Karfreitag

Der Karfreitagsgottesdienst aus Bremen kreist rund um den Schächer am Kreuz und damit um den Weg in die Ewigkeit. Wie immer glänzt er durch mitreißende, nachdenkenswerte Ausführungen, die mich sehr ansprechen. – Zum Lunch gibt es Fischstäbchen, sogar echte Markenware, und doch missfällt mir sehr, dass die Kruste stärker und der Fischanteil deutlich schwächer geworden ist. Wir Verbraucher werden vorne und hinten vereimert, ob es durch minderwertige Zutaten, höhere Preise, geringere Menge oder gar alles zusammen geschieht, egal, Hauptsache der Gewinn steigt. Ärgerlich. – In Ohof findet, wie immer, ebenfalls ein Karfreitagsgottesdienst statt. Diesmal beehrt uns sogar die Miss Germany 2023 – wider Erwarten werden meine geringen Erwartungen deutlich übertroffen und ich freue mich sehr, dass wir den Weg auf uns genommen haben. Wenn ich die junge, recht hübsch anzusehende Miss dort agieren sehe, schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht – ich möchte nicht noch einmal 20 sein, nein, gewiss nicht. Wie soll ich das ausdrücken? Das ist keine Kritik an ihr, keinesfalls, es liegt eher am unterschiedlichen Lebensgefühl – das Wort vom jungen Wein in jungen Schläuchen und altem Wein in alten trifft es sehr gut, wenn es auch ursprünglich einen anderen Sachverhalt meint. Kurz und gut es ist ein erfrischender, anregender Nachmittag – Kompliment an die Organisatoren! – Der Abend mit zwei Staatsanwaltsfolgen und vergorenen Getränken fällt zwar deutlich weltlicher aber nicht weniger nett aus. Es wird spät, der Schlaf lässt sich nicht lumpen, alles ist gut.

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Gründonnerstag

Für meinen Pensionszahler ist es ein sehr früher Zahltag. Die Konten füllen sich wieder und eine Inflationsausgleichszahlung erfreut mein Gemüt. Tolle Idee. – Ein Betriebssystem-Update beschäftigt mich ein wenig und verspeist genüsslich meine Zeit, läuft ansonsten aber problemlos ab. Noch ein wenig kramen, Dehnübungen zur Kreuzstärkung und das normale Pensionistentagesgeschäft abwickeln, nichts Neues unter der Sonne. Bis auf, ja bis auf meine Abendandacht, die ich in den Morgen verlege. Interessanter Wechsel, ganz ungewöhnliches Feeling. – Die Sonne scheint kräftig bis 12:20 Uhr, die Fotovoltaik produziert über 8 Kilowatt Strom und sackt dann auf gut 2 Kilowatt/h ab. Wechselhaftes Wetter halt. – Ich säge Anzündbrettchen, hole Holz und sehne mich nach der karibischen Sonne. Man kann nicht alles haben – irgendwie ist das auch gut so. Im Schlaraffenland wäre es bei weitem nicht so schön, wie viele glauben, eher öde und langweilig. – Einem ganz gewöhnlichen Abend folgt eine ganz gewöhnliche Nacht mit ganz gewöhnlichem Schlaf. Gut gewöhnlich eben.

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Adieu 2020

Alles muss raus! Jedenfalls alles aus dem Jahr 2020, was mir wegwerfbar erscheint. Der Jahresordner wird ausgemistet und viele, viele Rechnungen wandern in den Schredder. Ob es besser gewesen wäre eine von ihnen zu erhalten, das wird sich erst viel später herausstellen. Bislang bin ich gut damit gefahren. Würde ich alles aufbewahren, alle adäquaten Fristen einhalten, könnte ich mir einen Archivkeller zulegen – der fehlte mir gerade noch in den überfüllten unteren Räumlichkeiten. Nö, besser nicht! Damit der gute alte Schredder nicht heißläuft will ich ihn nur portionsweise füttern und so wird sich die Papierzerstörung über ein paar Tage hinziehen, wenn auch nur in jeweils kürzeren Abschnitten. – Meine Rückenmuskulaturstärkungsübungen absolviere ich brav mit mäßigem Erfolg. Geduld tut mir not 😠. Meine Abnehmabsicht scheitert heute erneut, schrecklich aber vermeidbar. Seufz. – Mit einem Feuerchen im Kachelkamin lässt sich der Abend gut an. Ich liebe dies flackernde, wärmende, züngelnde Licht. Buchenscheite brennen gut und intensiv, sind aber tierisch schwer. Der Asche-Eimer müsste geleert werden – mir graut vor dem Staub. Lesender- und spielenderweise wird es wieder normal spät aber der Schlaf steht parat. Nett von ihm.

