Motivationsbefreit

Natürlich wird es am Morgen wieder einmal spät, keine Frage. Das Frühstück ist wie gewollt kärglich. Die Sonne bringt einen guten Ertrag per Fotovoltaik. Schnell eine Waschmaschine aufsetzen und die günstige Energie nutzen. Feine Sache. – Ein Austauschteil für die Kameraüberwachung trifft ein, die Möglichkeiten der Personenerkennung sollen deutlich verbessert sein und Aufzeichnungen können auf einer internen Festplatte erfasst werden. Das weitet die vorhandenen Möglichkeiten und die Bildqualität höchstwahrscheinlich deutlich auf. In der Theorie erforsche ich das neue Teil intensiv, bedenke dies und das. Aber mit der Montage werde ich erst beginnen wenn die Festplatte eintrifft, vorausgesetzt ich fühle mich wieder überwiegend fit. Mein Stolpern samt Sturz hat mich innerlich ziemlich erschüttert und ich hinterfrage mich deutlich. Mal schauen was daraus wird, im Moment bin ich relativ motivationsbefreit. – Lesen ist wie in den vergangenen Tagen angesagt bis die Augen von allein zufallen. Der Schlaf ist heute sehr rührig.

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Aus der Ruhe wächst die Heilung

Nun mag man es als jammern auslegen oder als sielen in Malaisen, wie auch immer, ist mir Wurscht. Wir können uns das geruhsame Auskurieren leisten. Davon nimmt keiner Schaden außer vielleicht mein Selbstbewusstsein aber das haben die vielen Jahrzehnte sowieso abgehärtet. Kurz und gut einen weiteren Tag lasse ich vorbeirauschen. Andererseits treffen etliche Briefe ein, die gesammelte Streikpost über viele Tage. Es sind interessante Sachen darunter wie die Stromabrechnung, Spendenquittungen und die Rückzahlung des Wasserverbandes. Letztere ist besonders interessant, weil wir den Rasen recht intensiv gesprengt hatten und eher eine saftige Nachzahlung erwartet haben. Stark. – Die gefiederten Wesen haben ihre 25 kg Sonnenblumenkerne inzwischen nahezu vertilgt – die Beliebtheit unserer Futterhäuser fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue. Dort ist immer mächtig Betrieb. – Den Abend verbringe ich endlich mal wieder im Wohnzimmer und habe lange Ausdauer mit den ebenso traditionellen wie bekannten Barnaby-Folgen. Ein nicht ganz so gutes Gedächtnis hat halt nicht nur schlechte Seiten 😀. Es wird ein wenig spät doch der Schlaf hat wohl auswärtig zu tun. Seufz.

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Pikantes Gulasch

Ein wenig zerschlagen wache ich auf und drehe mich gleich wieder um. Gut, dass das so möglich ist. Das Frühstück findet statt, wenn auch ziemlich spät. Dank YouTube könne wir den Gottesdienst aus Bremen in voller Länge noch mitverfolgen, obwohl er schon vorbei ist. Irgendwie ist heute nicht so unser Tag. Der Gesundheitszustand drückt die Stimmung und meine Rippenprellung liebt das Liegen. Lunch gibt es erst am Nachmittag. Eine liebe Freundin hat uns heute mit Gulasch versorgt, wie schön! Total nett und freundlich von ihr. Die Mahlzeit ist pikant gewürzt und sehr lecker. – Komisch, mir ist gar nicht nach bewegten Bildern, ich ziehe unbewegliche schwarze Lettern vor. Ich lese bis die Nachtsicht kommt, also weiße Buchstaben auf schwarzem Hintergrund. Mit Unbeweglichkeit und Schwäche ist das Leben weitaus weniger spannend und der Tagesablauf eher „mollig“ als „durig“ – tja, da kann man wohl nichts machen. So richtig spät wird es nicht und der Schlaf schleicht sich irgendwann an. Hoffentlich zieht bald wieder Lebendigkeit ins Leben ein! Wie katastrophal muss das alles erst sein, wenn permanent Schmerzen, Schwäche und Dumpfheit einziehen? Carpe diem und lobe Gott, kann ich mir da nur empfehlen.

