Ein unbestätigter Verdacht

Foxi wird heute zu vier Fünftel mit Goldstrom und ein Fünftel mit Sonnenstrom versorgt. Immerhin. So sind am Nachmittag beide Freunde gut einsatzbereit. Auch in dieser Hinsicht sehne ich mich nach sonnigen Sommertagen. Ja, ja, November bis Februar sind die Abzockmonate der Stromkonzerne. Gut für sie, schlecht für uns. – Ich bereite mir eine erstaunlich wohlschmeckende Speise zu: Hähnchen-Gyros aus dem Froster mit Kartoffelpüree aus der Tüte. Ich hätte nie gedacht wie lecker selbst Fertigkost sein kann. – Während der Mittagspause entsteht ein Verdacht, der einen Anruf beim Arzt geboten erscheinen lässt. Wir dürfen sofort kommen. Gott sei Dank bestätigt sich dieser Verdacht nicht und gegen die Symptome gibt es Hilfe. Das ist sehr gut. – Der Abend verläuft ruhig mit Barnaby und elektronisch aufbereiteter Lektüre. Es wird normal spät aber der Schlaf zeigt sich äußerst lustlos. Nicht so toll aber so isses eben.

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Goldstrom für Tiger

Aus internen Gründen verzichten wir heute auf den Gottesdienstbesuch. Wir schauen nur virtuell zu. Unsere Jugendpastorin wird entpflichtet und wir mit einem kindgerechten Gottesdienst beglückt. Dann ist das halt so. Ist ganz nett, wir sollen in Ängsten fest mit Jesus rechnen. So soll es ja auch sein. Danach spendiere ich Tiger teuren, quasi mit Gold abgewogenen, Strom für seinen Akku und unsere Fahrwünsche. Seufz. Ein gemüsereiches Mittagsmahl findet seinen Weg in meinen Magen. Gesund halt. – Meiner Schönen hat ihre Syltkur gar nicht gut getan. Das finden wir beide echt doof. Ebenso bescheuert wirkt das abendliche Fernsehprogramm auf mich und zum Glück kann man es ja meiden 😉. Wie praktisch. – Im Laufe der nächtlichen Stunden schaue ich einigen westdeutschen Feuerwehren beim Löschen, Bergen und Transportieren Erkrankter und Verletzter zu. Ist ganz interessant aber kein Job für mich. Irgendwie wird es spät, sehr spät. Der Schlaf kommt noch später. Na denn.

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Alt und lebensschwach

Und wieder ist ausschlafen angesagt. In aller Ruhe lesen wir die neuesten Nachrichten, fahren danach zum Testen und kaufen ein. Wir beide sind negativ. Das ist positiv. Der gute Foxi spendet mir viel Fahrfreude. Und wieder darf ich die überraschende Logik der Warenanordnung im Supermarkt bewundern. Kluntjes sind nicht leicht zu finden. Doch ich muss nur einmal nachfragen und schon stehe ich vor ihnen. Faszinierend. – Nachmittags besuchen wir meine Mum und stehen erschüttert an ihrem Bett. Sie sieht gar nicht gut aus. Es ist traurig, wenn ein langes Leben unter Leiden sich möglicherweise seinem Ende nähert. Wir können nur hoffen und beten. Ansonsten lassen wir die Stunden an uns vorübergehen, plaudern viel und spekulieren über Gesundheit, Erschöpfung und Krankheit. Ich schaue mir noch einen interessanten Bericht über Putin, einen kabarettistischen Beitrag und zwei Reportagen über Einsätze der Feuerwehr Bochum an. Aufwühlender Tagesausklang.

