Trauer trifft Feierlaune

Es wird morgens spät alldieweil der Schlaf erst im Morgengrauen aktiv wird. Nun ja. – Unser ehemaliger Pastor samt Ehefrau schauen bei uns kurz vorbei bis wir gemeinsam zur Beerdigung eines sehr beliebten Glaubensbruders gehen. Er war ein engagierter, humorvoller und tiefgläubiger Mann, der viele Mitmenschen durch seine Art und Lebensweise motiviert hat. Jetzt ist er am Endes seines 93jährigen Lebens mit Jesus zusammen. Ich werde mein Leben lang an ihn denken, denn ich mochte ihn sehr. Die Bestattung vollzieht sich in erträglicher Kälte, erträglich weil ich mich polarlich verpackt habe, und wird ihm trefflich gerecht. Im Anschluss fahren wir – ich entpacke mich vorher ein wenig – zu unsere Gemeinde zwecks Trauerkaffee. Ein würdiger Abschied. – Als Kontrastprogramm feiern wir abends einen Geburtstag mit. Es treffen sich diesmal, warum auch immer, nicht so viele Gäste wie sonst, was den Stress für meine Ohren mindert. Ab und an ergeben sich interessante Gespräche aber ich kann mich auch eine zeitlang rotweinversorgt in mein Schneckenhaus zurückziehen. Keine schlechte Kombination. Sehr spät kommen wir heim aber diesmal ist der Schlaf aktionsbereit zur Stelle. Toll.

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Gewicht fördert Sparsamkeit

Es ist frostig. Eine Blaumeise hockt schwer atmend unter unserem Vordach. Sie muss wohl gegen die Scheibe geflogen sein. Hoffentlich stirbt sie nicht! Meine Vogelfreundin nimmt die Kleine behutsam in die Hand. Erstaunlicherweise sträubt sich das Vögelchen nicht, es scheint sogar die Wärme der Hände durch die Handschuhe hindurch zu genießen. Auf der Terrasse besinnt sich die Flatterfrau kurz um dann in die Bäume gegenüber zu entschweben. Offensichtlich hat sie den Unfall gut überstanden. Sehr schön. Solche Erlebnisse können einen Tag positiv prägen. – Michael Diener wird mir immer sympathischer. Völlig egal wie man zu seiner theologischen Ausrichtung steht, die Frommen haben ihm arg böse zugesetzt – solche Wunden heilen nur schwer. Mir wird klar welch eine grausame Waffe Worte sein können. Der Weg zur Beleidigung ist da sehr kurz. Ein Amt im Licht der Öffentlichkeit mag reizvoll sein, doch die Kehrseiten sind es wahrlich nicht. Immerhin hat er jetzt einen Blick auf mancherlei brisantes, hochgefährliches „Stückgut“, das hinter frommen Fassaden wohnt, gewonnen. 😭. – Wir buchen sechs Ausflüge für unsere nächste Kreuzfahrt und staunen wie leicht uns die Auswahl fällt. Dennoch benötigen wir viel Zeit ehe wir uns durch die überbordende Angebotspalette hindurchgekämpft haben. Das explizit vorgeschriebene menschliche Höchstgewicht für hochattraktive Hubschrauberrundflüge bewahrt zudem unseren Geldbeutel vor einer allzu großer Belastung 😉. Da kann meine ausgeprägte hüftliche Erscheinung endlich mal zu etwas gut sein 😇😀. – Es wird normal spät doch der Schlaf treibt sich stundenlang woanders herum. Nicht nett von ihm. Seufz.

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Sich herumwälzender Alkoholtrank

Der Besuch bei meiner Mum fällt einer im Heim grassierenden Magen-Darm-Grippe zum Opfer. Diesmal zur Abwechslung nicht Corona aber dennoch Vollschutz beim Personal. Nun denn, hoffen wir, dass Mutti von diesem Malheur verschont bleibt und wir sie bald gesund und munter wiedersehen dürfen. – So stöbere ich ein wenig in den angebotenen Ausflügen unseres demnächst anstehenden Karibikurlaubs herum, die zwar seit gestern überhaupt erst buchbar sind, dennoch sind einige Exkursionen bereits ausgebucht. Eine besonders reizvolle hat leider eine Gewichtsbegrenzung der ich sehr nahe komme 😩, so lasse ich lieber die Finger davon. – Draußen friert es rum, ist eiskalt also nichts für eine wärmesuchende Frostbeule wie mich. Immerhin scheint die Eissonne und produziert per Photovoltaik eine ansehnliche Menge an Dezemberstrom. – Abends ist Party angesagt, nun ja, eher ein superleckeres Geburtstagsessen bei Freunden. Ich schlemme vor mich hin, genieße einen Sylter Whisky, der sich jahrelang in einem alten Fass auf einem Boot im Lister Hafen herumgewälzt hat. Superlecker. Sein zuvor probierter Ostfriesenkumpel schmeckt mir eher nach Rum und ist ziemlich fruchtig für so einen Saft. Mein Riechorgan vermittelt mir, dass der wohlmundende Rotwein nach Chemie riecht (was gar nicht sein kann) und der Weißwein nach Birne, was schon eher möglich ist. Nein, ein Weinverkoster werde ich nicht mehr, der Zug ist abgefahren 😉😀. Sei’s drum. Drei Rentner verlassen die berufstätigen Gastgeber sehr spät als allerletzte, eventuell nicht der feinste Zug, aber es ist einfach zu nett gewesen. Ein winziger Absacker zu Hause und ab in die nächtliche Ruhestätte. Der Schlaf steht parat. Wunderbar.

