Schaurige Ventile statt heulender Wölfe?

Es ist schon seltsam mich beim Rasenkantenschneiden zu beobachten. Der Lichtungsfürst mutiert zum Kleingärtner 😉. Ich schneide bis der Akku nachlässt und die Scheren betulicher klappern. Mühsam nährt sich … Gestern war mitten in der Nacht so ein seltsames Heulen zu hören. Wölfe? Kühe? Oder gar, okay das ist lächerlich aber es treibt mich um, eine überforderte Pumpe der Rasenbewässerung? Ja, ja ich weiß, dass da keine Pumpe arbeitet und der Wasserdruck diesen Job erledigen muss, doch Laien haben halt mitunter eigenartige Vorstellungen. Wie dem auch sein, ich tue was ich sowieso tun muss und teste unsere Bewässerung. Sie funktioniert einwandfrei und es macht Freude den Düsen der einzelnen Sprühkreise beim Spritzen kurz zuzuschauen. Das war’s dann wohl mit dem Technikerexamen 😉😁😇. Im Alter darf man sich so blöd geben wie man im Leben nie sein durfte! Fein. – Der Kontofülltag macht uns wieder Freude, er kommt heuer sehr früh und ich nutze die Gelegenheit die Reisegeldrücklage aufzustocken. Große Projekte werfen halt ihre Schatten voraus. Planen ist eine Sache, ansparen eine andere doch das Verwirklichen steht in Gottes Hand. ER hat unser Leben in seiner Hand. Gott sei Dank! – Abends stehen meine Standard-YouTube-Kanäle an und ein kleiner Krimitrip nach Portugal. Muitas Emoções! Es wird normal spät.

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Weg mit dem Halt

Während ich halbwegs munter dusche, schellt es an der Haustür. Unser Freund kommt voller Tatendrang um unser altes Terrassengeländer zu eliminieren. Ich hatte etwas später mit ihm gerechnet. Als ich endlich fertig bin, sind schon ein paar alte Holzelemente über den Deister gegangen. Mit seinem Profigerät ist das Arbeiten eine wahre Freude. Mir bleibt nur die ausgedienten Teile einzusammeln und zur späteren Abfuhr einzulagern. Die eine Hälfte der Geländerträger ist fix demontiert. Das geht superschnell von der Hand. – Um die Mittagszeit helfen wir einen Bruder, ein geliebter und liebenswerter Bruder im christlichen Sinn, zur Mittagsruhe zu betten. Es ist bitter zu sehen wie das Alter uns verändert, uns unbarmherzig scheinende Beschränkungen auferlegt. Nachdenklich begeben auch wir uns zur Ruhe. – Am frühen Abend flext und sägt unser Freund die Träger der Gartenseite ab. Ich komme gar nicht aus dem Staunen über die Leistungsfähigkeit seiner Akku-Geräte heraus. Das ist mehr als überzeugend was Akkus heute leisten. Kurze Zeit später haben wir freien Gartenblick und bei Unachtsamkeit einen freien Fall aus drei Metern Höhe, kurz: eine gute und eine miese Aussicht. Jetzt heißt es auf die Firma warten und hoffen, dass sie tatsächlich das neue Geländer liefert. – Ganz nebenbei haben wir Tiger von der Sonne aufladen lassen, fast ohne gekaufte Energie – nur ein paar vorwitzige Wolken haben ab und an unserem Stromprovider ein wenig Umsatz beschert. – Abends treffen wir uns im Hauskreis. Es ist eine lockere Runde mit einem interessanten Bibeltext, der mancherlei Statements hervorruft. Sehr gut! Danach wird es mit vielerlei Plauderei und ein wenig vergorenem Traubensaft recht spät. Ein abwechslungsreicher Tag mit einem dienstbereiten Schlaf am Ende. Was will ich mehr?

