Ladesäulensuche

Der Wecker reißt mich aus den süßesten Träumen. Zeit für die „mitternächtliche“ Frühstücksvariante – ob ich besser verzichte und weiterschlafe? Das Überlegen macht mich wach, Katzenwäsche und ich tappe ungekämmt und starren Blicks Richtung Rührei, Brötchen und Kaffee. Zurück im Zimmer bleibt mir nur doch noch eine kurze Zeit zur endgültigen Wachwerdung. – Versehen mit meinen Siebensachen surrt Tiger mit mir zum Heider Bahnhof. Dort empfange ich meine langersehnte und arg vermisste Ehefrau mit unvorstellbar großer Freude und wir begeben uns heimwärts. Lunch ist geplant bei einer Ladestation von Aral. Dort der Schock: sie ist noch nicht eröffnet. Merde, also werfen wir einen Blick auf die Karte, doch Stationen sind in dieser Gegend nur spärlichst vorhanden. Nach Kartenrat verlassen wir die Autobahn, ertragen den Anblick der Außenbezirke Bad Segebergs, um schließlich bei Allego für Tiger neue Power und für uns Brötchen zu fassen. Eine knappe Stunde später lassen wir das öde Vorstadtleben hinter uns und fahren über Lauenburg und Lüneburg Richtung Süden bis uns unser Häuslein endlich freudig begrüßt. Mannomann bin ich fertig, Nebel und Dämmerlicht haben mich geschafft! – Der späten Mittagsruhe folgt ein ruhiger gemeinsamer (echt wunderschöner) Abend mit erzählen, spekulieren und lesen. So richtig früh wird es nicht. Der Schlaf ist gnädig zu uns beiden.

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Ladesäulenzicke

Ein morgendliches Highlight ist das zeitlich zweigeteilte Frühstück mit seiner späteren Variante. Danach widme ich mich in aller Ruhe erst der Andacht dann der Zeitung. Voll motiviert schlendere auf einem anderen Weg zum Hafen und entdecke neue Seiten Büsums. Es gefällt mir hier mindestens so gut wie in Husum. Empfehlenswert geeignet für einen Kurzurlaub. Mit meiner Krücke erklimme ich einen Deich, erwarte den echten Überblick – nun ja, schon ein bisschen – und gehe auf der anderen Seite wieder herunter. Die Augenhöhe mit den Kuttern sagt mir entschieden mehr zu. Etwas später entscheide ich mich für ein Restaurant, poste ein paar Fotos bei einem Glas Riesling und bestelle etwas später ein Schollenfilet. Sehr freundliche Kellnerin, prima Essen, lauwarmer Cappuccino (nun gut, ich hätte halt regionsspezifisch einen Grog bestellen sollen 😉). Noch ein Gang zum Supermarkt und endlich erreiche ich mein Hotel und sinke erschöpft auf’s Lager. – Leicht erholt dirigiere ich Tiger zu einem Futterplatz. Die Ladesäule lässt sich motivieren, akzeptiert die Karte, zeigt sich bereit zur Stromabgabe und bricht ab. Den Stecker gibt Tiger (oder die Säule?) nicht frei. Die mechanische Notentriegelung funktioniert nicht. Das’n Ding – Wunder der Elektromobilität. Eine Kontaktadresse hält die Säule nicht parat. Was tun? Warten lohnt sich, der Stecker kommt, warum auch immer, urplötzlich wieder frei und ich darf mich vom Acker machen, eine Runde drehen und bei einem Ladekumpel einen weiteren Versuch starten. Es funktioniert – Wunder der Technik. Eine gute Stunde später kann ich einen satten Tiger auf seinen Parkplatz lotsen. – Genug Abenteuer für heute, zurück zum Zimmer, Rückfahrt planen, Klara kucken, Salami verspeisen. Es wird nicht spät. Der Schlaf trödelt wie so oft vor Reisetagen. Dann ist das so.

