Reformationstag

Für uns ist der Tag nur ein halber Feiertag, halb ist nur unsere Wertung, frei haben wir ja sowieso. Also schauen wir vormittags brav eine Andacht samt Vortrag aus Bremen an und am Nachmittag machen wir unser Haus urlaubsbereit, prüfen die Kameras und Sensoren, packen das Handgepäck aus, ein, aus und so weiter bis es passt. Ich pflege meine traditionelle Aufgeregtheit und Reiseunlust, die regelmäßig vor der Abreise vorbeischaut und die Nerven traktiert. Das kenne ich alles schon. Irgendwann retirieren wir ins Seniorenbett, bevor uns nicht noch mehr Mitnehmenswertes einfällt. So ist er halt der Vorurlaubstag. Seufz.

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Schnell gemacht

Wieder so ein „Eigentlich-Tag“. Eigentlich wollte ich in meiner Gemeinde meinen monatlichen Saugjob abarbeiten. Eigentlich. Doch die Urlaubsvorlaufarbeiten sind einfach zu dicht gesät. Immerhin konnte ich tauschen, so dass ich später zweimal hintereinander dran bin. Auch das noch, seufz. – So komme ich dem Verlangen einer Bank nach, mich noch einmal zu identifizieren, keine Ahnung was das soll. Eine Stunde zu früh taucht der Kofferabholer auf, markiert die zwei Teile jeweils mit einer Banderole wie beim Flugzeug und zwei Aufklebern. Tschüss liebes Gepäck, ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Kabine. Hoffentlich. – Am Nachmittag besucht uns ein Vertreter, der sehr nett ist aber die Sache zieht sich lang hin. Jetzt noch die Kurzfassung der Abendandacht und schon wieder ist der Tag fast vorbeigerauscht. Den Abend darf mir Barnaby gestalten mit zwei altbekannten Folgen. So spät sollte es eigentlich gar nicht werden, doch eine Kleinigkeit, schnell vorm Schlafengehen erledigt, zieht sich kaugummiartig hin. So ist das halt manchmal. Der Schlaf reagiert etwas wirschig. Selbst schuld.

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Weltklage und Weltflucht

Eine Stunde Gewinn lässt uns in aller Ruhe für unsere Verhältnisse früh aufstehen, alles kein Problem. Wir sind gut rechtzeitig in unserer Gemeinde. Für die Moderation bin ich Gott sehr dankbar und auch die Predigt ist für mich gesegnet. Ein gelungener Gottesdienst, der mich aufbaut und freut. Danach besuchen wir meine Mum. Das zieht mich wieder runter. Sie liegt da, ist nicht ansprechbar und schläft. Es ist nicht in jedem Fall toll so alt zu werden, finde ich. – Nachmittags stopfen wir noch „vergessene“ Sachen in unsere zwei Koffer und damit erklären wir die Packsession endgültig für beendet. Punkt. Aus. Schluss. Rien ne va plus!!! – Am Nachmittag wartet noch ein prima Gottesdienst aus Bremen auf uns mit erkenntnisreichen Textauslegungen. Stark. – Von Johannes Gerloff lasse ich mir die israelische Sicht der Dinge im Konflikt mit der Terrororganisation Hamas erklären. Meine Sichtweise passt sich an, denn die Argumentation eines Insiders, der in Israel seine Heimat gefunden hat, stimmt äußerst nachdenklich. Die Weigerung unserer Bundesregierung eine UN-Resolution abzulehnen, die Israel auffordert seine Verteidigung einzustellen ohne den Terror der Hamas mit auch nur einem Wort zu erwähnen, erschüttert mich. Die deutsche Solidarität mit dem durch abscheulichen Terror geschundenen Land entlarvt sich als pure Worthülse: wenn es ernst wird, zucken wir zurück. Die Nazis jubeln wieder. Ich stelle mir vor die Alliierten hätten ihren Krieg gegen Nazi-Deutschland nur mit Worten geführt, ich würde jetzt in einem furchtbaren Land leben. Schauder. – Aber was soll’s, wer fragt schon nach der Ansicht eines glimmenden Dochts, so fliehe ich letztlich in die Karibik zu einer bekannten Folge von Death in Paradise. Weltflucht? Ja, ich muss halt emotional von dem Abstand gewinnen, was ich nicht ändern kann und mich mehr dem zuwenden, wo ein positiver Einfluss möglich ist. Netter theoretischer Vorsatz. Es wird ein klein wenig spät und der Schlaf kommt und geht je nach seinem Belieben.