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Gute alte Abendandacht

Der Vormittag hat sich schnell von selbst erledigt. Der Nachmittag beginnt mit einem Besuch beim Osteopathen. Nun ja, er ist eher ein Heilpraktiker und sehr nett. Ich erhalte eine Physiotherapie, die mich ein wenig voranbringt und meine Situation ein bisschen verbessert. Ganz nett. Außerdem lerne ich zwei Übungen zur Kräftigung meiner Rückenmuskulatur kennen. Auch das ist gut, ich muss sie nur ausführen. – Wir umfahren großräumig den üblichen Stau um diese Zeit und spüren ihn nur am Rande. Das ist gut. – Zu Hause unterschreibe ich die Buchung für 2026, welch ein seltsames Gefühl, so Gott will und wir leben werden wir in ferner Zukunft für 35 Tage auf einem Schiff leben. Doch bis dahin fließt noch viel Wasser die Aller hinunter😀. – Endlich versuche ich mich mal nicht in mehr oder weniger gelungenen Problemlösungen, sondern praktiziere meine Abendandacht in gewohnter Weise. Das tut wohl und ermahnt mich gleichzeitig. Feine Sache. – Die Lachsbrote zum Dinner erfreuen mein Herz, jeder Bissen ein Genuss. Klasse! – Das Fernsehprogramm gestalten offensichtlich Menschen mit einem Geschmack, der meinem konträr gegenüber steht. Dann ist das so und motiviert mich zum Lesen. Zwischendurch locken ein paar Solitairespiele und schon naht die Nachtruhe. Es wird normal spät, der Schlaf ziert sich zunächst, erledigt dann aber kräftig seinen Job. Perfekt.

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Plaudereien am Arzttisch

Die Karwoche ist angebrochen. Kurz nach Silvester kommt Ostern, Pfingsten folgt auf dem Fuße, der Urlaub saust vorbei und schon steht der Advent vor der Tür. Bis man alt ist dauert es unendlich lange und ab dem Zeitpunkt X geht das Timeracing los. Interessante Entwicklung. Parallel dazu wachsen die Arztbesuche überproportional an, nicht bei jedem aber immer öfter. Heute besuche ich meine hausärztliche Internistin um ein wenig über meine Hexe zu reden. Interessanterweise weicht der Arztbrief des MRT-Arztes deutlich von seiner mündlichen Information ab. Meine kleinen Bandscheibenvorfälle sind für ihn wohl nur die normale Altersabnutzung, auf mich wirken sie dagegen recht übel. Auf jeden Fall plaudern wir wunderbar mit Frau Doktor, tauschen uns aus und wandern ganz entspannt zum Auto zurück. Hoffentlich sind die Schmerzen zum Harzwochenende weg, sonst wird sich das ziemlich unangenehm gestalten: Mister Rückenzuck auf Trippelpfad oder so ähnlich😀😉. – Die beiden abendlichen Barnabys kenne ich zur Genüge, was bei der gefühlt zehnten Wiederholung keinen wundern dürfte. Zur Ruhe bette ich mich normal spät, der Schlaf kommt zögerlich und der Morgen schnell. Business as usual 😇.

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Virtuell zum Gottesdienst

Nach so einem Samstag fehlt mir am Sonntag die Kraft zur Fahrt zum Gottesdienst. Ich bin einfach schlapp. Gott sei Dank gibt es die Übertragung im Internet. Unser Pastor der chinesischen Geschwister predigt über den Palmsonntag und macht Mut zum Zeugnis für Jesus. Schade, dass ich nicht vor Ort war, schön, dass es YouTube gibt und man fast live dabei ist. – Am Nachmittag buchen wir die Ausflüge für unsere Kreuzfahrt, die im Vorsommer ansteht. Die Endsumme sprengt alle Budgets und so streichen wir zwei Ausflüge, die uns nicht gar so wichtig erscheinen. Das werden wir an Bord zu schätzen wissen, wenn wir nicht in jedem Hafen ausrücken müssen, meist viel zu früh am Morgen. So werden wir öfter ausschlafen können. Alles wird gut – so Gott will und wir leben. – Den Sonntagabend gestalten wir ruhig und altersgerecht. Ich lese bis spät in die Nacht und muss danach sogar mit Solitaire geistig herunterfahren. So wird es echt spät. Der Schlaf kommt mit viel Gelassenheit zu seiner Zeit.

