Familienfest

Heute ist Wandertag. Wir schwingen unsere Hufe und tapern durch die Mittel- und die Südstraße des örtlichen Autokonzerns. Kilometerlang. Über 12.000 Schritte. Vom Sofa stracks auf die Laufbahn. Familienfest nennt sich das Event. Eine echte Herausforderung für mich. Hat es sich gelohnt? Nun ja, der Konzern hat beeindruckend viel und Vielfältiges aufgefahren. Nur für Ignoranten wie mich, die sich ins Auto setzen wollen und dann hat alles zu funktionieren – wie ist Wurscht, Hauptsache es fluppt, ist das Angebot eher begrenzt interessant. Selbst zu Modell-Visionen, die faszinierende Ideen präsentieren, die später dann doch nicht realisiert werden, fehlt mir die Begeisterung. Kurz, es ist ein toll organisiertes Fest, Respekt, Respekt, das mir persönlich leider nur wenig gibt. So freue ich mich mehr über die Herausforderung an meinen Bewegungsapparat. Zugegeben, die Freude wird sich frühestens morgen einstellen, wenn die phantasievollen Beschwerdeschmerzen „vergessen“ sind, aber sie wird kommen, hoffe ich. Vermutlich liegt meine mangelnde Euphorie eher an den Menschenmassen mit Schlangen und Gedränge vor allen Highlights. So bin ich halt, ein furchtsamer Massen-Phobiker 😉😀😇. – Daheim falle ich auf mein Seniorenbett und bleibe arg schnaufend längere Zeit liegen, bis mein Körper wieder bedingte Einsatzbereitschaft signalisiert. – Die kriminalpolizeilichen und „privaten“ Erlebnisse zweier Polizistinnen auf Martinique bauen mich langsam wieder auf. Es wird leicht spät und der Schlaf zickt rum. Soll er doch.

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Martinique du Schöne

Wieder einmal, glücklicherweise nicht sehr oft, muss ich meines Amtes als familiär bestätigter Totengräber walten. Eine Amsel liegt beim Weinstock, sieht noch ganz okay aus, hat sich aber aus dem Leben verabschiedet. Eine Harke und eine Hacke dienen als Lade- und Transportmittel, welche ich trotz meines ausgeprägten städtertypischen Widerwillens nutze, um dieses schwarze Flattervieh in die Tiefen unseres wildwüchsigen Grundstückrandes zu befördern. Mögen nun Fliegen, Maden und allerlei Aasfresser ihr der Natur wohltätiges Werk vollführen. Alles ist wohlgeordnet, Schauder. – Per Post kommen 25 Kilo Rasendünger, ein kreuzschonendes Beförderungsmdium (für uns, nicht für die Zustellerin). Das Grün wartet bereits gierig auf seine Wachstumsförderer – demnächst in diesem Theater. – Unser Mitreisender aus der Karibik hat ein neues Video publiziert. Er war im September als Kreuzfahrer rund um Island. Die Anreise führte über die Shetland-Inseln und vor dort handelt das Video. Leider begegnete er dort dem typischen Regen- und Nebelwetter, das seine gute Laune aber nicht beeinträchtigte. Ein Gemütsmensch, halt. Außerdem wurde er upgegradet auf den Exklusiv-Status, dem sogenannten Yacht-Club. Schön für ihn und seine Frau, interessant für uns als Zuschauer. – Abends verfolge ich eine Krimi-Serie, die auf Martinique (seufz!) spielt mit zwei Kommissarinnen, die, welch ein origineller 😉 Einfall, unterschiedlicher nicht sein können und sich zusammenraufen müssen. Nett gemacht. Martinique, meine (un)heimliche Liebe, seufz. Es wird derhalben recht spät aber der Schlaf zeigt was er drauf hat. Klasse!

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Der Chili der Stille

Unsere Heizung steht zur Wartung an, kurz und schlecht, wir öffnen die Tür zum Gelddrucker für den Installateur. Is wie is. Vorher werfe ich einen Blick in den Ölkeller und da packt mich fast ein Freudentaumel. Erstmals blieb in diesem Jahr das Heizelement von Spätfrühling bis heute völlig ausgeschaltet, nur die Warmwasserbereitung war aktiv. Der Ölverbrauch ist sensationell niedrig, kaum zu erkennen in den Tanks. Früher habe ich immer dem Außensensor vertraut, der wird es schon optimal regeln. Tat er aber offensichtlich nicht und unser Lehrgeld summierte sich wohl über die Jahre zu einem stattlichen Batzen. Seufz, wenigstens kam der Öllieferant gut zurecht 😣🤨. Der Techniker macht und tut – nach gut einer Stunde hat er fertig. Noch eine Unterschrift und schon bald wird die dreistellige Rechnung eintrudeln. – Bei meiner Andacht bringt mich der strenge MacArthur ins Grübeln. Good old John Fullerton (seine Vornamen) ist für mich der Mr. Einerseits&Andererseits. Mal gebe ich ihm voll recht, mal verzweifle ich fast an seinem starrköpfigen Bibelverständnis. Immerhin ist er eine prächtige Herausforderung, halt der Chili der Stille. Nicht unübel😉 ! – Einem gewöhnlichen Abend folgt ein sehr spätes Nachtlagern mit perfektem Schlaf. Einfach nur toll!

