Koffer ahoi!

Wie angekündigt kommen die Koffer tatsächlich unbeschädigt bei uns an. Schon praktisch für sie eine eigene Reise zu buchen. – Wir haben erst einmal mit der Postbewältigung und den häuslichen Anforderungen genug zu tun. Morgen steht zu allem Überfluss ein Großkampftag ins Haus aber heute kämpft meine Hustengeplagte zusätzlich kräftig mit ihrer Erkältung. Da ist Ruhe nötig und Zurückhaltung zu empfehlen. Beides fällt meiner Mitbewohnerin schwer. Am Abend fahre ich daher allein zum Hauskreis. Freunde haben jetzt ihre Außentreppe wunderbar beleuchtet, so passiere ich diese leicht beschwingt, rauf und runter. Bei ihnen trifft sich eine nette Runde aber ich bin immer noch nicht ganz angekommen, gefühlsmäßig bin ich noch auf der Reise. Meine psychischen Umsteller sind wohl schwerfälliger geworden 😉😀. – Wieder daheim geht es normalspät ins Bett und der Schlaf kommt schnell, mächtig und gewaltig. Toll.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Resümee der Phoenixreise

Es war ein wunderschöner Urlaub mit perfektem Wetter. Israel und Ägypten haben wir zwar vermisst aber Kreta, Kalamata und Malta waren ebenfalls nette Ziele. Die Menüs an Bord sind hervorragend zubereitet, Suppen kommen heiß auf den Tisch und alles ist geschmacklich auf hohem Niveau. Das Frühstücksbüffet lässt kaum Wünsche offen und die Speiseangebote von frühmorgens bis spätabends garantieren einen stets gefüllten Magen. Das Personal war auffallend freundlich, allein an der Rezeption ging es mal etwas zickiger zu. Insgesamt war die Stimmung an Bord ausgesprochen gut. Gespräche kamen wie von selbst zustande – ältere Herrschaften plaudern halt viel und gern. Jüngere Menschen waren ein seltener Anblick außer bei der Besatzung – die Crew verkörperte Jugend und Mittelalter auf dem Schiff 😀. Alles perfekt also? Nun nicht ganz. Die Amadea ist halt eine alte Lady. Eine steile wacklige Gangway führt in sie hinein, jedoch reichem beim Erklimmen sowohl Kreuzfahrtdirektor als auch der Kapitän hilfreich die Hand. Die altehrwürdigen Kabinen punkten mit neuer Möblierung. Die Steckdosen wegen ihrer schlappen 110 Volt samt seltsamer Schlitze und Löcher nicht nutzbar. Ein Adapter für deutsche Stecker ist vorhanden und lässt Ladegeräte vernünftig arbeiten. Unser Projektionswecker verweigerte jedoch jegliche Projektion. Auf besonderen Wunsch rückt die Rezeption übrigens unwillig einen zweiten Adapter heraus. Allein im Badezimmer existiert eine 230 Volt Steckdose, die aber unsere elektrische Zahnbürste gerade so „am Funktionieren“ erhalten konnte. Andererseits findet man nach ein wenig Suchen einen USB-Anschluss am Schreibtisch und je einen an den Wandlampem am Bettkopfende. Apropos Bett, die beiden Betten stehen getrennt mit einem Gang mittendurch. Angeblich kann man sie zusammenstellen lassen aber wie kommt man dann an ihnen vorbei auf den Balkon? Unser Balkon war übrigens groß und schön, nur die Gartenstühle dort etwas altersschwach. Wiederum arbeiten die Monteure schnell und gut😉. Durchsagen vom Kreuzfahrtdirektor und anderen kann man nur live hören. In der Kabine kommen sie flüsterleise an, es sei denn über das eingeschaltete TV-Gerät. Nachträglich sind sie nicht abrufbar. Das ist schade. Insgesamt fällt mein Urteil dennoch sehr positiv aus. Menschen im Phoenixrreisealter, die Kreuzfahrten mögen, erwartet eine sehr kommunikative altersfreundliche Reise mit angenehmen Mitreisenden. Der Pool ist zwar winzig, doch die Restaurants, Bars und Lounges groß genug um selbst an Seetagen mit etwas Flexibilität gut Platz zu bieten. Das Showangebot ist altersgerecht, vielfältig und nur zu loben. Die Anreise per Bus empfiehlt sich besonders für Frühaufsteher bis ein Meter siebzig Größe.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Home, Castle und so

