Mit Parzany Wäsche ordnen

Die nächsten Maschinen waschen und trocknen munter vor sich hin, leider nicht ganz mit dem Strom vom Dach aber es ist dennoch okay. – Derweil übt sich mein Wallboxhändler im ‚Schwarze-Peter-Spiel‘ in der Handelsvariante: „Wenn der E-Up lädt, muss der ID defekt sein. Wir sind nicht schuld.“ Bleibt mir vom Acker mit diesen Fisimatenten. – Heute heißt es wieder einkaufen. Ich mache mir einen virtuellen Zettel und begebe mich mit Foxi zu Edeka. Die Sucherei nervt nur minimal während der Einkaufswagen sich füllt. Auf die Eier verzichte ich kurz vor der Kasse großzügig, denn ansonsten hätte ich zurück auf ‚Start‘ gemusst. Dann eben nicht. Der Bäcker verleitet mich zum Kuchenkauf mit spürbaren kilogrammartigen Folgen. Toll ist das Salatangebot und ich freue mich auf die bunte Mischung in meiner Schale. Daheim ist inzwischen die zweite Weißwäsche fertig und harrt auf das Zusammenlegen. Nach dem Salatlunch geht es los. Die erschreckend große Menge an „Kleinteilen“ fordert mich heraus. Dabei höre ich Ulrich Parzany zu, so wird selbst diese profane Beschäftigung echt spannend und geht fix von der Hand. Ich lerne dabei, dass Gesellschaften, die Gottes Wort zur Seite stellen und durch ihre menschlichen Meinungen ersetzen, sich nicht wundern müssen, wenn es mittelfristig bergab geht. ‚An Gottes Segen ist alles gelegen‘, sagt ein Sprichwort aus alter Zeit und das ist nach wie vor wahr. Wenn Gott seinen Segen zurückzieht, wird es dunkel im Herzen von uns Menschen und im Miteinander. – In der Mediathek entdecke ich „Beyond Paradise“ eine niedliche Krimiserie, wie ich sie mag: ein etwas schusseliger, manchmal leicht entrückt wirkender Kommissar löst in der englischen Provinz äußerst komplizierte Kriminalfälle. Nice to see. So kann man auch seine Zeit vertrödeln. Es wird spät und der Schlaf kommt bald.

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Eigensinnige Wallbox

Alleinsein ist nicht gut für mein Gewicht, das stellt sich immer deutlicher heraus. Meine Neigung zu ungesunder Kost bricht sich offensichtlich weiter Bahn. Das ist gar nicht gut. Zwar halte ich ein kärgliches Frühstück bei (Knäckebrot belegfrei und Kaffee) aber die Käsespätzle aus der Tüte zum Lunch setzen durchaus einen Kontrapunkt. – Meine Ladeerlebnisse mit der neuen Wallbox sind nicht sehr ermutigend. Ich starte einen neuen Versuch mit dem E-Up und bei ihm funktioniert alles tadellos. Seltsam. – Eine Waschmaschine ist fix aufgesetzt und rappelt vor sich hin. Am späten Nachmittag darf dann der Trockner ran und beide machen ihre Sache wie erwartet gut. Soll ich fix die fertige Wäsche sortieren? Nö, mich stört sie nicht und ich kann die zweite und dritte Maschine abwarten, denn dann lohnt sich der Aufwand erst richtig 😉😇🤔. Für Faulheit findet sich immer wieder eine Rechtfertigung. So bin ich Mensch eben 😢. Nach der Abendandacht und der „Heute-Sendung“ folgt irgendwann der gute, alte, bekannte Barnaby. Ich halte anderthalb Folgen durch, dann ist es gut. Jetzt noch lesen und selbstverständlich arg spät ins Bett. Der Schlaf agiert überraschend gut. Nett von ihm.

