Goldgelber Weißer

Die Sonne krönt den Tag der Arbeit. Es ist schön warm und ich kann bei allerbestem Wetter die allerletzte Lichterkette demontieren. So werden unsere Weinstöcke von ihrem Schmuck frei. Ein Test zur Funktionsfähigkeit bildet immer den Schlusspunkt vorm Einlagern, doch der scheitert brutal. Nichts strahlt. Die Kette hatte ich erst letztes Jahr neu erworben und nach einer Saison ist sie hinüber? Da müsste ich im Grunde genommen stinksauer sein. Doch die Strahlesonne hat enorm tröstende Kraft. Ja, ich bin ein Sommertyp – das ist keine neue Erkenntnis. – Im Ort wird der Maibaum aufgestellt, der Sinn dieser Aktion hat sich mir nie erschlossen. Okay, es ist ein guter Anlass Bier und Bratwurst zu konsumieren aber darüber hinaus? Nun denn, es gibt genug Menschen, die damit etwas anfangen können, ich gönne es ihnen von Herzen. – Abends gönnen wir uns einen zehn Jahre alten Weißwein, fast zu alt aber noch gut in Schuss. Es ist eine schwere, goldgelbe Qualität, sehr speziell im Geschmack aber noch nicht abgängig, nur halt gereift. Kein Vergleich mit seinen jungen spritzigen ein- bis dreijährigen Kollegen. – In einem damit harmonierenden Anfall von Nostalgie ziehe ich mir die ersten Folgen der ersten Serie von Doc Martin rein. Erstaunt registriere ich die jungen Gesichter der Darsteller, wow sind einige im Lauf der Serien gereift – die meisten mehr, wenige nicht ganz so offensichtlich. Zur Ruhe komme ich durch ein bisschen lesen und stehe weinpräpariert für den Schlaf bereit. Alles ist gut.

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Carpe Diem???

Und wieder ist eine Woche vorbei, ein Monat ebenso, wir marschieren in Riesenschritten auf die Halbzeit zu. Warum bloß vergeht die Zeit so rasend schnell wenn man jeden Tag genießen kann und weshalb zog sie sich wie Kaugummi als ich Tag für Tag ins Büro musste? – Im Gottesdienst ermutigt uns unser Altprediger zu mehr Gottvertrauen und Zuversicht. Er spricht wahrlich aus Erfahrung und das wissen wir alle. Nachmittags hören wir die Predigt aus Bremen und ich lasse auch diesen Tag an mir vorbeilaufen. Mir geht es wie unserem Mähroboter, es ist schwer mich nach der langen Winterpause wieder auf Trab zu bringen – und dann noch die karibischen Erfahrungen … aber was soll alles Lamentieren!? – Das TV-Programm fasziniert mich immer wieder neu: über 200 Kanäle sind verfügbar und keiner hat etwas für mich Interessantes in petto. Keine neue Erfahrung! – Inzwischen konnte ich ein paar neue Bücher herunterladen und so bleibt mir das Lesen als wirklich gute Alternative. Auch damit kann es spät werden.

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Stinknormale Faulheit

Die Normaltage ohne besondere Ereignisse häufen sich bedenklich oft. Vielleicht sollte ich doch mal ein paar Highlights einplanen. Oder ich sollte endlich mal aktiv werden und von meinem Sofa aufstehen. O, fällt das schwer. Dann überfällt mich noch ein YouTube-Beitrag eines Arztes, der vor allzu ausdauernden Couchaufenthalten warnt, welcher das Herz-Kreislaufsystem auf minimale Belastung einstimmt, die Muskeln erschlaffen lässt und das Herzinfarkt- und/oder Schlaganfallrisiko nach oben katapultiert. Keine guten Aussichten. Aber ich mag halt das ziellose Herumirren in bekannter Umgebung, Spazierengehen genannt überhaupt nicht. Also entweder erkunden wir fremde Orte oder ich schwinge mich trotz unterer Temperaturen aufs Fahrrad. Die Faulheit ist die größte Gefahr meines Pensionistenlebens. Jegliche auch nur ansatzweise anstrengende Aktivität beantwortet mein verwöhnter Body mit tagelangem Muskelkater. Das ist echt fies. – Der gute Doc Martin versüßt mir den Abend, ich liebe diese sympathische Serie. Es wird spät aber der Schlaf schaut erst viel später vorbei.

