Corona-Attacke

Großalarm beim Seniorenkreis: unter den Mitarbeiterinnen grassieren Covid-19 und Grippe. Das heutige Meeting der älteren Herrschaften ist nicht nur gefährdet, es fällt völlig aus. Die Kuchen sind gebacken, ihre Vertilger fast auf dem Sprung da ereilt alle der Cancel-Ruf des Events. Wir und die noch gesunden Mitarbeiter werden gebeten beim Rückrudern ein wenig Unterstützung zu leisten und eventuell dennoch eintreffende Teilnehmer mit Kaffee und einem Stück Kuchen zu trösten. Vorher lassen wir uns noch testen und sind beide negativ. Gott sei Dank! Beim Eintreffen in unserer Gemeinde sind fast alle Tische bereits abgedeckt und es ergibt sich eine kleine Kaffeerunde zum Abschluss. Nett isses. – Der Besuch bei meiner Mum ist nicht ganz so positiv, denn ihre Demenz, die immer gleichen Gespräche mit zwei- bis dreimal wiederholten Themen machen einem so ungeduldigen Menschen wie mir schwer zu schaffen. Bei aller Liebe muss ich doch kräftig durchatmen – andererseits könnte mir ein ebensolches Schicksal gleichfalls beschieden sein und diese Erkenntnis stimmt dann doch demütig. Je länger das Alter dauert, desto schwieriger wird es – für einen selbst, für andere oder für beide. Seufz. – Es folgt ein stinknormaler Abend mit ein wenig YouTube, ein bisschen lesen und einer viel zu späten Nachtbettung 😇😉. Der Schlaf steht schon geduldig parat. Fein.

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Novemberallerlei

Schon sehr früh macht sich meine Bettnachbarin auf um einer äußerst angenehmen Verpflichtung nachzukommen. Ich dagegen lasse es sehr spät und ganz ruhig angehen. In aller Gemächlichkeit knabbere ich mein Knäckebrot, lese beide Tageszeitungen und ziehe mir die virtuellen News rein. So vergeht der Vormittag im Fluge. Mittags wärme ich meinen heißgeliebten Kohleintopf auf und lese beim Essen ein Buch, was ich gern tue, wenn ich allein speisen muss. – Am Nachmittag erhält Foxi seinen wohlverdienten Stromschub, ich säge ein paar Anzündbrettchen für unseren Kachelofen und lade meine neue Powerbank auf. – Der Syltkrimi am Abend schrabbt knapp an der Albernheit vorbei, vorsichtig formuliert. Im Anschluss lese ich einen Weinkrimi bis zum üblichen Ende: ein paar Gute überleben, die Bösen kommen in den Knast und eine fast gescheiterte Ehe ist auf dem Weg zum eventuellen Neuanfang. Was will man mehr 😉? Es wird fast spät – diesmal spielt der Schlaf gut mit.

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Digitales gegen Papiernes

Zu meiner normalen Aufstehzeit schaut ein Handwerker, wie angekündigt, vorbei. Er will sich unseres schiefen Nadelbaums annehmen. Meine frühaufstehende Wohngenossin weist ihn ein und wirbelt gewaltig draußen herum. Ich habe Rücken und mir ist kalt. Absolut doofe Ausreden. Im Laufe des Vormittags ist der Stamm in kamingerechte Stücke zerlegt, die nun aufs Spalten und Trocknen warten. Die Äste liegen auf einem Anhänger zur Entsorgung bereit und meine Liebste ist völlig k.o. Mir bleibt am Nachmittag das Auffegen des Straßenraums – kein Vergleich zur Aktivität anderer Beteiligter. – Per Amazon trifft mein Sicherheits-eBook-Reader ein, der mich auf längeren Reisen begleiten soll. Der nervenaufreibende aber behobene Totalausfall meines Hauptreaders hat seine mentalen Spuren hinterlassen. Es fühlt sich fast wie der Brand einer eigenen Bibliothek an – nur mit dem alles entscheidenden Unterschied einer Cloudsicherung. Doch das führt mir die Anfälligkeit elektronischen Leseguts vor Augen. Es kann jederzeit aus der Ferne gesperrt, verändert oder gelöscht werden. Bei papiernen Werken ist das weitaus schwieriger. Andererseits bin ich siebzig und rutsche den absteigenden Ast immer weiter runter. Da relativieren sich diese Gefahren 😉😇. Immerhin habe ich das allerwichtigste Buch, die Bibel, auch gedruckt in vielerlei Ausgaben griffbereit. Das ist echt wichtig. – Abends verfolge ich meinem Montagsritual gemäß Barnaby bei seinen Ermittlungen, verlasse ihn aber beim zweiten Fall, weil ich den schon viel zu oft verfolgt habe. Noch ein wenig lesen, es wird leicht spät aber auch der Schlaf lässt sich Zeit.

