Steuererklärung – erste Schritte

Für unsere Einkommenssteuererklärung gehe ich den ersten Schritt und lege alle Rechnungen, Dokumente und was-weiß-ich-nicht-alles in den Ordnern ab. Es sammelt sich in kurzer Zeit erstaunlich viel Papierkram an. Während meine Allerliebste beim Optiker ihre Zeit verbringt sortiere, loche und hefte ich vor mich hin. Gegen Mittag jault die Alarmanlage beim Schließen der Loungetür los. Spätere Recherchen ergeben, dass ich den Batteriedeckel wohl nicht richtig verschlossen hatte. Nervig. – Am Nachmittag bereiten wir uns ordnungsmäßig auf den morgigen Besuch vor. Mein Beistelltisch sieht jetzt richtig aufgeräumt aus – irgendwie komisch 😉😇. – Ein Angebot für die neue Alarmanlage trifft ein. Es glänzt mit seiner unerwarteten Höhe und einer neuartigen Mathematik mit der unser Bewachungsprofi einen zehnprozentigen Rabatt in einen neunprozentigen verwandelt. Simsalabim oder so. I’m not amused. – Der Alte am Abend hatte wieder einen netten etwas konstruierten Fall zu lösen. Ganz okay. Ansonsten verläuft alles wie immer, Routine kann nervenberuhigend wirken, es wird leicht spät und der Schlaf lässt sich irgendwann auch mal blicken.

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Luxuskapellchen

Mein geliebtes Eheweib frühstückt außerhalb und ich knabbere daheim mein Knäckebrot 😉😀😇. So ist das Leben. Es gibt einiges zu tun. Neben mancherlei Kleinigkeiten entwerfe ich eine Einladung zu einer Seniorenkreistour – die Gestaltung bereitet mir viel Freude. Ein bisschen Kreativität regt den Geist nun einmal an. – Die Rechnung der Stadt für die Beerdigung trifft ein. Ich hatte einen höheren Betrag erwartet – andererseits sind 214 Euro für eine knappe halbe Stunde Kapellenbenutzung schon recht deftig. Da hat jemand bei der Kommune sein Hirn schon ziemlich strapaziert um diese Gebührenhöhe nachzuweisen. Aber ich will nicht klagen – doch staunen darf ich schon. – Am Nachmittag bringen Freunde ein paar Aluplatten als Dachbedeckung für unser Holzlagerregal vorbei. Das ist total lieb und freut uns sehr, denn die ursprüngliche Dachpappe hat der Sturm aus ihren Nägeln gerissen. – Der Abend bringt keine neuen Aktivitäten hervor und doch wird es wieder spät, ich kann wohl nicht anders. Der Schlaf lässt sich Zeit.

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Relativität der Probleme

Unser Bewachungsunternehmen ist ganz schön geschäftstüchtig. Gestern am Abend schicke ich eine E-Mail und heute schon ruft der Chef zurück. Wortgewaltig erklärt er mir weshalb er nur unwesentlich von den UVPs abweichen kann sowie sein Unverständnis wie Firmen im Internet preislich so weit darunter bleiben können. Nichts anderes hatte ich erwartet. Okay, dann soll er mal ein Angebot schicken und dann sehe ich weiter. Zur Not muss ich mir eine andere Anlage suchen, doch das fällt mir schwer, weil ich seine Bewachungsdienste sehr gern in Anspruch nehme. Schauen wir mal. – Die Bewässerung tut immer noch nicht was sie soll. Ich starte einen weiteren Versuch und der gelingt recht ordentlich. Ich gewinne wieder Zuversicht. Dabei muss ich an unseren alten Pastor denken und mir kommt in den Sinn, wie schnell „große“ alltäglich Probleme in den Hintergrund treten, sobald schwere Krankheiten oder Unfälle über uns herfallen. Lieber Gott und Vater, sei mit unserem Pastor! – Nach der Mittagsruhe fahren wir zum Bibelgespräch am Nachmittag in unsere Gemeinde. Es geht um den barmherzigen Samariter. Obwohl der Text mir hin und zurück, kreuz und quer bekannt ist, erschließt sich mir doch ein neuer Aspekt, leuchtet ein Detail auf. Stark. – Während meine Ehefrau beliebt auswärts zu speisen (es sei ihr von Herzen gegönnt), bereite ich mir daheim einen leckeren abendlichen Imbiss mit Hochzeits- und Bihunsuppe zu Graubrot. Nicht übel nur leider körpermassensteigernd. Dann ist das so. Die Abendzeit vergeht in üblicher Manier, wieder wird es spät und wieder kommt der Schlaf irgendwann zum Zuge.

