Folivora at work

Ein Faultier rafft sich auf und putzt endlich die Fensterscheiben. Da tut es wirklich mal etwas Sinnvolles. Sehr schön. Andererseits geht es mit dem Kärcher-Sauger sehr einfach: einsprühen, wischen, absaugen, fertig. Das macht bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fast Spaß. Okay es hat nicht, man bedenke dabei meine Generation, Hausfrauenqualität wohl aber Hausmannqualität. Das reicht uns völlig. Meine, so sagt man wohl, bessere Hälfte betreut die Fensterrahmen. So ist der Job schnell getan. Bei der Gelegenheit bestelle ich uns gleich einen Sofaheber damit wir das Gewichtsmonster bei Gelegenheit, also morgen, problemgemindert bewegen können. Hoffentlich sind die guten Beurteilungen nicht nur Fakes. Wir werden es bald feststellen. Das beschäftigt uns den Tag über, denn wir haben viele Fenster und ich lasse mir altersgerecht Zeit. – Abends zappe ich zwischen zwei Krimis hin und her, einen kenne ich viel zu gut, der andere geht mir thematisch zu nahe, so übe ich mich im halbherzigen Hinschauen in Kombination mit halbherzigem Solitairespielen. Ob das die wahre Entspannung ist? Zweifel sind erlaubt. Immerhin bringe ich im Laufe langer Stunden tatsächlich zwei unbequeme, schwierige, bockige spielkartige Herausforderungen zum guten Ende. Vermittelt das irgendeinen Sinn? Nö aber es baut emotional ein klein wenig auf – jedenfalls schlichte Gemüter wie mich 😉😇. Es wird spät. Der Schlaf tut seinen Job trotz altherrentypischen 😠 Unterbrechungen.

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Kräfte kriegen

Den heutigen Tag habe ich mir als Erholungs- und Ausschnauftag nach dem anstrengenden Wochenende vorbehalten. Es gilt durchzuatmen und die psychischen Kräften zu erneuern. Ich merke wie im Laufe des Tages das Erschöpfungsgefühl weicht und der Aktivitätsdrang wächst. Der Sonnenschein unterstützt den Prozess maßgeblich. Das erfreut und baut auf. – Nebenbei überprüfe ich die Aussage über den Bestandsschutz unseres Kachelofens und finde tatsächlich bei der Lieferfirma eine Liste, die das bestätigt. Selbstverständlich lade ich diese sofort herunter und werde sie auch noch ausdrucken. Das könnte hilfreich bei etwaigen Diskussionen mit dem Schornsteinfeger sein. In jedem Fall sehe ich diesbezüglich viel gelassener der Zukunft entgegen. – Für unsere spätherbstliche Kreuzfahrt buche ich ein Hotel zur Zwischenübernachtung in Frankfurt und die Fahrt dorthin mit der Bahn. Die Rückfahrt ist erst Ende Mai buchbar. Dann ist das halt so. – Abends begleitet mich ein alter, bekannter Polizeiruf 110 und ein ebenso alter und ebenso bekannter Barnaby mit einem kopflosen Reiter (nette Story mit seltsamer Motivlage). Erstaunlicherweise lese ich trotz starker Müdigkeit noch ein wenig um dann hundemüde ins Bett zu fallen. In solchen Situationen fehlt mir meist, heute auch, ein Gutteil an Aufmerksamkeit bei der Andacht zur Nacht. Das ist schade. Der Schlaf kommt schnell.

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Joel und mehr

Und schon wieder ein Termin. Unsere Studierstube trifft sich endlich mal wieder. Als Thema wählen wir den Propheten Joel aus. Eine gute Wahl. Erstaunlich welch eine Weitsicht Gott seinen Propheten verleihen kann, Ausblicke in die fernste Zukunft und doch immer mit Gegenwartsbezug. Selbstverständlich kommen wir vom Hölzchen aufs Stöckchen, so soll es sein, das zeichnet diesen Hauskreis aus und macht ihn so attraktiv für uns. Er weitet eben den Blick, auf die Bibel, auf die Zukunft und unsere Gegenwart. So soll es sein. – Eine lange Mittagsruhe lädt meine Akkus langsam aber stetig wieder auf – das Wochenende war doch kräftezehrend für mich. Eine Predigt aus Bremen stimmt uns nachdenklich und konzentriert die Gedanken auf Gott und sein Wort. Das tut gut. – Ich bin einfach fertig und kann nicht verstehen warum – es waren doch nur ein paar leichtgewichtige Termine, alles easy und doch hänge ich arg durch. Armer, alter Mann 😇😢😉! Es wird nicht sehr früh und ich falle auf mein Lager. Eine unruhige Nacht folgt, jedem das Seine 😉.