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Corvey und mehr

So langsam scheine ich mich an gelegentliches Frühaufstehen zu gewöhnen. Augen halb auf und durch. Mit dem vollgeladenen Tiger geht es zu Freunden. Es ist kalt und so ist die prognostizierte Reichweite wenig beeindruckend. Wir sind pünktlich bei ihnen, sie steigen zu und ab geht es über Landstraßen ins Weserbergland. Wir fahren im Sonnenschein, durch Regenschauer, beschossen mit Graupelkörnern, umtobt von Sturm und dann gleich wieder hinein ins wärmende Licht. Aprilwetter im März. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir ein kleines Kaff südlich von Hameln. Dort residiert ein Massivmöbel-Exklusiv-Tischlerbetrieb. Das Angebot ist beeindruckend. Die Preise gleichfalls. Hervorragende Arbeit ist ihr Geld wert – wenn sich Menschen finden, die es bezahlen können und wollen. „Wollen habe ich wohl aber das Vollbringen …“ – Entlang der wohlgefüllten Weser begrüßt uns Bodenwerder. Eine kleine Pizzeria überzeugt mit Qualität zu geringem Preis. Geht doch! – Wir folgen der Weser weiter bis zum Schloss Corvey. Die Anlage ist beeindruckend sowohl in der Optik wie in der Größe. Am Rande bemerkt hat der gute Hoffmann-von-Fallersleben hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Ein Historiker soll uns kompetent durch den Komplex führen. So ist der Plan. Nach etwas hundert Schritten gibt der Mann uns eine Einführung, humorvoll gespickt mit Jahreszahlen. Mir gefällt es, meinem Rücken nicht. Der Schmerz durchzuckt mich mächtig gewaltig und besiegt allen Widerstand. Ich gebe auf. Meine Mitreisenden besichtigen unter anderem eine prachtvolle Bibliothek, singen ein Lied in der wunderschönen Kirche – ich dagegen taste mich mit den mir so bekannten wie ungeliebten Trippelschritten wenigstens zum Innenhof des Schlosses und erst dann zurück zu Tiger. Auf dem Weg sammelt mein Walking-Stock enorme Sympathiepunkte bei mir. – Als der Rest der Mannschaft wohlinformiert eintrifft, geht’s heimwärts. Dabei liefern sich Prognosewert und Restkilometer einen heftigen Wettstreit. Wir könnten es ohne Ladestopp schaffen aber es würde knapp werden. Äußerst knapp. So legen wir bei Pennys Ladesäulen in Peine lieber einen Halt ein, Tiger zapft seinen „Saft“, wir shoppen ein wenig und währenddessen hat der Akku genügend Kraft gesammelt. – Back home. Welch ein Wohltat bietet das heimische Bett. Ich bin happy, mein Kreuz ebenso. Heute, vom Abend bis zum Morgen, bleiben wir matratzengebunden. Mein Recyclingprozess macht gute Fortschritte, unterstützt durch motivierende YouTube-Videos. Es wird normal spät. Der Schlaf fällt tief, fest und lang aus. Sehr gut.

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Frühbucher

Heute wird mir bewusst, dass ich Australien und Neuseeland wohl nicht mehr sehen werde. Damit kann ich leben, es ist nur schade. Also buche ich trostweise eine schöne Schifffahrt für, ich staune selbst über mich, Januar 2026! „So Gott will und wir leben“ steht da sicher fett gedruckt im Vordergrund. Unsere Zeiten sind eben verrückt, wenn man eine gute Kabine und vernünftige Leistungen haben will, muss man so etwas so früh festmachen, was mir eigentlich sehr gegen den Strich geht (nicht das Buchen, das ist mir eine Freude 😀 der Zeitraum ist mir jedoch viel zu unüberschaubar). Nun denn, fröhlich zugeschlagen, auf Gott vertrauen sowie hoffen und harren. Über siebzig werden im Lebensalltag alle Dinge wahrscheinlicher – vom Sonnenschein strahlender Gesundheit bis zum Wintersturm drohenden Hospizes. Aber der erfreuliche Trost besteht: selbst der „Wintersturm“ ist nicht das Ende, er führt in die Ewigkeit. – Tiger bezieht heute seinen Strom völlig vom Netzbetreiber. Das ist total doof aber bei spontanen Reisen in dieser Jahreszeit nicht immer vermeidbar. Außerdem suche ich für Samstag mögliche Elektrotankstellen heraus, um vor Ort nicht Panik zu schieben. – Der Staatsanwalt löst mit seiner Truppe einen kuriosen Fall – sehenswert. Ich lese ein wenig, ergehe mich in Überlegungen zur Kreuzfahrt in zwei Jahren und leide unter bestimmten Aspekten meiner charakterlichen Selbsterkenntnis. Man hat es nicht immer leicht mit sich selbst😉. – Der Schlaf ist ganz okay, nur viel zu kurz.

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