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Chillen

Eine Hardcore-Kur hat zugeschlagen und zeigt nun ihre Nachwirkungen. Es muss nun ganz schön entschleunigt bei uns zugehen. Erholung vom Leistungszentrum ist angesagt. Ich werde nie begreifen warum sich Menschen auf solchen Stress einlassen. Okay, für mich wären es Quälereien, andere vor allem jüngere und fittere mögen solch ein eng gestricktes Programm als aufbauend empfinden. Jedem das Seine. Für einige Gymnastikstress am eiskalten Strand und für andere entspannende Spaziergänge mit Wirtshaustest im Strandbad. – Aber jetzt hat uns unser Heim wieder. Das passt wunderbar zu uns. Chillen ist das Gebot des Tages. – Abends lassen wir den Staatsanwalt mit seinem neuen Team wirbeln und ich schaue wieder einmal Klara zu, um spät nachts mit dem ermittelnden Watzmann aufzuhören. Da ist die Welt zwar auch nicht in Ordnung aber immerhin werden Gute und Böse auf ihren passenden Rängen platziert 😉😇. So kann der Tag klar geordnet ausklingen. Der Schlaf spielt, wenigstens bei mir, ebenfalls gut mit.

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Daheim ist daheim

Daheim ist daheim, heißt ins Hochdeutsche übersetzt eine Sendung des BR. So ist es – nicht nur in Bayern. Noch ist es relativ kühl in unseren Räumlichkeiten, langsam muss sich das Miteinander wieder etablieren, es spielt sich halt wieder manches ein. Meine ehemals Kurbegeisterte wurde durch die Vielzahl der Anwendungen und ihre enge Terminierung ganz schön fertig gemacht. Offensichtlich versteht sich die Klinik als Trainingslager für Leistungssportler. Für mich wäre das nichts. Nun werden die Koffer entleert, die Wäsche der Reinigung zugeführt, die technischen Geräte an ihre Plätze verfrachtet und den Flatterwesen ihr dringend benötigtes Futter bereitgestellt. – Wir üben uns in die gemeinsame Mittagsruhe ein und das tut uns wohl. Feine Übung. – Abends treffen wir uns im Hauskreis im Nachbarort. Dort ist es äußerst angenehm bei gutem Austausch, informativen Nachgesprächen und liebevoller Leckereienversorgung mit dem Schwerpunkt „Gesundheit“, zu meinem Glück ergänzt durch Ausweichprodukte. – Zurück in unserem Heim schaue ich eine Folge lang Klara beim Ermitteln zu und begebe mich erst spät auf mein Seniorenlager. Der Schlaf kommt recht fix.

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Ladesäulensuche

Der Wecker reißt mich aus den süßesten Träumen. Zeit für die „mitternächtliche“ Frühstücksvariante – ob ich besser verzichte und weiterschlafe? Das Überlegen macht mich wach, Katzenwäsche und ich tappe ungekämmt und starren Blicks Richtung Rührei, Brötchen und Kaffee. Zurück im Zimmer bleibt mir nur doch noch eine kurze Zeit zur endgültigen Wachwerdung. – Versehen mit meinen Siebensachen surrt Tiger mit mir zum Heider Bahnhof. Dort empfange ich meine langersehnte und arg vermisste Ehefrau mit unvorstellbar großer Freude und wir begeben uns heimwärts. Lunch ist geplant bei einer Ladestation von Aral. Dort der Schock: sie ist noch nicht eröffnet. Merde, also werfen wir einen Blick auf die Karte, doch Stationen sind in dieser Gegend nur spärlichst vorhanden. Nach Kartenrat verlassen wir die Autobahn, ertragen den Anblick der Außenbezirke Bad Segebergs, um schließlich bei Allego für Tiger neue Power und für uns Brötchen zu fassen. Eine knappe Stunde später lassen wir das öde Vorstadtleben hinter uns und fahren über Lauenburg und Lüneburg Richtung Süden bis uns unser Häuslein endlich freudig begrüßt. Mannomann bin ich fertig, Nebel und Dämmerlicht haben mich geschafft! – Der späten Mittagsruhe folgt ein ruhiger gemeinsamer (echt wunderschöner) Abend mit erzählen, spekulieren und lesen. So richtig früh wird es nicht. Der Schlaf ist gnädig zu uns beiden.