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Tag mit Technik

Apple schickt ein neues Update. Es lässt sich einwandfrei installieren. Sehr schön, etwas zeitraubend aber so ist das eben. – Die Bewässerung soll von selbst zur programmierten Zeit starten. Ich schaue ein wenig zu spät nach aber „stille ruht der See“. Ich liebe Technik 😉. Also starte ich sie manuell indem ich die abendliche Startzeit auf Mittag vorstelle. Das klappt. Na endlich, wurde ja auch Zeit – aber wo liegt der Fehler. Ich programmiere neu und kann nur abwarten. Morgen ist auch noch ein Tag. – Eine dieser bösartigen Riesenmücken hat sich in unser Wohnzimmer gewagt. Das mag ich gar nicht. Ein gezielter Tennisschlag, es funkt gewaltig und schon ist Ruhe. Tennis ist für Mücken äußerst ungesund 😀. – Die Steuererklärung hebt drohend ihr Haupt, noch kann ich widerstehen doch wie lange noch? – Am Abend trifft eine schlimme Nachricht ein, unserem ehemaligen Pastor geht es gar nicht gut. Ich bin sehr traurig und wir beten für ihn. Gott kann helfen! – Meine gemeindlich aktive Lebenslanggefährtin ist zu einer Teambesprechung unterwegs. Ich gönne mir dagegen ein wenig Retsina, einen Mord mit Aussicht und die zweite Hälfte eines bekannten Münster-Tatortes. Mal wieder ein Fernsehabend ist ja auch ganz nett, more or less. Daneben mache ich mir Gedanken über unsere abgängige Alarmanlage. Sie tut zwar noch was sie soll, zeigt sich aber häufiger bockig, widerspenstig und ärgert mich nicht selten. Ersatz ist teuer. Was tun? – Es wird wie üblich spät, weil ich in einem vor Urzeiten gelesenen Krimi bis ans Ende vorspringe, weil ich nicht mehr sicher bin wer und warum der Mörder ist. Mit dieser Unsicherheit gehe ich nicht schlafen! Ach, es war eine psychotische Mörderin, auch gut. Der Schlaf kommt mittelmäßig schnell, dafür tief und fest. Klasse.

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Hoffnung auf Rasen

Mr. Shorty dreht seine Runden und dabei habe ich ihm doch Urlaub verordnet! Das geht gar nicht! Also runter zu ihm, stoppen und erneut den Befehl eingeben. Er fährt los, lenkt dann brav seine Räder zur Ladestation und dockt mit einer eleganten Drehung perfekt ein. Gut so. Jetzt kann der Jungrasen ungehindert wachsen. Das Befeuchten funktioniert ebenfalls einwandfrei. Nach einer Woche will ich mal schauen was der angeblich so schnell wachsende Reparaturrasen drauf hat. Alles ist gut. Hoffentlich. Für einen geistlichen Bruder suche ich ein paar Bibelverse heraus, ihm schwebte einer vor aber ich finde nur ähnliche, nicht den Gesuchten, falls es diesen überhaupt gibt. Irren ist halt menschlich. Ich mache mir ein wenig Sorgen um ihn und muss zu meiner großen Freude feststellen, dass es ihm über die Maßen gut geht. Prima. – Wieder raffe ich mich zu einer Abendandacht auf und die wird gut. Fein. Abends alte Folgen von Barnaby und spät zu Bett. Der Schlaf kommt bald und intensiv. Sehr erfreulich.

