Kreuzfahrt in der Rückschau

Wir haben heute keinerlei Termine. Das ist sehr gut und so stürze ich mich auf die gesammelten Fotos und erstelle eine Motivliste. Die Google-Fotosuche hilft mir beim Identifizieren unbekannter Objekte in allerbester Weise. Dabei fällt mir manches von den Bemerkungen der Guides wieder ein und vielerlei Neues lerne ich von Onkel Google und Tante Wikipedia. Erstaunlich was wir da alles gesehen haben, phantastisch welche Geschichten sich hinter den Motiven verbergen! Wenn nur mein Erinnerungsvermögen besser wäre! Seufz. Immerhin habe ich gegen Abend die Liste fertig und somit Anhaltspunkte zu jedem Foto. Lissabon – Lanzarote – Teneriffa – São Vicente – Santiago – Brasilien mit Recife – Maceió – Salvador – Ilheus – Búzios und Rio de Janeiro – welch eine Kreuzfahrt! Wir haben viel gesehen. Stark! – Und das alles schauen wir uns heute am Abend bei einem Glas Scheurebe gemeinsam auf der Großleinwand an. Wir lassen die Kreuzfahrt sozusagen Revue passieren. Da kommen die fast noch frischen Erinnerungen wieder an die Oberfläche zurück. Wir sind begeistert! Es wird natürlich spät und wir lassen sämtliche Hochgefühle in und an uns wirken. Perfekt.

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Lernfähig bleiben

Meine Allerliebste hat heute ihre Sportstunde. Viel Vergnügen. Ich schlafe etwas länger und bin gerade mit meiner Routine durch als sie schon wieder zurückkommt. Wir absolvieren unsere Morgenandacht gegen Mittag und noch während des Mittagsschlafs verlässt meine hochaktive Dame mich für den Seniorenkreis. Derweil kümmere ich mich weiter um die Fotos, genieße nebenbei den neu gelieferten Ostfriesentee und kann die Sammlung schließlich mit Rio de Janeiro abschließen. Es kommen trotz engster Auswahl dann doch sehr viele Bilder zusammen – für Dritte ein paar zu viel aber für uns genau richtig. Beim Betrachten fällt mir auf, dass ich ein großen Manko bei der Motiverkennung habe – was war das doch gleich? Da sollte ich wohl noch ein wenig recherchieren. – Abends ermittelt die Soko Wismar und wegen der viel zu langen Bastelei an der Präsentation „muss“ ich die Abendandacht ausfallen lassen. In der Nacht erkenne ich meine Dummheit: Was setze ich eigentlich für Prioritäten? Fernsehgucken kann man heutzutage hin und her verschieben, zu fast jeder Zeit anschauen, mal ganz abgesehen vom gesendeten Einheitsbrei – bei der Andacht hat sich dagegen eine feste Routine als bestes Mittel gegen meine „Schlurigkeit“🤔😉😇 erwiesen. Das sollte ich mir „hinter die Ohren schreiben“. Man lernt halt nie aus.

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Fotos, Fotos, Fotos

Heute und die nächsten Tage werde ich mich um die Fotos unserer Reise kümmern. Es gibt drei Quellen, unsere beiden Smartphones und meine Digitalkamera, die mit ihren tollen Zoommöglichkeiten neue Perspektiven eröffnete. Als Präsentation wird die Sammlung kaum genutzt werden aber als Erinnerung für uns ist sie enorm wichtig. So nehme ich Fotos aus der „Statussammlung“ als Grundlage, erstelle daraus automatisch eine Präsentation und dann beginnt die echte Arbeit. Vorhandene Bilder werden bearbeitet oder durch andere, bessere, ersetzt. Das alles benötigt viel Zeit und Geduld, dennoch sind die bereits im Status geposteten Fotos eine sehr gute Grundlage. Natürlich beschäftige ich mich nicht den ganzen Tag damit, Pausen sind wichtig und allerlei Kleinkram muss natürlich nebenbei auch noch erledigt werden. Aber es geht dennoch gut voran. Der Abend gestaltet sich wie immer, da bin ich in meiner geliebten und geübten Routine fest verhaftet. Der Schlaf kommt wie üblich spät und dauert lang.

