Fehlstrom

Das Wasser im Bad ist kalt und kommt nach langer, langer Laufzeit nur leicht lau aus der Leitung. Was ist denn nun schon wieder los? Das Kellerlicht leuchtet auch nicht und ein Blick in den Sicherungskasten bestätigt meinen Verdacht: der FI hat ausgelöst. Irgendwo, irgendwann und irgendwie hat sich ein Fehlstrom in die Leitung geschlichen. Kann ja vorkommen. Also FI ein und alles ist gut. Von wegen! Kurze Zeit später funktioniert das Licht im Keller wieder nicht und der FI lässt sich zwar schalten, springt aber nach kurzer Zeit wieder raus. Okay, also der Standardprozess, das bedeutet alle Sicherungen des Stromkreises ausschalten, FI on, und jetzt eine nach der anderen wieder aktivieren. Tatsächlich bei der zweiten der drei Garagenleitungen springt er wieder raus. Ich schalte die Sicherung wieder aus, den FI ein, aktiviere den Rest und alles ist gut. Im Gartenstromkreis muss sich wohl Feuchtigkeit eingemogelt haben. Bei dem heutigen Wetter gehe ich dem aber nicht nach. Mr. Shorty wird dann wohl am Montag nicht arbeiten können aber er kann zu gegebener Zeit seinen nötige Saft durch ein Hilfskabel beziehen. Wir rufen einen guten Freund um Beistand an und er sagt zu sich in den nächsten Tagen darum zu kümmern. Klasse. Das ist wirklich gut, denn ich habe meine Fähigkeiten auf dem elektrischen Sektor in denn letzten Jahrzehnten sehr vernachlässigt. Die eine Sicherung bleibt im „off“ und die Probleme dadurch ebenso. Fein. – Heute ist mein Kopf leer, erste Versuche an der Predigt zu werkeln scheitern kläglich. So muss ich die Arbeit wohl vertagen. Sehr schade. – Draußen bleibt es kalt, typisches Aprilwetter traktiert uns, mal Sonne, mal Regen, mal Graupelschauer … So bleibe ich lieber drinnen, freue mich am Feuer im Kachelkamin und lasse den Tag an mir vorüberziehen. Keine Ahnung weshalb es spät wird, die Zeit saust halt an mir vorbei. Der Schlaf kommt bald.

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Sommerpuschen und ein Sehnsuchtsziel

Tiger bekommt in der Stadt seine Sommerpuschen verpasst. Ich beschäftige mich daheim intensiv mit meiner Predigt. Da habe ich mir etwas aufladen lassen – aber Gott ist bei mir und schenkt mir gute Gedanken. Ein herzliches Dankeschön dafür, lieber HERR! – Draußen tobt sich das typische Aprilwetter aus mit kräftigen Regenschauern durchwachsen mit strahlendem Sonnenschein bei anhaltender Kälte. – Die Predigt kommt gut voran und am Abend breche ich die Arbeit daran ab, denn ich habe noch Zeit genug und ein neuer Abschnitt erfordert neue Gedanken. Letztere brauchen Zeit, also sollen sie sie haben. – Der Alte im TV ist interessant gestaltet und gut anzuschauen. Erstaunlich. Im Anschluss setze ich mich in die Karibik ab mit einer bekannten Folge vom Tod im Paradies. Obwohl bei uns ein prasselndes Feuer im Kamin wohlige Wärme verbreitet, blicke ich sehnsuchtsvoll auf diese sommerlich verwöhnte Insel. Seufz. Im Anschluss lese ich ein wenig bis mich relativ spät mein Seniorenbett aufnimmt. Eine gute Nachtruhe mit leichten Unterbrechungen erwartet mich. Altersgerecht eben.

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Reflexion oder so

Heute klären wir das Kaffeetrinken nach der Beerdigung. Wir werden in die Gute Stube einladen. Die Gute Stube war früher unter anderem Namen und anderer Betreiberin das Stammrestaurant meiner Altvorderen. Wie oft waren wir dort beisammen zur Spargelzeit sowie zum Vertilgen von Gänse- und Entenbraten. Es war immer eine freundliche Atmosphäre. Die Gaststätte hat sich inzwischen ein wenig verändert, die Betreiberin ist aber ebenfalls nett, die Bestellung unproblematisch und der Preis angemessen hoch. Dann ist das so. – Mein Schwager hat ein gerahmtes Foto meiner Mum dabei, das wir bei der Beerdigungsfeier aufstellen wollen, ein wenig groß aber sehr schön. Der Bestatter wird schon einen geeigneten Platz dafür finden. Am Vormittag hat sich das Hörvermögen meiner Lebenslanggefährtin enorm verbessert und so fällt die Kommunikation durchaus leichter. – Abends reflektieren wir mit anderen in unserer Gemeinde die Abendgottesdienste. Ich darf ein Spontanprotokoll führen aber das ist kein Problem. Wir sind sehr schnell durch mit der Reflexion. Das ist gut. – Daheim ist es ein wenig frisch, weil wir keine Lust haben den Speicherkamin anzuwerfen. Schlimm ist das nicht, unser Haus ist gut isoliert für sein Alter. Es wird natürlich spät aber der Schlaf erbringt eine tolle Leistung. Klasse.

