Abschluss der Vorbereitungen

Nach dem Aufstehen holt sich der Wachdienst den Schlüssel und löst einen Probealarm aus – viel Zeit bleibt potenziellen Einbrechern wohl nicht. Die Wertsachen verreisen sowieso mit uns. Bleibt nur die Angst vor Frustverwüstungen der Fremdeigentumsaneignerwilligen. – Meine Treterchen erhalten eine Vorurlaubspflege und sind danach gut beieinander. – Unsere Koffer gehen schon mal mit ein wenig Verspätung vorab auf Reisen. „Macht’s gut Jungs“ und „Wiedersehen macht Freude“. Wirklich! – Heute finden vielerlei Kleinigkeiten ihren Weg ins Handgepäck und mir gelingt der komplette Ersatz des Rücksacks durch ein rollenbewehrtes Köfferchen, das meinen Rücken spürbar entlasten wird 😀. Leider habe ich es nicht geschafft die Messer von Mr. Shorty zu wechseln – armer Rasen! Am Abend vor einer Reise bin ich immer aufgeregt, egal ob mit oder ohne Grund, ich bin halt so. Dennoch schlafe ich recht gut. Das ist fein.

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Koffer packen

Koffer packen ist angesagt. Wir wissen vorher und stellen hinterher fest: wir nehmen zu viel mit. Doch was soll man weglassen? Will man im Urlaub waschen oder waschen lassen? Wie wird das Wetter? Und am allerschlimmsten: Gewicht spielt keine Rolle. Zum Pack-Ende sind die Koffer voll aber nicht übervoll und stehen zum Abholen bereit. Morgen hauen sie ab, wir einen Tag später. Hoffentlich treffen wir uns am Donnerstag wieder. 😉😀. Viel schwerer wiegt die Befürchtung, dass uns der doofe Fußball die ganze Zeit begleiten wird. Man soll der eigenen Mannschaft ja nichts Schlechtes wünschen aber mit einer Horde kreischender Opas auf engstem Raum zusammen sein zu müssen, gibt schon Anlass zu schockierenden Befürchtungen. Cool bleiben. – Abends beruhigt mich der alte Barnaby mit alten Fällen und der Cosy-Roman mit einer prallen Schmalzgabe, so dass ich erst spät den Schlaf suche. Er ist wieder einmal schwer zu finden. Auch daran muss man sich im Alter wohl gewöhnen.

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Sommerfest

Nach dem sonntäglichen Frühstück brechen wir zum Gottesdienst auf. Meine Gemeinde feiert ihr Sommerfest, so lade ich meine kochkundige Mitfahrerin samt ihren Köstlichkeiten zum Büffet vor der Tür ab und suche außerhalb einen Parkplatz für Tiger. Der ist schnell gefunden. Heute gestalten die Teens den Gottesdienst. „Das kann ja heiter werden“, dachte ich im Vorfeld und es wird tatsächlich heiter. Sie machen ihre Sache sehr gut, ich bin sehr positiv angetan. Unsere Jugendpastorin hält eine anschauliche, inhaltsreiche Predigt und wenn sie etwas mehr Ehrfurcht vor dem Schöpfer des Alls, dem unumstrittenen Herrscher dieser Welt und unserem Erlöser an den Tag legen würde, wäre es perfekt gewesen. So ist es nur gut mit starker Tendenz zu sehr gut 😉. Ein schöner Gottesdienst. Das Fest ist, wie die meisten Feste, nicht so ganz meins. Dankbar bin ich für die nicht vorhandene Schlange am Büffet, dem überreichlichen Angebot und dem Pfeffer, den die Küche auf Lager hat😉. Offensichtlich fühlen sich alle wohl und das ist gut so – solche Feten-Exoten wie ich sollten wirklich in der absoluten Minderheit sein. Gelungene Sache. – Nach einer erholsamen Mittagsruhe schauen wir uns noch die Predigt aus Bremen an, die das Wort Jesu „Ich bin das Brot des Lebens“ exzellent auslegt. – Das Fernsehprogramm am Abend überzeugt mich nicht und so lasse ich mich von einem Cosy-Roman (früher als ‚Lore-Roman‘ bekannt) mit einem der realen Welt entfremdeten Plot zu Tränen rühren. Bei allem triefenden Schmalz muss ich der Autorin zugestehen, dass sie eine gute Schreibe hat und die Gefühlswelt einer Frau (soweit ich das als alter Ehemann beurteilen kann😇) sehr realistisch wiedergibt. Zugegeben, auf Dauer sind solche Romane nichts für mich, da sie alle nach fast dem gleichen Schema „funktionieren“. Cosy-Krimis sind schon eine eigene Nummer aber Cosy-Romane legen noch ein Portion Schmalz drauf. Superlesestoff für kleine Fluchten, Dauerkonsum kann zu Realitätsverlust führen🤔😀. Es wird normal spät und der Schlaf nimmt sich Zeit.