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Plauderstunde

Ich denke an unsere Reise zurück, will ein paar Fotos ordnen und gebe gleich wieder auf: Die will ja sowieso keiner sehen, warum also die Mühe? Andererseits habe ich gern so einen Rückblick später irgendwann einmal zur Verfügung. Ich muss das noch mal sacken lassen. – Am Nachmittag treffe ich mich mit zwei Freunden. Es ist ein lockerer Gedankenaustausch zu vielen unterschiedlichen Themen und ich freue mich mal meinem kleinen Geist ein wenig Ausgang zu gewähren 😉😇. Aus einer Stunde werden so plötzlich drei. Meine Zeit, ich wundere mich über mein Plauderbedürfnis – bin ich das wirklich? – Den Abend verbringe ich mit Barnaby und zwei urururalten Fällen. Man, war der einmal jung – und seine Frau ist ja kaum wiederzuerkennen. Mitunter hat diese Endlos-Barnaby-Schleife bei ZDFneo schon etwas Gutes. Da kann so entspannt abschalten vom Parteiengezänk um Einwanderung und Ausweisung. Ja, es ist ein Gezänk, ein echter Meinungsaustausch würde sich völlig anders gestalten. Es wird natürlich wieder spät, der Schlaf kommt spät und so wird die Nacht lang. Nun ja.

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Gottesdienst, Konzert und Barnaby

Wir schaffen es problemlos zum Gottesdienst in unserer Gemeinde. Es tut gut nach so langer Reise mal wieder daheim zu sein und gute Freunde und Bekannte zu treffen. Die Predigt ist ansprechend und interpretiert Jesu Treffen mit der Frau am Jakobsbrunnen. Erstaunlicherweise kommen wir unerwartet früh nach Hause obwohl wir mancherlei Plaudereien absolvierten – mal so, mal so. – Zu meiner Rückenstärkung komme ich erst am Nachmittag und gleich danach geht es zum Konzert nach Weyhausen. Dort wird anderthalb Stunden lang musiziert. Es war trotz harter Bänke sehr schön und hat mich sehr erfreut. Die Kälte draußen treibt mich von irgendwelchen Gesprächen mit Freunden schnell weg und hin zum beheizbaren fahrbaren Untersatz. – Daheim lese ich, youtube ein wenig und finde schließlich in der Mediathek einen mir noch unbekannten Barnaby. Ein Mörder, der von einer Mutter angestiftet wird den Freund ihrer Tochter umzulegen, beim ersten Versuch den falschen Mann killt aber den zweiten dann „erfolgreich“ beendet. Die Anstifterin wird schließlich selbst aktiv und erwürgt eine Mitwisserin bis sie schließlich vom guten Barny überführt wird. Zur Ablenkung spielt ein Hundefänger in die Ermittlungen hinein, der die erbeuteten Vierbeiner wieder verhökert. Kuriose Story aber typisch für diese Serie. Ich mag diese britische Krimikunst. Es wird nur normal spät und der Schlaf kommt normal langsam. Wie es halt so ist.