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Leidend

Ich mache mich zu meiner Altvorderen auf. Wir umfahren ein paar Straßensperrungen, die unsere Nachbarstadt im Sommer gern einrichtet, um schließlich mit flauem Magen vor meiner Mum zu stehen. Sie atmet vor sich hin, bemerkt möglicherweise, dass ich ihre Hand halte, vielleicht aber auch nicht. Das ist so traurig. Dann agiert eine Schwester auch noch saublöd, welch ein Tag! – Die Tageszeitung, deren App nicht funktioniert, ist bereits informiert, sagt mir eine freundliche, aber leicht genervt wirkende Dame: „Die IT ist schon am Werkeln.“ Da hoffe ich mal das Beste 😇. – Ansonsten passiert nicht viel. Ich kaue noch an meinem vormittäglichen Besuch herum – einfach erschütternd. Abends ziehe ich mir ein paar Kreuzfahrt-News „rein“ und verfolge mit Interesse eine Analyse des Russland-Ukraine-Krieges. Recht überzeugend, was der Moderator da von sich gibt, in jedem Fall öffnet er mir neue Perspektiven. Es wird normal spät. Und wieder erleide ich einen demotivierten Schlaf. Was ist ihm nur über die Leber gelaufen 😠?

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Illuminationsfragen

Endlich nehme ich mir die Gartenillumination vor. Sie hat im letzten Jahr den FI ausgelöst und ich befürchtete eine Undichtigkeit nach langem Regen. Inzwischen dürfte auch das letzte Wässerchen verdunstet sein. Ein Versuch bestätigt das. Alles funktioniert einwandfrei. Nach Reinigung der Plastekugeln von Grünbewuchs, soweit möglich, müssten die Leuchten für draußen fit sein. Das Anschlussteil montiere ich sicherheitshalber auf einer Planke, die etwas erhöht platziert werden soll, kombiniert mit ihrem IP68-Schutz (wasserdicht), dürfte nunmehr alles okay sein. Wie dem auch sei, Versuch macht kluch. Demnächst sehen wir klarer in der Hoffnung auf Stabilität im Fehlstromschutzbereich. – Der Besuchsdienst-, ab heute Diakoniekreis, mit meiner sozialkontakt-bewegten Mitbewohnerin, stellt sich, unter neuer Leitung, verändert auf. Ihre häusliche Abwesenheit zieht sich gewaltig hin, sozialbewegt heißt wohl auch hochkommunikativ 😉, was zweifellos die Eignung für diese Aufgabe unterstreicht. – IOS 17 verleitet mich zur Spielerei, nervt ein wenig, wenn das Smartphone nicht das macht, was es sollte. Es sperrt sich sogar massiv gegen die Wolfsburger Allgemeine Zeitung. Deren App weigert sich nämlich ordnungsgemäß zu starten. Es erscheinen nur die Buchstaben WAZ, dann schließt sich darum ein Kreis – und das war’s. Wenn ich die App lösche, neu installiere, starte, meine Zugangsdaten eingebe und geduldig den erklärenden Vorspann ertrage, kann ich die aktuelle Ausgabe herunterladen. Schließe ich die App jedoch wieder und öffne sie erneut, lässt sich nur besagter Kreis sehen. Eine ätzende Prozedur. Offensichtlich eine Unverträglichkeit mit dem neuen System. – Noch ein wenig lesen, es wird recht spät bis ich mich zur Auflösung des Krimis durchgekämpft habe. Der Schlaf agiert zudem noch lustlos. Eine kurze Nacht.

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IOS 17

Der Vormittag rauscht immer so schnell vorbei. News durchsehen, Zeitung lesen, Andacht und schon ist es elf Uhr. Kein Wunder, dass mir die Zeit durch die Finger flutscht. Sich noch ein wenig im Haushalt, im Büro oder mit Bankgeschäften beschäftigen und schon naht die Mittagszeit. Nach der Mittagsruhe – zu allem Überfluss schlafen wir ungeplant noch länger – vergeht der Nachmittag wie im Fluge. Dann gesellt sich uneingeladen etwas Trödelei hinzu und schon, wutsch, ist der Abend da. Es ist Zeit für die Abendandacht, im Anschluss die Nachrichten, jetzt ist der Tag fast vorüber. Der Krimi mit einem wortkargen, eigenwilligen Ermittler macht mir wenig Freude. Ebenso ist es total öde, der längst bekannten und mehrfach gesehenen Barnaby-Folge meine Aufmerksamkeit zu widmen. Andererseits steht ja inzwischen fast „das Bett vor der Tür“. Doch halt! Ein neues Betriebssystem vom angebissenen Apfel wartet aufs Herunterladen. Vier Geräte, viermal laden, installieren und anpassen, im Nu ist es wieder viel zu spät. Dann ist das halt so. Der erste Eindruck des „großen“ Updates ist ernüchternd: es sieht aus wie das alte. Surfen und forschen lässt die Neuigkeiten erkennen. Nun ja, ich bin wohl zu alt für solche Spielereien, ich warte mal die Praxis ab, möglicherweise erquicken mich die Veränderungen. Oder auch nicht. Wer weiß das schon? Gute Nacht!