Die Nacht war für mich okay, doch die Liebe meines Lebens hat es mit einer Erkältung voll erwischt. Erfreulicherweise ist es kein Corona wie es ein Test bestätigt. Der ICE steht frühzeitig bereit und wir nehmen unsere Plätze ein. Gut drei Stunden später mit „nur“ einer Viertelstunde Verspätung erreicht die Bahn unsere Heimatstadt. Ein Freund holt uns ab und wir sind endlich wieder daheim. Bis auf die Temperaturen draußen und drinnen fühle ich mich endlich mal wieder zu Hause. My Home ist und bleibt mein Castle. Punkt. Nur der Sprung von 26 auf gut 4 Grad ist mächtig gewaltig. Bibber, bibber, frier, frier. Dankenswerterweise hatte unser Freund gestern schon unsere Heizung aktiviert. So kann man es drinnen aushalten. Nun gilt es dem Haus jede Menge Wärme zuzuführen, unten wie oben. Das kostet Heizöl, ohne Zweifel, doch selbst im Obergeschoss muss eine angemessene Grundtemperatur sichergestellt sein, knapp 18 Grad im Wohnzimmer und gut 16 in den Schlafräumen. – Die Berge von Post sind fix aufgeteilt in Werbung (mächtiger Stapel), Werbepost und echte Post. Die wichtigen Sachen sind schnell durchgesehen, die einzige Rechnung weise ich sofort an. – Abends flackert ein munteres Feuerchen im Kachelofen und ich beginne mich in der Strickjacke langsam wohl zu fühlen. Guter Anfang. Die Schniefende zieht sich früh zurück und ich entfliehe nach Martinique um ein paar Folgen der aufgezeichneten Krimiserie zu verfolgen. Es wird normalspät aber der Schlaf agiert äußerst nett und zuvorkommend. Alles ist gut.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Frankfurt am Main

Schlaftrunken, missgestimmt und unsagbar müde ist das Frühstück mir wurscht, selbst Kaffee verschmähe ich und im Bus mühe ich mich redlich ums Wachwerden. Mit zunehmender Helligkeit gelingt es, doch nun quälen mich die Freuden einer Busreise. Gestern war ich wenigstens noch durch das Alpenpanorama ein klein wenig abgelenkt, doch heute verstärkt das triste Autobahnumfeld meine Nöte noch. Endlich, endlich erreichen wir Frankfurt und ich bin wieder frei. Nein, das Transportmittel Bus überzeugt mich auf langen Strecken nicht. Ich bin definitiv neun Zentimeter zu groß für dieses Gefährt. Selbst bei Ryanair kann man im Gang stehen und muss nicht sein Haupt beugen in der nicht immer berechtigten Hoffnung es tief genug zu halten. Okay, eine Busfahrt ist deutlich besser als zu laufen oder in der Bahn zu stehen, das gebe ich gern zu. – Wir sind beide so geschafft, dass wir im Hotel ins Bett fallen und mehrere Stunden nötig sind, um uns wieder halbwegs aufzurichten. – Am Abend treffen wir unseren Neffen samt Verlobter und gehen in ein echt nettes Apfelweinlokal. Meine Zeit, ist der Äppelwoi hier gut, unverdünnt natürlich. Ich bestelle eine Handkäs-Bratwurst, suche den Handkäs und werde belehrt, dass derselbe bereits in der Wurst verarbeitet sei. Armer Handkäs! Man lernt nie aus. Ich bin gern mit unseren „Frankfurtern“ zusammen, es ist immer eine tolle Runde. Trotzdem begrüßen wir unser Nachtlager mit Freuden und verschlummern, mehr oder weniger, den Stress der Busreise. Welch ein Tag!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Von Savona bis Weil am Rhein