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Frühschoppen im Autohaus

Heute geht es zu Skoda. Der Händler hat zu einer „Party“ geladen und wir kommen gern. Bei Spanferkel, Chili con Carne, Salat und Kuchen können wir uns die neuesten Modelle anschauen. Sogar der neue Skoda Elroq ist zu bestaunen. Klasse Auto – ich liebe den elektrischen Antrieb und dieses Fahrzeug ist wirklich gut gelungen. Der Enyaq ist ähnlich aber mir von der Optik etwas zu monströs, trotzdem eine bemerkenswert gelungene Konstruktion, allein der Bug kommt etwas barbarisch daher. Das hat sich jedoch, wie ich weiß, beim Nachfolgemodell deutlich verbessert. Prima Entwicklung. Es ist viel los aber ich sehe, was ich sehen will und die Verköstigung ist qualitativ bestens. – Gegen Abend versuche ich etwas über die Ebay-Kleinanzeigen zu kaufen und per Paypal zu bezahlen aber das entpuppt sich als Desaster. Das startet schon damit, dass ich einen Fehler beim Adressaten mache, dass dann der Verkäufer die Paypalabzüge beim Verkauf umgehen will und eine Privatüberweisung wünscht, die ich aber online nicht entdecke. Man lernt halt nie aus. – Ansonsten geht der Abend seinen guten Lauf, es wird natürlich wieder spät und der Schlaf lässt sich Zeit. Dann ist das so.

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Dunkler Rum

Ein ziemlich vertrödelter Tag liegt vor mir. Hier ein wenig räumen, dort ein bisschen träumen, YouTube und streamen, lesen und vieles Unnützes mehr. Natürlich die Andachten, die Rückenübungen und dazu noch posten – doch wo bleibt die zupackende, schaffende, alles verändernde Tätigkeit? Nichts davon in Sicht. Seufz. Und an wem liegt es? Natürlich an mir selbst und das macht es nicht leichter. Raffe dich auf du schwacher Geist, rufe ich mir zu – und höre weg. – Abends wirbelt die Chefin herum, gleichzeitig Pater Brown und ein Dorfpolizist – drei Filme gleichzeitig zu schauen bringt leicht in Verwirrung 😉🤔. Immerhin wartet demnächst meine Umsatzsteuererklärung auf mich, die Einkommenssteuer will auch bald berechnet werden und der Abschluss aller Steuerangelegenheiten meiner Mum steht ebenfalls ins Haus. „Dunkler Rum im verbeulten Kanister und die Kinder nennen mich Mister … und ich hab‘ noch für jedes ’ne Mark in der Hand wie der Ribbeck von Ribbeck im Südseeeiland …“, guter alter Reinhard Mey, das wär’s doch …

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Mordtat, Reaktionen und Barmherzigkeit

Jetzt liegt die Kreuzfahrt schon wieder eine Woche zurück. Die Geschwindigkeit unserer Reise durch die Zeit nimmt stetig zu, finde ich. Außerdem kämpfe ich gegen die Pensionistenlethargie an, die mich lähmen will. – Heute vernehme ich das Statement von Friedrich Merz zu den Grausamkeiten in Aschaffenburg. Er scheint ja wirklich ernsthaft handeln zu wollen. Da bin ja mal auf die Reaktionen der anderen Parteien gespannt und rechne mit einem „Das-geht-ja-gar-nicht-wischiwaschi-Statement“: Die Gesetze, die Verfassung, die EU – uns sind die Hände gebunden, wir müssen das hinnehmen (natürlich nicht so direkt, sondern die Worte diese Aussage werden zweifellos in großartiger Schwafelei im Phrasennebel stark verschleiernd angedeutet 😠🤔☹️. Kenne ich schon, bewirkt nichts außer Frust bis zum nächsten Anschlag. – Abends ist Hauskreis. Passend zum Thema geht es um Barmherzigkeit. Natürlich diskutieren wir nicht über die Mordtat aber im Nachhinein frage ich mich schon: Barmherzigkeit mit den Opfern, mit deren Angehörigen oder gar mit dem Täter? Bedeutet Barmherzigkeit mit den Angehörigen nicht zwangsläufig Unbarmherzigkeit mit dem Täter? Philosophische Endlosdiskussionen könnten sich ergeben, gut dass wir nicht auf diesen Zusammenhang gekommen sind 😇. Es wird wieder spät, doch zu Hause setze ich noch eins drauf: es wir urspät für mich. War mal wieder dran. Dafür macht der Schlaf einen guten Job. Gute Nacht!

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