Viele Vertreter und ein Goldbecken

Erneut geht es früh los. Wir düsen zur Vertreterversammlung, die Vertreter der christlichen Gemeinden eines Verbandes treffen sich zum halbjährlichen Austausch. Wieder wird geplaudert, ich schweige größtenteils. Wieder gibt es Canapés in der Pause. Mein Rücken bewahrt Ruhe. Das ist nett von ihm. – Zwischendurch läuft die Nachricht ein, dass unser Kachelofen Bestandsschutz genießt und bleiben darf. Das ist eine echt gute Botschaft. Die Voraussetzungen für warme Winterabende sind weiterhin gegeben. Fein. – Abends sind wir eingeladen ins Conca d’oro, übersetzt Goldkanne, Goldbecken oder Goldgrund, wie auch immer. Wieder wird erzählt – der Wunsch nach einem Kloster samt Schweigegebot nimmt in mir mehr immer mehr Kontur an. Mir werden sehr leckere Nudeln mit scharfer italienischer Wurst und pikanter Sauce serviert, nicht zu viel, das tut gut, denn die Pizzen meiner Mitgäste sprengen selbst die größten Teller. Nur zu, wer’s schafft – wer ko, der ko! – Das Nachtreffen zu einem Absacker, natürlich wieder mit breitem Redefluss, dauert nicht allzu lang und hilft beim Verdauen. – Daheim schauen wir mal kurz bei der Krönung von König Karl und seiner Kamille vorbei, mit viel Pomp äußerst ehrwürdig gestaltet, typisch englischer Königshof halt. Unzählige Briten sind schier außer Rand und Band, es sei ihnen von Herzen gegönnt. Ich freue mich mit dem guten alten Charly, dass er das noch erleben darf, lange genug hat er schließlich darauf gewartet. Nun lasten zweieinhalb Kilo auf seinem Haupt. Er wollte es so. – Jetzt bleibt nur noch ein guter fester Schlaf, der leider durch die leidige Altherrenlauferei mancherlei Unterbrechung erfährt. Dann ist das so. Seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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