Holzauge

Eine Verwandte, die weit entfernt wohnt und die wir immer schon mal besuchen wollten, hat heute Geburtstag. Ich gratuliere und hoffe, dass wir in diesem Jahr tatsächlich mal vorbeischauen. Beim normalen Aufstehen geht der Vormittag schnell dahin, immerhin bleibt mir Zeit genug die Sonne zu nutzen und Wäsche trocknen zu lassen. – Zum Lunch fällt mein Appetit klein aus und so greife ich wieder mal zur nudelverstärkten Tütensuppe. Nach der Mittagspause beginne ich, man höre und stauen, mit dem Aufräumen des Büros. Ich komme gut voran, hinterlasse aber ein verstörendes Chaos. Da harrt noch ein gewaltiger Berg von Arbeit auf mich. – Meine Abendgestaltung verfällt immer mehr in eine Art Routinemodus. Die gleiche Prozedur wir am vorigen Tag. Alte Menschen sind sehr anfällig für gleiche Abläufe, nichtsahnend lässt man sich darauf ein und dann will man plötzlich nichts anderes mehr. Holzauge sei wachsam! Es wird normal spät und der Schlaf kommt schnell und tief.

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Business-Class

Aufstehen wie immer 😀 – beim Lesen der örtlichen Käseblätter fällt mein Blich auf den blauen Himmel. Die Photovoltaikanlage schreit nach einem Verbraucher, ich springe auf und setze die Waschmaschine in Gang. Der Plan funktioniert, der Strom vom Dach übernimmt fast den gesamten Tagesjob. Feines Ergebnis für einen Januartag. – Ein Brief muss zur Post, keine Ahnung wie viel Porto der gelbe Riese abzocken will, die diesbezügliche Agentur schließt um 12 Uhr also „Hurry up, alter Mann!“ Okay, wenn’s unbedingt sein muss … Vorher die restlichen Glasflaschen im Container platzieren, danach 3 Euros und 20 Cents für einen Brief – er reist wohl in der Business-Class – abdrücken und auf zum Shopping. Am Salatbüffet stelle ich mein mittägliches Menü zusammen, packe dies und das in den Einkaufswagen, setze meine jüngst gefundene Deutschland-Card per Smartphone ein, bezahle bargeldlos und kassiere ein paar wenige Meilen. Wie war das noch einmal mit dem Kleinvieh? – Kaum ist die Waschmaschine fertig, ist die Sonne weg. Ich mache mich bei zwei Wetter-Apps kundig, für morgen ist reichlich Sonne bei relativ wenig Wolken zu erwarten, also verschiebe ich die Trockneraktion auf Dienstag. – Das erste Mal im neuen Jahr trage ich zu Hause Maske, sie lindert die Attacken der Januar-Pollen erheblich. – Abends wirken diverse Krimis auf mich ein, von Sylt über Weimar bis Dortmund und der Tag endet wie gestern. Nichts Neues unter der Sonne, bzw. dem Monde. Na fein.

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Keine harten Bänke aber ein Sonntagsmenü

Ab sofort läuft ’spät‘ unter ‚wie immer‘, ich kann daran offensichtlich nur wenig ändern. Durch ein Wie-Immer-Aufstehen bin ich zu spät dran für den zentralen Allianzwochenabschlussgottesdienst in der Nachbarkirche meiner Gemeinde. So bleibt mir wieder einmal nur das Fernsehen. Die Predigt aus Bremen, die ich mir vorab zuführe, schert diesmal alle Zuhörer über einen Kamm, kurz gesagt sie fordert alle Christen auf, unbedingt jedermann ein Gespräch über ihren Glauben aufzudrängen ob der nun will oder nicht. Es ist eine Grundschwäche des Pietismus, dass kontaktstarke Verkündiger diese Begabung von allen anderen einfordern. Für mich hört sich das immer so an als ob kontaktschwache oder -gestörte Menschen nie richtige Christen werden können. Das ist grundfalsch. Nach meiner Erkenntnis geht es vor allem darum Gott zu lieben, ihm zu vertrauen, keine Götzen anzubeten und die Begabungen, die Gott uns anvertraut hat, zu nutzen. Dazu kommt natürlich die Nächstenliebe, die aber eine Entscheidung ist, die von mir erwartet wird. – Zu meiner großen Freude kann ich trotz eines viel zu späten Einstiegs den Allianzgottesdienst in voller Länge sehen, denn sowohl der Rahmen als auch die Predigten über Gründe zur Freude in Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart sprechen mich sehr an. Traurig nur virtuell dabei sein zu können bin ich nicht, denn die Bänke dieser Kirche gehören zu den unbequemsten ihrer Art in der gesamten Stadt😀😇. – Mittags wirble ich als Ober-Chefkoch😉 durch die Küche, brate Wurstreste in der Pfanne an, verquirle ein paar Eier und produziere Rührei, intensiv scharf gewürzt, zum Lunch. Dazu gibt es wirklich leckeres Kartoffelpüree, aus der Tüte angerührt. Zum Dessert Joghurt aus dem Becher. Strohwitwerküche halt. – Nach der Mittagsruhe entfache ich ein Feuerchen im Kachelofen, wodurch die Raumtemperatur eine angenehme Wohlfühlhöhe erklimmt. Und jetzt streamen was das Zeug hält! Es wird so extrem spät, dass ein ‚wie immer‘ eine völlig haltlose Untertreibung wäre. Das Alleinsein verführt mich schädlicherweise zu Zeitkapriolen, mir fehlt einfach die ordnende Gegenwart meiner Mitbewohnerin. So isses.