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Phantasievolle Spaziergänge

Frühmorgens bekommt meine Gesundheitsbewusste einen ganztägigen Blutdruckmesser verpasst. Alle paar Minuten schnarrt es jetzt lautstark aus ihrer Richtung. Da müssen wir beide durch. Unser Konto steht derzeit unter meiner laufenden Überwachung. Am Monatsanfang habe ich einen größeren Sparbeitrag gebunkert, möglicherweise ein wenig zu optimistisch. Jetzt gilt es rechtzeitig, aber keinesfalls zu früh, eine angemessene Rückbuchung zu tätigen. Daneben beschäftigt uns natürlich der Tod meiner Mum und die daraus entstehenden Verpflichtungen. Ich bin so dankbar für die Tage im Harz! – Am Nachmittag steht für mich das Sägen von Anzündbrettchen auf dem Programm, verbunden mit der Vorsorge für einen ausreichenden Holzvorrat in Griffnähe des Kaminofens. – Endlich trifft auch das heißersehnte Kabel für die Zusatzheizung im Bad ein, es ist ein seltenes Erlebnis: alles ist exakt so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Klasse. – Endlich komme ich wieder zu meiner Abendandacht, immer wieder „rutscht sie mir durch“, heute nicht. Sehr gut! – Den Abend verbringe ich lesenderweise, äußerst entspannend mit viel Freiraum für lange Spaziergänge in der eigenen Phantasie. Toll. Dabei wird es natürlich wieder spät aber der Schlaf arbeitet zuverlässig. Wunderbar.

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Heizölsparversuchsfolgen

Mit ausgeschalteter Zentralheizung ist es natürlich morgens und abends im Bad recht frisch. Dem soll ja unser Stromheizkörper abhelfen. So platziere ich ihn dort, überprüfe und korrigiere die Programmierung mit Hilfe der Bedienungsanleitung, schimpfe über die nicht altersgerechte Gestaltung des Einstellprozesses und bewältige ihn schließlich doch so wie ich will. Alles läuft rund, prima. – Nachmittags erfährt mein Hexenschuss (oder Bandscheibenschaden, was auch immer) eine halbstündige Behandlung nach physiotherapeutisch-heilpraktischer Art. Das tut mir wohl. Gut so. Währenddessen erledigt meine hochaktive Mitfahrerin diverse nachlasstechnische Aufgaben beim Bestatter und bei der Sparkasse. Sie ist schneller als mein Therapeut. Danach besuchen wir meine große Schwester zwecks familiärer Infos zu unserer Mum. Zwischendurch vereinbaren wir einen Gesprächstermin mit der Pastorin. – Daheim gilt es die Sterbeurkunde zu vervielfältigen und in ein PDF-Dokument zu verwandeln. Das ist schnell erledigt. Der Kreis derer, die zu benachrichtigen sind, stellt sich eher klein dar, kein Wunder beim Alter der Altvorderen. – Der Abend gestaltet sich wieder einmal typisch, diesmal mit einem YouTube-Schwerpunkt. Sei’s drum. Dennoch wird es bei mir spät, doch der Schlaf kommt schnell und heftig. Klasse!

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Restreichweitenblick

In Bad Harzburg finde ich nur 22-Kilowatt-Ladestationen. Die helfen nicht wirklich. Tiger hat 106 Kilometer Restreichweite und wir 84 km bis nach Hause. Die nächste stärke Lademöglichkeit wäre nur per Umweg in Goslar zu finden. Kurz nachdenken, dann wagen, einfach losfahren. Wir schaffen das, Tigers Akku hat’s drauf! Die Restreichweite entwickelt sich spannend: von 106 km geht es runter bis unter 90, dann wieder hoch auf 106, dort verharrt sie ziemlich lange, bis sie langsam zu sinken beginnt, immer hübsch den Abstand zu den Zielkilometern wahrend. So soll es sein und so kommen wir mit 16% Akkustand zu Hause an. Perfekt. Die Sonne scheint sogar, so dass Tiger Photovoltaikstrom ziehen kann. – Im Haus ist es kühl, doch wir haben genügend Holz, um gemütliche Wärme zu erzeugen. – Mit der Sparkasse kläre ich die Fortführung von Muttis Konto, offensichtlich ist es inzwischen leichter als es früher war. – Draußen mäht Mr. Shorty fröhlich vor sich hin. So geht alles seinen Gang. – Meine Kommunikation mit dem Zusteller per App hat wunderbar geklappt, er hat das Päckchen beim Nachbarn abgegeben. Die Postsendung bringt wieder Licht in die Stehlampe, obwohl es ihre Leuchtstäbe laut Baumarkt nicht mehr zu kaufen gibt – über Ebay ist das kein Problem. Und da wundern sich die Händler vor Ort, dass immer mehr im Internet bestellt wird. Irre. – Mein geliebtes Land Israel will jetzt angeblich stark auf einen Angriff des Irans reagieren, der nahezu keinen Schaden angerichtet hat. Unfassbar, spinnen in zwischen alle? Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Menschheit eine tiefe Sehnsucht nach Selbstliquidierung innewohnt. – So lange wir es noch können genießen wir dagegen das Kaminfeuer, begleitet von längst bekannten uralten Barnabyfällen. Natürlich wird es spät, die Schlafmützigkeit des Schlafs 😉 verzögert den Start einer traumreichen Nacht. Schade.