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Serienjunkie

Morgen obliegt mir die Moderation im Gottesdienst meiner Gemeinde und so bereite ich mich heute vor. Bei aller Arbeit, wenn Gott nicht redet, wäre alle Mühe umsonst, doch er gibt mir gute Gedanken und mancherlei kleine Ideen. Richtig froh beende ich die Vorbereitung und bin voll dankbar. Und aufgeregt. Wie immer, halt. Seufz. – Am Nachmittag werden die Koffer gepackt, weil wir uns den Sonntag damit nicht belasten wollen. Bei Wetteraussichten von recht frisch bis sehr warm weiß ich vorher, dass ich zu viel Klamotten mitnehme. Zurzeit herrschen am Ziel Temperaturen hoch in die zwanzig Grad. Normalerweise wäre kalter Wind und 15 bis maximal 20 Grad zu erwarten. Aber was ist heute schon normal. Keine Ahnung, was in einer Woche dort los sein wird. Die Eventualitäten sorgen für prallvolle Gepäckstücke. Zum, zugegeben teuren, Glück, werden diese abgeholt und direkt in unserer Kabine transferiert, hoffen wir. Alles Wertvolle wandert sowieso ins Handgepäck und bleibt so bis zum Ziel bei Fuß. – Abends verfolge ich eine kontroverse Meinung über das Heizen mit Wärmepumpen, interessant, nachvollziehbar – aber korrekt? Egal. Ich fliehe dem, her mit der australischen Marine, sie ist jetzt mein Serienhighlight. In spätestens zwei Wochen werde ich mich sicher fragen, was ich daran so interessant fand und werde mir antworten: „Keine Ahnung!“ Je nach Stimmung fesseln mich halt mal Serien, bis sie thematisch völlig abdrehen, was traditionell regelmäßig passiert. – Es wird sehr spät, nun ja, heute wird die Uhr eine Stunde zurückgedreht, also ist es nur normal spät. Der Schlaf lässt sich Zeit.

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Bewegter Vormittag

Früh am Morgen regelt meine Frühaufsteherin aktiv den Empfang einer großen Sendung bei abwesenden Freunden. Bald darauf kommt unser Sicherheitsmann, um die Gebäudebewachung zu besprechen. Es wird ein bewegter Vormittag. – Wir entscheiden uns nach langer Überlegung für den neuen Versicherungsdeal, denn inhaltlich bietet der Neue mehr. Der Vertreter scheint davon nicht wenig begeistert zu sein und will sogar vor seinem Urlaub noch vorbeischauen. Na denn. Dennoch, bei aller Versicherei gibt es nur einen, der wirklich Sicherheit bietet, sogar bis in die Ewigkeit hinein – unser Gott und HERR. Die ist zudem völlig gratis, vermittelt aber andere Maßstäbe zu Geld und Gut wie die irdischen Konzerne, doch was sind diese gegen den Schöpfer aller Dinge. – Das Holz im Kachelofenkamin brennt lustig vor sich hin und wohlige Wärme breitet sich aus. So ein Feuerchen vor Augen und gemütliche Temperaturen ringsum, da kann sogar ich der kalten Jahreszeit ein ganz klein bisschen wenig abgewinnen. Zwei neuen Folgen der Kommissarinnen auf Martinique gebe ich Raum, sehr eigener Plot, seltsame Leute und doch spannend – eine Mischung gerade so am Rande meiner ziemlich engen Erträglichkeitsspanne. Ohne Martinique wäre ich möglicherweise bereits abgesprungen. Aber so kämpfe ich mich emotional durch. Ähnliches in anderer Konstellation gilt für die australische Marinecrew. Es ist offensichtlich wieder Zeit eine Lesephase einzuleiten. Es wird normal spät, doch der Schlaf kommt und geht wie es ihm beliebt. Seufz.