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Stress im Büro

Wie geahnt wird es wieder spät. Doch irgendwann entfleuche ich dem Nachtlager. Erfolglos versuche ich dem Router meiner Kurfreudigen ein paar zusätzliche Gigabytes zu verpassen doch die Telekom spielt dabei einfach nicht mit. Mieser Laden. Ich hasse Service-Hotlines wegen ihrer schlechten Erreichbarkeit und der grassierenden Inkompetenz für genau die Probleme, die mich jeweils bewegen. Aber hier sehe ich keine andere Möglichkeit als mich durch diesen Dschungel zu kämpfen. Am besten erst am Montag, warum das Wochenende damit belasten? – Mein Mittagessen fällt ganz und gar zu meiner Zufriedenheit aus. Das Chili con carne aus der Kunststoffschale mundet aufgewärmt erstaunlich gut, der Kartoffelbrei dazu gelingt problemlos – was will ich mehr? – Nachmittags starte ich endlich den ersten Versuch mein Büro aufzuräumen, scheitere aber kläglich: der dort lagernde vielfältige „Schrott“ ist übermächtig. Aber ein Scheitern macht noch keine Aufgabe. Besser gerüstet werde ich nächste Woche eine neue Attacke „reiten“. So ist der Plan. – Es folgt ein weiterer TV-Streaming-Abend bei wärmendem Kaminfeuer und gewichtsfördernden Leckereien. Alleinsein macht dick. So isses, wenigstens bei mir. Seufz. – Wie auch am Morgen wird es in der Nacht ebenfalls spät, ein ordentliches Leben liegt mir wohl nicht so ganz. Mit dem Hahnenschrei aufstehen und mit den Hühnern ins Bett gehen ist nicht meine Welt. Was soll ich auch mit Hühnern im Bett? 😀!

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Heizen hat seine Zeit

Es ist halb neun, jetzt noch einmal umdrehen und nach einer gefühlten Minute ist es halb zehn. Zeitsprungswunder😲. Wie immer schaffe ich heute fast nichts. So ein Single-Dasein empfinde ich inzwischen als arg öde. Derzeit ist mein Kälteempfinden extrem stark ausgeprägt, Heizöl hin oder her, zwei Wohnraumheizungen gehen auf Leistung und ich verziehe mich derweil in den warmen Salon. Nach der Andacht ist das Haus wieder angenehm temperiert. Ich begreife jetzt, dass sparen mir leichter fällt, wenn ich es mir leiste ab und an mal über die Stränge zu schlagen 😉. Alles hat seine Zeit, niedrige Temperaturen haben ihre Zeit, 22 Grad haben ihre Zeit😀, mit Öl knausern hat seine Zeit, Öl verfeuern hat seine Zeit … Mittags ein Süppchen, nachmittags ein Teechen und abends den Bauch voll schlagen, keine Frage, meine Versorgung ist offensichtlich gesichert. Ein Serienmarathon „Henker & Richter“ versüßt mir die Abendstunden, mehr oder weniger. So ein Langlauf dauert seine Zeit und so wird es sehr, sehr spät. Ich sehe schwarz für ein frühes Aufstehen.

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Rotweinhauskreis

Wieder stehe ich viel zu spät auf. Wieder naht die Mittagszeit viel zu schnell. Vorher ergänze ich im Nachbarort noch meine Mineralwasservorräte, hole mir einen Salatteller zum Lunch und vergesse dabei das Dressing, packe eine 5-Minuten-Geschmacksverstärker-Terrine in den Korb zusammen mit ein paar anderen Kleinigkeiten. Zurück daheim würge ich mir den trockenen Salat in meinen armen Magen – zum Glück bringt der Krautsalat ein wenig Flüssigkeit mit, mute meiner Zunge die maggispezifischen Aromazusätze des chemischen Eintopfgerichtes zu und entspanne alles mit einer Zitronen-Mousse. Man wird satt davon. – Die Mittagspause beginnt spät, tut aber gut. – Abends holt mich unsere Freundin ab – ihr Mann ist ebenfalls zur Kur – und wir fahren zum Hauskreis. Es entspinnt sich dort eine lebhafte Diskussion über Kain und Abel, ganz nebenbei staune ich über das Wachstum der neu erworbenen Hündin, die erfolgreich daran arbeitet ihren Welpenstatus hinter sich zu lassen. Im inoffiziellen Teil genieße ich den traditionellen Rotwein und wir plaudern allesamt weiter, nur über mehr weltliche Themen. Das ist gut und tut gut. Bis zum Aufbruch geht viel Zeit ins Land, zu Hause trödle ich zusätzlich herum, so dass es wieder total spät wird. ‚O tempora, o mores‘, muss ich über mich seufzen. Wenigstens schlafe ich schnell ein.

