Wenn der HERR nicht das Haus hütet …

Der Auftrag für Linda, unsere neue Alarmgeberin, geht raus. Susi wurde immer unzuverlässiger und so ist es Zeit für einen Neuanfang. Am wichtigsten ist mir aber, dass unser Haus während längerer Abwesenheit von einem professionellen Dienstleister überwacht wird. Bei zwei Einbrüchen in den letzten Jahren tut Vorsorge wohl not. Dennoch ist eins völlig gewiss: Wenn der Herr nicht das Haus hütet, wachen die Dienstleister umsonst. Wir tun was wir können, doch selbst das liegt in der Hand unseres Gottes und das ist gut so! – Im Zuge dieser Maßnahme werden auch drei Kameras ausgetauscht, zwei treffen heute ein, wunderbare Sonderangebote leistungsfähiger Cams. Klasse. Die Installation fluppt 😀😉 perfekt und ich bin voll happy 😇. Die Bildqualität ist phantastisch – wir können jetzt potenziellen Einbrechern beim Ausräumen zuschauen 😉, schade nur, dass sie bei uns nur wenig Verwertbares finden, denn das einzig transportable „Teure“ (Handys, iPads und Macs) begleitet uns meistens und verliert dazu noch täglich an Wert. – Die Abendandacht bringt mir einen Psalm näher und schließt den Kolosserbrief ab. – Der Abend lässt mich an Kreuzfahrerweisheiten teilhaben, stärkt die Vorfreude auf eine Reise in anderthalb Jahren und auf die bald anstehende England-Irland-Spanien-Frankreich-Belgien-Niederlande-Tour. Das wird gut. Es wird normal spät und der Schlaf hat heute keine Lust. Das wiederum ist nicht gut.

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Absonderliche Mordfälle

Während meine Vielbeschäftigte wichtige Erledigungen in der nahegelegenen Stadt tätigt, ordne ich daheim mancherlei Krimskram, nicht schön aber unvermeidlichkeitsbar 😀. Ein superschmackhafter Eintopf erfreut mich zur Mittagszeit und ich verzichte heute mal auf meine Mittagsruhe. – Unterdessen trifft ein korrigiertes Angebot, resultierend aus unserer gestrigen Beratung, ein und weist nunmehr eine akzeptable Endsumme aus. Das ist gut. So werde ich noch einmal darüber schlafen und dann kann der Auftrag wohl raus. – Meine Abendandacht spricht mich wieder an, ich merke aber, dass die fehlende Mittagspause sich um diese Zeit leider bemerkbar macht. Ein Blick auf meinen Getränkekonsum, der sich am unteren Level bewegt, ist wohl unvermeidbar. Ein kleine Flasche Mineralwasser weiter, geht es mir viel besser. – Abends ermittelt sich der Alte durch einen verzwickt-kuriosen Mordfall in einem Bestattungsinstitut. Erschütternd auf welch absonderlich scheußliche Ideen wir Menschen mitunter kommen. Aus der Mediathek beobachten wir im Anschluss den Staatsanwalt bei einer nicht minder absurden Ermittlung in einer total chaotischen Familie. Es schüttelt mich. Jetzt noch etwas lesen und so wird es sehr spät aber der Schlaf lässt sich dennoch eine Menge Zeit. Das ist nicht ganz so gut. Seufz.

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Linda statt Susi?

Eigentlich wollte ich nur ein wenig die Rasenkanten schneiden. Nun sehe ich, dass erst einmal eine Menge Gestrüpp, kniehohe Brennnesseln und mancherlei Gräser zu entfernen sind, bevor die Kante so richtig bearbeitet werden kann. Nun denn, ran an den „Feind“. Der gibt sich zähleibig und es geht langsam voran. Ich wirke so lange bis Mr. Shorty wieder herumkurvt. Da kommt noch was auf mich zu – das wird lustig (oder frustig?). – Nachmittags berät man uns über die Nachfolge von Susi, unserer Alarmanlage. Susi ist in die Jahre gekommen, steigt immer öfter unerwartet aus und verliert spürbar an Zuverlässigkeit. Ihre designierte Nachfolgerin Linda würde uns teuer zu stehen kommen, es ist nicht ausgeschlossen, dass aus der designierten eine resignierte Nachfolgerin wird 😉. Immerhin hat der Anlagenbauer ein paar gute Spartipps auf Lager, letztlich zählt jedoch „was unten rauskommt“. So isses. Abwarten. – Abends treffen wir uns im gut besuchten Hauskreis. Der Text reißt mich nicht so mit, ist aber nicht völlig ohne interessante Aspekte. Sei’s drum. Die Plauderei hinterher kommt bei mir dagegen gut an. Ich muss offensichtlich sehr aufpassen, dass hier bei mir die Hauptsache wirklich die Hauptsache bleibt 😇. – Daheim wird es richtig spät, dafür kommt der Schlaf gut und altersgemäß tief. Nett.