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Schwafelmeister

Ein klein wenig früher aufstehen und bald drauf geht es ab zum Notar. Unsere Sparkasse scheint kein Interesse mehr zu haben Menschen unseres Alters Kredite zu gewähren und hat uns quasi aufgefordert dies ermöglichende Eintragungen im Grundbuch zu löschen. Dann tun wir das halt. Auf die Rechnung des Rechtskundigen bin ich gespannt. – Im Anschluss erweitere ich mein Wissen um die Steuerung eines Fernheizungsanschlusses im Haus der verstorbenen Freundin meiner diakonisch bewegten Lebensgenossin. ‚Det Janze‘ scheint mir viel einfacher zu sein als bei unserer Ölheizungssteuerung, welche ich in ihrer Tiefe bis heute nur ansatzweise durchblicke. – Daheim fuhrwerke ich weiter auf den Konten herum, komme aber endlich zum „ersehnten“ Zwischenergebnis. Fein. Abends lasse ich noch zwei kleine Spenden an Wikipedia und den Bibelserver von der Leine, das muss sein, beides nutze ich das Jahr über intensiv. Dabei zickt Paypal unerwartet heftig herum. Ich kenne diesen Dienstleister entgegenkommender. Zum Glück gibt es genügend Alternativen. – Ich lese ein weiteres Kapitel von Michael Diener und konstatiere etwas Verwirrung bei mir. Ja, fast alle seine Aussagen könnte ich unterschreiben, befürchte aber, dass wir sie unterschiedlich definieren. Er ist ein Schwafelmeister erster Güte. Er dreht und wendet Formulierungen, kommt nie so recht auf den Punkt, umkreist seine Meinung wortvielfältig und gefühlt weitschweifig, schlägt verbale Volten – immerhin hält er so meine Spannung aufrecht. Nett von ihm. – Abends gibt es sehenderweise zwei Krimis aus Leer, gefolgt von einem weiteren lesenderweise aus Süddeutschland bis es wieder einmal viel zu spät ist. Dafür ist der Schlaf hochmotiviert sofort zur Stelle. Wohltuend.

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Schraubendreher auf Tour

Heute muss ich mich mit notwendigen Bankgeschäften befassen, Beträge hin und her schieben – das übliche Dezembergeschäft. Ich bestelle noch ein wenig, surfe ein bisschen im Internet herum und schlaue mich zu mehr oder weniger interessierenden Fragen auf. – Für die Reparatur eines Uhrenarmbandes benötige ich zwei winzig kleine Schraubendreher, finde aber nur einen in passender Größe, der andere ist „unterwegs“ – wo auch immer. Ordnung halten habe ich noch nie zu meinen Stärken gezählt. Irgendwie fasst die winzige Schraube, wohler wäre mir, wenn ich das mitdrehende Gewinde währenddessen fixieren könnte doch dazu fehlt besagter Dreher. Seufz. – Nach der Mittagspause sorgt Michael Diener mit seinem Buch für das nötige Adrenalin – obwohl ich zum Kern seiner Auffassung noch gar nicht vorgedrungen bin. Es bleibt spannend. – Abends stelle ich mich einem Barnaby-Marathon, drei Folgen am Stück. Ein hartes Stück Zuschauerarbeit. So wird es natürlich spät. Das macht aber nichts, weil der Schlaf heute sowieso keine Lust hat. Er bleibt fern. Wie blöd ist das denn?

