Prophetentest und Gottesnähe

Aus dem Bett springen, unter die Dusche hüpfen, frühstücken und die Tore für die Studierstube öffnen. Monatanfangssonntagsroutine. Es wird eine muntere Runde, wenn es auch wenig textnah geschieht. Ich liebe unser „Stübchen“, leider fällt es viel zu oft aus. – Nachmittags schauen wir der Predigt aus Bremen zu, bemerkenswerte Hinweise auf falsche und echte Propheten. Nachdenkenswert. Und am Abend geht es in unsere Gemeinde über Gott, der einerseits uns ganz nahe kommt und andererseits als Schöpfer und Regent des Universums der Unnahbare ist. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt, die ganz besonders spürbare Nähe unseres Gottes in Jesus Christus kommt, meiner Meinung nach, leider viel zu kurz. Wir plaudern lange nach dem Gottesdienst und kommen sehr spät wieder daheim an. Gemeinsam mit einem älteren Gewürztraminer gestalten wir den Abend in aller Ruhe, weitgehend ohne Fernsehen. Es wird ein wenig spät und der Schlaf erscheint peu à peu. Das kenne ich inzwischen schon.

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Auftauschutzvorkehrung

Vor 33 Jahren sind wir in unser Haus eingezogen. So lange ist das her. Stark. – Das Auflehnen gegen eine Erkältung geht weiter und es sieht nicht schlecht aus. Am Nachmittag kann ich sogar zwei Innenkameras montieren, also die bisherigen abbauen, eine neue Halterung anschrauben und die neuen Kameras ausrichten. Meine mangelnde Gesundheit bestätigt sich in den Schweißausbrüchen, die die Montagen begleiten, ruckzuck bin ich fertig mit Schuh und Strümpfen und habe doch kaum etwas getan. Egal, letzten Endes hängen die Cams fest an ihren Winkeln und übermitteln phantastisch scharfe Bilder. Der Unterschied zu ihren Vorgängern ist gravierend. – Ein Freund eruiert Möglichkeiten bei Abwesenheit über einen ausgelösten FI informiert zu werden. Das wäre auf Reisen sehr hilfreich, denn man könnte Freunde bitten, sich des Schalters oder notfalls der Kühltruhe anzunehmen – der Odeur von Aufgetautem nach zwei Wochen Urlaub ist halt schwer erträglich 😫. – Einem üblichen Abend folgt eine kurze Nacht mit gerade so ausreichendem Schlaf.

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Eingeschränktes Werkeln

Nun hat mich die Erkältung doch erwischt. Sie weiß noch nicht ganz genau, wie weit sie sich entfalten will, arbeitet aber dran. Seufz. Heute soll die neue Wallbox kommen, um 07:45 wird per Anrufbeantworter abgesagt. Dann ist das so. – Der Regen hat 22 Liter pro Quadratmeter gebracht und so die bislang negative Monatsbilanz ins Positive gedreht ohne Überschwemmungen zu verursachen, es ist nur alles sehr nass und patschig. – Mittags steht eine lange Bettruhe, verstärkt durch einen Anti-Erkältungstrank, an und mir geht es danach durchaus besser. So verschaffe ich mir einen Überblick über die finanzielle Situation meiner Mum, denn das Schreiben des Amtsgerichts hat mich dazu motiviert. Der Steinmetz wird uns noch mit einer Rechnung beglücken und für die Gedenkfeier im nächsten Jahr ist Vorsorge zu treffen. – In der Andacht entdecke ich die Psalmen neu und staune über die Tiefe und Weitsicht ihrer Verfasser. – Abends haben die Fußballerinnen mir den Freitagskrimi geklaut – ich werde nie verstehen was so attraktiv daran ist zwanzig Spielern beim Gekicke und zwei Torwächtern beim Netzschutz zuzusehen. Jedem das Seine. – So bleibt mir nur die übliche Lese- und YouTube-Stunde, wobei es interessant ist so einen Riesenpott wie die ‚Mein Schiff 7‘ beim Stoppen aus Höchstgeschwindigkeit, bei einer 360-Grad-Kurve und beim Slalomfahren zuzuschauen. Nette Sache so ein Abnahmetest. Der Rest ist Business as usual, selbst der Schlaf steht parat.