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Büsum

Die späte Frühstückszeit ermöglicht es auszuschlafen, wenn auch die Nacht viel zu oft unterbrochen war. Nach der Dusche schnappe ich mir eine Krücke, sicher ist sicher, und begebe mich zum Büffet. Es gibt Rührei, Brötchen, sogar Fleischsalat, echte Milch zum Kaffee – mehr brauche ich nicht und bin mehr als zufrieden. Nach meiner Morgenandacht erkunden meine Krücke und ich Büsum. Wir verstehen uns blendend. Der Strand ist inzwischen – nach den vielen Jahren – vorzeigbar, der Hafen malerisch wie alle Krabbenkutterhäfen, die Fußgängerzone nach wie vor das „Juwel“ dieses Städtchens. Doch dann ist es höchste Zeit für eine kleine Erholungspause im Hotel. Eigentlich will ich mir das Mittagessen sparen aber mein Magen ist anderer Ansicht. Nun schön, dann also los, ich finde ein Lokal, das Angebot ist übersichtlich, der Wein gut, das Essen eher durchschnittlich und der Cappuccino lauwarm. Der Preis gestaltet sich für Büsum normal. – Nach der Mittagspause zieht es mich erneut nach draußen, ich kenne mich selbst nicht mehr. Die Restaurantzone in Strandnähe wird gerade wach, denn die Öffnungszeiten beginnen hier erst gegen 17 Uhr – gut, dass ich noch knallsatt bin. Die Fuzo durchquert meine Wenigkeit in ihrer ganzen Länge. Bei Edeka beschaffe ich mir das Sättigungsmaterial für den Abend, den ich mit Salami, Wein und Barnaby verlebe. Eine echt nette Gesellschaft für einen kaputten Reisenden. Normal spät schließe ich meine Äuglein für eine stetige, wenn auch unterbrochene, Nachtruhe. Seufz.

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Auf zur Nordsee

Draußen liegt Schnee. Auch das noch! Ein Blick auf die Webcams des Nord-Ostsee-Kanals vermittelt Schneefreiheit. So packe ich wohlgemut das Auto voll, lasse den Gehweg ungeräumt zurück, denn das wäre das Aus für die Reise gewesen – der Hexenschuss hätte sich so eine Chance niemals entgehen lassen! – Bis Uelzen liegt noch Schnee, ab dort sind die Fahrbahnen frei vom Rutschförderer. Vor dem Elbtunnel lade ich Strom, ein geschickter Schachzug, denn erstens kann ich während dieser Zeit eine Currywurst verspeisen und zweitens haben sich damit alle Stromfragen bis zum Ziel erledigt. – Leider verweigert Tiger ab dort die Verbindung mit meinem iPhone. Er denkt nicht dran sich mit dem Teil zu verbinden und so entfällt die Freisprecheinrichtung. Das ist großer Mist. – Wie geplant treffe ich in Büsum ein, das Hotelzimmer ist okay, funktional, weder super noch mies – ich bin zufrieden. Fatalerweise wirft mich im Hotelzimmer der Hexenschuss unerwartet aufs Bett – die vorsorglich mitgebrachten Krücken, sorry Gehhilfen, sind im Auto und ich im Obergeschoss. Na toll. Mühsam quäle ich mich ein wenig später vom Bett ins Bad und werfe zwei Schmerztabletten ein. Eine Ruhestunde geht ins Land und bringt mir meine Aktionsfähigkeit zum großen Teil zurück. Es gelingt die wesentlichen Mitbringsel von Tiger ins Zimmer zu transferieren. – So kann ich noch einen Gottesdienst vom Vormittag in voller Länge über YouTube anschauen. Das finde ich gut. Den Gang durch Büsum vertage ich auf morgen. Die Ruhe tut mir gut, der Rückenschmerz geht kräftig zurück. Das Abendbrot entfällt mangels Zutrauen in meine Ausgeh-Fähigkeiten. Bei meiner wochenlangen Überernährung sollte das kein Problem sein. Ist es auch nicht. Es wird normalspät. Nachdem der Schlaf sich in der neuen Umgebung orientiert hat, nimmt er sich dann doch meiner an. Passt schon.