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Teamwork

Der Sonntag startet mit einem Gottesdienst über eine Schau des Propheten Jesaja, der seinem Volk im Exil Mut macht trotz Deportation und Unterdrückung. Diesmal finde ich hinterher sogar etliche Gesprächspartner – fast zu viele für mich 😇😉. Man kann es mir wohl nur schwer recht machen. Seufz. – Obwohl Gefrierfisch nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählt, was wohl eher am intensiven Geruch bei der Zubereitung liegt, mundet er mir hervorragend. Ein feines Mahl. Ebenso fein ist die zweistündige(!!!) Mittagsruhe. Während meine allseits interessierte Ehe-Partnerin zum lebendigen Adventskalender schlendert (mir ist es dafür viel zu frisch draußen), starte ich zwei Versuche auf der Großleinwand Filme zu schauen aber mir fehlt der nötige „Drive“. Gelangweilt schalte ich ab. – Terra X berichtet von den Schicksalen dreier Gruppen von Überlebenden bei Schiffsunglücken vor unwirtlichen Eilanden. Hochinteressant – Teamwork gewinnt, überzeugende Führungspersönlichkeiten sind wichtig, Eigensinn und Egoismus führen stracks ins Scheitern. – Der restliche Abend gestaltet sich leseintensiv und es wird wieder einmal sehr spät. Trotz der überlangen mittäglichen Pause schaut der Schlaf (dank des Rotweins?), wenigstens bei mir, relativ schnell vorbei. Ich finde das gut, doch meine Leber schaut mich sehr, sehr ernst und mahnend an.

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Zoomen, zocken, zappen

Kaum aus dem Bett gehuscht finden wir uns mitten in einer Zoom-Konferenz wieder. Glücklicherweise sind die anderen Teilnehmer schon so aktiv, dass sie alles Wissenswerte abfragen und ich hinter unserem Erkennungsfoto versteckt bleiben darf. Das fehlte mir noch mein halbwaches Antlitz in unsere kleine fromme Welt hinein zu beamen. Das braucht kein Mensch, ich am allerwenigsten. Nach unendlich langen zweieinhalb Stunden mit langatmig vorgetragenen Bedenken und noch ausführlicheren Antworten fassen wir endlich den erlösenden Beschluss. Die Fähigkeit zu Gremienarbeit scheint mir im Alter immer mehr abhanden zu kommen. Seufz. – Mit der Post ereilt uns das Verderben in Form eines Grundsteuermessbescheides, der bei Anwendung des Hebesatzes nur mit Abzockerei zu erklären ist. Mein Vorurteil eines äußerst gierigen Staatswesen erhält neue Nahrung, wie auch das Urteil über lügenhafte Politiker, die mit allem Schalksernst versicherten es würde sich finanziell nichts ändern. Unser Strompreis explodiert, die Grundsteuer vervielfacht sich und die Staatskassen füllen sich überproportional. Ich werde so langsam ziemlich sauer. – Im TV sehe ich zwei Sendungen parallel und versäume nur Unwesentliches. Zwischendurch lese ich noch ein wenig. Normalspät endet der Wachzustand und ein überaus freundlicher Schlaf hüllt mich ein. Fein.

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Kinderraub trifft Wahrheit

Die üblichen weihnachtlichen Obligationen verlangen nach ihrer Abwicklung. So beginne ich mit der Verteilung monetärer Präsente, überlege mir Empfänger unserer festlich bedingten Gebefreudigkeit (vor allem gegründet in der Dankbarkeit unserem überaus freundlichen HERRN gegenüber) und schicke die ersten Gelder auf ihre Buchungsreise. Mögen sie den Empfängern viel Freude bereiten. – In meiner Andachtszeit beschäftigt mich wieder ein Kapitel im Buch von Michael Diener, ganz langsam eröffnet sich mir seine mögliche Motivation doch noch fehlt mir völlig seine geistliche Begründung. Es bleibt spannend. Davids Lebensendepsalm ist gut zu lesen und die seitenlange Auslegung dazu vermittelt hochinteressantes Grundwissen. – Die Chefin befasst sich mit einem seltsamen Fall deutscher Familiengeschichte von einem schuldgeprägten Wahrheitverhinderungsmord mit seinen Wurzeln in einem sozialistischem Kinderraub der DDR-Stasi. Gelebter Sozialismus pur. Es graust mich. – Weshalb reizt es mich ein Theaterbesuch oder irgendeine nächtliche Veranstaltung gar nicht? Irgendwie bin ich anders gestrickt. Ja, reisen, sofort gern, bevorzugt in wärmere Regionen – mit stärker ausgeprägteren pekuniären Polstern wäre ich wohl nur unterwegs – aber auch da wäre mein Abendprogramm eher eingeschränkt. Was dem einen „sin Uhl“, ist dem andern „sin Nachtigall“. So isses nun einmal. Ich lasse es wieder spät werden aber der Schlaf treibt sich anderswo herum. Schade.

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