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Chaos ordnen

In meiner Gemeinde findet heute kein Gottesdienst statt und ein Ausflug ins weit entfernte Verbandszentrum passt mir derzeit nicht in den Kram. Also bleibe ich daheim und schaue mir, etwas verspätet (alte Schlafmütze 😇) einen Godi aus Bremen an, übrigens mit einer exzellenten Predigt. Die Sonntagsruhe dehne ich ein ganz klein bisschen aus, ordne das Chaos, leere die Koffer, krame herum und säubere die Küche ansatzweise 😀. Strohwitwer allein daheim, halt 😉. Ich hole eine Psalmlesung nach, bringe mancherlei Anliegen vor Gott ins Gebet und bin durch und durch dankbar für alle Bewahrung im Urlaub, in der engen Tiefgarage und auf den Fahrten. In der kurzen Zeit hat sich, trotz vieler Lauferei, mein Lebendgewicht um zwei Kilo erhöht. Merde, alter Genießer. – Der Tatort am Abend reißt mich nicht vom Hocker, eher noch zum Wegzappen. Aber wohin? Nun ja, dann schaue ich eben ein paar blöde Videos an und lese einen schlappen Krimi. Es wird spät, wieder einmal. Der Schlaf gibt sich moderat – was auch immer das heißen mag.

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Resümee der Reise

Seltsam, in manche Orte verliebt man sich sofort, gegen andere, objektiv betrachtet recht ähnliche, bauen sich ruckzuck Antipathien auf. Liegt es am Wetter, an persönlichen Kontakten oder einer negativen Grundstimmung, oder gar tatsächlich an nachvollziehbaren Fakten? Keine Ahnung aber ich weiß, dass ich mich in das kleine, feine, niedliche Boltenhagen sofort verguckt habe. Hier protzt man nicht rum, die Bebauung im Zentrum ist sehenswert, Geschäfte und Restaurants sind einladend und die Preise für einen Urlaubsort völlig okay. Man geht durch einen feinen, gut gepflegten Kurpark zur Seebrücke, passiert den Dünenweg, der in Dünengraswipfelhöhe in angemessenem Abstand den Strand begleitet, und steht in einem Rondell, okay, nicht rund, eher quadratisch😉😇, mit rundum wunderbar schlichten, bequemen Bankflächen. Geradeaus ragt die Seebrücke weit in die Ostsee, rechts führt eine Treppe zum Strand und links zur Strandbar. Die Bar entpuppt sich als kleines, feines Restaurant mit preislich passablen Angeboten, superleckeren Pizzas (oder Pizzen wie die Toscana-Deutschen schwätzen), einem empfehlenswerten Rivaner sowie einem breiten Getränke- und Imbissspektrum. Ich bleibe von ihr begeistert. Es macht Freude den erhöhten Dünenweg zu bewandern, selbst für Fußlahme, denn in regelmäßigen Abständen findet man Sitzmöglichkeiten auf ergonomisch durchaus passablen Bänken. Nun gut, objektiv betrachtet hat natürlich das Hochsommerwetter seinen Teil zu meiner Begeisterung beigetragen, nicht zu vergessen der ständige Wind, der für Erfrischung sorgt. Ja ich habe mich sehr wohlgefühlt in diesem Kleinod an der Ostseeküste. Empfehlenswert.

