Suchtgefährdet im Fake-Leben

Nach der Morgenandacht kommt die Krankengymnastik. Wir lassen uns vom Navi nach Oebisfelde führen und kommen perfekt an. Der Physiotherapeut bewegt mich auf der Liege hin und her, lässt die Rückenmuskeln arbeiten und führt sie an physische Grenzen. Danach ist der Schmerz weg und lässt sich erst gegen Abend wieder spüren. Tolle Sache. – Nachmittags besuchen wir ein älteres Ehepaar, ein Geburtstagsbesuch im Auftrag des Diakoniekreises, plaudern muntern, es gibt Kuchen und mehr und wir tauschen mancherlei Erinnerungen aus. Es ist ein freundliches Zusammensein, das wir mit Gebet beschließen. Ich halte viel davon, wenn ältere Geburtstagskinder von der Gemeinde ihre Wertschätzung erfahren. Es war so nett, dass wir viel länger geblieben sind als wir eigentlich dachten. Sehr gut. – Leider verpasse ich so meine Abendandacht aber Menschen haben natürlich Vorrang. – Den Abend verbringe ich mit einem kitschigen, schmalztriefenden, herzergreifenden „Lore“-Roman. Ach, wie schön das Fake-Leben doch sein kann, die fatale Realität stört doch nur 😉🤔😠. Ich frage mich ernsthaft ob solche „Literatur“ ab einer gewissen Dosis suchtauslösend wirken kann. Ich fürchte ja. Nach dem üblichen Happy-End (so schön kann keine Wirklichkeit sein) begebe ich mich in die Horizontale und werde nach der üblichen Wartezeit vom Schlaf umfangen. Fein.

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Turnen, Regen und ein alter Krimi

Ein weiterer turnfreudiger Vormittag nimmt seinen Verlauf. So rauscht die Mittagszeit echt fix herbei und vorüber. Ich lerne meine Andacht im Wohnzimmer zu halten, weil der Sessel im Salon den allergrößten Widerstand meines Rückennervs hervorruft. Was der nicht will, will er eben nicht. – Die Regenmenge im Juli überschreitet heute deutlich das Durchschnittsmaß und geht nun eindeutig in den Plusbereich. Der Klimawandel ist eindeutig noch unsicher in welche Regenrichtung (mehr oder weniger) er marschieren will. Lassen wir ihn in Frieden wirken. 🤔. – Die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung … eines Münsterkrimis erfreut mich einerseits weil die Akteure allesamt noch so jung und frisch sind, langweilt mich andererseits weil der Plot unbefriedigend und äußerst bekannt ist. Ich schalte rechtzeitig aus. Gut so. Es wird ein wenig spät und der Schlaf lässt sich bitten. Nun ja.

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Mobiler Standpunkt

Meine Zeit, 7:45 Uhr ist ganz schön früh aber was tut man nicht alles für einen frühmunteres Geburtstagskind. Ich nerve meine ehelich Verbundene mit der für mich leider, leider unvermeidbaren Missstimmung bei dieser Vor-Frühtauzeit. Aber was hilft alles Jammern, nach der Dusche wird alles, selbst ich, erträglicher. Wir kommen in der Autostadt spät an aber wir kommen. Irgendwann, gedopt durch zwei Tassen starken Kaffee, bin ich wach und kommunikationsfähig. Ich lerne manches Neue über Kreuzfahrten und vielerlei andere Themen. Etwas traurig stimmt mich, dass der Gastgeber so viel für mein Frühstück bezahlen muss und ich kaum etwas konsumiere – die morgendliche Futterei geht mir völlig ab. Übrigens habe ich eine Krücke dabei und das ist ganz gut so, denn das viele Sitzen gefällt meinem Rücken nicht besonders – praktisch, wenn man seinen eigenen Standpunkt😉 dabei hat. – Im Anschluss begeben wir uns zu einer Beerdigung mit Überlänge, weil auf Wunsch der Verstorbenen noch eine evangelistische Ansprache die Worte des Pastors ergänzt. Jetzt motzt mein Rücken schon kräftiger. Es dauert eine Weile bis ich daheim zur normalen eingeschränkten Fitness zurückkehre. Alles wird gut, irgendwie, irgendwann, mitunter🤔. – Nach meiner Recyclingphase halten wir gegen Abend unsere Morgenandacht, diese Verspätung stellt selbst die Bahn in den Schatten 😀! – Heute ist TV angesagt und ich schaue im Zapperwechsel zwei bekannte Krimis, einen aus Sylt und den anderen mit Barnaby. Da ich den Inhalt schon kenne, komme ich nicht durcheinander und kann die wenigen „Leckerbissen“ beider Filme hier wie dort genießen. Es wird wieder ein wenig spät aber dafür steht der Schlaf einsatzbereit neben dem Seniorenbett. Extrem klasse!