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Regenwetterstimmung

Ein völlig ertragsarmer Regentag. Die neue Zusatzheizung verbraucht heute 5 kWh, das ist ganz schön viel bei einer Stromernte von etwas über 2 kWh. So langsam wird es Zeit, die große Heizung zu aktivieren. Ohne Urlaubsaussichten wäre das auch schon geschehen. Ansonsten ist meine Stimmung dem Wetter entsprechend. Die Abendandacht muntert mich wieder etwas auf. Der Hauskreis noch mehr, denn es entwickelt sich ein vielseitiges Gespräch an dem sich alle munter beteiligen. Stark! Die Plauderei im Anschluss zieht sich ganz schön lang hin, baut mich aber weiter auf. Beschwingt lasse ich mich nach Hause kutschieren und sehe der australischen Marinecrew ein paar Folgen lang zu, wobei ich per Lautstärkeregler die Werbung erträglicher gestalte. Es wird sehr spät, doch diesmal steht der Schlaf bereit. Toll.

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Alltag, mehr oder weniger

Weihnachten im Schuhkarton steht vor der Tür und wir liefern 21 wohlgepackte Kartons ab. Ich habe 0 Kartons gepackt und meine diakonisch bewegte Mitbewohnerin den Rest. So können sich 21 Kids, irgendwo in Osteuropa, schon einmal auf ihr Präsent freuen. Auf der Rückfahrt spendieren wir Tiger eine gründliche Wäsche, die war auch überfällig. – Nachmittags arbeite ich ein paar Aufgaben ab, kommuniziere mit unserer Jugendpastorin wegen des Sonntagsgottesdienstes und versende im Auftrag meiner Mum ein Geburtstagspräsent. – Abends schaue ich trotz Werbung der australischen Marinecrew zu und stelle wieder einmal fest, dass die immer gleichen Plots von den Drehbuchautoren variantenreich an die Szenerien unterschiedlichster Serien angepasst werden. Man trifft viele alte Bekannte in neuen Gewändern, sozusagen. Wie schön, wenn man sich wiedererkennt. 😉. Es wird gar nicht so spät aber der Schlaf agiert offensichtlich eine ganze Zeit andernorts. Tja.

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Amazon nervt!

Vormittags frage ich mich noch wo denn unsere Reiseunterlagen bleiben und nachmittags sind sie in der Post. Geht doch. Das wird alles spannend. Wir haben über Handinhand-Tours gebucht und so ist das ganze Informationsgeschäft aus meiner Sicht viel umständlicher, weil zwischen Veranstalter und Reisenden jetzt noch ein „Sub-Veranstalter“ mitmischt. Immerhin kann ich jetzt endlich noch fehlende Angaben selbst ergänzen, denn bisher kannte ich meine Buchungsnummer (=Username) beim Hauptveranstalter nicht. Jetzt doch, wie schön! – Die Bewachungsfirma für unser Haus wird ebenfalls baldigst zu meiner Beruhigung beauftragt. Wir haben im Urlaub keine irgendwie wertvollen, transportablen Güter daheim, denn das wäre ja ganz schön leichtsinnig. Alle mobilen teuren Geräte nehme ich sowieso mit, aber es ist gut im Falle eines enttäuschten Einbrechers kompetente, einsatzbereite Menschen vor Ort zu wissen. Frustgeplagten Kriminellen sollte man nicht zu viel Zeit einräumen. Apropos Kriminelle, schnell lade ich noch die Überwachungskameras auf, damit diese fit bleiben. – Mit wachsender Begeisterung lese ich in meiner Andachtszeit den Kommentar zum Buch Hiob. Stark! – Abends gehe ich mit der australischen Marine auf Patrouillenfahrt und ärgere mich total über die Werbeeinblendungen von Amazon Prime. Gegen drei oder vier hätte ich ja gar nichts, daran ist man inzwischen gewöhnt, aber gefühlt alle fünf Minuten ein Werbeblock – total ätzend!!! Zur Versöhnung schaue ich bei YouTube werbefreie Flash Mobs, zu Lande und in der Luft. Sind die herzergreifend schön! – Wieder einmal wird es sehr spät, der Schlaf ist sauer und lässt mich warten.

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