Beim Aufstehen sind die Koffer bereits unterwegs. Wir frühstücken ein letztes Mal an Bord. Dann heißt es warten, denn das Gepäckband streikt. Das Gepäck steht im Stau. Erst nach einer Weile kann es sich gruppenweise im Terminal versammeln und wir dürfen es dann identifizieren und zum Bus rollen. Unsere großen Koffer reisen allerdings separat und so haben wir es mit unserem Handköfferchen leicht und können schnell den Bus entern. Wir sitzen erneut im Obergeschoss diesmal aber vor der Frontscheibe. Die Sicht ist dort einmalig und der Platz für meine Laufwerkzeuge ein klein wenig angenehmer. Der Busfahrer rangiert seinen riesigen Bus samt Anhänger vollkommen souverän rückwärts um Fahrzeuge und Bordsteine herum bis es vorwärts weitergehen kann. Respekt, ein Könner! Die Fahrt an Mailand, dem Comer See und dem Luganersee vorbei, auf imposante schneebedeckte Gipfel zu, führt durch den Gotthardtunnel, der mit fast 17 Kilometer Länger der viertlängste Tunnel der Welt sein soll. Die schier endlose Passage durch eine funzelig erhellte Betonröhre hat etwas Gespenstisches. Ein leicht befreiendes Gefühl lässt sich beim Anblick des Lichts am Ende des Tunnels nicht verleugnen. Weiter geht es auf den Vierwaldstätter See zu durch den gut über neun Kilometer langen Seelisbergtunnel. Es ist schon eine arge Tunnelei bei einer Alpenunterquerung. Wir passieren Luzern, später Basel und landen endlich im Carat-Hotel in Weil am Rhein. Dort treffen sich einige Phoenixbusse zwecks Touristenfütterung und Massenübernachtung. Beides fällt exzellent aus, da gibt es nichts zu meckern. Unsere Reisegruppe, wenigstens alle in Richtung Frankfurt Reisenden, sitzt ein allerletztes Mal zusammen und nimmt Abschied. Die sogenannte Nachtruhe ist kaum erwähnenswert, denn um sechs Uhr, also gefühlt kurz nach Mitternacht, soll es mit Frühstück weitergehen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Von Messina nach Savona

Unser letzter Tag an Bord beginnt nach dem Frühstück mit einem Gottesdienst. Der Bordpastor und Manfred Siebald gestalten ihn gemeinsam. Die Dankbarkeit steht im Mittelpunkt denn wir haben allen Grund dankbar zu sein. Es war ein herrlicher Urlaub mit perfektem Wetter und interessanten Exkursionen. Selbst die alte Dame Amadea konnte durchaus noch mit Qualitäten glänzen. – Das Resümee unserer Reisegruppe fällt dementsprechend gut aus. Abends steht noch ein Gruppenfoto auf dem Programm, das wir freundlich lächelnd über uns ergehen lassen. Das Gala-Dinner ist wirklich gut, ein feiner (aber kein krönender) Abschluss – vor allem der traditionelle Eisbombenwunderkerzenrundgang hat noch viel Luft nach oben – aber das beeinträchtigt unser voll und ganz positives Urteil kein bisschen. Für Menschen unseres Alters (und darüber) war es eine wunderschöne Kreuzfahrt und so lassen wir den Abend in der Vista-Lounge (natürlich nach dem Kofferpacken) ausklingen. Zum Abschied schaukelt die Amadea noch ein wenig stärker in den Wellen während unsere Koffer vor der Kabine auf ihren Abtransport harren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Messina