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Kampftag

Wir sind in Kämpfe verstrickt. Eine kämpft bei uns mit der Erkältung, ein anderer gegen die Ansteckung 😉. Solche Krankheitskampftage sind nie sehr produktiv. Dann ist das so. – Unsere Reiseunterlagen sind inzwischen online verfügbar. Ich nutze die Zeit um Kofferanhänger auszudrucken, auszufüllen und zu laminieren. Nun muss ich sie noch zuschneiden, lochen und mir eine optimale Befestigung überlegen. So geht der Tag dahin. Auch der Abend verläuft unspektakulär bis die Bettzeit naht. Der Schlaf kommt schnell und fest. Bemerkenswert.

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Malade

Frühmorgens fegt der Schornsteinfeger unseren Schlot. Nachmittags ist schon die Rechnung da. Kurz vorher trifft das Heizöl für die Wintersaison ein. Das baut auf, ein Jahr Wärme ist gesichert, bei sparsamem Verbrauch sogar notfalls zwei. Fein. – Meine sonst so Hochaktive ist heute in ihrem Schwung deutlich gehemmt. Eine Erkältung drückt sie nieder. Morgens geht es schon los mit den üblichen Symptomen und tagsüber wird es immer schlimmer. Ich nehme zum Schutz ebenfalls Medikamente, denn auch in mir kämpfen feindliche Viren mit meinen Antikörpern. Letztere will ich möglichst kräftig unterstützen. Noch kratzt es nur im Hals und pocht zaghaft am Kopf und ich hoffe es bleibt so, leider verstärken die Viren meiner Mitbewohnerin unfairerweise die Gegenseite. Abwarten und Anti-Erkältungsmittel konsumieren. – So ist meine Produktivität arg geschwächt (von gering auf Stillstand😢😠🤔). Wir hängen halt durch. Nach der Andacht sehe ich der Soko Wismar zu, verfolge die Heute-Nachrichten, die mich wie erwartet nicht aufrichten, ein paar wenige YouTube-Videos und ein kostenloser Cosy-Roman bauen mich ebenfalls nicht weiter auf und so kommt es irgendwann zum Schlafen, das eher intervallartig stattfindet. Krankheit im Haus ist doof!

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Technikfreak

Die neue Kamera soll heute installiert werden. Zunächst muss die HomeBase sie akzeptieren. Das bedarf einiger Überredungsversuche aber es gelingt. Um die Leiter zu vermeiden, probiere ich einen neuen Standort auf der Lounge mit Blick auf den Hintereingang aus. Alle Versuche scheitern, die Blickwinkel ist suboptimal. Das war wohl nix. Ich muss mich der Tatsache stellen, dass sich die bisherige Cam genau am perfekten Ort befindet. Dann ist das so. – Am Nachmittag erklimme ich die Leiter, so recht wohl ist mir nicht, doch das bessert sich mit der Zeit. Die alte Kamera schraube ich ab und lasse sie erst einmal am Kabel hängen. Nun teste ich die Neue ob sie an dieser Stelle überhaupt von der HomeBase empfangen wird. Dem ist so. Gut. Natürlich passt die neue Halterung nicht auf die vorhandenen Dübel – war ja klar. Dann ergibt sich eine weitere Schwierigkeit, weil die neue Cam nicht perfekt ausgerichtet werden kann. Merde. Zum Dritten wird mir inzwischen empfindlich kalt – Erkältungsgefahr! Ich greife zu einer Notlösung, ziehe nur eine Schraube an, akzeptiere vorübergehend eine 90-gratige Schieflage um später in Ruhe an einem wärmeren Tag eine umfassende Korrektur in Angriff zu nehmen. Zugegeben, der Überwachungsaufwand steht in keinem Verhältnis zum Risikopotenzial aber ich spiele halt so gern mit Technik, sie fasziniert mich einfach. – Das erklärt sowohl die Alarmanlage als auch die neue Wallbox, die am Freitag kommen soll. Inzwischen täte mir aber eine Sparrunde äußerst gut und so verordne ich mir bis auf weiteres einen Investitionsstopp. Genug ist genug. Basta. – Abends überstehe ich ohne größeren geistigen Schaden die schlichte, durchschaubare Handlung der ‚Rosenheim-Cops‘ sowie den nervigen Humor von ‚Mord mit Aussicht‘. Alles wird gut🤔😀. – Ein Leseausflug in die Provence, nach Täterentlarvung samt Verhaftung ein viel zu später Gang ins Seniorenbett und ein gut aufgelegter Schlaf runden diesen Tag ab. Bonne nuit.