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Welpenfreuden

Endlich raffe ich mich mal wieder zum Gottesdienst auf. Uns erwartet ein interkultureller Godi in deutscher und chinesischer Sprache. Lieder in chinesischer Sprach zu hören, ein Idiom, das so gar nichts mit unserem Sprachraum zu tun hat, lässt die Ohren freundlich klingen. Die Predigt über Zacharias, Elisabeth und Maria kommt schlicht aber durchaus eindrücklich daher. So ein großes Gottvertrauen wie von Maria ist schon bewunders- und wünschenswert. Traurig stimmt mich danach die Krankheit unseres Altpastors. Ja, so eine Erfahrung zermürbt und belastet. Gott sei mit ihm! – Nachmittags besuchen wir Freunde, die sich einen Hundewelpen angeschafft haben, knapp vier Monate alt, eine Hansdampfin in allen Räumen. Ich finde sie zum Knuddeln, putzig und und echt lieb. Irgendwie verstehe ich Menschen schon, die sich Haustiere halten – doch für mich ist das nichts, mich würde das Herumpullern nerven, die „Erziehungsarbeit“ an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führen und das tägliche Gassigehen zu Schreikrämpfen verleiten. Okay, in Äquatornähe hätte letzteres durchaus einen angenehmen Aspekt aber dieser Wärmegarant ist viel zu weit weg. – Während ich einen Tatort aus Münster über mich ergehen lasse müht sich unsere Nationalmannschaft mit den Spaniern ab und erreicht, Wunder über Wunder, tatsächlich ein Unentschieden. Meine Zeit, da muss unser Trainer wohl falsch ausgewechselt haben 😉. Es wird spät. Wieder einmal.

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Corona-Weise

Die Coronapest schlägt in unserem Umfeld massiv zu. Freunde erkranken, der Vorstand unserer Gemeinde kommt nahezu komplett positiv aus seiner Klausur zurück aber die Politik will weitere Lockerungen. Nun denn, die Seuche kennt kein Mitleid und macht was sie will. Wir werden sehen. Sollte es wieder schlimm werden haben daran die freiheitsbewegten Berufsabgeordneten natürlich keinerlei Schuld, schließlich hätten sie die Betroffenen nicht gehindert Masken zu tragen. Sollte es dagegen gut gehen, reklamieren dieselben Typen selbstverständlich alle Lorbeeren für sich. Unangenehmes Völkchen, beratungsresistent und berstend vor Selbstbewusstsein. Hier wendet sich manch Wahlvieh, sorry Wahlvolk, mit Grausen. – Ich baue endlich, allerhöchste Zeit, die Parkgarage samt Ladestation für Mr. Shorty ab, bringe den Regensensor für die Bewässerung in sein Winterquartier und gedenke des Advents, der direkt vor der Tür steht. Soll er doch. – Am Kirchensilvesterabend schalten sich die Lichterketten wie geplant ein, bis auf eine. Ich lerne, dass die beste zentrale HUE-gesteuerte Zeitschaltung völlig nutzlos ist, wenn der Stecker nicht in seiner Dose steckt. Ähem. Peinlich. Wir erfreuen uns am Lichtglanz. Es wird normal spät.

