung. Dabei haben die zwei so gut zusammen gepasst. Aber offensichtlich wohl doch nicht. Schade. Seufz. Es wird normal spät und der Schlaf beschenkt uns mit Tiefe und Feste allerdings zu seiner Zeit. Dann ist das so.

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Diktatorsturz, Schleusentorcrash und der Tod eines Preppers

Mit einem herzhaften Frühstück verabschieden wir uns von unserem Gast, der uns jederzeit herzlich willkommen ist. – Gegen Mittag spiele ich Chauffeur für einen Freund, der nach einer OP zur Physiotherapie muss. Das ist für mich ein feiner Job, so schön durch die Gegend zu juckeln und während der Wartezeit zu lesen oder zu surfen (im Internet natürlich 😀). – Nach der Mittagspause stimme ich mich ein wenig auf die anstehende Reise ein sowie auf die hoffentlich in deutlich höheren Regionen angesiedelten Außentemperaturen. Das wird gemütlich. – Meine Abendandacht im Salon intensiviert viel stärker als ich dachte die gefühlte Nähe zu Gott wie auch meine höchsteigene Gebetsstimmung. Das ist schwer zu beschreiben aber deutlich zu spüren. Faszinierend. – In den Abendnachrichten beschäftigt mich die Lage in Syrien, ich würde den Menschen dort, wie auch den Flüchtlingen hier, wünschen, dass sich eine menschenfreundlichere Regierung etabliert und nicht etwa „der Regen durch die Traufe“ ersetzt wird. – Weiterhin packt es mich, dass die Zufahrt zur Mosel durch ein demoliertes Schleusentor für Monate nicht mehr möglich sein wird. Dorthin sollte unsere ursprünglich geplante Reise gehen – danke lieber HERR, dass wir umbuchen konnten und es taten. – Den Abend schließt der gute neue Barnaby ab mit einem Fall im Esoterik-Milieu und einem weiteren im Prepper-Umfeld – ein Weltvernichtungsangstfreak findet sein unnatürliches Ende just in dem Bunker, den er für seine Rettung gebuddelt hatte. Ideenreiche Drehbuchautoren, eben. Es wird normal spät aber die Nachtruhe macht sich rar. Seufz.

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Zweimal gut gleich perfekt?

Ein gemütliches Frühstück mit unserem Gast stellt sich, wie erwartet, als wunderschöner Tagesbeginn heraus. Danach geht es zum Gottesdienst in unsere Gemeinde. Die Predigt über einen Text im Jesaja-Buch ist gut gelungen, ansprechend und Mut machend – wenn Jesus als der, der alles in uns bewirkt noch stärker betont worden wäre, wäre ich möglicherweise hellauf begeistert gewesen. Doch das ist nur eine kleine Kritik, denn am Nachmittag hören wir die Predigt aus Bremen zu demselben Text und dort war mir wiederum der Part unterbetont, der in unserer Gemeinde im Mittelpunkt stand. Beides war eine gute Wortverkündigung, nur ein Mix aus beidem wäre fast zu perfekt gewesen🤔😉😀. – Daheim schreien sowohl Foxi als auch Tiger nach Strom und bekommen ihn mangels ausreichender Sonnenkraft aus der Leitung. In der Karibik wäre das anders gewesen. Seufz. – Den Tag krönt das alljährliche Adventskonzert aus der Frauenkirche in Dresden. Zwar ist für mich Gesang den ich nicht verstehen kann schwer zu verarbeiten aber immerhin klingen selbst diese Musikstücke wunderschön. Echte Musikkenner würden den Text im Kopf haben und so problemlos den sich in enorme Höhe schwingenden Tönen folgen können. Bewundernswert. Übrigens, nebenbei bemerkt, war die Idee die Frauenkirche nach der Wiedervereinigung wieder aufzubauen einfach nur genial. – Erneut folgt bei mir ein feiner fernsehfreier Abend. Es wird, was ich ja eigentlich ändern wollte, wieder sehr spät. Ob der Schlaf deswegen knatschig ist? Möglicherweise.

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Alter empfängt Zeichen der Hoffnung

Ein altersgerechter 😀 Tag beginnt und wir sind irgendwie aktiv. Ich lerne wie ich meinem künftigen Reiseveranstalter meine neuen Kreditkartendaten per Internet übermitteln und „scharf schalten“ kann. Mir wird dabei deutlich, dass ich das Sicherheitsverfahren der Kreditkarte – nach etlichen Fehlversuchen in der Vergangenheit – inzwischen zu beherrschen scheine. Ein ganz klein wenig lernfähig bin ich also doch noch. Das vermittelt Hoffnung 😀! – Ein paar Rechnungen kann ich inzwischen per Bankingprogramm mit dem mühsam aktivierten neuen Bankzugang ebenfalls auf den Weg bringen. Möglicherweise bin ich doch noch nicht so alt, wie ich mich mitunter fühle. Feine Sache. – Dann treffen sogar die bestellten Elemente ein mit denen ich meine Deko-Idee mit einer Lichterkette realisieren kann. Das Ergebnis kann sich sogar sehen lassen. Solche Tage muss es halt auch mal geben 😀. Zum guten Tagesausklang lese ich nun noch einen wunderbar kitschigen Roman mit saftigem Happy-End. So soll es sein im unechten Leben 😉😀😇. Heute lasse ich es mal spät werden, das ist dran – warum auch immer! Der Schlaf gibt sich moderat zufriedenstellend.

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Saugen und feiern

Früh genug raus aus den Federn, Morgentoilette, Frühstück, Andacht und ab in meine Gemeinde. Saugen ist wieder mal angesagt. Dabei höre ich einen Vortrag mit Spekulationen über den Zeitpunkt gleich nach dem Sterben und danach eine Auslegung von Sacharja. Die Zeit vergeht schnell dennoch ist meine, diesmal wetterbedingt eher kaufunlustige, Stadtbummlerin recht früh wieder zurück. Macht aber nichts. Ziemlich geschafft (alles schlaff oder was?) sinke ich nach dem Lunch ins Seniorenbett und verlasse es nach viel zu langer Zeit zum Duschen. So ein völlig ungewohnter Nachmittagsschauer tut erstaunlich gut. Frisch und motiviert räume ich unser Büro ein klein wenig auf und mittendrin platzt unsere Post ins Haus. Der Eindruck verstärkt sich, dass wir neuerdings immer die gesammelte Post mehrerer Tage erhalten – heute bricht nach tagelanger Ebbe eine mächtige Briefflut über uns herein. Faszinierend. Die von mir heruntergeladenen und ausgedruckten Reiseunterlagen kommen heute sogar „noch einmal“ per Post. Ja, mancher Aufwand stellt sich im Leben als unnötig heraus 😇. – Unser avisierter Besuch trifft dagegen superpünktlich ein. Wir plaudern nur ein wenig, denn schon wartet eine besondere Feier auf uns. So ganz pünktlich sind wir nicht, dennoch werden wir freundlichst begrüßt und so bewirtet wie ich es gern mag. Es gibt nämlich dreierlei Suppen – perfekt für einen Suppenfreak wie mich. Mehr will und brauche ich gar nicht. Klasse! Der Wein mundet exzellent und unsere Gespräche laufen wie von selbst. Da die Fete früh startete, sind wir wiederum recht früh zu Hause – einfach altersgerecht wohltuend 😉😇. Perfekt. Noch ein bisschen entspannen, gar nicht mal so spät ins Bett und der Schlaf macht, wenn auch unterbrechungsreich, einen guten Job. 😉.

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