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Liebhaber statt Kenner

Der Tag zeichnet sich durch erste längere Aufstehversuche aus. Sie gelingen ganz gut. Und doch nehme ich mir die Freiheit den Nachmittag weitgehend in der Horizontalen zu verbringen. Das entspannt und tut mir gut. Schön, dass das so möglich ist. Ich gebe meinen Rippen Zeit ihre Prellung zu überwinden, die genähte Wunde über dem rechten Auge heilt so vor sich hin – das ist auch gut. – Die Post streikt munter weiter, seit mindestens einer Woche haben wir, meine ich, keine Post bekommen, während früher fast jeden Tag etwas in den Briefkasten einzulegen war. – So vergeht wieder ein relativ aktionsloser Tag aber diese Freiheit nehme ich mir. Entweder ist es so oder ich bilde es mir ein, egal, es ist meine Überzeugung, dass gerade diese Ruhe die Heilung fördert denn es geht gut voran mit mir. Fernsehen vermisse ich nicht. Am Abend gönne ich mir aber anderthalb Gläser Riesling. Selbiger ist neun Jahre alt und mir fehlt jegliches Wissen um seine Qualität einzuschätzen. Ist er besser geworden oder schon leicht abgängig? Keine Ahnung. Was ich dagegen weiß ist, dass ich mich besser nicht als Weinkenner bezeichnen sollte. Dann bin ich halt nur ein Weinliebhaber. Ist doch auch ganz nett. Der Schlaf zeigt heute keinerlei Motivation und so folgt eine ziemlich eigene Nacht. Dann ist das so.

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Betttag

Ein Tag im Bett. Das wäre sicher nicht unbedingt nötig aber „wer ko, der ko“ wie es unsere bayerischen Freunde auszudrücken pflegen. Eine der Vorteile des Pensionistenlebens. Eine Freundin versorgt uns mit „Pferdesalbe“, die tatsächlich äußerst hilfreich ist im Bändigen schmerzender geprellter Rippen. Das Liegen tut mir wohl. Das zwischendurch leider unvermeidbare Aufstehen unterstützt perfekt das elektrisch verstellbare Rückenteil des Bettes – eine vielbewährte Mehrausgabe beim Erwerb des Schlafensembles. 😀. Beim altersbedingten nicht nur einmaligen Besuch der Keramikabteilung machen mir die Rippen aber eindeutig klar „wo der Barthel den Most holt“. So ist das eben nach missglückten Flugversuchen. Dieser Tag beweist mir so ganz nebenbei, dass ich nicht der Typ fürs Speisen im Bett bin. Für mich ist das nur lästig und umständlich – aber jedem das Seine. Die geprellten Rippen lehren mich eindrucksvoll schnell husten, lachen und niesen zu vermeiden. Offensichtlich mögen sie das nicht. Seltsam 😉. Lesenderweise lasse ich den Abend ausklingen. Der Schlaf kommt erstaunlich schnell und macht einen guten Job.