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Das Alter entschuldigt alles

Ich kann mir nicht helfen, für mich wird er wohl nie selbstverständlich sein der monatliche Geldeingang in mehr als ausreichender Höhe. Dafür bin und bleibe ich sehr, sehr dankbar. Heute ist wieder so ein Tag der Dankbarkeit. Wie erfreulich! – Es berührt mich seltsam, dass jeder Aufenthalt in der frischen Luft leichte Erkältungserscheinungen nach sich zieht. Normal ist das nicht. Mit zunehmendem Frühlingsklima wird sich das hoffentlich geben, immerhin konnte ich derartige Reaktionen in der Karibik nicht einmal ansatzweise feststellen. Ich bin halt alt, das entschuldigt alles 😉😇 – meine Generalausrede seit dem 70. Geburtstag. – ‚Der Alte‘ ermittelt heute wieder in einem seltsamen, für mich weit hergeholten wenn auch nicht lebensfremden Fall. Neid kann, zugegeben, ein starkes Motiv sein, das sich mir nur nicht besonders erschließt wenn die Neider selbst sehr gut situiert sind. Möglicherweise bin ich da zu schlicht gestrickt. – Im Anschluss begeistert mich Doc Martin, eine englische Serie, die vor zwei Jahren völlig unbefriedigend endete und jetzt mit einem, hoffentlich würdigen Abschluss über acht Folgen gekrönt wird. Voller Spannung harre ich auf die letzte Folge und bin natürlich emotional voll dabei. – Es wird sehr spät und der Schlaf kommt ein wenig unmotiviert daher. Das mag an seiner Überaktivität während der Mittagspause liegen. Er ist auch nicht mehr der Jüngste 😀.

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Morgen pfui – Abend hui

Leider, leider, leider setzt sich heute mein Energieschub nicht fort. Ich agiere eher zurückhaltend 😉. Natürlich findet sich immer etwas zu tun, doch ist das wirklich notwendig, jetzt notwendig? Vielleicht sehne ich mich nur deshalb nach Martinique weil dort ganzjährig meine Aktionstemperatur herrscht. Mag sein. Irgendwie werden mir heute auch viele meiner Schwächen bewusst und drücken mich ein wenig nieder – zu meinem Glück nicht als echte Depression, eher als eine auf der Strecke gebliebene Stimmung. So ist das mein Wirkungsgrad überschaubar 😲. Dann ist das so. – Der Hauskreis am Abend leistet für mich echte Aufbauarbeit. Wir sind nur wenige, alle sind gutgelaunt und das reißt mich einfach mit. Der Bibeltext ist ein bisschen herausfordernd aber nicht überfordernd, exakt so wie es gut tut. Alle beteiligen sich kräftig, kurz eine muntere Runde sowohl während als auch nach der Bibelarbeit. Der Rotwein und die Snacks munden – was will man mehr? Es wird spät für den Kreis und noch viel später auch für uns. Der Schlaf erledigt perfekt seinen Job – so kann sich ein trüber Morgen in einen wundervollen Abend verwandeln. Schon klasse.

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Seltsame Mixtur: Erfolgreich, kaputt, frustriert, schlaflos