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Grausam heilend: das Kreuz

Frühmorgens, gleich nach der Morgenandacht, geht es im strahlenden Sonnenschein zu meiner Altvorderen. Sie ist in mittelguter Stimmung und die Kommunikation mit ihr ist auf ganz, ganz, ganz wenige Themen beschränkt. Was ich, wie immer, sehr bedaure und mich etwas unglücklich zurücklässt. Dann spiele ich wieder Chauffeur und meine diakonisch tätige Chefin besucht meine Schwester und eine Freundin im Emmausheim. Die Parkplatzsituation rund um diesen Komplex ist gruselig. Zu zweit ist das besser zu managen. Ich tue mich immer sehr schwer mit solchen Besuchen weil mir die Gesprächsthemen voll fehlen. Bei meiner Mum kann ich wenigstens noch familiäres einbringen. Vielleicht war meine damalige Berufswahl als Beamter doch nicht gar so schlecht. Bis heute habe ich jedenfalls keinen Beruf gefunden, der mir zum Hobby hätte werden können (natürlich bis auf meinen jetzigen: Pensionist). – Während meiner persönlichen Abendzeit mit Gott leide ich mit Corrie ten Boom mit: welch ein mörderisches Unrecht hat mein Volk auf sich geladen, wie himmelschreiend menschenverachtend waren die Konzentrationslager und wie mitleidlos die Wärter. Wie groß ist Jesus, wenn er es schafft, dass dennoch Vergebung, selbst zu einem grausamen Wärter möglich wird. Herzzerreißend! Gott tut Wunder! Und wieder wütet ein Tyrann und hinterlässt erschütternde Spuren in der Ukraine! Wir Menschen sind nicht lernfähig, Macht korrumpiert uns zutiefst – es ist eine Schande mit uns. Wie nötig war das Opfer am Kreuz! – Ich lese am Abend zum Runterkommen einen Krimi, handelnd in der Karibik (seufz!) und lasse es mir nicht nehmen vom Anfang auf das Ende zu springen und wissend um die Auflösung den Mittelteil zu genießen. Es wird mittelspät.

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Jammerthemafinale

Es ist soweit, endlich überwinde ich mich und fülle die Umsatzsteuererklärung aus. Putzig ist, dass die Felder des Online-Formulars zwar erklärt werden (ein Info-Button), doch die Erklärungen sind für mich noch unverständlicher als die Felder selbst. Typisch Steuerrecht – die Erläuterung ist nur für Experten verständlich, deren Fachwissen aber eine derartige Information obsolet macht. Nun gut, ich fülle aus nach bestem Wissen und Gewissen, lege im Vorfeld kurz meinen „Fall“ in Prosa dar und bekunde insofern meine Unwissenheit. Ich bin gespannt, was daraus wird. Immerhin muß ich 2,60 € nachzahlen. Die spinnen, die Finanzpolitiker – keine neue Erkenntnis. Nachmittags spiele ich wieder Fahrer, nehme ein Thermoskännchen Kaffee mit und bringe voll gern meine Liebste von A nach B. Zwischendurch erfahre ich vom Unglück meiner Schwester, die ein paar Finger zwischen sich schließender Tür und Rahmen platziert hatte – das muss arg weh getan haben, die Arme! Wir planen ein wenig den 97. Geburtstag meiner Mutter und sind uns einig, dass es für sie ein enormer Stress werden wird. – Daheim führe ich mir noch absolut leckeren Kuchen (im Nachgang zum Kaffee) zu was gar nicht gut für’s Abnehmen ist. Sei’s drum. Den Abend verbringe ich spielenderweise und so wird es normal spät.