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Voll müde

Selten habe ich es erlebt so müde zu sein wie heute. Ich kann kaum die Augen offen halten. Im Gottesdienst bin ich nicht ganz da, nur mit viel Mühe bleibe ich wach, träume sogar kurzzeitig vor mich hin. Erst zur Predigt bin ich halbwegs da, wenn ich diese auch nur eingeschränkt mitbekomme. Das Abendmahl tut geistlich gut – allein wenn man einen Schluck Wein erwartet und plötzlich Traubensaft im Mund spürt, lenkt das die Gedanken und die Konzentration deutlich ab. Eine Verwechslung kann halt mal vorkommen. Gleich nach dem Gottesdienst schleiche ich zum entfernt parkenden Auto und genieße den Halbschlaf. Wie äußerst wohltuend empfinde ich die Mittagsruhe. Nach einem ausgiebigen Schläfchen geht es mir endlich wieder gut. Alles wach. Toll. – Der Gottesdienst aus Bremen rüttelt und schüttelt mich. Wenn sich die dort zitierte Liebe zu Jesus so zeigen muss, wie der Pastor es proklamiert, wird kaum einer selig. Alles Private zur Seite schieben um christliche Aktivitäten zu entfalten, kein Privatleben mehr, nur völlige Hingabe. Sorry, ich mag ja den Pastor ganz gern und ich liebe Jesus aber ich glaube einfach nicht, dass Gott uns Freizeit, Vermögen und gute Gaben schenkt nur in der Erwartung alles gleich wieder für seine Gemeinde zu opfern. Ich bin fest überzeugt, dass Gott uns einen verantwortungsvollen Umgang mit allen seinen Gaben lehren will und zwar für die Gemeinde, für eigene Zwecke, für die Partnerin, die Familie … Gelobt sei Gott für seine Gaben, geistliche und materielle. Führe uns, HERR, dass wir in rechter Weise damit umgehen. – Abends schauen wir in Terra X einer Liebeserklärung für München zu, nett gemacht. Mir fällt auf, dass München das Zentrum des Nationalsozialismus war, der das Volk der Juden vernichten wollte und zur am stärksten zerstörten Stadt Deutschlands wurde. Wehe denen, die Gottes Augapfel antasten! – Es wird normal spät und der Schlaf kommt relativ fix.

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Rasen und Wasser

Unser Rasen weist inzwischen etliche Lücken auf. Es ist an der Zeit sie zu füllen. Wir machen uns auf den Weg zum Baumarkt. Welchen Samen sollen wir nun nehmen? Schattenrasen, Sportrasen, Strapazierrasen oder Reparaturrasen? Wir entscheiden uns für letzteren, denn der hat gleich Dünger dabei und soll sehr schnell keimen und wachsen. Da bin ich mal gespannt ob er auch der Vogelwelt trotzen kann. Zweifel sind durchaus angebracht … hoffen und harren. Nach dem Ausbringen fehlt das Wasser. Ich aktiviere frohgemut die Wasserzufuhr und schon rauscht es verdächtig vor dem Fenster. Wasser tritt aus an der Schlauchverbindung zur Bewässerung. Mit einer Wasserzange erhöhe ich den Druck bis es kaum noch tropft. Ich sollte mich wohl um eine neue Dichtung kümmern, aber so geht es erst einmal. Die unterirdischen Rohre/Schläuche(?) laufen voll. Pünktlich, wie programmiert, starten die Düsen und verteilen das kostbare Nass großflächig. So soll es sein. Wir gönnen dem Samen viel Wasser, er braucht das auch und nährt meine Hoffnung auf nachwachsendes Grün. – Endlich nehme ich mir mal wieder Zeit für meine Abendandacht und mir wird erneut klar wie viel ich versäume, wenn ich sie unterlasse. Mir fällt das Durchhalten extrem schwer, mal was ausprobieren, eine zeitlang ausüben und … ja, und dann fehlt mir die Kontinuität. Ich muss mich immer wieder aufraffen, selbst wenn mich das Tun immer wieder aufbaut, während beim Auslassen mir immer etwas fehlt. Ich scheine recht kompliziert zu sein. Dann ist das so. Es wird spät, der Schlaf kommt gegen zwei, sagt meine Watch.

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Routine

Ich erwäge das Für und Wider einer Danksagung, entwerfe eine Karte, formuliere einen Text und schicke das meinem Schwesterherz. Mal schauen, was sie dazu sagt. Dazu gesellen sich noch ein paar Innenarbeiten, eine lange Mittagspause und dies samt das. Selbst der Abend verklingt ohne Highlights, mal abgesehen von der einerseits hochinteressanten und andererseits kruden Story des Alten. Lesenderweise wird es dennoch spät. Der Schlaf lässt sich angemessen Zeit. Tja, so ist er halt, der Gute.

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