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Formaldehydfrei!

Die zweite Predigt unseres neu ernannten Pastors erwartet mich heute. Es geht um einen Rucksack, um Vertrauen, um das Unterwegssein mit Jesus. Ein wichtiges Thema, finde ich. Die übliche gemeindliche Plauderei im Anschluss zieht sich heute recht lang hin. Das ist kein schlechtes Zeichen. – Die Mittagspause fällt diesmal extrem lang aus. Wir haben wohl einiges an Schlaf nachzuholen. Gut, dass das noch so klappt. – Im Laufe des Nachmittags lauschen wir der Predigt aus Bremen, lernen ein wenig über das Wesen eines PoG* und beschäftigen uns mit der Aufforderung, unsere Sorgen bei Jesus abzugeben. Das schafft echt Erleichterung, was ich nur bestätigen kann. – Abends führt uns ein australischer Professor durch Nordafrika, Erinnerungen werden wach an meinen Tunesien- und Marokkourlaub in den siebziger Jahren. Jung, erlebnishungrig und belastbar war ich zu der Zeit und jetzt bin ich alt, komfortgewöhnt und nur noch bedächtig erlebnisoffen 😀😇. – Verwandte wollen ein Fertighaus aus den siebziger Jahren verkaufen und stehen vor dem Problem der Formaldehydbelastung des Gebäudes. Unser Haus stammt aus den neunziger Jahren und ich bin etwas verunsichert. Dankenswerterweise bin ich Beamter und habe alles Wesentliche aufgehoben. In unserer Baubeschreibung wird deutlich gemacht, dass alle Materialien formaldehydfrei sind. Mir fällt ein Stein vom Herzen und macht mich dankbar für Gottes Führung, denn wir haben die ersten sieben Jahre in einem anderen Haus gewohnt und deshalb erst später hier gebaut. Da waren die Fertighausbauer sich des Problems bereits bewusst. Danke, HERR! – Leichte Lektüre und der Rest-Rosé verschönen mir den Abend. Es wird normalspät und der Schlaf absolviert einen prächtigen Job.
*Problem-orientiertes Gespräch

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Beamtenkinder?

Lange genug habe ich es hinausgezögert doch heute muss der Biertisch vom Salon in den Gartenkeller wandern, anpacken, schleppen, fertig. Geht doch. Der bedauernswerte Mr. Shorty hat sich, wie er das auch immer gemanagt hat, in seiner Ladestation verkeilt. Ich befreie ihn, er wurde sehr von mir vernachlässigt, nun schleppt er einen Berg von Grasresten mit sich herum. Endlich empfängt er seine wohlverdiente komplette Reinigung und erhält neue Messer. Daraufhin schnurrt er zufrieden 😉 über den von meiner Gartenfreundin frisch vertikutierten Rasen. Ich habe meine Zweifel ob das Entfilzen gegen den Klee hilft aber angeblich sei das das wirksamste Mittel. Es wird sich zeigen. Nun müssen wir das Grün demnächst düngen, wässern, hoffen und harren. Wie war das nochmal mit den Narren? Egal, wir hoffen und harren! – Und schon wieder habe ich meine Abendandacht geschwänzt – wenn das nur nicht zur Gewohnheit wird. – Mehr als der Klimawandel macht mir die Naivität seiner Protestanten zu schaffen, die allen Ernstes glauben wir könnten hier in unserem Lande daran etwas ändern. Bin ich blind oder sind sie es? Mir jedenfalls erscheint die Behauptung durchaus logisch, dass die erwartete jährliche CO2-Reduktion durch das Heizungsgesetz dem Ausstoß Chinas von 2 bis 3 Tagen entspricht. Ich kapiere einfach nicht, weshalb wir versuchen mit vollem Kapitaleinsatz unseren Anteil von 2 auf 1% zu drücken, statt das Kapital in Indien oder China zu investieren, um dort mit dem gleichen Geld einen viel höheren Umwelteffekt zu erzielen. Wir verbrennen hier Vermögenswerte mit minimalster Klimawirkung statt dort Staaten kräftig zu unterstützen. Das Klima agiert weltweit, es gibt kein lokales oder regionales Klima also muss man weltweit denken und handeln – über alle Grenzen hinweg. Warum verschenken wir keine Solar- und Windkraftwerke an Regionen wo sie viel effektiver, ertragreicher und konstanter produzieren könnten? Die Klimaaktivisten denken mir viel zu kleinkariert und angstgetrieben. Beamtenkinder😉? Nicht auszuschließen😀. Gute Nacht.

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