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Gebetserhörung

Für mich ist das eine Gebetserhörung! Danke, lieber Gott und Herr! Ich kann wieder relativ schmerzfrei laufen. Die Krücken dienen nur noch der Sicherheit. Halleluja!!! Natürlich pflege ich mich gründlich. Nur keine hastigen Bewegungen und bloß keine Drehungen oder Dehnungen! Es wird von Stunde zu Stunde besser. Jetzt kann ich sogar schon ohne Hilfe der elektrisch verstellbaren Rückenlehne aufstehen und benötige dieselbe auch zum Hinlegen nicht. Phantastisch! Selbstverständlich sichere ich mich mit den Krücken (Gehhilfen 😀) ab, doch nötig sind sie kaum noch! Halb im Bett, halb aufrecht, verbringe ich den Tag, verzichte auf umfangreiche Kocharbeiten und ernähre mich von Dosenfutter – ganz okay. Mein Hilfsangebot bei einem Freund muss ich leider, leider absagen – sehr schade! – Erfreulicherweise habe ich meinen Koffer schon gestern gepackt. Hoffnung steigt am Horizont empor! – Ich bewege heute nicht viel, räume den Geschirrspüler aus, wasche einen Topf ab und schaffe noch ein wenig Ordnung. Das war es schon. Nach einem weiteren Serienmarathon geht es ins Bett. Allerdings im Vergleich zu meinen bisherigen Hexenschüssen, die mich kaum unter einer Woche (oft noch länger) traktierten, bin ich glücklich und sehr dankbar. Selbst der Schlaf erscheint dann doch noch. Nett.

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Hexe. Schuss. Volltreffer!

Trotz des relativ frühen Einschlafens werde ich sehr spät wach. Seltsam. – Ich habe Rücken. Mit regelmäßigem Strecken auf dem Bett ist es auszuhalten. Die Schmerztabletten sind verbraucht und so begebe ich mich, ein klein wenig hinkend, zur Apotheke, lasse mich beraten und erwerbe die nötige Medizin. Bei Edeka packe ich mir einen leckeren Salat in die Box, zwei 5-Minuten-Terrinen (machen die süchtig nach Geschmacksverstärkern und -betäubern?) und eine Packung Eis, die allerdings im Eisschrank verschwindet und bei mir in Vergessenheit gerät (o, Alter!!!). – Nach Lunch und Pause wird die Wäsche zusammengelegt und der Koffer gepackt. Außerdem schicke ich dem Finanzamt meine Fotovoltaik-Umsatzsteuervoranmeldungs-Nullmeldung. Wenn sie es so wollen, meinetwegen. Fatalerweise überkommt mich die Idee den Kachelofen anwerfen zu wollen und von unten zu diesem Zweck Holz zu holen. Beim Transport desselben, mitten im Keller, zeigt mein Rücken seine Macht und beauftragt eine Hexe mit einem Schuss. Der sitzt bestens, ich zucke zusammen, lasse die Scheite zu Boden sinken, greife mir jammernd einen Klappstuhl und sinke selbst gaaaanz langsam auf ihn nieder. Und nun? Mitten im kalten Keller? Jede Bewegung jagt mir einen Stich durch den Körper, doch hier kann ich unmöglich bleiben. Okay, Biss in den sauren Apfel, hochquälen, zentimetermeise den Stuhl als Krücke nutzend auf die Treppe zu, Stufe für Stufe hinaufziehen, jammer, jammer, jammer, irgendwann das Bett erreichen, hinlegen meistern – puh! Dann merke ich, dass beide Telefone außerhalb meiner Reichweite sind, die Schmerztabletten liegen im Nebenzimmer und jede Bewegung fordert stechenden Tribut. Wie ein Walross (kein schlechtes Bild 😉😀) rolle und ziehe ich mich auf das Mobilteil zu und kann es endlich greifen. Jetzt noch Toilettengang lernen, Gott sei Dank lässt der Schmerz ein wenig nach und ich kann wichtige Sachen herbeiholen. Die Nacht ist ruhig, der Rücken entspannt sich und von viel zu vielen Alt-Männer-Bedürfnissen unterbrochen schaut der Schlaf abschnittsweise vorbei. Was für ein Tag!