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Kurzes Treffen

Raus aus den Federn. Der Rücken übt sich wieder in seiner morgendlichen Zickerei. Es ist Sonntag, das Frühstück fällt wie üblich etwas reichlicher aus aber schnell naht die Zeit zum Aufbruch in meine Gemeinde. Die Moderation geht gut von der Hand, danke lieber Gott. Die Predigt hinterfragt mich und gibt Impulse für den Alltag. Im Saal ist es allerdings so schwül und heiß, dass ich fix ins Auto fliehe und mich im coolen Rauschen der Klimaanlage erhole. Das tut wohl! – Nachmittags wollen wir Freunde kurz treffen, doch es schüttet wie aus Kannen und eine Unwetterwarnung jagt die nächste. Eigentlich will ich absagen, werde aber ermutigt und wir düsen los. Das ist gut so, denn wir treffen alte Bekannte, die wir schon einige Zeit nicht gesehen haben. So kurz wird es dann doch nicht. Tolle Sache. Und okay, es pladdert jetzt auch hier viel Wasser vom Himmel, es schüttet ziemlich mächtig – aber ein Unwetter spielt dann doch in einer anderen Liga. Immerhin ist die Regenmenge recht ordentlich: 20 Liter/qm puschen den Monatsdurchschnitt wieder aufs Durchschnittsmaß der letzten 60 Jahre. Gut so. – Das Abendprogramm entführt mich nach Nordengland bis nach Newcastle mit starken Bildern und faszinierenden Stories. Dann noch ein wenig lesen und, husch, ist es wieder spät, doch egal, der Schlaf hat sowieso Nachtschicht und kommt nur widerwillig. Dann ist das so. Schade.

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Mister Etepetete

Der Vormittag füllt sich mit den inzwischen üblichen Routineabläufen😀. Der Nachmittag mit der Vorbereitung auf meine Moderation am Sonntag. So läuft der Tag wunderbar zu. Draußen scheint die Sonne und der Text handelt vom Licht mit dem Gott uns erleuchtet. Interessante Gedankenkombinationen drängen sich auf, nehmen Gestalt an und finden ihren Niederschlag im Manuskript. Fein. Danke, lieber Herr Jesus! – Abends versuche ich wieder einmal irgendwie Zugang zu Spielfilmen zu finden und schaffe es nicht – mal ist das alles zu amerikanisch, mal zu doof, zu sentimental oder zu brutal, nichts passt. Dann ist das so Mister Etepetete! Seufz. Dazu gönne ich mir zwei Ouzos und merke zu spät, dass ich ja am Abend vor Moderationen keinen Alkohol trinken wollte. Grandioses Scheitern. Na dann, gute Nacht – zu allem Überfluss lässt sich jetzt auch noch der Schlaf viel Zeit.

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Worst Case

Da praktiziere ich nun die Rückenübungen und muss konstatieren, dass der Vormittag deutlich kürzer geworden ist. Wenn ich nachts sehr spät einschlafe, dauert es morgens deutlich länger. Nach der morgendlichen Routine mit Online-News, Zeitungsüberfliegen und Andacht geht es deutlich auf zwölf Uhr zu. Kommt das Turnen noch dazu, ist es ruckzuck eins. Wow. Ich kann doch nicht den ganzen Vormittag für häusliche Arbeit abhaken, das geht auf Dauer gar nicht. Ich befürchte, der „Worst Case“ ist eingetreten: ich muss früher aufstehen, mindestens eine Stunde früher. Schauder!!! Was hülfe mir dabei früheres Zubettgehen, wenn der Schlaf sich sowieso erst urspät zum Kommen bequemt? „Harte“ Zeiten kommen auf mich zu 😉. – Je schlechter ich nachts schlafe, desto länger dauert die Mittagsruhe – der nächste Stolperstein! Okay, mein Tagesablauf kommt komplett auf den Prüfstand, ein paar Altersprivilegien müssen wohl weichen. Seufz, aber was opfert man nicht alles für eine gute Beweglichkeit. – In meiner Abendandacht erfreut mich die Psalmenauslegung, so intensiv habe ich mich vorher nicht mit diesem alttestamentlichen Buch beschäftigt. Sehr schön. Der gute alte Karl Heussi lässt mich über seine Sicht der Kirchengeschichte staunen. Stimmt nachdenklich. – Die Chefin am Abend reizt mich heute nicht zum Zusehen. Das Anliegen des Krimis ist ja ehrenwert, das verstehe ich schon, aber ich mag es nicht, wenn man quasi hintenrum belehrt werden soll. Konversionstherapie sehe ich durchaus als sehr kritisch an, weil sie Menschen manipulieren will – erstaunlicherweise machen es die Drehbuchautoren auch nicht viel besser wenn sie die Befürworter gleichsam als Mörder agieren lassen. Überzeugen ja, manipulieren nein. Kurzum, Fernsehen ist wieder nicht. Es wird trotzdem spät, der Schlaf schaut noch viel später vorbei. Schade.

