Gemeindetermine

Vormittags übernimmt meine überaus eifrige Mitbewohnerin den Scheittransport und so kann ich mich dem Kolosserbrief widmen. Der Bibelkommentar setzt alles dran den Inhalt des Briefes extrem ausführlich darstellen zu wollen. Für 23 Verse sind viele, viele Seiten zu studieren. Das ist nicht leicht für jemanden, der es inzwischen gewohnt ist die Schriftgröße seinen Augen anzupassen und nicht umgekehrt. Bei Druckausgaben funktioniert das aber nicht. So quäle ich mich durch die kleine Schrift. Andererseits birgt sie tiefschürfende Inhalte und öffnet die Sicht auf komplexe Zusammenhänge. Es lohnt sich also. Das ist gut und versöhnt mit den kleinen Lettern. Die Zeit für die Mittagsruhe lassen wir uns nicht nehmen und Gott schenkt die nötige Gelassenheit. Klasse. Es kommen nicht viele Menschen zum Bibelgespräch aber alle sind interessiert und bringen sich ein. Gott sei Dank! So werde ich nicht nur durch die Vorbereitung sondern auch durch die Gedanken der anderen gesegnet. Gott spricht halt auf vielerlei Weise. – Abends findet auch noch eine Mitgliederversammlung statt. Wir satteln Tiger erneut, sausen zur Gemeinde und lassen uns über die Aktivitäten der Gemeinde informieren, wählen einen Wahlvorstand für die Wahl im Februar und freuen uns über eine hoffnungsvolle Entwicklung bei der Kinder- und Jugendarbeit. Bei Tee und Keksen klingt das Treffen aus. Einem, für einen Pensionisten, reich gefüllten Tag folgt erneut eine relativ befriedigende Nachtruhe. Nun denn.

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Buchenbrennwert

Die bestellten Buchenscheite treffen ein. Es ist eine ganz schön große Menge Holz. Als Zwischenlager wählen wir eine Fläche direkt hinter unserem Wall. Keine Frage, wir müssen uns sputen die Scheite hinters Haus zu verfrachten, geschützt vor Regen und Schnee. Eigentlich haben wir ja genug Brennmaterial durch unsere Baumfällaktionen gewonnen. Doch das ist Nadelholz. Wie wir feststellen mussten brennt diese Art sehr schnell ab, dafür hält sich der Wärmegewinn ziemlich im Rahmen. Buche ist da eine ganz andere Nummer, nicht so einfach zu entflammen, dafür sorgt sie für wohlige Wärme bei geringerem Verbrauch. – Nach der Mittagsruhe sitze ich nichtsahnend auf meinem Sofa, stelle mich mental auf einen weiteren Transporteinsatz ein, da dudelt unser Telefon los. Unser Pastor schlägt sich mit Corona herum und ich darf morgen den Bibelgesprächskreis leiten. Unverhofft kommt oft, sagt der Volksmund dazu. Mithin suche ich leicht verzweifelt einen passenden Text, der die Mitarbeit für die Teilnehmer leicht macht, denn viel Vorbereitungszeit habe ich nicht mehr. Gott weist mich auf Kapitel 1 des Kolosserbriefes hin – ein gewaltiger Text! Das lehrt mich auf Gottes Beistand getrost zu hoffen und alles gelassener anzugehen. Gottes Geist wird es richten, denn ihm ist ja meine Situation bekannt. Toll, so einen Gott zu haben und auf seinen Beistand gewiss hoffen zu können! – So nehme ich mir Zeit mich am Abend unseren Fotos zu widmen und im Zweifel ein wenig nachzuforschen was ich denn eigentlich fotografiert habe 😉😇. Die Nacht bringt genügend Schlaf trotz lästiger Wachphasen. Dann ist das so!