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Weltreise? No, never!!

Per E-Mail kommt unser Bewachungsvertrag für den Urlaub, den ich unterschreibe und gleich zurückschicke. Gut zu wissen, dass sich im Fall des Falles jemand kompetent um unser Heim kümmern würde. Ein sinnvolles Angebot, scheint mir. – Für Montag stelle ich schon mal die Koffer bereit, die wir dann mit allen möglichen Sachen füllen werden. Meine allgemeine „To-Pack-Liste“ passe ich der Reise an und trage mancherlei Kleinigkeiten schon mal zusammen. Meine neue Reisedokumentenmappe kommt und ich fülle sie mit allen möglichen Unterlagen. Ob sie sich in der Praxis bewähren wird? Die Zeit wird es zeigen, die Idee ist jedenfalls ganz gut, hoffe ich😉🤔. – Natürlich treibt mein Rücken mich in eine kleine Verzweiflung aber künftig hoffe ich auf die Wirkung schmerzlindernder Medikamente. Ein Arztbesuch, den ich so gern vermeiden würde, bleibt mir wohl nicht erspart. Seufz, ich will keine Schnippelei an der Bandscheibe!!! – Ein stinknormaler Abend nimmt seinen Verlauf und das ist diesmal sehr gut. Schön, wenn man die unbestreitbaren Vorteile des eigenen Heims vor Augen geführt bekommt. Ein Weltreise mit weit über 100 Tagen mitsamt der ganzen Visa-Sammelei im Vorfeld, einer kleinen Kabine, überbordenden Eindrücken (sind wir hier auf Tahiti oder schon auf Bali?) und einem zunehmenden Drang nach einfacher, schlichter Nahrung ist nichts mehr für mich – ganz abgesehen von der gewaltigen Finanzierungslücke, die sich auftun würde. Wie konnte mich so etwas mal reizen? Keine Ahnung, ab ins Bett und auf den Schlaf warten. Irgendwann schaut er sicher mal vorbei.

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Einfach geht gar nicht

Ablage für meine verstorbene Mum, um ihre Steuererklärung in Auftrag zu geben, steht heute auf dem Programm. Lange habe ich mich davor gedrückt, jetzt muss es sein. Wie erwartet geht es schneller von der Hand, als ich es befürchtet hatte: vorsortieren, einsortieren, aussortieren. Damit habe ich gleichzeitig die Unterlagen für die Steuererklärung 2024 zusammen. Das ist gut. Ich informiere die Steuerberaterin und freue mich über mein Arbeitsergebnis. Mal schauen, was der Staat jetzt noch abgreifen will. Meine Steuerphilosophie ist einfach und verdeutlicht die Schlichtheit meines Gemüts 😉😇: jeder führt von allen noch nicht versteuerten Einkünften 10% an den Staat ab und einen eventuell noch fehlenden Rest darf sich die Regierung durch erfolgreiche wirtschaftliche Tätigkeit verdienen. Logischerweise würden alle Steuerexperten diesen Plan verwerfen, zerreißen und mich dafür geißeln – aber ich finde ihn gut. Zugegeben, die Umsetzung kann nicht funktionieren, da diese zwangsläufig in der Hand derer liegen muss, die für unsere derzeitigen Steuergesetze verantwortlich sind – die würden daraus ein fettes Werk basteln und die Finanzgerichte würden das Ganze noch um mehrbändige Urteilssammlungen „bereichern“. Kurzum, in diesem unserem Lande sind schlichte Lösungen völlig undenkbar. Seufz. – Nach intensiver Zapperei zwischen der mir bereits bekannten Folge der „Bestatterin“ und Father Brown, gewinnt der Priester und ich schaue ihm beim Recherchieren zu. Nun noch ein wenig lesen und schon wird es wieder spät. Business as usual. Gute Nacht – aber der Schlaf trödelt rum.

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Abwärtsspirale: Super Service – Kundenexplosion – Überforderung

