Motivationshieb

Ein Neffe feiert heute zusammen mit der Queen Geburtstag, nur an unterschiedlichen Orten und mit sehr unterschiedlichen Jahrgängen 😀. Schnell – aber von Herzen kommend – schicke ich eine Gratulation ab. Schade, dass er so weit im Süden wohnt, das heißt nur schlecht für mich, denn für ihn ist es gut, weil „dort unten“ das Wetter meist besser ist. Wir kommen einfach nicht dazu ihn mal zu besuchen. Wir waren innerlich fast so weit und dann schlug Corona zu. Vorhaben, die man nicht sogleich ausführt, scheitern schnell. – Eigentlich will ich nur die Homebase für Mr. Shorty befestigen. Dafür müsste ich ihn auf die Reise schicken, doch es liegt zuviel „Kleinholz“ auf dem Rasen herum. So fege ich erst einmal dieses mit einem Rasenbesen zur Seite, Schritt für Schritt, Reihe für Reihe von der Mitte ausgehend – und bin den ganzen Nachmittag beschäftigt. So spielt das Leben, mischt Arbeitskarten unter ein Faulenzerblatt und schon stehe ich armer Tor da und fege eine Wiese 😩😉. – Den Abend gestalte ich lesend, da mich der avisierte Fernsehkrimi in den ersten Minuten weder packt noch neugierig macht. Es wird normal spät aber immerhin kriegen sich der Oberkommissar und seine Kommissarin noch. Das lässt mich zufrieden schlummern. Harmoniesüchtiger, klammheimlicher Groschenheftromantiker und Cosyromanleser, kurz armer Rolf! Guadnochd!

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Heulen und jammern 😉

Wenn es nicht zum Heulen wäre, wäre es zum Jammern. Ob Ingenieur, Designer oder Techniker irgend jemand bei Husqvarna denkt technisch nicht anwenderfreundlich. Ich will Mr. Shorty, unseren Mähroboter, wieder in Betrieb nehmen. Zu seiner Orientierung umspannt ein Kabel unterirdisch seinen Zuständigkeitsbereich und ein weiteres weist ihm den Weg zur Stromquelle. Im Winterbetrieb darf Mr. Shorty ins Haus und die Ladestation auch. Nun will ich die Kabel wieder anklemmen, also die linke Seite links, die rechte Seite rechts und das Wegweise-Kabel, das in der Mitte des Grundstücks verläuft, in der Mitte. Schnell noch die Stromversorgung aktivieren und schon saust Mr. Shorty los. Nur den Weg heim findet er nicht. Auch das hintere Grundstück scheint für ihn tabu. Also deaktiviere ich den Armen und trinke erst einmal Kaffee. Die Bedienungsanleitung im Internet klärt mich auf. Ja, das rechte Kabel muss nach rechts aber das linke in die Mitte und das mittlere nach links. Oha, die spinnen, die Huaqvarner, bloss jede Selbsterklärung vermeiden! Nun findet Mr. Shorty zwar seinen Strom, doch für die Stabilisierung seines Domizils muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Warum kann nicht alles gleich sofort funktionieren? Jammer, jammer, jammer! Ansonsten habe ich keine Probleme und das ist gut so. Es wird mittelspät. Der Schlaf stottert ein wenig.

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Bereit für Mr. Shorty?