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Grenzen akzeptieren

Heute ist Zahltag – unser Urlaub wirft seinen mächtigen Schatten voraus. Also raus mit der Knete, ein lachendes und ein weinendes Auge bleiben zurück. So ist das Leben. Eben. – Wie kommen wir dazu, um 13 Uhr einen Zahnarzttermin zu vereinbaren? Blöde Zeit, ist uns aber passiert. Einem frühen Lunch folgt eine intensive Zahnpflege und ein Besuch des Bohrers, der bei mir heute unbenutzt bleibt. Durchatmen ist angesagt 😀. Dann schauen wir bei Freunden vorbei, auf einen Tee mit Plauderei. Wir entdecken dort Kreuzfahrten, äußerst reizvoll aber monetär diffizil, wenn nicht unmöglich. Seufz. Dann ist das so – was wäre das Leben wenn alles erfüllbar wäre? Die eigenen Grenzen in vielfältiger Weise kennenzulernen gehört zu unserer Existenz dazu. – Bei uns ist eine weitere neue Kamera angekommen als Ersatz für eine in die Jahre gekommene. Um die alte abzubauen müsste ich auf eine Leiter steigen und in luftiger Höhe arbeiten. Dazu habe ich erstens keine Lust und zweitens zu viel Gewicht. Ich durchdenke meinen Handlungsspielraum, mal schauen, auf welche Lösung ich komme. – Bei der Abendandacht erreiche ich das Ende des Jesus-Buches und nehme mir vor demnächst mit dem guten alten Heussi anzufangen. Sein ‚Kompendium der Kirchengeschichte‘ reizt mich sehr. Das wird spannend. – Abends steht natürlich der gute alte Barnaby an erster Stelle mit zwei wohl bekannten aber nicht üblen Folgen. Nebenbei lese ich noch ein wenig und suche recht spät mein Nachtlager auf. Der Schlaf hat offensichtlich das Warten auf mich satt und agiert äußerst lustlos. Wieder einmal – das kann ja heiter werden.

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Schon wieder Sonntag

Auf zum Gottesdienst in unsere Gemeinde, es predigt die Jugendpastorin und stellt vorher zehn äußerst schweigsame Konfirmanden vor. Etwas mehr Mut täte ihnen gut aber sie sind ja noch so jung, das wird noch 😉. Für unsere Gemeinde ist das eine sehr große Gruppe. Die Predigt über die blutflüssige Frau macht Mut zum Glauben, zum Vertrauen auf Jesus. Sehr schön. Ein paar nachgottesdienstliche Gespräche später sind wir wieder daheim, lunchen und schlafen. – Nachmittags schauen wir uns die Verkündigung aus Bremen an. Das Thema „wie wir durch Jesus gesegnet sind“ wird spannend präsentiert. Grundlage dafür ist ein Text aus dem Epheserbrief. – Meine spaziergangsfreundliche Mitbewohnerin macht die Erfahrung, dass schlechtes Schuhwerk mitunter miese Folgen hervorruft, die kein Mensch braucht. – Eine Freundin hat noch ein paar Ergänzungen zu einem Einladezettel. Ich baue die Änderungen ein und verschicke dann die Druckvorlage – das Ganze hat mir mal wieder richtig Spaß gemacht. Fein. – Dann YouTube ich ein wenig, lese ein paar Kapitel und gehe relativ normalspät zu Bett. Die Nacht ist ganz okay, der Schlaf schaut sporadisch dafür aber intensiv vorbei und das scheint zu reichen. Na denn.

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