Der alljährliche Check beim Hautarzt steht an. Ich finde diese regelmäßige Vorsorge sehr gut, vor allem da sie das Äußere begutachtet und nicht durch irgendwelche Körperöffnungen ins Innere schauen will 😀😉. Das Problem dabei ist nur, einen Hautarzt zu finden, der noch Patienten aufnimmt. Gott sei Dank haben wir vor ein paar Jahren gerade noch rechtzeitig bei einem ebensolchen Facharzt ein Plätzchen in seiner Datenbank ergattert. Wir wünschen ihm noch viele erfüllende Berufsjahre. – Unser Online-Reisebüro hat es tatsächlich noch geschafft uns die Reiseunterlagen per Post zuzuschicken. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet. Vielleicht doch ganz gut, dass wir uns einen neuen Partner für die Reisen gesucht haben. Andererseits konnte ich alles, bis auf den Reiseführer auch im Internet downloaden und musste nicht zittern und zagen. Ich vermute, dass das ein generelles Problem dieser Branche ist, wenn der Vermittler gut ist vermehrt sich seine Kundschaft rapide bis es einmal zu viel wird, er überfordert ist und zwangsläufig seinen Service „optimieren“ muss. – Am Abend trifft sich bei uns unser Hauskreis, eine starke Runde, zum Thema Auferstehung bei Jesu Wiederkunft. Da gibt es viel Raum für Spekulationen und auch wir kommen „vom Hölzchen aufs Stöckchen“😇. Schlecht ist das nicht. Die Anschlussplauderei dauert ebenfalls lange. Doch auch danach brauchen wir ein bisschen Zeit zum Abschalten und so wird es sehr spät für uns. Der Schlaf kommt in aller Ruhe und ist tief und fest. Das könnte jede Nacht so sein.

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Technikfreaks Leiden

Ein Tag fast wie jeder andere. Auch solche Tage mag ich und vermute, dass das mit zunehmendem Alter immer öfter so sein wird – Routine verleiht Sicherheit und die könnte man möglicherweise im Alter gut gebrauchen. Besonders ist nur, dass ich am Bibelgespräch nicht teilnehmen kann, obwohl ich es gern gewollt hätte. Mein Körper scheint an Eigenwilligkeit zuzunehmen. Wollen habe ich wohl aber vollbringen ließ mein Leib nicht zu. Schade. Meine von solchen Plagen freie Mitbewohnerin bricht daher gezwungenermaßen allein auf. Leider haben wir beide dabei Linda, unsere Alarmanlage, vergessen, die plötzlich losjault. Ja, ja, neue Besen kehren nicht nur gut, sie fordern auch ab und an Lehrgeld ein. Technikfreak zu sein ist nicht immer leicht, da brauen sich leicht dunkle Wolken übers Haupt zusammen 😉😠. – Die Soko Wismar löst am Vorabend einen tragischen Mordfall, dann schaue ich der MeinSchiff 7 beim Einlaufen in die Kieler Bucht zu und der Meinschiff 1 beim Auslaufen – ein sehr beruhigender Livestream. Dazwischen informiere ich mich über die Wirkungsweise von Infrarotheizungen, über Atomkraftwerke mittels eines Vortrags von Professor Lesch (sehr zu empfehlen) und amüsiere mich über einen Bericht eines Bahnsteigneubaus, dem ein übersehenes Fundament samt Mast im Wege steht (die Bahn ist immer wieder für kostspielige Gags gut😢). Dann noch ein wenig lesen und ab ins Seniorenbett. Der Schlaf arbeitet professionell. Gut so.

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Glasfasereichhörnchen

Das Standardthema in diesem Jahr ist und bleibt mein Rücken. Diesmal versucht ein Heilpraktiker/Physiotherapeut Verbesserungen zu erreichen. Es gelingt ihm kurzzeitig zu durchaus „interessanten“ Honorarforderungen. Hoffen und harren oder so … Die Mittagspause ist kaum vorbei und da steht ein Subunternehmenshandwerker von Vodafone vor der Tür. Er montiert tatsächlich, wie angekündigt, den Hausanschluss. Es ist schon sehenswert, wenn das Glasfaserkabel aus dem Leerrohr schießt, vor allem wenn man weiß welche Strecke es vom Einspeisepunkt aus zurückgelegt hat. Dann wird es mit dem Kabel in der Box verschweißt. Stark! Das Vorhaben ist nun einen wichtigen Schritt vorangekommen. Optimistisch betrachtet müsste ja dann nächstes Jahr die Montage im Haus selbst erfolgen 🤔😉. Abwarten. Ich nutze die Gelegenheit um mich über die vereinbarte maximale Länge des „In-House-Montage-Glasfaserkabels“ zu informieren – die Länge dürfte passen. Das beruhigt, falls es irgendwann zu meinen Lebzeiten noch akut werden sollte. Mühsam nährt sich bekanntlich das Eichhörnchen. – Abends fahren wir mit Freunden zur Mitgliederstunde meiner Gemeinde. Wie soll ich dieses Erlebnis am besten beschreiben? Vielleicht so: erst wenn man längere Zeit aus dem Amt ist merkt man, wie die für Beteiligte hochinteressante Themen, ausführlich vorgetragen, auf die größtenteils Unbeteiligten wirken 😇😀😉. Wie muss ich damals die Mitglieder viel zu oft gelangweilt haben. Mea maxima culpa oder so. – Der heimische Abend ist aber noch nett und der Schlaf schlägt heute schnell zu. Sehr gut.

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