Die Energieernte ist heute wieder einmal enorm stark. Leider lässt meine grobe Budgetplanung einen Speicher nicht zu. Dann ist das eben so, schade. – Ein Abo verlangt eine Verlängerung. Ich will eine neue Kreditkarte damit verbinden. Es gehört zu den eindrucksvollen Erfahrungen im Alter alle Hürden, respektive Sicherheiten, zu überwinden, die fähige Programmierer ersinnen um ein Vorhaben so kompliziert wie möglich zu gestalten. Offizieller Slang ist wohl: „die größtmögliche Sicherheit zu garantieren“. Inzwischen macht es mir fast Spaß den Weg durch diesen Dschungel zu finden – die Ruhe bewahren ist das wichtigste Hilfsmittel dabei. Mit ihr gelingt es schließlich. Gut so. – Unser einst so wunderbarer Rasen ist inzwischen mit „Fremdrasen“ durchsetzt – unvermeidbar wenn man neben sich einen Acker hat, behauptet die Rollrasenfirma. Davor warnt einen natürlich keiner. Leider ist die besagte Grünfläche inzwischen so emporgesprossen, dass Mr. Shorty völlig überfordert wäre. Also stutze ich sie auf altbewährte Weise auf eine ihm genehme Länge. Sobald ich die vielen sturmverursachten Ästchen entfernt habe kann Mr. Shorty loslegen. Währenddessen trifft per Post ein neues Teil ein, eine Tasche mit Raum für all das Zubehör unseres Elektronikparks. Tatsächlich finden alle Kabel, Ladegeräte, Sticks und Konverter, sogar eine kleine Festplatte ihren Platz. Es wird – zugegeben – eng aber die vollgepfropfte Box passt sogar in meine Rucksack. Leicht ist sie leider nicht. – Heute gelingt mir sogar die erste persönlich Andacht (nach langer Zeit) – perfekt. Der allererste, recht alte Weimar-Tatort erfreut mich am Abend sehr, ich mag halt den Humor der beiden Protagonisten. – Gescheitert bin ich dagegen mit dem Versuch konsequent die Maske den ganzen Abend zu tragen, so dass die Augen wieder beginnen zu brennen, der Schnupfen vorbeischaut und der Niesreiz steigt. Immerhin kann ich noch frei atmen und das hilft mir sehr. Dennoch: Corona brachte mir die Maske und mein Heuschnupfen lässt sich durch sie etwas erträglicher gestalten. Immerhin. Es wird nicht sehr spät und der Schlaf kommt erstaunlich schnell. Prima.

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Ein Barnaby reicht

Die Predigt aus Bremen vom Sonntag befasst sich mit dem Wochenspruch zum Osterfest – über den, der spricht, die Adressaten und die Botschaft. Auf der Couch liegend eine Predigt anhören kommt mir schon etwas grenzwertig vor, ist aber sehr angenehm (was sich leider nicht ausschließen muss). – Es klingelt und ein Freund übergibt uns, einfach so, eine Osterüberraschung. Wir sind happy. – Nachmittags besuchen wir den Friedhof, das Grab der Schwiegereltern. Die Sonne strahlt uns an und es ist außerhalb des Schattens äußerst angenehm. Klasse! Abends verreise ich virtuell in die Serengeti und bin fasziniert wie man aus dem Zusammenschnitt älterer Dokumentationen eine neue zaubern kann, die recht gelungen daherkommt. Wunder der Schnitttechnik. Darauf einen Barnaby – aber einer übers Glamping, Sabotagen daran und einem „Wolfsmonster“ mit einer skurrilen Mordmotivation, reicht völlig, beim zweiten klinke ich mich aus. Lesenderweise wird es bei rotem vergorenen Traubensaft erneut spät. Der Schlaf wartet geduldig und schlägt heftig zu. Toll!

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Ostersonntag

Es macht mir viel Freude zum Ostergottesdienst in unsere Gemeinde zu fahren. Neben uns parkt ein älterer Herr in Harakiri-Art ein mit viel Schwung und nur wenigen Zentimetern Platz zu unserem Kotflügel. Ich höre es schon krachen, doch er hält offensichtlich den gerade noch nötigen Mindestabstand ein. Uff! Der Gottesdienst ist sehr ansprechend, die Schockstarre Marias begreife ich endlich einmal richtig, eine Enttäuschung, die einen blind macht für die Realität, was mir selbst nicht unbekannt vorkommt – all das stärkt den persönlichen Glauben. Dazu lacht noch die Sonne vom Himmel, es ist nur ein wenig zu kühl. Man kann nicht alles haben. Zurück daheim schließe ich Tiger an seine Kraftquelle an und er zieht Energie weitestgehend von der Sonne. Ich verdränge die Restarbeiten an meiner Gebetsliste, was nicht schön ist und beschäftige mich lieber mit einem Ostergruß unter WhatsApp für den zweiten Feiertag. Abends durchstreifen wir die Serengeti und im Anschluss zappe ich ein wenig viel herum. Keine lobenswerte Beschäftigung für den Ostersonntag! So wird es wieder spät. Der Schlaf unterbricht seinen Job unanständig oft, ein unruhige Nacht wartet auf meine Wenigkeit. Dann ist das so.