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Haare lassen

Wer so spät schlafen geht, der soll sich nicht beschweren, wenn das Aufstehen schwer fällt. Das ist halt so eingeteilt. Wie angekündigt kommt heute unser Friseurin ins Haus und ich muss gestriegelt, gespornt und geduscht zur Haupthaar- und Bartkürzung antreten. Das fällt nicht ganz so leicht obwohl der Termin äußerst rolfgerecht gestaltet ist. Doch alles wird gut, denn wenig später kann ich spürbar windschnittiger gegen eventuelle Winterstürme ankämpfen. Besonders mein an sich viel zu kurzer Bart fühlt sich nach der Schur sehr eigen an. Aber, keine Sorge, er wächst ja wieder. 😉. So ein Vormittag saust an den meisten Tage ruckzuck an mir vorbei, während ich eine Kleinigkeit nach der anderen erledige und mich hinterher ernsthaft frage was ich im Grunde genommen gemacht habe. Alles ist wichtig, alles ist schnell erledigt und alles verdrückt sich auf geheimnisvolle Weise aus dem Kleinhirn. – Vom Nachmittag bis in den Abend hinein stürze ich mich in den Endspurt bei Bildauswahl und Bildprojektionsvorbereitung. Alles ist einfach, geht schnell und wäre eigentlich super – wenn ich das entweder öfter machen würde oder ein fotografisches Gedächtnis hätte. Habe ich aber nicht! So setzt die Erkundungs- und Lernphase jedesmal von neuem ein. Seufz. Aber ich habe fertig und es ist gut. Nebenbei wickelt der gute alter Barnaby zwei Fälle ab, einer ist mir gut bekannt, der andere dagegen nur anatzweise. Es wird spät, denn Solitaire verführt mich zum virtuellen Kartenspiel. Die Böse! Heute lasse ich mal die Watch meinen Schlaf überwachen. Mal sehen, was ihr daran so auffällt und ob ich mit ihren Anzeigen etwas anfangen kann. Good night.

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1. Advent

Der Tag beginnt traditionsgerecht mit einem Frühstück und dem Gottesdienst aus Bremen. Die Predigt legt Psalm 24 aus. Guter Start. – Ein avisierter Gottesdienst in einem Seniorenheim muss wegen Krankheit leider ausfallen. Das ist schade. Unsere Studierstube haben wir ebenfalls abgesagt. Damit müssen wir nun leben. – Am späten Nachmittag besuchen wir meine Mum. Sie reagiert kaum, erst als die Pflegerin ihr das Essen anreicht schenkt sie ihr und uns ein klitzekleinwenig Aufmerksamkeit. Traurig. Sehr traurig. Im Anschluss fahren wir zum Neustart des von uns lange schmerzlich vermissten Abendgottesdienstes in unserer Gemeinde. Die Atmosphäre ist traulich und schön, wie erwartet trifft sich eine kleine Runde aber doch größer als ich dachte. Die Predigt legt, wie die aus Bremen, den Psalm 24 aus. Erfrischend wie vielfältig die Interpretation des gleichen Textes ausfallen kann. Ich bin schwer begeistert, dass Gott Laienprediger ebenso begabt wie hauptamtliche Pastoren. – Der alkoholfreie Punsch beim kommunikativen Ausklang passt perfekt in diese Jahreszeit und wird kräftig in Anspruch genommen. Welch ein rundum gelungener, tiefsinniger und gemeinschaftsfördernder Gottesdienst! Stark beschwingt fahren wir heimwärts und lassen den Abend in aller Ruhe ausklingen. Für mich wird es spät – das hätte ich besser vermieden. Der nächste Morgen naht viel zu fix.

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Adventskalendergenuss

Ausschlafen ist wieder einmal angesagt, Pensionistenleben pur. Der letzte Tag des Kirchenjahres zieht an uns vorüber. Wir bauen die adventliche Dekoration auf. Unser Winterdorf zieht vom Schrank auf den Kaminsims und die Krippenfiguren erwachen aus dem Sommerschlaf und beziehen ihre Position auf dem Fernsehhighboard. Meine Beleuchtungsbemühungen für das Winterdorf scheitern letztendlich am Materialzustand der Leuchten – alles was in die Jahre kommt, geht langsam aber sicher kaputt. Düstere Aussichten. – Nun stürze ich mich erneut ein paar Stunden lang auf die Fotodokumentation unseres Mittermeertrips, wähle aus, bearbeite, sortiere und was so alles dazugehört. Von der CD ertönt erste Adventsmusik, ein Adventskranz, dieses Jahr mit nur einer Kerze, breitet sich auf dem Wohnzimmertisch aus und ich öffne das zweite Fenster des Adventskalenders, den uns unsere Versicherung überreicht hat – ein M & M für jeden Tag. Diesmal werde ich besonders verwöhnt und so folgt dem ein Merci-Doppelschokoladenstück aus Kalender Nummer Zwei. Fein. Außerdem haben wir den musikalischen Adventskalender der Dresdner Frauenkirche entdeckt, mein dritter Genusshappen an diesem Tag. Wunderbar. Hoffentlich rast heuer die festliche Zeit nicht allzu schnell an uns vorbei. Den Abend lassen wir in aller Gemütlichkeit ausklingen. Es wird nicht spät.