Es ist allerhöchste Zeit, um mich endlich den kurzschlussspendenden Gartenleuchten zu widmen. Der Plan ist sie herauszunehmen und in den Keller zu verfrachten. Dort kann einmal eventuelle Feuchtigkeit im Netzteil trocknen und ich darüber hinaus in aller Ruhe die Installation durchchecken. Möglicherweise lockert sogar die Wärme und ein wenig Öl die Schraubverbindungen zum Anschlusskabel. Schließlich steht noch eine Grundreinigung der Leuchtkugeln an, um den Missbrauch als Toilette von den gefiederten Freunden sowie den Grünbelag zu entfernen. Welch eine Aufgabenfülle! Zwei Leuchten lassen sich schnell auf den Bollerwagen legen. Dann sitzt das Kabel fest. Ein Berg des noch zu spaltenden Kaminholzes erhebt sich über ihm. Also runter mit den Leuchtovalen und rauf mit den Rundlingen. Ich ziehe schwer am Bollerwagen und lade die Teile am Haus ab zur Spaltungsvorbereitung. Endlich ist der Weg für das Kabel frei und jetzt geht es schnell voran mit dem Abbau der Lichtinstallation. Danach bin ich erst einmal völlig fertig. Meine Zeit ich kann nichts mehr ab. Seufz. – Beim Mittagessen und danach lese ich meinen aktuellen Portugalkrimi und bin emotional stark involviert. Fatales Ende. – Dafür läuft der Abend recht unbefriedigend ab mit YouTube und allerlei anderem Blödsinn. Nun denn, es gibt halt solche Abende. Zu allem Überfluss schließt sich noch eine schlafreduzierte Nacht an. Selbst auf Martinique ist schlechtes Wetter. Na toll.

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Schlammschlacht der Uropas

Trotz eher entmutigender Ansagen über die Stromernte scheint die Sonne heute viel stärker als erwartet. Das ist gut. Weniger erfreulich kommt bei mir die Kälte an, die sie begleitet aber im April kann man halt nicht alles haben. Ich scheue mich draußen die nötigen Arbeiten zu erledigen – möglicherweise hat mir die Karibik einfach den Mut zur Kühle geraubt. Nur der Gedanke an das hierorts herrschende Klima macht meinen Hals kratzig und meine Nase verschnupft. Oder sollte das am Heuschnupfen liegen 😉? Also Maske auf und nach wenigen Minuten geht es mir besser. Ja, jetzt ist eine der Saisonzeiten für herumirrende Pollen, die statt ihren Job zu tun meine HNO-Region bevölkern, okay „O“ weniger 😀. – Uropa Biden will sich noch einmal zur Wahl stellen, er wäre dann 82 Jahre alt. Haben die Amis denn keine jüngere Alternative, die gegen Trump eine Chance hätte? Wohl nicht aber das ist total traurig. Zwei alte Herren rangeln um ein Amt, das die ganze Person fordert und durch altersübliche Einschränkungen leicht zur Überforderung werden kann. Ein echter Coup wäre es seitens der Republikaner wenn sie mit einen jüngeren, agilen und populären Gegenkandidaten präsentieren würden. Der Sieg wäre ihm wohl fast sicher. Aber so schätze ich die Amis nicht ein, ich befürchte eine schmutzige Rentnerbalgerei. Das kann ja heiter werden. – Nicht ganz so heiter, eher viel ruhiger verläuft unser Abend. Mittelspät geht es zur Nachtruhe, einem ebenfalls arbeitsscheuen Schlaf entgegen. Seufz.

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Montagsblues

Nach dem üblichen Montags-Check – Bank, E-Mail, Wochentermine – geht es kurz in die Stadt, wieder einmal ein Arzttermin. Selbiger kostet meiner Begleiterin einen Backenzahn, das ist nicht überraschend, wohl aber schmerzhaft. Die Außentemperaturen sind zurück im Keller und mein Aktivitätsdrang gestaltet sich demgemäß eher frostig. Die Verbinder für das gekappte Schleifenkabel treffen ein und blicken mich auffordernd an. Ich schaue stur in die Gegenrichtung. Da könnte ja jeder kommen 😀😇. Nachmittags lese ich ein wenig, abends rauschen zwei Barnaby-Folgen an mir vorbei, beide sind mir klar bekannt, YouTube und Internet nehme ich parallel wahr. Nein, kein Paradeabend, eher ein charakterloser, unterdurchschnittlicher Zeitverbraucher. Es wird mittelspät und die Nacht ätzend. Etwas mehr Schlaf wäre wirklich nett gewesen. Auch das noch, dann eben nicht.

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