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Denk ich an Europa in der Nacht …

Schön ausschlafen, sich über 11 Liter Regen freuen, Knäckebrot knabbern und Kaffee konsumieren, dazu News studieren und anschließend Zeitung lesen – der übliche Tagesstart. Es folgt die Andacht und schon ist es fast wieder Mittagszeit. Vor dem Essen ist das Büro endlich dran und dort soll, soweit möglich, Ordnung einziehen. Der riesige Zimmerbrunnen, dort zwischengelagert, wird endgültig außer Funktion gesetzt und stillgelegt. Schade um ihn. Bald darauf ist das Zimmer wieder leicht begehbar 😉😇. – Zum Lunch gibt es Spargel mit Schnitzel, ein feudales Mahl. Fein. – Nachmittags sind noch ein paar aufräumartige Feinarbeiten zu erledigen. – Mr. Shorty wird in Bereitschaft für morgen versetzt und soll endlich wieder zuschlagen, bzw. mähen. – Die Europawahl steht irgendwie, irgendwo und irgendwann vor der Tür. Im Fernsehen poppen immer wieder komische Werbespots von Parteien auf, leider haben sie mir wenig zu sagen, weil ich immer gleich den Ton abstelle 😀. Ich kenne keine Partei, die meine Interessen im großen Stil widerspiegelt. Also frisch und frei den Wahl-O-Maten angeworfen, fleißig geantwortet, Prioritäten gesetzt und natürlich alle Parteien in den Lostopf geworfen. Das Ergebnis ist der schiere Frust: zu nahezu gleichen Teilen (über 70%) „Bündnis Deutschland“, „SPD“ und „CDU/CSU“. Na toll, das hilft mir echt weiter😉😠. Bündnis Deutschland, was ist das eigentlich? Ich öffne die „Infos zur Partei“ und bin total entsetzt. Nein, die Hauptanliegen dieses Bündnisses finde ich eher erschreckend aber weshalb setzt die der O-Mat auf 73,5%? Die SPD mit 72,5% und die CDU mit 71,6% zelten eigentlich ebenso fern von meiner politischen Heimat. Und nun? Doch spaßig war er schon, der Mat, drollig welche Forderungen so in den Programmen auftauchen. Da könnte ziemlicher Schrott auf uns zukommen! „Wir spinnen, wir Menschen,“ möchte ich Obelix zitieren. Na denn „Gute Nacht“, lasst uns schön friedlich schlafen, das Aufwachen könnte grausam werden.

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Fuß- und Glaubenspflege

Nichts Neues unter der Sonne, der Tag rauscht halt vorbei. Der Vormittag ist gefüllt mit Planungen und anderen Kleinigkeiten. Meinen Treterchen wird wieder eine angemessene Pflege zuteil, es läuft sich danach deutlich beschwingter. Das tut wohl. Ich mag die Park-App, die in Parkscheinzonen eine flexible Handhabung ermöglicht, selbst wenn dabei eine Service-Gebühr anfällt. – Ich nehme mir endlich wieder Zeit für eine persönliche Andacht, es bleibt wohl ein steter „Kampf“ obwohl diese Auszeit mich jedesmal wunderbar aufbaut. – Abends begeben wir uns zu Bibel und Brot, Thema ist der Heilige Geist und es wird gut. Wenn der Moderator sich ein wenig mehr zurücknehmen würde, wäre es perfekt aber ich weiß aus eigener Erfahrung wir schwer das fällt, wenn man sich perfekt vorbereitet hat. – Back home again spiele ich ein Update auf alle unsere mobilen Geräte, schalte Mord mit Aussicht wegen zu größer Blödheit ab und lese ein bisschen. Aus unerfindlichen Gründen wird es wieder spät und der Schlaf bringt wirre Träume mit. Wenn’s denn unbedingt sein muss …