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Ladesäulenzicke

Ein morgendliches Highlight ist das zeitlich zweigeteilte Frühstück mit seiner späteren Variante. Danach widme ich mich in aller Ruhe erst der Andacht dann der Zeitung. Voll motiviert schlendere auf einem anderen Weg zum Hafen und entdecke neue Seiten Büsums. Es gefällt mir hier mindestens so gut wie in Husum. Empfehlenswert geeignet für einen Kurzurlaub. Mit meiner Krücke erklimme ich einen Deich, erwarte den echten Überblick – nun ja, schon ein bisschen – und gehe auf der anderen Seite wieder herunter. Die Augenhöhe mit den Kuttern sagt mir entschieden mehr zu. Etwas später entscheide ich mich für ein Restaurant, poste ein paar Fotos bei einem Glas Riesling und bestelle etwas später ein Schollenfilet. Sehr freundliche Kellnerin, prima Essen, lauwarmer Cappuccino (nun gut, ich hätte halt regionsspezifisch einen Grog bestellen sollen 😉). Noch ein Gang zum Supermarkt und endlich erreiche ich mein Hotel und sinke erschöpft auf’s Lager. – Leicht erholt dirigiere ich Tiger zu einem Futterplatz. Die Ladesäule lässt sich motivieren, akzeptiert die Karte, zeigt sich bereit zur Stromabgabe und bricht ab. Den Stecker gibt Tiger (oder die Säule?) nicht frei. Die mechanische Notentriegelung funktioniert nicht. Das’n Ding – Wunder der Elektromobilität. Eine Kontaktadresse hält die Säule nicht parat. Was tun? Warten lohnt sich, der Stecker kommt, warum auch immer, urplötzlich wieder frei und ich darf mich vom Acker machen, eine Runde drehen und bei einem Ladekumpel einen weiteren Versuch starten. Es funktioniert – Wunder der Technik. Eine gute Stunde später kann ich einen satten Tiger auf seinen Parkplatz lotsen. – Genug Abenteuer für heute, zurück zum Zimmer, Rückfahrt planen, Klara kucken, Salami verspeisen. Es wird nicht spät. Der Schlaf trödelt wie so oft vor Reisetagen. Dann ist das so.

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Büsum

Die späte Frühstückszeit ermöglicht es auszuschlafen, wenn auch die Nacht viel zu oft unterbrochen war. Nach der Dusche schnappe ich mir eine Krücke, sicher ist sicher, und begebe mich zum Büffet. Es gibt Rührei, Brötchen, sogar Fleischsalat, echte Milch zum Kaffee – mehr brauche ich nicht und bin mehr als zufrieden. Nach meiner Morgenandacht erkunden meine Krücke und ich Büsum. Wir verstehen uns blendend. Der Strand ist inzwischen – nach den vielen Jahren – vorzeigbar, der Hafen malerisch wie alle Krabbenkutterhäfen, die Fußgängerzone nach wie vor das „Juwel“ dieses Städtchens. Doch dann ist es höchste Zeit für eine kleine Erholungspause im Hotel. Eigentlich will ich mir das Mittagessen sparen aber mein Magen ist anderer Ansicht. Nun schön, dann also los, ich finde ein Lokal, das Angebot ist übersichtlich, der Wein gut, das Essen eher durchschnittlich und der Cappuccino lauwarm. Der Preis gestaltet sich für Büsum normal. – Nach der Mittagspause zieht es mich erneut nach draußen, ich kenne mich selbst nicht mehr. Die Restaurantzone in Strandnähe wird gerade wach, denn die Öffnungszeiten beginnen hier erst gegen 17 Uhr – gut, dass ich noch knallsatt bin. Die Fuzo durchquert meine Wenigkeit in ihrer ganzen Länge. Bei Edeka beschaffe ich mir das Sättigungsmaterial für den Abend, den ich mit Salami, Wein und Barnaby verlebe. Eine echt nette Gesellschaft für einen kaputten Reisenden. Normal spät schließe ich meine Äuglein für eine stetige, wenn auch unterbrochene, Nachtruhe. Seufz.

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