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Viel Tamtam um eine Nichtigkeit

Unser lieber Mr. Shorty rührt sich nicht. Er hockt seelenruhig in seiner Ladeschale und macht sich einen guten Tag. Das geht ja gar nicht! Ich schaue also nach und siehe da es liegt an mir. Ich bin den Programmierern in die Falle gegangen. Man kann definieren an welchen Wochentagen sein Einsatz gefragt ist. Einfach „okay“ drücken und schon erscheint ein Haken. Doch wehe, wehe man will die Programmierung der Wochentage mit einem weiteren „okay“ abschließen! Ganz schwerer Fehler, denn man deaktiviert dadurch den Arbeitstag an dem der Cursor steht. Man darf halt nur die Wechseltaste ins vorangehende Menü benutzen. Ist logisch aber irgendwie fehlt gefühlt eine abschließende Bestätigungstaste. Also aktiviere ich in aller Vorsicht den Montag und schon schnurrt er los. Klasse! Ansonsten bereite ich mich seelisch auf die Umsatzsteuererklärung vor, die mich schon lange beschäftigt. Ja, ja ich mache viel zu viel Tamtam um diese Kleinigkeit aber mein Berufsleben als Beamter muss mir eine intensive Allergie gegen jegliche Art von Bürokratie samt ihrem Lebenselixier Formulare verpasst haben. Die meisten härten dabei ab aber ich schon wieder nicht. Doof. – Barnaby überzeugt mich nicht mehr, kein Wunder wenn ich das alles schon mehrfach gesehen habe. Also begleite ich meinen Kommissar auf Kreta, spiele ein bisschen virtuell Karten bis es mich gar nicht so spät ins Seniorenbett zieht. Der Schlaft kommt und bleibt stotternd.

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Altes Ehepaar?

Wir erleben einen feinen Gottesdienst, der mir mittels der Predigt mancherlei Erkenntnisse über Jesu Jünger Thomas vermittelt, dem man mit der Bezeichnung „der ungläubige Thomas“ viel Unrecht zufügt. Immerhin war er der einzige Jünger, der bis in den fernen Osten die Botschaft des Evangeliums hinaustrug. Heute noch bezieht sich eine große indische Kirche auf ihn. Gott bewirkt viel durch scheinbar kleine, unterschätzte und in viel zu engen Schubladen platzierte Menschen. Gelobt sei ER! – Auf der Rückfahrt bildet sich bei uns (angeregt durch die Predigt?) eine ganz neue Erkenntnis zu den sogenannten alten Ehepaaren heraus. Uns beiden ist aufgefallen, dass wir abends oft nebeneinander sitzen aber jeder macht sein Ding. Mitunter muss es putzig aussehen, wenn wir jeweils mit Ohrhörern bestückt eigene Programme, YouTubes oder Vorträge verfolgen. Sind wir schon das vielbeschworene alte Ehepaar, das sich nichts mehr zu sagen hat? Nein, keinesfalls, denn das wirkt nur durch die Brille Berufstätiger so. Alle unsere Probleme, Sorgen, Pläne, Ideen besprechen wir im Laufe des Tages, wir sind ja fast immer zusammen. Die Zeit der Kommunikation hat sich halt vom Abend auf den Tag verlagert, ist dabei sogar intensiver geworden. Abends genießen wir die Zeit, in aller Ruhe persönlichen Interessen nachzugehen, die der Partner nicht teilt. Ich frage mich wie oft ich Mitmenschen falsch beurteile, weil meine Erkenntnis durch eigene Scheuklappen eingeengt war oder ist. Im Wort „man soll nicht von sich auf andere schließen“ steckt eine tiefe Wahrheit. – Nachmittags kommt lieber Besuch mit dem die Zeit nur so vorbeirauscht. Wir sollten künftig öfter mal Gäste einladen, stellen wir unisono fest. Abends freuen wir uns mächtig über den Sieg von Macron – das nützt Frankreich und Europa. Ein virtueller Ausflug auf die Kanaren, anschließend nach Kanada und per Buch nach Kreta gestalten den Abend recht kurzweilig. Für mich wird es wieder spät, die Romanfesseln kann ich nur schwer abstreifen 😉. Der Schlaf lässt sich Zeit und ist nicht ganz bei der Sache.