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Fotos und Fete

Der letzte Monat des Jahres 2023 hat begonnen. Waren wir nicht neulich erst in der Karibik – mein Traumziel Martinique grüßt mich doch noch immer?!? Die Landkarten unserer zweiten Seereise in diesem Jahr beschäftigen mich derweil immer noch. Inzwischen bin ich ganz routiniert dabei. Es kostet nur halt Zeit. Aber in ein, zwei Jahren wenn ich mal wieder drüberschaue, benötige ich dringend diese Hilfestellung. Selbst wenn ich irgendwann einmal diese Bilder präsentiere, werde ich von diesem Aufwand profitieren. Es ist mühsam, geht aber gut voran. – Abends haben uns Freunde aus früheren Tagen eingeladen und wir genießen ihre Gastfreundschaft. Entfernung lässt halt die gegenseitige Besuchsfrequenz nicht gerade steigen – eher andersherum. So ist das Leben. Es ist ein lebendiges Miteinander, bereichert durch Matjes, Weißbrot, leckere Aufstriche, Oliven, Peperoni und dergleichen. Genuss ist angesagt. Es wird recht spät und ich bin ein wenig übermütig mit den Verdauerlis. Das wird sich rächen. Und das tut es auch. Tja, einbrocken und auslöffeln gehören untrennbar zusammen.

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Alles hat ein Ende …

Ein terminfreier Tag nimmt seinen Lauf. Fein. Nachdem mich mein Naturstromanbieter mit einer weiteren unverschämten und kaum nachvollziehbaren Preiserhöhung brüskiert hat, leite ich heute die Wende ein. Zunächst lese ich den Zähler ab, kalkuliere den Stromverbrauch für dieses Jahr und schaue mir die Konditionen des regionalen Lieferanten an. Der ist deutlich günstiger. Nun denn: Tschüß Naturstrom und herzlich willkommen LSW. Ich staune über unseren Stromverbrauch. Dank der Fotovoltaik auf dem Dach holen wir deutlich weniger Strom aus dem Netz, trotz zweier E-Autos, als vorher. Dann war das damals doch wohl eine gute Entscheidung. Feine Sache. Ich bin voll gespannt ob der Wechsel problemlos funktioniert. – Nun gilt es die Urlaubsfotos für eine schnelle Präsentation fit zu machen. Ich beginne mit den „Seekarten“ unserer Route. Das geht eigentlich flott von der Hand, aber leider, leider erliege ich gerade am drittletzten Reisetag einem Denkfehler. Und der kostet Zeit. So eine in die Jahre gekommene Denkmaschine benötigt halt etwas länger um aus festgefahrenen Logikspuren herauszukommen. Aber immerhin gelingt es noch 😀. Zur Belohnung streamen wir die letzte Folge der Soko Wismar vom Mediatheks-Server des ZDF. Nette Story.

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Beamen im Seniorenkreis

Nach dem Aufstehen geht es zum Zahnarzt. Bei mir findet er nichts, wie befreiend. Daheim stürze ich mich auf die Endarbeiten für den Seniorenkreis. Schnell noch ein paar Seiten ausdrucken, den Beamer einpacken, ein Kabel dazu und so kann es gleich nach der Mittagspause losgehen. Fast hätte ich den Termin verschlafen, doch meine zweifelsohne bessere Hälfte bewahrt mich davor. Es bleibt noch genügend Zeit für die nötigen Aufbauarbeiten. Beim Anschluss vom Mac an den Projektor trifft mich der Schock: das falsche Kabel. Ich sehe ein Desaster auf mich zurasen! Doch da, auf einmal, finde ich das nötige Teil. (Erst zu Hause wird mir klar, dass überhaupt kein Grund zur Panik bestand, denn ich hatte alle Adapter für andere Verbindungen dabei.) Ich werde halt alt, keine Frage. Die Präsentation läuft hervorragend, sogar ein Chart mit allen Bildern kommt zum Einsatz. Perfekt. Im übrigen gefällt mir am neuen Konzept dieses Kreises, dass es nicht nur Kuchen, sondern auch genügend Schnittchen gibt, also die salzige Bachwerksalternative. Prima. – Im Anschluss besuchen wir meine Schwester, plaudern mit ihr und freuen uns an ihrer guten Laune. – Jetzt noch fix zwei Konzertkarten für das Weihnachtskonzert abholen und der Tag ist gelaufen. Bei ein wenig vergorenem Traubensaft und einem gescheiterten Versuch bei Netflix oder Prime mich erfreuende Serien aufzustöbern, geht der Tag zu Ende. Für mich wird es spät. Der Schlaf liefert einen tollen Job ab, leider nur bei mir.

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