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Rückengymnastik

Endlich kann ich wieder ohne Zuckungsängste duschen. Das tut wohl und beruhigt das Gemüt. Natürlich lasse ich dabei Vorsicht walten aber es funktioniert gut. Ganz langsam übergibt mir mein Körper wieder die Kontrolle – hoffentlich überlegt er es sich nicht anders. Gott gebührt aller Dank und dem Osteopathen durchaus Lob. Nach der üblichen Vormittagsroutine starte ich mit Gymnastik, meine liebe Mitbewohnerin ist mir dabei sehr behilflich. Erstaunlicherweise komme ich nicht nur schnell in Bodennähe auf die Matte (da sorgt schon die Gravitation für😉) aber nach den Übungen gelingt mir sogar das Wechseln in die Vertikale ausgesprochen, unerwartet gut. Hätte ich nicht gedacht🤔. Die Rückengymnastikübungen, bei YouTube heruntergeladen, erweisen sich als hilfreich und bauen mich auf. Toll. Nun heißt es künftig dranbleiben. Voller Zuversicht bezahle ich die letzte Rate für eine Ferienwohnung. Alles wird gut. – Am Abend will ich einen hochgelobten Film über eine Jura-Studentin und ihren missgestimmten Professor schauen. Ich schaffe es nicht, so ansprechend der Anfang ist, so wenig überzeugend ist für mich der Plot samt der ach so typischen Milieus. Das ärgert mich und ich gebe auf. Meine Mitschauerin hält durch, berichtet mir später von der Handlung, die mir kaum glaubwürdiger erscheint, jedoch waren die Dialoge mitreißend bis zum Happy End. Zugegeben, wohl kein schlechter Film, sicher sehenswert aber eben jenseits meiner Grenzen. Irgendwie schade und dennoch okay, so ein Rolfding halt. – Ich lese derweil einen Massenwarekrimi, nicht schlecht gemacht, jedoch literarisch auf dem vielzitierten Lore-Roman-Niveau 😀. Mein Geist kann dabei spazieren gehen aber meine Emotionen tauchen tief in die Handlung ein. Ich mag solche Gefühlsbäder. Es wird heute sehr spät, der Schlaf lässt sich Zeit, eine kurze Nacht.

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Genialer Osteopath

Die von mir immer mehr geschätzten Handinhand-Tours kündigen endlich ihre Reiseangebote für 2025 an, noch nicht buchbar, eher hintenrum erhalten aber immerhin erhalten. Ein, zwei oder drei Schätzchen sind schon dabei. Mal schauen was die kosten, billig wird es nicht, befürchte ich. – Mittags verkosten wir eine „geschenkte“ Suppe, die bestens mundet, wenn ich auch mit einem Gewürz etwas „fremdle“. Wie sollte es auch anders sein, wenn man Neues probiert – darin liegt ja gerade der Reiz😀. – Und nachmittags bin ich beim Osteopathen. Er betastet meinen Rücken, ruckelt hier und dort, drückt ein wenig, schiebt ein bisschen und neunzig Prozent des Schmerzes sind weg. Wow! Im Laufe des Abends reduziert sich das zwar noch ein wenig aber immerhin! Toller Erfolg. Ich laufe fast ohne Krücken bzw. auch ganz ohne herum. Stark. Der Spezialist empfiehlt mir dringend täglich gezielte Gymnastik. Daran werde ich mich halten, denn ein halbes Jahr schmerzhafte Wege, problematisches Zucken und stornierte Exkursionen auf der Reise sollten Motivation genug sein. Ein Leben ohne Übungen steht mir ja nun deutlich genug vor Augen. Hoffentlich, hoffentlich wird das nicht durch die vielfältigen Überraschungen des Alltags überlagert🙏🙏🙏!!! – Abends erfreut mich Monsieur Claude mit seinem 40. Hochzeitstag, ein köstlicher Film. Nun noch ein wenig lesen und ab ins Seniorenbett. Der Schlaf kommt wie er will. Immerhin kommt er!

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