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Augen auf bei der Berufswahl!

Ich bin völlig baff. Es gelingt zur für mich üblichen Zeit aufzustehen und ich hätte fast gewettet voll zu verschlafen. Möglicherweise hat mir die Besuchsabsicht bei meiner Mum einen Motivationsschub verpasst. Gut so. Ich spreche dem Kaffee zu, halte meine Morgenandacht und bewege mich mittels Tiger zum Testzentrum. Eine knappe Viertelstunde später signalisiert die Corona-Warn-App meinen Negativ-Status und ich darf maskiert ins Seniorenheim. Der Allgemeinzustand meiner Mum stimmt mich sehr traurig. Das Mittagessen wird zu ihr gebracht doch die Koordination von Löffel, Mahlzeit und Mund erweist sich als recht problematisch. Mein allererster Versuch ihr, wie es im Pflegerdeutsch heißt, das Essen anzureichen gelingt nur mäßig. Wie viel darf auf den Löffel? Wann ist es Zeit für Nachschub? Weshalb kaut sie so lange? Nein, als Altenpfleger würde man mich nach allerkürzester Zeit zwangsweise den gescheiterten Existenzen zuordnen. Offensichtlich freut sich meine Mum über meine Gegenwart obwohl sie scheinbar abwesend ist. Seufz. – Daheim schütte ich ein Tütengericht in warmes Wasser, füge vom mir geschnittenen Schicken hinzu und lasse alles 15 bis 20 Minuten köcheln. Erstaunlich wie positiv ein wenig zusätzlicher Schinken den Geschmack beeinflussen kann. Es eröffnen sich ungeahnte Perspektiven für meine Fast-Food-Kochkarriere 😉! – Bei meiner Mittagsruhe zeigt sich das Schlafdefizit. Sie weitet sich auf zwei (!) Stunden aus. Krass. – Meine relative Unbeweglichkeit ärgert mich – teils erwartet, teils unerwartet zuckt es im Rücken, mal mehr, mal weniger. Ätzend. Morgen hole ich mir Schmerztabletten, die ja eigentlich Anti-Schmerz-Tabletten heißen sollten.😀. Streamen. Lesen. Schlafen. Ganz so spät wird es heute nicht.

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Ich sehe das Bessere

Wäsche zusammenlegen zählt meinerseits nicht zu den erstrebenswertesten Jobs dieser Welt, jedoch ist er zugegebenerweise nicht unentspannend. Nur langweilig. Angeregt durch den – für meine Wetter-Apps völlig unerwarteten – fast wolkenlosen Himmel setze ich noch eine letzte bunt gemischte Maschine auf. Färben Klamotten auch bei nur 40 Grad ab? Na, das werde ich bald genau wissen 😉. – Den Besuch meiner Mum verschiebe ich um einen Tag, so lässt sich für mich alles besser organisieren. Ein Freund lädt mich erst zum Teetrinken und im Anschluss zu vorbereitenden Arbeiten beim Abbau einer Regalwand ein. Erfreulicherweise ist es eine Hülsta-Wand, also ein System, das geordnete Umzüge leicht macht. Wir entfernen alle Kleinteile, separieren die Elemente und verfrachten den Kleinkram an seine neue Wirkungsstätte. Das ist nicht schwer. Die Abendbroteinladung nehme ich gerne an und retiriere etwas später in mein eigenes Domizil. Leider schlage ich hierorts über die Stränge und es ist fast früher Morgen bis ich mein Matratze mit meinem feisten Körper beschwere. Nein, Alleinsein verführt mich zu einem unsoliden Lebenswandel – keine neue Erkenntnis, selbst wenn das Unsolide im Alter eher mäßig daherkommt 😇. Video meliora proboque deteriora sequor.

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