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Eine prächtige orthodoxe unorthodoxe Nonne

Heute hätte mein Vater Geburtstag gehabt – er wäre 95 geworden. Die Sonne strahlt vom Himmel wie fast immer an diesem speziellen Tag. Wir gedenken seiner. – Ich widme mich am Nachmittag unserem Mr. Shorty. Es gilt sein Leitkabel unter der Ladestation zu befestigen und alles so auszurichten, dass der fleißige Roboter problemlos ein- und ausfahren kann. Das gelingt recht gut. Normalerweise hat er samstags und sonntags seine freien Tage damit der Rasen ein wenig Ruhe hat und nicht permanent befahren wird. Dieses Wochenende muss er trotzdem ran, immerhin stand er mehrere Monate arbeitslos im Keller herum 😀😉. Anschließend beginne ich der fortschreitenden Eroberung der Randsteine durch das Grün Einhalt zu gebieten. Das geht recht gut, wenn sich auch viel zusätzliches Konglomerat in der Winterpause dort angesammelt hat. Beim nächsten Sonnentag werde ich mir dann den großen Rest des Randes vornehmen. Währenddessen zieht der fleißige Grashöhenreduzierer seine Bahnen, kreuz und quer über die Fläche. So soll es sein! – Wir machen unsere Lounge wieder betriebsbereit, noch ist es ein wenig kühl dort draußen, doch ich bin hoffnungsvoll, dass wir sie demnächst wieder nutzen können. Heute habe ich viel Zeit für meine Abendandacht und freue mich über mancherlei Erkenntnisse. Mutter Maria, eine unorthodoxe orthodoxe Nonne im Paris der 40er Jahre, die vielen Juden zur Retterin wurde, fasziniert mich total. Starke Frau! – Fernsehen fällt abends flach und so setze ich meinen Leserausch fort. Die dünnen Krimis mit ihrer oberflächlichen Story sollte ich langsam aussteuern. Sie sind wie Kartoffelchips, munden gut, machen Appetit auf mehr aber nicht satt. Diese Erkenntnis zu haben ist schon mal gut, sie umzusetzen wäre besser. Es wird natürlich nicht ganz früh.

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Unbeweglichkeit

Es ist ein Frühaufsteherfreitag, also kein so praller Tagesanfang. Wir holen eine Freundin ab, bringen sie zum Arzt und ich warte abholbereit auf Abruf. Im Tiger ist es gemütlich, Kaffee habe ich dabei und die Zeitungen stehen im Netz parat. So ein großer Akku hat mancherlei Vorteile und die wohlige Klimatisierung ist nicht der kleinste davon. Beim Arzt geht es wider Erwarten recht schnell und bald sind wir wieder auf dem Heimweg. Welch ein Tagesbeginn! Im Laufe des Tages treffen Schraubösen für unser Partyzelt ein, die ich schon fünf Jahr früher hätte bestellen sollen. Better late than never! Das Wetter ist nicht so prall, das hat wiederum zur Folge, dass ich die Außenarbeiten links liegen lasse – keine Ausrede ist mir zu faul. Seufz. Ich traue mir einfach nichts mehr zu. Ob das mit dem Alter zusammenhängt? Ich komme einfach nicht zu Potte. Es ist nur doof. Immerhin lese ich noch ein wenig, der Andacht kann ich mich sehr ausführlich widmen – das ist doch auch schon was?! – Der Alte am Abend hat einen arg seltsamen Plot vorzuweisen, den ich schnell verdränge, er ist mir einfach zu blöd. Die Lufthansakritik eines Amerikareisenden höre und sehe ich mir über YouTube an – die Gesellschaft hat offensichtlich ihren einst guten Service (teilweise?) an die Wand gefahren. Schade. Nach einer Lesearie wird es nicht ganz so früh. Der Schlaf steht bereit.

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