Ich luge durch die Verdunklungsvorhänge. Draußen zieht Land vorbei, wir fahren wohl auf den Hafen zu. Wenig später vernehme ich die üblichen Anlandungsgeräusche. Aha, wir sind da. Jetzt schon. Soso. Pünktlich um neun Uhr beginnt unser gebuchter Ausflug. Obwohl es eine Panoramatour wie gestern auch ist, unterscheidet sie sich gewaltig von ihr. Den Platz unter den besten Touren dieser Kreuzfahrt erobert sie sich souverän. Die Guide spricht perfekt deutsch und erweist sich als hochkompetent. Auch heute wird viel gefahren, doch die Kurzreise gestaltet sich deutlich kurzweiliger. Zu Beginn steht natürlich ein Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Blick auf den Hafen und die Stadt, ein beeindruckender aber auch viel befahrener Punkt. Fix ein paar Bilder geschossen und Infos aufgenommen und schon geht es weiter. An der schmalsten Stelle der Straße von Messina stoppen wir erneut für die unvermeidbaren Fotos. Viel gibt es hier nicht zu sehen, aber Welt wisse wir waren wir. Vorbei am Neptunbrunnen, dem Justizpalast sowie den typischen Wohnhäusern mit ihren kleinen Balkonen. Deren malerische Eisenbrüstungen rangieren im Erhaltungsspektrum von wunderhübsch bis „da würde ich keinen Fuß draufsetzen“. Italien, wie man es liebt. Vor der Führung durch die Kathedrale nehmen wir uns Zeit für einen kleinen Imbiss – für mich ein neuer, erfreulicher Trend bei Exkursionen. Einer süßen Köstlichkeit mit Ricotta-Käse folgt eine Art von Sorbet mit Mandelgschmack. Schmackhaft und erfrischend. Jetzt können wir uns frisch gestärkt der Kathedrale zuwenden. Diese glänzt seit Urzeiten mit einem faszinierenden Figurenspiel, von Darstellungen, die jede Viertelstunde wechseln bis zu den Großereignissen des Kirchenjahres, die das Spielwerk zur rechten Zeit würdigt. Wir erleben die typische 12-Uhr-Vorstellung mit einem brüllenden Löwen, einem krähenden Hahn, segnenden Aposteln, Maria, die eine Brief zustellen lässt und einer Taube, die als Symbol des Heiligen Geistes einen Kirchenstandort bestimmt. Kurz, man muss das einfach mal gesehen haben. Für Reiseunlustige wäre YouTube eine Alternative. – Zurück an Bord labe ich mich mit einem Knusperschnitzel und dem Ingredenzien eines griechischen Salates. Die Mittagspause, der Nachmittag und das Dinner nehmen ihren gewohnten Verlauf. Die Andacht von Manfred Siebald unterstreicht die „Prio 1“ von Paulus, die dieser sehr eindeutig in seinen Briefen hervorhebt. Danach begeben wir uns zur Crew-Show, ein echtes Highlight aller Bord-Shows. Sie ist so kurzweilig, dass zwei Stunden wie im Flug vergehen. In der Mannschaft sind ja tolle Talente verborgen, einfach genial. – Schließlich passieren wir noch den Stromboli, ein Vulkan, der uns mit kleinen Lava-Ausbrüchen grüßt. Irgendwie faszinierend. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass sein Gruß noch viel kräftiger ausfiel als wir bereits in der Kabine waren. Man kann halt nicht alles haben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Malta

Frühmorgens rumpelt und pumpelt es wieder bis das Schiff seine endgültige Halteposition erreicht hat😉. Und wieder drehe ich mich auf die andere Seite obwohl wir heute einen Ausflug gebucht haben. Wir sind trotzdem rechtzeitig abmarschbereit und starten mit unserer Panoramatour. Es geht quer durch die Landschaft mit vielfältigen Auf-Der-Vorbeifahrt-Eindrücken bis wir auf einem Parkplatz aussteigen dürfen um die Insel zu betrachten auf der Paulus angeblich nach dem Schiffbruch gelandet sein soll. Es kann so sein, muss es aber nicht wie wir später in der Bibelarbeit erfahren werden. Wer recht hat, erfahren wir in der Ewigkeit, falls es uns dort noch interessieren sollte. Ein paar Klicks weiter sitzen wir wieder im Bus und fahren zu einem Yachthafen unterhalb des Palastes des Inquisitors. Dort spazieren wir zu einem Café, das uns mit einem herbsüßen einheimischen Dosengetränk versorgt, schmeckt gar nicht einmal schlecht. Dann wird ein absolut leckerer Imbiss einheimischer Spezialitäten serviert. Ich hätte nicht gedacht, dass sich im Touristenmassenbetrieb so kleine „Perlen“ verbergen können. Respekt. Mit vollem Magen stürzen wir uns in einen Film, der uns die historische Entwicklung Maltas nahebringt. Nice to see. Und wieder ab in den Bus, zurück zum Schiff, kurz ein „Naja-Ausflug“, schwach aber nicht ohne Höhepunkte. – Die Amadea bietet eine Mittagsruhe, interessante Gedanken rund um den Schiffbruch des Paulus und den üblichen Cruiseship-Evening. Ach ja, der Abschied von Malta ist ein kleines Highlight mit einer sehenswerten Hafenausfahrt. Das Schiff schaukelt uns leicht in den Schlaf. Noch drei Nächte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar