Kindletraurigkeiten

Ein neuer Monat bringt einen neuer Saugeinsatz in meiner Gemeinde, inzwischen gefühlt jede Woche, in der Realität nur monatsweise. Unser Pastor gibt mir einen Tipp über qualitativ hochwertige Vorträge zu biblischen Themen. Während ich das Saugrohr schwinge führe ich mir zwei davon zu Gemüte. Echt stark, sollte ich mir merken: ‚glaubendenken‘. – Zurück daheim runden wir unsere Bodenseereise mit ein paar Tagen im Rheingau ab. Ich freu mich drauf! Das ist jetzt eine runde Sache geworden. Fein. – Immer noch und jeden Tag neu beherrscht mich das Thema meines verschwundenen E-Book-Readers. Ja, verlieren kann man schon mal etwas, schlimm genug, aber keine Ahnung zu haben wo oder wie das passiert sein könnte, macht mich fertig. Ich hatte das Teil doch die letzten Tage ausschließlich hier zu Hause im Einsatz, soweit ich mich erinnern kann. Wie kann das dann verloren gehen? Oder schlägt hier etwa eine Altersdemenz voll zu? Nein, das Thema bewegt mich mächtig gewaltig und da trösten mich weder ein obskurer Fall der Chefin noch zwei karibische Mordfälle. Meine Verunsicherung spiegelt sich im verzweifelten Solitairespielen wider, in erst spätnächtlicher Schlafsuche. Seufz. Dann ist das so. Schwer zu fassen.

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Beton statt Schmuddelecke

Pünktlich um 9 Uhr kommen die Handwerker und machen sich gleich voll motiviert ans Werk. Die Arbeit geht gut voran und am Abend ist die wilde Unkrautfläche erst geräumt und dann mit Betonsteinen versiegelt. Das mag grünen Besserwissern nicht behagen – uns dagegen gefällt die Optik jetzt viel besser. Man hätte das alles auskoffern, mit Mutterboden füllen und bepflanzen können. Das hätte anfangs sogar besser ausgesehen. Aber ein halbes Jahr später hätte sich bei meiner „Gartenfreude“ der alte Zustand nur deutlich schlimmer wieder eingestellt. So erwarte ich nur aus den Spalten herauslugende Unkräuter, die ich in Plattenhöhe regelmäßig kappen muss. Ein großes Folgeproblem tritt nunmehr in Erscheinung: Wo lasse ich alte Waschbetonplatten und was mache ich mit dem Rest der Pflastersteine? Kommt Zeit, kommt Rat. Hoffentlich. – Heute schaue ich mir das Original an, die sogenannte Dokumentation des ZDF über die AIDA: voll bescheuerter manipulativer Schwachsinn, Meinungsmache übelster Art, kaum zu ertragen. Im Anschluss gönne ich mir eine echte Dokumentation, die das Kreuzfahrtbusiness neutral betrachtet, mit nachvollziehbaren Vor- und Nachteilen. Geht doch – sogar mit erheblich geringerem Budget. – Mein Kindle bleibt verschwunden 😢😭😒. Immerhin findet mich der Schlaf.

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Sozialisten auf Kreuzfahrt

Es ist deutlich, sehr deutlich vor sieben Uhr. Die Türklingel reißt mich brutalst aus meinen Träumen. Wer? Wie? Wo? Was? Warum? Ein LKW steht vorm Haus und sein Fahrer vor der Haustür. Die bestellten Pflastersteine sind da. Während mein Kopf noch auf Orientierungssuche herumirrt ist meine Sofort-Wach-Partnerin schon in ihre Kleidung geschlüpft und weist den Fahrer ein. Solche Überfälle mag ich gar nicht. – Meine Seniorenkreisliebhaberin hat gestern fleißig gebacken und belegt heute Happen für Freunde etwas würzigerer Kost. Nach der Mittagsruhe schwirrt sie damit damit ab. Ich dagegen bin kein Typ für Kaffeetafeln mit Mitmachprogramm. – Im Laufe des Nachmittags schaut unser Handwerker vorbei und kündigt sein Kommen für morgen an. Das geht ja fix. – Am Abend verlustiere ich mich mit den Kommentaren zu einer abartigen Dokumentation des ZDF über Kreuzfahrten. Offensichtlich stark sozialistisch geprägte Redakteure regen sich darüber auf, dass AIDA mit seinen Reisen Geld verdienen will. O Schande, sie wollen sogar Gewinn machen! Das passt offensichtlich gar nicht ins Weltbild der öffentlich-rechtlichen Weltverbesserungsexperten. Entrüstet stellen diese fest, dass alle angebotenen Ausflüge deutlich teurer sind als die vor Ort selbst organisierten. Da wäre ich ja nie drauf gekommen – die wohlbezahlten Meinungsmacher halten uns Reisende zweifellos für blöd. Und dann wird an Bord mit Karte bezahlt damit die armen Reisenden den Überblick über ihre Finanzen verlieren sollen (obwohl sie jede Ausgabe unterzeichnen und ihren aktuellen Rechnungsstand jederzeit über das Bordfernsehen abrufen können). Das verstehen die nur durch Zwang finanzierten Chaoten also unter Qualitätsjournalismus. Ich halte das dagegen für rausgeworfenes Geld. Wer so viel Knete abgreift soll gefälligst gute Arbeit abliefern und nicht schlampig recherchierte dummdreiste „Dokumentationen“. Ja, ja so sind sie die Öffentlich-Rechtlichen. – Mein E-Book-Reader bleibt übrigens verschwunden. Schade. Der Schlaf klappt auch nicht. Na toll!

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Wintervorsorge im Frühjahr

Meine Treterchen können sich heute auf eine besonderer Pflege freuen. Zuerst reisen wir an, parken und zahlen per App. Das ist eine wirklich sinnvolle Anwendung, die ich zwar selten aber mit Begeisterung nutze. Die Podologin beseitigt nun gekonnt alle lästigen Ecken und Kanten und ich kehre leicht beschwingt zum geduldig wartenden Foxi zurück. – Kurz nach der Mittagszeit erwarten wir unsere Wintersicherung, das Heizöl. So übe ich wieder einmal Verzicht auf die täglich so ersehnte Mittagsruhe. Dafür bewegt es mich emotional jedes Jahr aufs Neue die Öltanks voll zu wissen und die dafür vorhandene Rücklage passend gestaltet zu haben. Ich stelle die Heizung ab – wir liefern uns der Unbill des Wetters aus und der Kessel darf sich die nächsten Monate allein der Warmwassererzeugung widmen. Andererseits kann der Kachelofen unerwartete Temperaturscharaden abfangen. Immerhin. – Nun buche ich noch fix für Ende November einen Hotelaufenthalt in Frankfurt und eine Bahnfahrt. So werden wir stressfrei nach der Kreuzfahrt die Heimfahrt antreten können, hoffen wir. – Und auf geht es zum nächsten Event. Eine gute Bekannte feiert Geburtstag und wir sind in die ‚Hacienda El Toro‘ eingeladen. Noch ziemlich magengefüllt von gestern stopfe ich mir ein total leckeres Hacksteak hinein, sogar eine Kugel Eis oben drauf . Das helfen selbst die bewährten „Verdauerlis“ nicht mehr. Es wird angemessen spät, daheim noch später aber der Schlaf spielt zu meinem großen Erstaunen mit als wenn nichts wäre. Stark. Buenas noches!

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Pfingstmontag

Auf zu Spargel-Satt nach Radenbeck. Schwester und Schwager haben uns eingeladen und das Landhaus Heidekrug liefert eine perfekte Leistung ab. Spargel auf den Punkt genau gegart, perfekt für Bissfest-Fans und Weichliebhaber – der ideale Mittelweg. Wir genießen und sind happy. – Voll genudelt gönne ich mir am Nachmittag einige Rauchwaren 😉😀😇 in unserer Lounge und verkoste den 15 Jahre alten KWV. Feiner Abschluss. – Keine Ahnung wie ich dahin gelangt bin aber ich verfolge mit großem Interesse Videos über das römische Reich und besonders über Cäsar samt Mordkomplott, das vordergründig gelingt aber dennoch vollkommen scheitert. So habe ich das noch nie gesehen. Faszinierend. Eine Folge über den Airport Frankfurt endet exakt zum Start der aktuellen Nachrichten. Wieder wundere ich mich über unsere türkischen Mitbürger denen Pressefreiheit, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit offensichtlich am Pöter vorbeigehen. Aber was beklage ich mich – so lange ist es auch nicht her, dass unser Volk einem unvergleichlich schlimmeren Machtmenschen zugejubelt hatte – wir Menschen sind wohl extrem leicht verführbar. Aber es wird wie immer sein: ein Kreuz ist leicht gemacht aber es trägt sich viel, viel schwerer. – Am Abend bin ich hin- und hergerissen zwischen Sylt und Midsomer wobei nach Zeitanteilen die Engländer gewinnen. Zum Intervallschlafen geht es dann bald zu Bett. Welch eine Nacht! Seufz.

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Pfingstsonntag

Gottesdienst zu Pfingsten ist eine äußerst angenehme Pflicht, vor allem bei so wunderschönem Wetter. Uns erwartet eine Predigt über den Heiligen Geist und einen großen Gott, der uns mit Sehnsucht erwartet. Wir müssen nur wollen und uns ihm zuwenden. Im Anschluss gibt es das Abendmahl, ich kann es nicht erklären aber es ist für mich immer ein besonderes emotionales Erlebnis. Danke! Ich genieße nach der Feier die Sonne und plaudere mit dem einen und anderen bist wir geruhsam zu Foxi schlendern und heimfahren. – Am Nachmittag klingelt so ein kleiner mutiger Pöks und fragt nach einer langen Stange. Auf dem Bolzplatz liegt wohl irgendetwas auf dem Basketballkorb. Damit kann ich dienen. Wenig später schickt er seinen Kumpel mit einer Erfolgsmeldung samt der Stange. Ich finde das stark, einfach losgehen und bei völlig fremden Leuten fragen. Respekt! – Terra X über Afrika auf der Großleinwand beeindruckt mich schwer. Der Münster-Tatort am Abend ist bekannt und amüsant wird aber unterbrochen durch meine intensive Suche nach dem E-Book-Reader, der allen Anstrengungen zum Trotz verschwunden bleibt. Er hat, meines Wissens nach, nie unser Haus verlassen und ist doch unauffindbar. Mysteriös. Ich bin mittelschwer erschüttert über meine Hilflosigkeit in dieser Angelegenheit. Doppelt-Seufz!!! Ein Glas vergorener Traubensaft mehr als geplant soll mich darüber trösten. Tut es aber nicht. Noch nicht einmal ansatzweise. Erfreulicherweise überwindet der Schlaf meine Grübelei. 😢😩🤨!

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Update der Photovoltaik

Eine neue Lektion wartet auf mich. Beim Beobachten unserer Photovoltaikanlage, während sie Strom für Tiger produziert, stolpere ich im Internet über eine Seite, die Komponenten auflistet und dabei auf anstehende Updates hinweist. Beim Datenmanager und beim Wechselrichter wartet je eins auf seine Aktivierung. Nun gut. Der Datenmanager lässt sich fix aktualisieren aber der Wechselrichter weigert sich zum Glück. Es ist nämlich eine dumme Idee das Teil mitten im vollen Betrieb auf den neuesten Stand zu bringen. Also warte ich bis es in der Nacht zur Ruhe gekommen ist und versuche es ein zweites Mal. Jetzt funktioniert alles einwandfrei. In der Praxis merke ich dennoch nichts von irgendwelchen Veränderungen. Nun denn, es wird schon etwas nutzen. – Margaret Rutherford ermittelt als Miss Marple in ihrer einmaligen Art und befreit einen Angeklagten vom Verdacht des Mordes. Nach anderthalb Stunden stellt sie den wahren Täter. Dass sie dabei unbeabsichtigt, ganz nebenbei den Inspektor k.o. schlägt und einen Theaterchef abstürzen lässt gestaltet das Ende fein amüsant. Angenehme Unterhaltung. Es wird spät, weil das besagte Update sich schier unendlich lange hinzieht. Der Schlaf stellt sich schnell ein und ist ganz okay.

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Beerdigung und Lichterkettenfürsorge

Ich muss mich eilen beim Aufstehen, Knäckebrot mümmeln und einer Kurzandacht um rechtzeitig zur Beerdigungsfeier zu kommen. Wir sind frühzeitig da und nehmen Abschied von der Mutter von Freunden. Wenn jemand stirbt, der über 90 Jahre gelebt hat und Christ ist, hält sich meist die Trauer in Grenzen. Wir wissen, dass er jetzt bei Jesus ist, dass er sieht was er geglaubt hat. Das tröstet. Die Predigt würdigt das Leben der Verstorbenen, viele Verwandte, Freunde und Begleiter im Leben sind gekommen und wir nehmen Abschied. Das gemeinsame Kaffeetrinken wird zum Familientreffen und wir lassen uns sogar noch zu einem Nachtreffen in privater Runde überzeugen. Schade, dass man so einen Kreis meist nur noch zu Beerdigungen versammeln kann. – Wieder zurück stürze ich mich auf unsere Lichterketten und starte Reparaturversuche. Es ist nicht so leicht aber zwei Ketten bringe ich zum Leuchten, eine verweigert komplett den Dienst und zwei weitere, kombinierbare Netze leuchten von sich aus tadellos. Letztere montiere ich an der Kellerwand, so haben wir anheimelndes Licht bei eventuellen künftigen Kellerfeten. – Ein Handwerker inspiziert die Fläche, die er mit Betonsteinen begehbar machen soll und überlegt die Ausführungszeit. Es geht voran mit der Grundstücksmaniküre. – Abends begebe ich mich zu dem munteren Karibikermittlungsteam und beobachte sehnsuchtsvoll ihren Wirkungsbereich. Seufz. Eine Kommissarin begleite ich im Anschluss nach Marokko wo sie mit rührendem Eifer, ein klein wenig unrealistisch, einem Freund bei seinen Samariteraktivitäten zur Seite steht. Etwas irre aber gut zu lesen. Es wird relativ spät aber der Schlaf steht voller Aktionsdrang bereit. Äußerst nett von ihm.

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