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Homeward Bound

Vor einer Reise ist bei mir selten ein Wecker nötig. Allein wenn ich keinen stelle, ist die Chance des Verschlafens groß😉. So bin ich gut vor acht Uhr wach, deaktiviere den potenziellen Schlafstörer und stehe auf. Anziehen, letzte Mitbringsel in den Koffer sperren, Tiger holen, beladen (die bescheuerte Schlepperei missfällt mir im hohen Maße, seufz) und ab geht es ins Vermieterbüro. Hier bleiben die Schlüssel zurück und meine Reise nimmt ihren Lauf. Mit großer Freude bemerke ich das enorme Wachstum der Ladestationen, denn einen größeren Ort weiter gibt es vier Schnelllader. Eine kurze Pause bevor ich mich auf die weitgehend wenig befahrenen Nebenstraßen begebe. Während die Bahn mangels Zugfunk heute meist steht, schnurrt Tiger problemlos munter voran. Kurz vor meinem Heimatort fülle ich bei Edeka fix meine Vorräte auf, komme planmäßig daheim an und packe das Nötigste aus. Eigentlich ist es auch hier sehr schön – mir fehlt, genau genommen, nur die Ostsee 😇😉. Beim Kramen merke ich, dass versehentlich ein geniales Messer aus der Ferienwohnung im Transportkorb gelandet ist. Peinlich. Natürlich rufe ich an und darf das Messer zurückbringen, wenn ich meine ehelich Angetraute abhole. – Tiger wird durch die Sonne aufgeladen, doch die neue Wallbox muckt wieder rum bis ich den Vorgang abbreche. Mistteil. – Im übrigen lasse ich alles extrem ruhig angehen, auspacken kann ich morgen oder am Montag, die Post ist schnell durchgesehen. Den Abend lasse ich genial langsam vergehen, schlemme ein bisschen Fastfood, lese und recycle dabei myself. Fast hätte ich die Blumen vergessen, sie bekommen ihren Schluck Wasser und sind hoffentlich zufrieden. Leben und leben lassen. Die erste Nacht im eigenen Bett ist immer wieder schön, selbst der Schlaf unterstützt diese gar nicht mal so neue Erkenntnis.

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Die letzte Nacht

Ja, ja meine lieben Refos – es gibt noch ein paar Änderungswünsche, kein Problem, es dauert halt nur ein wenig. Danach beginne ich schon mal mit dem Packen, schließlich soll morgen um 10 Uhr der Schlüssel wieder im Vermieterbüro sein und das könnte eventuell knapp werden. Nachmittags treffe ich mich ein letztes Mal mit einer mir äußerst gut bekannten und sehr geliebten Kurfreundin. Auf dem Weg dorthin bringe ich schon mal ein paar Sachen zu Tiger in die Tiefgarage – was ich heute schleppe, kann ich morgen nicht vergessen 😀. Es wird ein bemerkenswert schöner Abschied im Rondell an der Seebrücke und in der Strandbar. Dort stellen wir fest, dass die Pizza, die wir uns teilen, perfekt mundet, genau unser Ding. Adieu liebe Kurbegeisterte bleib behütet und ade liebe Ostsee immer schön ruhig bleiben bis wir uns wiedersehen. Abschiede schmerzen aber es gibt ja Telefon. – Jetzt heißt es endgültig packen, um morgen die Wohnung wohlgeordnet (nicht zu sehr, damit die Endreinigung nicht umsonst arbeitet) zurückzulassen. Obwohl ich früh schlafen gehen will, wird es natürlich wieder mittelspät. Ich bin wie ich bin – da beißt der Faden keine Maus ab (oder so ähnlich😉). Der Schlaf kommt phasenweise mit unterschiedlichen Traumthemen. Er ist eben recht einfallsreich. So geht die Nacht dahin, die letzte hierorts.

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Wind um die Nase mit Psalmen

Eigentlich bin ich ja Pensionist und habe alle Zeit der Welt. Ich könnte zum Strand gehen, in der Sonne faulenzen oder was auch immer machen. Ich könnte. Aber da sind noch meine Freunde von der reformierten Gemeinde. Irgendwann habe ich mal zugesagt aktuelle Termine ins Internet zu stellen. Das ging immer schnell von der Hand, mal kamen die Daten rechtzeitig, mal etwas spät, seltener erst auf Anfrage aber diesmal kommen drei Übersichten aus denen ich mir alles heraussuchen muss. Das ist kein Problem, denn mir sind die personellen Nöte dieser Gemeinde bekannt, es amüsiert mich nur, dass das gerade dann auftritt, wenn ich verreist bin. Gottes Pläne sind halt oft überraschend, keine Frage. So sitze ich diesmal etwas länger an den Seiten – nach der vielen Lauferei und einem gewissen Ziehen in den Oberschenkeln 😉 ist das gar nicht mal so übel. Gegen Mittag bin ich fertig und habe die Daten bis zum 4. Advent online gestellt. Zugegeben, ein wenig Spaß hat es schon gemacht😇😀. Es folgt die Hausarbeit in der Fewo, die altersgerechte Mittagsruhe und schon bin ich wieder unterwegs zum Rondell an der Seebrücke. Ich lasse mir den warmen Wind um die Nase wehen und lese, endlich, in aller Ruhe die Auslegung der Psalmen, die ich in den letzten Tag arg links liegen gelassen hatte. Von wegen im Urlaub hat man viel Zeit zur Andacht – objektiv ever, subjektiv never. Ziemlich krass. Immerhin kommen mir dabei ein oder drei gute Gedanken und ich habe den ersten Band der Auslegungen tatsächlich bis auf den letzten Psalm durchgelesen. Soll ich jetzt zur Strandbar? Nö, eher nicht, der Wind kommt voll von der See, weht über den Strand und könnte eventuell die Sandkörner in mein armes Antlitz treiben. So suche ich einen Italiener auf, genieße Spaghetti Bolognese und begebe mich satt und zufrieden zurück in mein Urlaubsheim. Ein ruhiger, sehr erholsamer Tag geht in aller Stille seinem Ende entgegen. Dennoch wird es spät. So bin ich eben. Gute Nacht!