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Schnitzel und Spargel

Wir schauen uns die Pfingstsonntagspredigt aus Bremen an, eine hervorragende Erläuterung zum Pfingstfest. Stark. Heute ist endlich der Tag für Schnitzel mit Spargel und wir machen uns auf den Weg zu Jorgos am Kanal. Wir treffen dort, völlig ungeplant, auf meine Schwester samt Schwager und genießen bei Sonnenschein und vorbeifahrenden Binnenschiffen unser Mahl. Hinterher noch den allerbesten Metaxa, weit über dem bekannten mit nur sieben Sternen😀. Nun gut, das kleine Glas hat seinen Preis, ist es aber auch wert. – Die Mittagsruhe fällt angemessen lang aus, so dass der Magen in Ruhe arbeiten kann, der Gute. – Abends spiele ich den entscheidungsschwachen vielsendergeplagten TV-Zuschauer und zappe gelangweilt immer wieder zwischen einigen Sendern hin und her. Letztlich bleibe ich beim bekannten Barnaby hängen und lasse die Handlung an mir vorbeiplätschern. Im Tagesresümee muss ich konstatieren, dass mein Bewegungsmangel mich immer deutlicher belastet aber ich es bislang nicht schaffe die Magnetkraft meines Sofas zu überwinden. Die Anziehungskraft ist viel zu stark. Dazu kommt das Motzen von Rücken und Knien, die unter meinem Übergewicht stöhnen. Aber jammern bringt nicht weiter und so gehe ich einfach spät ins Seniorenbett, schlafe gefühlt schlecht während meine Watch das Gegenteil behauptet. Schöne neue Technikwelt!

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Pfingsten

Mehr oder weniger frohgemut schlüpfe ich aus dem Seniorenbett, absolviere das Morgenritual, und das Pfingstfrühstück fällt angesichts des gestrigen Tages und dem Ausblick auf das drohende Mitbring-Büffet in der Gemeinde kärglicher aus. Das ist gut so. Im Gottesdienst erklärt man uns das Sprach- und das Hörwunder, was für langjährige Pfingstfestfeierer keine wirkliche Neuigkeit ist aber immer wieder gut, um es sich ins Gedächtnis zurückzurufen. Fein. Die Luft im Saal ist zum Schneiden und ich muss erst einmal nach draußen. Dort ist es schön warm und kuschelig. Ein Blick ins Innere zeigt mir das wohlgefüllte Büffet aber auch die langen Schlangen auf beiden Seiten, die meinen Appetit noch nie anzuregen vermochten. Ich bestaune lieber die Reproduktionen sehr alter chinesischer Plakate, die zu Gottesdiensten einladen sollten und christlich Inhalte vermitteln. Hochinteressant und mitunter rätselhaft aber eine Freude sie anzuschauen. Inzwischen ist das Essensangebot deutlich geschrumpft, dafür der Andrang ebenso. Ich finde ein wenig Nudelsalat und was will ich mehr? Ein paar Gespräche später begeben wir uns zu Foxi, der uns sicher nach Hause bringt. – Nachmittags sind wir bei Freunden, die uns von ihrem Urlaub berichten. Ein brillantes Thema, das mir sehr zusagt 😉😀. – Abends verfolgen wir die Berliner Stadtentwicklung auf der Großleinwand und begeben uns anschließend zu den Namib-Pferden nach Namibia in die Wüste. Ich lasse aus der Mediathek die Münsteraner in einem Fall ermitteln, der Elemente von „Men in Black“ adaptiert. Irgendwie köstlich. Es wird spät und mein Magen beglückt mich mit Sodbrennen in der Nacht. Mal was Neues.

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Liebe Gäste

Heute heißt es das Wohn- und Esszimmer auf Besuch einzustimmen. Ich sauge die wenigen Krümel weg, räume ein paar Kleinigkeiten hin und her und verberge unsere liebevoll-verkramte Individualität hinter einem hübsch gedeckten Tisch und wohlsortiertem Sideboard. So muss es wohl sein, sagt man. Das erinnert mich schlagartig ans schon jahrelang anstehende Büro- und Kelleraufräumen. Uff. – Die Gäste sind supernett, wir plaudern vielstimmig über diverse Themen, kurz, nur um unserem Alter Rechnung zu tragen, auch über Krankheiten und frühere Zeiten, über unsere Jugend und die Jugend von heute 😉😀😇🤔😢… Der Themen sind viele, erlebt haben wir einiges, etliche Handwerker-Storys sind zum Schmunzeln obwohl sie eigentlich zum Weinen wären, familiäres trifft auf ehemals berufliches – kurz, es ist einfach schön. – Der Abend ist nicht weiter erwähnenswert, schauen, lesen, erzählen und spät ins Bett. Die Nachtruhe überkommt uns noch viel später aber was soll’s, dann ist das so!

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