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Selbsttötungshilfe

Wir nehmen die Futterstellen für unsere gefiederten Freunde in Dauerbetrieb, es dauert nicht lange und sie werden entdeckt. Preisexplosion hin oder her es war doch gut sie einzurichten. Der Andrang ist mächtig gewaltig. – Der Steuerbescheid trifft per ELSTER ein, wie erwartet gibt es eine kräftige Erstattung, die aber im nächsten Jahr nach aller steuerrechtlichen Wahrscheinlichkeit von einer ebenso kräftigen Nachzahlung aufgefressen werden wird. So ist das Steuerleben. – Der Ertrag per Photovoltaik ist dagegen mehr als mau, November halt. – Mein Kindle legt sich mit mir an und zickt rum, wie es nur kann: Inhalt festfrieren, neu starten, weißer Bildschirm, manuell herunterfahren, neu starten, abbrechen, neu starten, abbrechen, weißer Bildschirm. Ich liebe es zwar alle Bücher per Kindle zu lesen muss aber zugegeben, dass mir noch nie im Leben ein Printexemplar eingefroren ist 😉😀. Etliche Schier-Verzweiflungs-Zeiten später taste ich mich ins Einstellungsmenü vor und setze das Teil auf die Werkseinstellungen zurück wohl wissend, dass alle gespeicherten Druckwerke gelöscht werden und neu aus der Cloud zu laden sind. Immerhin funktioniert es danach vorerst wieder. Ich nutze die Black-Friday-Rabatte und ordere einen Ersatzleser um für solche Ärgernisse künftig besser gerüstet zu sein. Hoffentlich. – Abends darf die Sternchenkette wieder vom kommenden Ersten Advent künden. Der Chefin-Krimi ist irritierend, das Thema Selbsttötung von Schwerstkranken wird sehr emotional dargebracht und positiv dargestellt. Ich verstehe schon, dass Mitmenschen, die keinen Halt bei Gott haben oder haben wollen in dieser aussichtslosen Situation ihr Leben beenden wollen. Ich mache mir nichts vor, selbst mit Gott an der Seite kann es untragbar schwer werden. Ich verstehe, wenn ein Mensch dann nicht mehr leiden will. Doch ob man will oder nicht im nächsten Augenblick steht man vor dem ewigen Gott. Außerdem ist mir die Gefahr viel zu groß, dass der Impuls von den Angehörigen ausgehen könnte, dass sie zur treibenden Kraft werden, schlimmstenfalls sogar die Gesellschaft indem sie einfach die Pflege nicht mehr bezahlt. Ich bin ein Soylent-Green-Geprägter. Viel zu komplexes Thema für einen kurzen Krimi. – Es wird normal spät, der Schlaf lässt sich beizeiten blicken.

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Gott hilft Depp

Aber jetzt geht es endlich los mit dem zweiten Teil des Illuminationsaufbaus. Ein Lichtervorhang für die Lounge ist ruckzuck montiert, wobei ich mich zwischendurch einmal langlege auf den rutschigen Dielen – KRAWUMM – und danach, unverletzt Gott sei Dank, eine Sternchenkette am Handlauf des neuen Lounge-Geländers befestige. Den Beleuchtungstest absolvieren die LEDs einwandfrei. Alles ist bereit – am Kirchenjahrssilvesterabend kann es losgehen. – Die gestern verzweifelt in der App gesuchte schaltbare Steckdose ist heute leicht gefunden, Gott muss einem Begriffsstutzigen wie mir nur die Augen öffnen. Natürlich hatte die App sie längst erkannt, gestern schon, doch ich Depp habe sie unter die vorhandene Bezeichnung nicht subsummiert. Ich hätte nur genauer hinschauen müssen. Habe ich aber nicht. Heute aber schon und, siehe da, alles roger. Was die einen für Zufall halten, ist für mich Gottes Hilfe – so unterschiedlich kann man die Realität wahrnehmen. Egal: Gott sei Dank!!! – Abends ist Hauskreis und ich lasse die Sternchen und den Wein zur Begrüßung der Gäste schon einmal vorab leuchten, probeweise sozusagen. Der Hauskreis läuft zurückhaltend bis munter – ich könnte ihn mir ein wenig frischer vorstellen. Die Plauderei danach beim Rebensaft ist dagegen sehr lebhaft. Es wird diesmal wirklich echt spät. Ich versinke sofort in einen wohltuenden Tiefschlaf. Alles ist gut.

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Versteckte Steckdose

Wenn man eine avisierte Lieferung erwartet, kommt sie fast immer ganz, ganz spät. Ist es dagegen nicht so dringend, trifft sie ruckzuckfixundfertig ein. So auch heute, es ist ein ‚Empfangstag‘, die Lieferanten haben sich wohl abgesprochen heute alles vorbeizubringen nur die Kabelbinder für den Illuminationsaufbau Nummer 2 kommen spät, sehr spät am Abend. Es ist das Feeling wie bei einem Einkauf in der Stadt: hat man endlich das Passende gefunden, ist es ebenfalls spät, nur im örtlichen Handel gibt es das Glücksspiel „auf Lager oder nicht“ gratis dazu 😩. So improvisiere ich ein wenig in der Hoffnung auf die Ware – doch, wie gesagt, sie präferiert die Dunkelheit für ihr Erscheinen. Morgen ist ja auch noch ein Tag. – So verplempere ich meine Zeit mit der Suche einer schaltbaren Steckdose, die physisch vorhanden ist aber für die zuständige App nicht zu existieren scheint. Ich bitte sogar Gott um Hilfe. Morgen werde ich sehen wie er geholfen hat – auf seine ganz eigene Art und Weise. Heute jedoch muss ich ‚Fehlanzeige‘ melden. Seufz. – Der Abend ist unauffällig aber zieht sich sehr lang hin. Dafür steht der Schlaf schon parat. Gut so.

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