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Technikfreakpleite

Am Vormittag dauert es ein wenig bis die Sonne wieder im vollen Glanze strahlt. Das ist ganz gut so, denn so kann ich mein Online-Tagebuch führen und etliche Tage nachtragen. Ich muss feststellen, dass die Erinnerung im Urlaub (oder liegt es am Sommersonnenwetter?) besser bereit steht als während des Alltags daheim. Nun ja, wir haben ja auch einiges erlebt. Trotzdem dauert es eine ganze Weile ehe ich mit den Tagen durch bin. – Danach schaffe ich ein wenig Ordnung in der Wohnung, aufräumen und abwaschen ist angesagt und so kommt der Mittag schnell herbei. Ich serviere mir Brot mit Fleischsalat und werde wohl erst gegen Abend mit etwas wärmerer Kost meinen Verdauungstrakt belasten 😉🤔. – Nach einer recht kurzen Mittagspause mache ich mich auf den Weg meiner kurfreudigen Lebenslangpartnerin entgegen. Zwei Kleinigkeiten waren uns beim Packen entgangen und müssen noch nachgereicht werden. Wir treffen uns auf halber Strecke, schön mit ihr eine kurze Zeit zu plaudern – erstaunlich wie sehr ich sie schon vermisst habe 😢. Auf dem Rückweg überlege ich hin und her ob ich in der Strandbar noch einkehren sollte, doch schon von weitem schallt mir die Musik eines Barden entgegen. Wie vermutet musiziert er im Pavillon vor der gastlichen Stätte und dort sind natürlich sämtliche Plätze belegt. Dann ist das so. Im Rondell vor der Seebrücke lausche ich noch ein wenig seinen ohrenschmeichelnden Klängen bis ich schließlich die paar Schritte zur Ferienwohnung tätige. Dort transferiere ich zwei rohe Eier (ohne Schale 😀) in ein Pfännchen, etwas Schinken dazu und leider etwas viel Salz (lausiger Koch halt), rühre ein klein wenig und verfrachte die gelungene Spiegel-Rühr-Eimischung auf zwei Toastbrote. Echt lecker und genau die richtige Portion für mich. Am späten Abend falle ich der Tücke meines Handys zum Opfer. Selbiges hängt im Wohnzimmer am Ladekabel während ich mich im Schlafzimmer der Bequemlichkeit hingebe. Von ferne höre ich einen mir völlig unbekannten Klingelton, verorte ihn nach draußen und lasse es schellen. Erst beim dritten Mal werde ich alter Mann misstrauisch, erhebe mich und der Ton wird lauter je näher ich dem Wohnzimmer komme. Ich lerne, rechne erstens immer damit, dass deine geliebte Technik dich narrt und vertraue zweitens, je älter je weniger deinem akustischen Ortungssinn. Merde. Immerhin erreiche ich meine inzwischen etwas nervös gewordene Angetraute noch aber schön war das nicht. Mea culpa. Danach lese ich noch viel zu lange, es wird viel zu spät aber der Schlaf ist gut bei der Sache. Prima.

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