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Viele Vertreter und ein Goldbecken

Erneut geht es früh los. Wir düsen zur Vertreterversammlung, die Vertreter der christlichen Gemeinden eines Verbandes treffen sich zum halbjährlichen Austausch. Wieder wird geplaudert, ich schweige größtenteils. Wieder gibt es Canapés in der Pause. Mein Rücken bewahrt Ruhe. Das ist nett von ihm. – Zwischendurch läuft die Nachricht ein, dass unser Kachelofen Bestandsschutz genießt und bleiben darf. Das ist eine echt gute Botschaft. Die Voraussetzungen für warme Winterabende sind weiterhin gegeben. Fein. – Abends sind wir eingeladen ins Conca d’oro, übersetzt Goldkanne, Goldbecken oder Goldgrund, wie auch immer. Wieder wird erzählt – der Wunsch nach einem Kloster samt Schweigegebot nimmt in mir mehr immer mehr Kontur an. Mir werden sehr leckere Nudeln mit scharfer italienischer Wurst und pikanter Sauce serviert, nicht zu viel, das tut gut, denn die Pizzen meiner Mitgäste sprengen selbst die größten Teller. Nur zu, wer’s schafft – wer ko, der ko! – Das Nachtreffen zu einem Absacker, natürlich wieder mit breitem Redefluss, dauert nicht allzu lang und hilft beim Verdauen. – Daheim schauen wir mal kurz bei der Krönung von König Karl und seiner Kamille vorbei, mit viel Pomp äußerst ehrwürdig gestaltet, typisch englischer Königshof halt. Unzählige Briten sind schier außer Rand und Band, es sei ihnen von Herzen gegönnt. Ich freue mich mit dem guten alten Charly, dass er das noch erleben darf, lange genug hat er schließlich darauf gewartet. Nun lasten zweieinhalb Kilo auf seinem Haupt. Er wollte es so. – Jetzt bleibt nur noch ein guter fester Schlaf, der leider durch die leidige Altherrenlauferei mancherlei Unterbrechung erfährt. Dann ist das so. Seufz.

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Klassentreffen

Die nächste „Katastrophe“ folgt, mein Klassentreffen. Ich wurde überzeugt, ja überzeugt nicht überredet (!), teilzunehmen. Eigentlich wollte ich ja nicht. Also mache ich mich, für meine Verhältnisse sehr früh, auf den Weg. Es sind schon fast alle da und ich mische mich unter die „Menge“, ein paar Handshakes, ein paar Umarmungen, eine erstaunlich groß Wiedererkennquote meinerseits und viel, sehr viel Plauderei. Ich rede mich im Laufe des Tages fast leer 😉😀. Ein Glas Sekt zu Begrüßung, dazu ein paar Canapés und das obligatorische Klassenfoto dann rechtzeitig der Aufbruch zum Theater. Dieser Programmteil hat mich besonders gereizt, der Blick hinter die Kulissen unserer Gaststpielbühne wird uns eindrucksvoll präsentiert. Ich bin fasziniert. Es schließt sich ein Lunch in der Lagune der Autostadt an. Essen, sitzen, plaudern, sitzen und so weiter. Ich gönne mir ein kleines Süppchen mit anschließendem Salatteller. Mein Rücken fängt an zu motzen, nicht viel aber merklich. Wir begeben uns zum Rathaus wo uns ein Ortsbürgermeister kompetent aufs Rathausdach führt. Alte Erinnerungen kommen hoch, wie oft habe ich Klassen und Gruppen am Tag der offenen Tür ebenso geführt. Nostalgie pur. Im Café des Kunstmuseums gönne ich mir das erste Glas Wein. Und wieder wird geredet. Schließlich geht es zu Ferdinands in der Nordstadt. Ich lerne, dass Spargel auch gut schmecken kann wenn er bissfest serviert wird. Ja, der Koch hat den Garzeitpunkt perfekt erwischt. Ich mag das Langgemüse zwar lieber etwas weicher gekocht aber so ist es auch gut. Schließlich finde ich auf der Weinkarte einen Riesling des mir gut bekannten Weinguts Corvers-Kauter. Den muss ich probieren, Preis hin oder her. Der erste Schluck: meine Zeit ist der mild, fast wie Wasser. Der zweite Schluck: o, ein feiner Riesling. Der dritte: welch ein toller Wein und dieser Eindruck bleibt. Ich genieße. Doch dann schlägt mein Rücken massiv zu. Meine Crème Brûlée kann ich schon nicht mehr genießen, mein Körper will Ruhe und zwar sofort. Mein Aufbruch gestaltet sich daher echt spontan. Daheim falle ich stracks ins Bett und bin fix und alle. Voll fertig. Gute Nacht. Ich bin erschöpft und kraftlos. Mein Alter bist du alt. So isses.