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Falten, kochen, disputieren

Wie immer nicht ganz so früh knabbere ich mein Frühstücksknäckebrot – wenigstens diese Mahlzeit läuft noch nicht aus der Bahn. Nach Zeitung, Konto und Andacht stürze ich mich auf die weiße Wäsche. Zusammenlegen ist angesagt. Die schier nicht enden wollende Zahl meiner Unterhemden lässt mich ein Faltsystem schnell entwickeln und lernen. Die Einzelsocken, weiß weil es aus der Mode ist, fügen sich tatsächlich am Ende zu vollständigen Paaren zusammen. Stark. – Meine „Kochkünste“ entfalten sich zu voller Blüte als ich zwei Spiegeleier sanft aus der Pfanne auf zwei geröstete Brotscheiben gleiten lasse 😉. Meine Ansprüche an mich sind nicht allzu hoch: es muss schnell gehen, es muss ohne Brimborium in den Zustand der Essfertigkeit gelangen können und es muss in meinem Sinne essbar sein. Mehr nicht. Ob Bio-Eier oder Geschmacksverstärker, ob frisch oder Froster, ob Tütennahrung oder Dosenfutter – übergangsweise lasse ich mich auf diverse Schandtaten ein. Bei einer völlig unerwünschten Langfristigkeit bliebe mir allerdings nur ein schweineteurer Thermomix, wobei ich selbst mit diesem Kochkunstersatz den Wunsch nach Schnelligkeit opfern müsste. Seufz. – Nachmittags bereite ich mich auf den Abend vor und am frühen Abend bewege ich mich in meine Gemeinde als mitarbeitender Gast in einer Vorstandssitzung. Es ist fast wie früher, Erinnerungen werden wach, ich fühle mich gleich ein paar Jahrzehnte jünger aber die Zeit zurückdrehen, nein, das will ich keinesfalls, das muss nun wirklich nicht sein 😇😀! Eine „posttraumatische Belastungsstörung“, nach der mich ein Teilnehmer lächelnd fragte, ist erfreulicherweise ausgeblieben. Fein. Es dauert sehr, sehr lange, ich kannte es nie anders und doch kommt am Ende ein gutes Ergebnis hervor – das war früher ebenso. Der Heilige Geist muss, scheint mir, zuerst in allen Köpfen die Seifenblasen auflösen bis die eindeutige Sicht klar vor uns liegt. Wie üblich, halt. – Zu Hause pütschere ich noch ein wenig herum ehe ich gar nicht mal so spät mein Nachtlager mit meiner Anwesenheit beehre. Der Schlaf spielt gut mit.

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Mancherlei Müdigkeit

Draußen wird weiter gebuddelt. Mich reißt ein Telefonanruf aus dem morgendlichen Schlaf, ein Freund will eine Einladung loswerden. Okay, neun Uhr ist objektiv betrachtet schon recht spät aber subjektiv angesichts viel zu spät begonnener Nachtruhe noch recht früh. Immerhin bin ich bereits bereit den Hörer zu greifen und Antwort zu geben. Danach muss ich mich erst einmal erholen, mich macht der schnelle Wechsel von Traum zur Wirklichkeit immer total fertig. 😉. – Die Wäsche ist nun schrankfertig zu falten und ordnungsgemäß zu platzieren. Das gelingt problemlos😇. Ein Sonnenstrahl veranlasst mich einen weiteren Waschgang zu wagen. Leider schüttet die Sonne heute ihre Energie auf uns doch nur spärlich aus zur großen Freude meines Stromlieferanten. Das hätte ich mir anders gewünscht. – Mittags erquickt mich ein Tütensüppchen mit eigenhändig hinzugefügter Nudelbeilage. Angesichts meines sonstigen Futterverhaltens ist das keine schlechte Wahl. Die Mittagsruhe ist heute unvermeidbar, mein fülliger Body verlangt dringend nach ihr. Gut, dann gebe ich halt nach. – Gegen Abend entwickelt sich der Kachelofen immer mehr zum echten Kumpel und erfreut Haut und Hirn. Ich lese, schaue Candice Renoir bei ihrer Arbeit zu und gehe, für meine Verhältnisse, früh ins Bett. Erstaunlich.

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