Führungszeugnis für Apostel

Dankbar blicke ich auf den gestrigen Abend zurück. Gott hat es gut gemacht. Heute muss ich mich erst einmal in aller Ruhe „herunterfahren“, die herumschwirrenden Gedanken einfangen und „auf Kurs“ bringen 😉. Daneben kommt die wöchentliche Finanzplanung zu ihrem Recht und meine Energieerntebuchhaltung schreibe ich fort. Die Mittagspause fällt wieder einmal erstaunlich lang aus und ist sehr intensiv. – Am Abend gibt es einen Gemeindetermin. Wir diskutieren über die Vertretung gemeindlicher Interessen im überörtlichen Gemeinschaftsverband. Ganz nebenbei kommt die Frage auf, ob unser Kassierer auch unsere Buchführung erledigen muss. Muss er, meiner Meinung nach, natürlich nicht, nur ein ‚Finanzminister‘ im Vorstand wäre mir wichtig. Irgendwie, wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen, klingt es durch als würde die Frage im Raum stehen ob künftig für alle Mitarbeiter Führungszeugnisse nötig seien. Ich kann mir das nicht vorstellen, denn der engste Mitarbeiterkreis von Jesus hätte diesen „Test“ nicht bestanden: Zöllner und Sünder. Matthäus als Ex-Zöllner hätte nicht mitarbeiten dürfen und höchstwahrscheinlich auch sein Evangelium nie geschrieben. Paulus als Verfolger der Gemeinde wäre unter diesen Umständen jegliche Mitarbeit versagt 😉😇🤔 geblieben. Es bleibt spannend und ich bin gespannt. – Daheim schaue ich gelangweilt mit einem Auge Barnaby bei altbekannten Fällen zu und spiele Solitaire oder lese ein wenig nebenbei. Es wird relativ spät und der Schlaf agiert äußerst lustlos. Eine durchwachsene Nacht.

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Rogate

Der Tag ist da. Leider fällt die Studierstube mangels Beteiligung aus. Das ist superschade. Den Gottesdienst aus Bremen höre ich nicht, weil dem derselbe Predigttext zugrunde liegt. Das könnte mich verwirren. Stattdessen lausche ich einem Vortrag über die Entstehung des arbeitsfreien Sonntags mit verblüffenden Fakten. Stark. – Nachmittag lamentiere ich noch ein wenig herum bis es so weit ist und wir uns auf den Weg machen. Aller Aufgeregtheit zum Trotz kann ich die Predigt erstaunlich ruhig und gelassen vortragen. Es macht mir sogar viel Freude. Gott ist bei mir. Danke!!! Sie dauert 25 Minuten mithin spreche ich auch nicht zu schnell. Danke!!! Der Berg ist weg, der Sturm vorbei, die Schlachten geschlagen. Gott sei Dank!!!! – Abends gönnen wir uns ein Gläschen vergorenen Traubensaftes und gebrannter alter Birne. Danke, für diese guten Gaben, die in Maßen genossen sehr wohltuend und entspannend sind. Es wird normalspät und der Schlaf tut was er soll. Ein schöner Tag.

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Ruhe zwischen den Stürmen

Die Ruhe zwischen den Stürmen bestimmt den heutigen Tag. Gestern war Beerdigung und morgen ist Predigt, heute ist Recycling angesagt😉😇. Außerdem arbeite ich an der Präsentation meiner Predigt. Zugegeben, dieses Thema beschäftigt mich über die Maßen aber für mich ist das halt etwas Besonderes. Eins weiß ich, ich werde nicht wie üblich im Stehen predigen. Das regt mich zu sehr auf, ich kann mein MacBook mit dem Manuskript nur schlecht bedienen und es passt nicht zu meinem Predigtstil – mithin geht das gar nicht! Ich werde, so ungewöhnlich das auch sein mag, im Sitzen predigen – so bin ich eben. Daraus entsteht die Stuhl- und die Tischfrage😀. Beim Test schneidet mein Campingsessel am besten ab, nur der gut sichtbare Aufdruck „KingCamp“ scheint mir ziemlich unangemessen. Doch, wie von Gott vorbereitet, fällt mir eine Decke mit der Internetadresse meiner Gemeinde ins Auge. Die Decke sieht dezent aus, passt bestens und verdeckt alles Campingartige. Perfekt. Als Tischchen scheint mir mein vielseitig höhenverstellbarer Projektionstisch angemessen. Ich kann im Sitzen meine rechte Hand auf dem MacBook zum Scrollen platzieren. Jetzt noch ein Probedurchlauf und alles ist gut. – Währenddessen vertikutiert meine Gartenerbarmerin den Rasen, längs und quer. – Übrigens wäre meine Mum heute 99 Jahre alt geworden, die Erinnerung an ihr Leben und Leiden, an die gestrige Beerdigung drängt sich wieder ins Bewusstsein. Seufz. – Der Abend verläuft wie immer, nur in einer etwas höheren Anspannung bei mir. Irgendwann kommt auch der Schlaf zu seinem Recht.