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Muttis 98ster

Meine Mum übereilt heute ihr Geburtstag. Sie lebt inzwischen 98 Jahre auf dieser Welt, fast ein Jahrhundert. Ob sie den Geburtstag feiert? Wohl eher nicht. Sie ist zwar gut drauf aber auch sehr schwach. Ich freue mich sehr, dass sie uns anlächelt, einmal zeigt sich sogar ein Lachen in ihrem Gesicht, sie murmelt ein paar Worte, freut sich über die Blumen und schläft gar nicht so oft ein. Ich bin sicher sie merkt, dass sie Geburtstag hat. Der Preis fürs Altwerden ist leider sehr oft der körperliche Verfall, Krankheiten, Schwäche, Demenz, Taubheit und, und, und … Ich wäre da lieber bei meinem Herrn und Heiland aber das habe ich nicht in der Hand und das will ich auch nicht in der Hand haben. Leben und sterben ist seine Entscheidung, er weiß am allerbesten was gut und schlecht für mich ist. Wir, welch ein schönes Wort, herzen unsere Mutter und versuchen ihr eine schöne Stunde zu bereiten bevor sie wieder im Altersschlaf versinkt. Schön, dass sie uns so freundlich lächelnd anschaut. Leider kann sie nicht beim Geburtstagsessen dabei sein, das ist völlig unmöglich. Sehr schade! – Ein ruhiger Nachmittag und Abend tut gut angesichts des bevorstehenden Stresswochenendes. Da kommt noch etwas auf mich zu. Gute Nacht.

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Leidkabel

Wie üblich steht heute das Staubsaugen auf dem Programm. Diesmal mache ich mich aus familiären Gründen sehr früh auf den Weg und schwinge bereits um 8:45 Uhr das Saugrohr in meiner Gemeinde. Normalerweise denke ich um diese Zeit erst ganz langsam ans Aufstehen. Erstaunlich 😀 früh bin ich fertig und erlebe wie lang ein Vormittag sein kann. Stark 😉. Dankenswerterweise bereitet meine in der Kochkunst bewanderte Mitbewohnerin schon früher als sonst das Mittagsmahl. Das ist gut, denn der Sättigungsgrad einer trockenen Scheibe Knäckebrot ist zweifelsohne begrenzt. – Am Nachmittag versuche ich Mr. Shortys Leit- (oder doch Leid-?) Kabel zu reparieren. Die nördliche Schleife müsste defekt sein. Im Internet kursiert der Hinweis das Kabel mit einem Mittelwellenradio abzugehen und auf den Abbruch eines deutlichen Schnarrtons zu warten. Okay, in der Nähe des Kabels brummt das Radio heftig. Irgendwo auf der Strecke wird es leiser, doch wo genau? Zu meinem Leidwesen liegt die Leitschnur etwas tiefer unter Grund. Soll ich jetzt auf Verdacht ein paar Meter aufbuddeln? Dabei könnte ich das Kabel zusätzlich malträtieren. Was nun? Im Handel kursieren preiswerte Messgeräte, die nur oberflächlich „forschen“ oder teure, die vielleicht in die Tiefe „sehen“ können. Keine Experimente, ich hole mir einen Experten. Punkt! – Der Abend gestaltet sich für uns Kino-, Theater- und Kneipenabstinenzler im üblichen Rahmen. Immerhin lässt das Wetter auf künftige Terrassenabende hoffen. Der Schlaf ist heute voll bei der Sache. Wohltuend.

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Preiswahl oder Preisdiktatur?

Wieder einmal muss ich feststellen, dass inzwischen selbst für kleinere Arbeiten ansehnliche Materialpreise aufgerufen werden. Ruckzuck sind zwei- oder dreihundert Euro nur für die Baustoffe weg und darauf kommt noch der Arbeitslohn. Muss wirklich alles schön sein? Kann nicht mal mal einfach etwas liegen bleiben? Statt Mr. Shortys Leitkabel zu reparieren messe ich die Größe einer weiteren Baustelle aus. Wenn ich nun Shorty vernachlässige bestraft mich das viel zu schnell emporschießende Gras. Mähe ich dasselbe schiebe ich die Einsatzfähigkeit des Roboters weiter hinaus. – Natürlich erledige ich lieber Bankangelegenheiten als mich mühsam auf die Knie zu begeben und ein paar zweifelhafte Reparaturversuche zu starten. Oder sind das alles Ausreden? Ich bin gut mit Ausreden, mitunter überzeuge ich sogar mich selbst😉😇. – Vorerst starte ich eine intensive Suche nach meiner superhellen, aufladbaren Taschenlampe um den Heizölstand im Tank zu ermitteln. Der Brennstoff ist nämlich samt Mehrwertsteuer deutlich unter einen Euro pro Liter gesunken. Ob es weiter bergab geht oder wieder andersherum? Wer weiß das schon. Wir nutzen die Chance für den nächsten Winter vorzusorgen. Dabei wird mir wieder der große Unterschied zwischen Öl-, Gas- und Stromheizung deutlich vor Augen geführt. Eins davon kann ich mehr oder weniger beeinflussen, das Gas muss ich nehmen wie es kommt und eine Wärmepumpe zieht Strom wenn die Fotovoltaik Winterschlaf hält. – Abends zappe ich durch drei Krimis hin und her, sie sind mir alle bekannt, so dass es gelingt nur die jeweils besten „Körner“ herauszupicken. Schade, dass die Filme zur gleichen Zeit enden – da muss ich mich entscheiden. Ansonsten lese ich ein wenig, suche früh mein Nachtlager auf und schaue dem Schlaf bei seinem permanenten Kommen und Gehen zu. Dann ist das halt so!

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