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Narzissus und die Tulipan

Schon um 09:15 Uhr will der Freizeitchor sich zum Ansingen treffen. Ich schaffe das problemlos aber müde. Zu meinem Glück bleibt genügend Zeit für eine Nachentspannung im Tiger. Der Gottesdienst glänzt mit musikalischen Höhepunkten, einer Predigt am Hirtensonntag über Freude und einer engen Beziehung zu Jesus. – Zum Lunch bin ich im Heim angemeldet, es gibt eine Vorsuppe, Sauerbraten mit Klößen und Himbeerquark zum Dessert. Sehr schmackhaft, besonders gut hat mir das Rotkraut zum Sauerbraten gemundet. Guter Koch, zweifellos. So entfällt natürlich mein Vormittagsspaziergang. Nach dem Mittagsschlaf spazieren wir gemeinsam durch die City, treffen meinen Bier-Comptoir-Kumpel, flanieren, begleitet von vielen Menschen, an den Cafés, Restaurants, Eisdielen und Verkaufsständen vorbei bis zum Thermalbad. Zurück durch den Kurpark, staunend über spannende Tulpenzüchtungen, Narzissen, Stiefmütterchen und ein paar Hyazinthen. Es ist kühler als gestern aber immer noch angenehm. Vor Port Louis lassen wir den Sonntagsspaziergang bei Bier und Pinot Grigio draußen sitzend ausklingen. Im Hotel wärmen wir uns auf und ich freue mich über meine 6.122 Schritte. Wieder wird es spät mit ein wenig YouTuberei und ein paar kurzen TV-Szenen. Der Schlaf kommt spät und intervallartig. Bonne nuit oder so.

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Sonnentag

Wir frühstücken gemeinsam. Das gefällt mir sehr. Die Lerche schwirrt ab um der Sangeskunst zu frönen und ich bleibe hier, um mir Bewegung zu gönnen. Heute geht es Richtung Bahnhof den Berg hinab. Die Vielfalt des Geschäftslebens in diesem kleinen Städtchen überrascht mich doch. Noch mehr überrascht mich das tolle Wetter, heute entwickelt sich ein sommerlicher Frühlingstag. Es macht Freude durch die Straßen zu streifen. Am Ehrenmal mit einem liegenden Löwen obenan lege ich eine Halbzeitpause ein. Schön ist’s hier. Dann geht es wieder bergauf (Bergwanderer würden das als ebenen Weg bezeichnen😀😉) zurück zur Fußgängerzone. Dort gönne ich mir im Port Louis eine oberleckere Ofenkartoffel mit Quark, Räucherlachs und Meerrettich. Phantastisch. Währenddessen ruft meine mittagspausierende Sängerin an, wir treffen uns hierorts und spazieren dann ins Hotel. Nach der unvermeidbaren Mittagsruhe wage ich mich erneut auf die Straße, spaziere bis zur Bergbahn und pausiere auf der Rücktour im Bier-Comptoir mit einem Kellerbier. Dort setzt sich ein freundlicher, gleichaltriger Mann mit Rollator zu mir und bekommt sofort einen Latte Macchiato serviert. Er sieht etwas abgewirtschaftet, freundlicher formuliert auf einfachen Lebensstil reduziert, aus, ist ein angenehmer, netter Gesprächspartner und wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich bestelle mir sogar ein zweites Bier, obwohl ich eigentlich gehen wollte. Die Sommersonne schwindet, Kälte kriecht unter meinen Pullover und so mache ich mich dann doch auf den Heimweg. Dabei stelle ich wieder einmal fest, dass Nachtleben keinerlei Reiz auf mich ausübt. Zu alt 😉 offensichtlich. Dann ist das so. Immerhin bin ich heute fast genau 9.700 Schritte gelaufen. Der Höhepunkt ist erreicht. Es wird spät, wie immer hier.

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