Erkältung Tag 7

Morgens wird es jeden Tag später. Gegen die Krankheit ist das gut, zur Gewohnheit sollte es besser nicht werden. Dankenswerterweise können wir den Gottesdienst aus Bremen versetzt sehen. Ich fühle mich inzwischen etwas fitter für häusliche Tätigkeiten, meiner Allerliebsten geht es leider nicht so gut. So wird es erneut ein krankheitstypischer Betttag. Heute lese ich viel, allerdings meist bekannte Bücher. Einzig allein ein neuer Barnaby am späten Abend treibt mich zum Fernsehen. – Ein YouTube-Beitrag einer jungen Familie, die per Kreuzfahrtschiff in einer Innenkabine auf Weltreise gehen will und in ein paar Tagen abreist, fasziniert mich ein wenig. Ob die jungen Leute heutzutage erkennen, welche großartigen Möglichkeiten sich ihnen so früh erschließen? Hoffentlich, es wäre ihnen zu wünschen. – Bei uns wird es spät, der Schlaf gestaltet sich okay.

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Erkältung Tag 6

Kaum geht es bei mir schrittweise bergauf, trifft es meine Nebenliegerin hart. Welch ein Malheur. Natürlich am Wochenende – wann sonst? Der Hausarzt hat uns gestern auf Montag vertröstet und an einen Facharzt verwiesen. Hoffentlich ist der nach seinem Urlaub überhaupt erreichbar. – Wir kommen irgendwie gemeinsam durch den Tag und allein das zählt. – Ich habe eine neue italienische Krimiserie, handelnd in Genua, entdeckt, die ich ganz interessant finde. In der Mediathek sind fast alle Folgen downloadbar – die erste natürlich nicht. Dieses Rechteunwesen gekoppelt mit der Sparsamkeit der Öffentlichrechtlichen beim Kunden reizt mich dazu intern leicht verarbeitete Speise auf unnatürlichem Wege aus dem Körper zu entfernen. Selbstverständlich unterlasse ich das, denn es mag erleichtern, hilft aber kein bisschen. – Somit entgeht mir der Einstieg in die Serie, denn selbst die Streamingdienste bieten Folge 1 selbst entgeltlich nicht an. Erfreulich ist dagegen, dass ich mich mit diesen Problemchen überhaupt beschäftige – ein echtes Licht am fernen Tunnelende.

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Erkältung Tag 5

Am Vormittag scheint es besser zu gehen. Mit „Vollschutz“ fülle ich Sonnenblumenkerne nach, lese den Regenwasserstand ab und hole durchgelüftete Kleidungsstücke wieder ins Warme. Nach diesen Miniaktionen bin ich voll fertig und keuche vor mich hin. Zurück ins Bett, durchschnaufen und Kräfte sammeln. Nein, schlimmer ist die Erkältung nicht geworden aber nur minimal besser. Jede „Arbeit“ schlaucht aber genug geklagt. Is wie is. Abwarten und Anti-Erkältungsmittel trinken. Zum Wohl! Bei meiner Miterkrankten ist alles übrigens noch etwas schlimmer geworden. Welch ein Familiendesaster.

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Erkältung Tag 4

Nicht viel besser, hört das nie auf? Geduld tut euch not, liebe Brüder und Schwestern. Seufz. Das Jahr fängt ja gut an. Schnief.

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Erkältung Tag 3

Dto.

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Erkältung Tag 2

Bettruhe, Halsschmerzen, schlaff, fix und fertig, früh ins Bett, weitgehend schlaflos.

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Neujahrsblues

Wenn der Beginn für das Ganze steht, wird es ein ebenso schlaffes wie müdes Jahr. Wie jedesmal beherrscht ein langer und ausgiebiger Schlaf den Tag, „unterstützt“ von einer bei mir abklingenden und bei meiner Nebenliegenden fortschreitenden Erkältung. Ich mag solche Anfänge nicht aber da müssen wir durch. Im Laufe des Tages verstummt meine Allerliebste, ihre Stimme hat Ausgang. In dieser Krankheitssituation sind wir besonders dankbar, dass „zufälligerweise“ eine gute Freundin uns mit einem sehr schmackhaften Auflauf überrascht. Das passt super. Danke!!! Es ist ein – gefühlt – kurzer Tag an dem wir uns ins neue Jahr quasi einschleichen. Dann ist das so, unser Herr ist bei uns, nur das ist wirklich wichtig. Der Nachtschlaf ist bei mir relativ spät dran und hat mancherlei seltsame Träume mitgebracht, ein wirres Nachtkino sozusagen. Dennoch machen Wochenspruch, Tageslosung und der Dritttext Mut und bekräftigen die Hoffnung, die in uns lebt. Das ist toll. Danke, lieber Herr und Gott!

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Tschüß die 3 – hinein in die 4

Bei mir klingt das Unwohlsein langsam ab. Bei meinem Gegenüber klingt es dagegen auf. Wir schauen den Gottesdienst aus Bremen und abends den aus unserer Gemeinde, denn zum Hinfahren reicht es noch nicht. Erst am Abend geht es mit mir deutlich bergauf. War es das Käsefondue, der Rotwein oder gar oldfashioned ‚Dinner for one‘? Sollte die Silvesterparty bei den Tetzlaffs die Erkältung verjagt haben? Was ich an Kraft gewinne, verliert meine Miterkrankte zusehends und sie, Silvester hin oder her, beendet das Jahr für sich bereits gegen elf Uhr. So stoße ich wie im Letzten mit mir selbst auf das Neue an, treffe mich draußen mit den Nachbarn, bestaune das Feuerwerk, das immer mehr professionellen Charakter annimmt und rauche auf der Terrasse sogar eine halbe Zigarre. Leider schmeckt letztere mir gar nicht mehr und mein Jahresabschlussgebet fällt ebenfalls schwach aus. Schade, es war sonst immer so aufbauend. Na dann setze ich das Gespräch mit Gott halt drinnen fort, ohne jegliches „Draußenflair“😢. Trotzdem wird es sehr, sehr spät – meine persönliche Tradition in der Silvester-Neujahrs-Nacht. Willkommen 2024 – in Gottes Hand geborgen, können wir getrost hineingehen. Das ist sicher. Happy New Year allesamt.

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