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Beerdigung

Ausschlafen, aufstehen und frühstücken – an so einem Tag präferiere ich ein belegtes Brötchen statt des üblichen trockenen Knäckebrots. Das muss sein! Ich treffe die letztgültige Entscheidung bezüglich meiner Garderobe. Ein kleiner Glücksfall ist dabei mein neues Sakko – manchmal passt manches ungeplant gut. Schwager und Schwägerin treffen ein, wir plaudern ein wenig und begeben uns dann auf die Fahrt zum Friedhof. Das Wetter ist uns freundlich gesinnt, außerdem sind für uns noch die letzten zwei Parkplätze in der Seitenstraße frei. Etliche Trauergäste sind nämlich trotz der frühen Zeit schon da. Die Trauergemeinde ist nicht zu groß und nicht zu klein, wir begrüßen einander – leider sieht man sich oft nur zu solchen Ereignissen. Schade. Ich nutze die Zeit, um von Mutti in der Kapelle allein und in Ruhe Abschied zu nehmen – das warme Wetter hält die Gäste draußen fest. Das ist für mich sehr passend. Die Pastorin findet die richtigen Worte, obwohl sie Mutti ja überhaupt nicht kannte. Ich staune wie selbstverständlich unsere Geistlichkeit davon ausgeht, dass jeder Getaufte in den Himmel kommt, was in der Bibel bekanntlich deutlich anders beschrieben ist. Gott sei Dank muss ich das nicht entscheiden, Jesus allein urteilt darüber und das ist sehr gut so! Die Urnenbeisetzung macht es mir schwer, ich habe da meine gefühlsmäßigen Schwierigkeiten mir den geliebten Menschen in so einem winzigen Behälter vorzustellen – aber das ist halt mein Problem. Seufz. – Das Kaffeetrinken im Anschluss entwickelt sich gut, wir kommen ins Gespräch, die Bewirtung ist voll okay, die Beerdigungssuppe mundet nach dem Nachwürzen echt gut, der Stachelbeerkuchen ist sauer aber ich mag das sehr. Fein. Irgendwann am späten Nachmittag löst sich die Gesellschaft auf, es geht heim und wir lassen den Tag ausklingen. Ich rauche eine schwägerliche Zigarre auf der Lounge zu Ende bis die Kühle mich ins Haus treibt. Wir lesen die Trauerkarten, nehmen dankbar ein paar Spenden für Blumenschmuck entgegen und freuen uns über die mitfühlenden Kartenbotschaften. Danke!!! – Der Abend rauscht an uns vorbei bis das Seniorenbett ruft. Der Schlaf macht seine Sache gut und beendet so in liebevoller Weise diesen nicht leichten Tag.

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16.000 Tage

Zu überaus verträglicher Zeit fahren wir mit Foxi zu einem Arztbesuch nach Helmstedt. In Wolfsburg geht das nicht, beschämend für eine Kommune, die sich brüstet „Großstadt“ zu sein. Da gibt es wohl noch einige Defizite 😢🤔. Helmstedt ist ein uriges Städtchen, enge Straßen, überraschend ausgewiesene Taxenplätze und eine Adressvergabe, die staunen lässt. Wenn eine Praxis einer Straße ‚zugeteilt‘ wird aber in Wirklichkeit an der durch Häuserblöcke deutlich getrennten Parallelstraße liegt, grenzt das ja fast schon an Irreführung Unbedarfter. Aber egal, wir haben sie gefunden und Foxi umgeparkt. Recht schnell sind wir abgefertigt und genießen bei wunderschönem Wetter die Heimfahrt. Foxi freut sich offensichtlich darüber einmal längere Strecken fahren zu dürfen. – Am Nachmittag richten wir das Wohnzimmer besuchsfertig her, bezahlte Rechnungen wandern in die Ablage, die Kontoentwicklung würdigen wir kritisch und innerlich stellen wir uns auf den morgigen Tag ein. Da kommt etwas auf uns zu. – Den Abend gestalten wir entspannend, ich mit ein wenig Bauchgrimmen vor morgen. Ein Gutes hat der Tag aber doch – wir sind heute 16.000 Tage verheiratet, sagt meine App. Ein rundes, eigentlich feierwürdiges, Ereignis. Leider kommt es zu einem nicht ganz so passenden Zeitpunkt. Man nicht alles haben.

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Die Lounge

Feiertag: ausnahmsweise genehmige ich mir ein Frühstück. Draußen strahlt die Sonne vom Himmel und drinnen hagelt es Absagen zur Studierstube. Schade. – Wir bauen unsere Sommerlounge wieder auf. Trotz Abdeckung haben viele Blätter und ein paar kleine Zweige den Weg unter die Möbel gefunden. Wir fegen, legen die Balken an ihre Plätze, holen die Windschutzfolien aus dem Keller und montieren sie. Ein Sessel zeigt erste Vergänglichkeitszeichen, das ist zu bedauern aber kaum zu verhindern in dieser vergänglichen Welt. Die Polster und der Insektenschutz sollen morgen folgen. Der Freitag rückt näher und auch der Sonntag ist nicht mehr fern. Ein Freund übernimmt die Moderation im Abendgottesdienst, das ist supernett, denn sonst hätte ich das ebenfalls stemmen müssen; das wäre zwar nicht schlimm aber doch ein wenig belastend in meiner Situation. Nach einer letzten Korrektur an meiner Predigt, der Schluss gefiel mir bislang nicht so recht, beginnt der Abend mit Wismar, etwas später gefolgt von Münster, dazu lesen und sinnieren. Es wird spät, der Schlaf lässt auf sich warten und die Nacht fällt wieder mal kürzer aus. Dann ist das so.

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Hochgerüstete Fettzellen

Mein ärztlicher Jahres-Check steht heute an. Ich glaube ein Teilcheck mit Ultraschall reicht aus, meine Ärztin wünscht eine Ergänzung mit Dauerblutdruckmessen und ein Belastungs-EKG. Letzteres werde ich mir noch stark überlegen – für die absolut lästige Armfolterschlafkilleranwendung vereinbare ich einen Termin. So ein Arztbesuch kostet Geld und bringt nur bekannte Erkenntnisse: mein Lebendgewicht ist wie mein Blutdruck zu hoch. Das weiß ich selbst. Leider scheiterten bislang alle Gegenmaßnahmen an meinen hochgerüsteten Fettzellen. Inzwischen ist mein diesbezüglicher Optimismus einer starken Skepsis gewichen, kurz vor „das bringt doch alles nichts“. Gut ist das nicht. – So sehr ich unseren ID.4 schätze, in der Waschanlage könnte ich ihn prügeln – die eigentlich ganz nette Lenkradschaltung macht das Einlegen des Leerlaufs zum Geduldsspiel, ein echtes Defizit. Anschließend glänzt Tiger wieder und schnurrt zufrieden vor sich hin. – Nachmittags stehen die allmonatlichen Kontokontrollen auf meiner To-Do-Liste. Bei allen Ausgaben sind die Einnahmen doch recht erfreulich für zwei einfache Pensionisten bzw. Rentner. Danke, HERR! – Abends sprechen wir bei Bibel und Brot über Vergebung, die fünfte Bitte im Vaterunser. Ich freue mich über die bunt gemischte Zusammensetzung der Gruppe und die unterschiedlichen Beiträge. – Mord mit Aussicht bildet dazu einen starken Kontrast, lustig bis albern, mitunter so, dass ich vorspule. Heute überkommt mich die Müdigkeit recht frühzeitig und so finde ich mich schon gegen Mitternacht im Nachtlager wieder. Der Schlaf arbeitet gut, die Traumsequenzen sind dagegen eher verwirrend – ich sollte nicht so viel lesen und fernsehen, sondern lieber auf der Terrasse bei einem guten Glas Wein ein Pfeifchen schmöken. Das beruhigt, wenn nur Leber und Lunge dabei nicht zu benachteiligt würden. Gute Nacht.

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Service- contra Onlinewelten

Eine terminreiche Woche nimmt ihren alltäglichen Anfang. Wir betreten die Sparkasse, eine lange Schlange an nur einem geöffneten Schalter begrüßt uns. Nun ja, wir haben einen Termin, greifen uns eine Mitarbeiterin und sagen es ihr. Die Antwort ist seltsam: „Nehmen Sie bitte im Warteraum Platz. Aber jetzt kann ich nicht Bescheid sagen.“ ??? Kann nicht? Wir warten geduldig 10 Minuten. Nichts tut sich. Meine energische Begleiterin fragt im nächstgelegenen Büro nach. Es ist die Chefin. Sie kann tatsächlich (!!!) unsere Ansprechpartnerin informieren und ein paar Minuten später können wir alles sehr gut erledigen. Wunderbare Servicewelt 😠😉. – Ich begebe mich im Anschluss in unsere Gemeinde und schwinge den Staubsauger durch die Räume. Dazu höre ich die Sonntagspredigt aus Bremen und einen Vortrag von Roger Liebi. Mein Rücken ist allerdings nicht so besonders gut drauf. – Am Nachmittag bereinige ich die Kontenabfrage in meiner Finanzsoftware. So toll dieses Tool ansonsten arbeitet, bei den Grundanpassungen ist noch viel Luft nach oben. Aber es gelingt. Alles ist gut. – Wir organisieren die Bezahlung für das Kaffeetrinken nach der Bestattungsfeier. Erstaunlich was so etwas heutzutage kostet. Is wie is. – Ein wenig lesen, ein wenig Solitaire und YouTube also ein stinknormaler Abend. In der kalten Jahreszeit bin ich ja ein passionierter Drinnenbleiber. Ich freue mich schon auf künftige Terrassenzeiten mit Freunden, dazu Rosé oder Almdudler, eventuell ein Pfeifchen, nette Aussichten. Ein Theaterbesuch, ein Musical oder Kino sind für uns beide wenig reizvoll. Es wird nicht sehr spät und der Schlaf liefert ein eher durchschnittliches Arbeitsergebnis.

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