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Karsamstag

Wir lassen uns testen. Danach erhält Tiger eine Verbindung zur Photovoltaikanlage und saugt so Ladestrom aus der Sonne. Gute Lösung, könnte er immer so machen! Inzwischen trifft unser negatives Testergebnis ein. Wunderbar. Nachmittags besuchen wir meine Mum, die relativ gut drauf ist. Das Heim spendiert uns sogar eine Tasse Kaffee – das finden wir echt nett. Im Anschluss geht es zum Emmausheim, das drei weitere Besuche seitens meiner diakoniebewährten Partnerin erfährt. Ansonsten nimmt ein „Plätschertag“ seinen Verlauf und es wird wieder mittelspät. Mister Schlaffi lässt grüßen. Ach ja, zwei neue Header habe ich ja noch fix erstellt. Das war’s dann aber auch.

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Karfreitag

Das mit der Bettverlassenszeit bestätigt sich massiv. Dennoch bekomme ich fast alles vom Gottesdienst in Bremen mit dank der optimalen Frühstücksvorbereitung meiner Frühaufsteherin (im Vergleich zu mir). Es geht um den Schächer am Kreuz, den der Pastor – aus welchem Grund auch immer – als Schächerer bezeichnet. Soll er doch wenn er es so weiß. Wie meistens steht dabei Bekehrung, Umkehr und Umgestaltung im Mittelpunkt. Ein feiner Gottesdienst zum Karfreitag. – Nach dem Lunch ist es Zeit sich auf den Weg zum Gottesdienst in unser Verbandszentrum in Ohof zu machen. Wir holen Freunde ab und es wird echt knapp mit der Zeit, immerhin sind wir fast pünktlich am Ziel. Es ist eine extrem gute Veranstaltung. Die Predigt zeigt auf, dass vor rund 2.000 Jahren der Freitag vor dem Passahfest ein, wie die Briten sagen, „Good Friday“ war, weil die Schuldfrage, die Machtfrage und die Liebesfrage auf dieser Welt endgültig entschieden wurden. Wir können jetzt unsere Schuld bei Jesus loswerden, Jesus wurde zum König, Regent, Herrscher über alles im Himmel und auf Erden eingesetzt und Gott hat seine Liebe zu uns unzweifelhaft erklärt, festgeschrieben, dokumentiert. – Nach dem Gottesdienst suchen wir eine ehemalige Eisdiele auf, die sich inzwischen zu einem Grill mit Eisverkauf gewandelt hat. Mir mundet eine Maispizza, lecker zubereitet bis zum Rand belegt. Sehr okay. – Wieder daheim malträtiert mich der Alte mit einer seltsam-unglaubwürdigen Story, zugegeben nicht unspannendem Plot und einer Täterin mit einem Motiv, wie es nur Drehbuchautoren für das deutsch-öffentlichrechtliche Fernsehen einfallen kann. Zur Beruhigung konsumiere ich noch einen konventionellen Krimi bis zu seinem konstruierten Ende. Es wird nicht so spät wie gestern. Der Schlaf steht trotzdem bereits bereit. Klasse!

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Termine mit Folgen

Drei Termine an einem Tag! Das geht ja gut los. Zuerst zum Zahnarzt, erfreulicherweise „betreut“ er nur einen bereits wurzelgefüllten Zahn. Dann schiebe ich den zweiten Termin an meine Mitfahrerin ab – so ein Reifenwechsel in der Werkstatt ist immer langwierig und langweilig. Heute sitzt sie dort rum – im Spätherbst werde ich wohl wieder dort hocken dürfen. – Letztendlich folgt noch der Hauskreis am Abend, der mit ein paar Misstönen endet, was ich sehr schade finde, vor allem, da ich wohl dazu den Anstoß gegeben habe. Peinlich. So ertränke ich meinen Frust über mich in einer längeren Krimi-Session, die zweifellos Auswirkungen auf meine Bettverlassenszeit am Karfreitag haben wird. Dann ist das eben so. Immerhin wartet der Schlaf schon auf mich. Welch ein Tag!

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