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Der Sturz

Eine der vielen Ungereimtheiten des deutschen Gesundheitswesen betrifft uns heute. Eine spezielle Untersuchung ist zwar – nach unserem Empfinden – dringend nötig, doch der früheste Termin wäre erst im Juni möglich. Wenn die Überweisung aber eine spezielle Bemerkung des Hausarztes tragen würde, wäre sie schon im Februar machbar. Warum auch immer. Der Hausarzt verweigert aber diese Bemerkung mit der Begründung damit seien Zusatzkosten für die Krankenkasse (oder so ähnlich) verbunden. ??? Putzig, dass so eine Bemerkung von einem Arzt kommt, der von mir, allerdings ist es Jahre her, einen „Blanko-Scheck“ für höhere Abrechnungssätze mit der Privatversicherung verlangt hatte (und mich damit als Patient verlor). So geht es halt zu in hochbürokratischen Systemen. – Abends bin ich in unserer Gemeinde. Es dauert lange, es wird viel geredet aber immerhin mit einem guten Ergebnis. Ich schlendere über den Parkplatz wie viele Male zuvor. Unvermutet wechselt meine Position von der Vertikalen in die Horizontale, verbunden mit einem sehr kurzen Flug, gefolgt von einem ziemlich harten Aufprall. Wie? Wo? Was? Ich finde mich nach kurzer Besinnung auf dem harten Parkplatzbelag wieder, langsam entscheiden sich die Schmerzen nur an bestimmten Stellen aufzutreten. Ein Freund hilft mir auf und in sein Auto. Im Funzellicht der Innenbeleuchtung tupft er neben meinem rechten Auge herum und das Tempotuch färbt sich schnell rot. Zu Hause rinnt mir das Blut über die Wange und so entscheidet meine Frau, dass die Wunde zu groß für eine Heimbehandlung sei. Wir fahren zur Notaufnahme. Dort wird die Wunde gereinigt und genäht. Fatalerweise empfiehlt mir der Doktor dringend eine Röntgenaufnahme. Ich sage zu und handle uns dadurch zwei Stunden zusätzlichen Aufenthalt ein. Immerhin weiß ich hinterher, dass keine Rippe gebrochen ist. Gegen halb drei liege ich im Bett und bin total geschafft. Der Schlaf kommt irgendwann. Was für ein Tag!

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Regen im Januar, Stau bei der Post

Der Januar war sehr regenreich, 7 Liter/qm mehr als der langjährige Schnitt. Das ist gut. – Wir konnten beide gut ausschlafen. Auch das tut gut. Ich mache mich auf zu meiner Gemeinde, der allmonatliche Saugeinsatz steht an. Mit viel Pflichtgefühl und wenig Begeisterung absolviere ich diese freiwillige Verpflichtung und höre dabei Roger Liebi über die Anfänge des christlichen Glaubens zu. Der Vortrag ist wirklich hörenswert. Nachdem ich den letzten Granulatkrümel aufgenommen habe darf ich heimfahren. Dort erwartet mich ein wohlschmeckendes Mittagsmahl und eine ausgiebige Mittagsruhe. Am Nachmittag entdecke ich, dass wir rund 750 € für unsere Stromlieferungen erhalten haben. Das ist ja ganz nett. Die Abrechnung wird wohl im Postlerstreik feststecken. Mal schauen ob und wann sie eintrifft. – Das Seniorenheim für meine Mum macht nur 95 € monatlich Erhöhung geltend. Sollte das schon der im Oktober angekündigte Zuschlag sein? Ich habe mit 300 €/mtl. gerechnet. Na, da warte ich wohl erst einmal ab. – Traurig ist der Abschied von unserer örtlichen Teststation. Nun müssen wir uns für einen Besuch von Mutti eine andere, weit entferntere suchen. Dann ist das halt so. Schade. Lesen füllt den Abend aus und ich begebe mich recht früh zur Nachtruhe. Der Schlaf lässt sich Zeit, viel Zeit.

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Wenig los

Das Jahr ist schon wieder zu einem Zwölftel vorbei. Das ging viel zu schnell, war aber inhaltsreich. Frühmorgens – in meiner Welt – geht es zu einem Arzttermin. Aus dem Bett komme ich schwer aber erstaunlicherweise werde ich rasch fit. Mit Foxi geht es ins Nachbardorf. Wir sind schnell „verarztet“. Danach wird ein wenig „geshoppt“ und Foxi wieder ins Trockene verfrachtet. Kaum ist die Mittagspause vorbei naht sich schon wieder der meist unproduktive Nachmittag. Das ist vielleicht ein Leben?!? – Lesenderweise läuft der Tag lange aus und das war es schon. Sogar der Schlaf kommt schnell und ist intensiv zugange.

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