Technik-Desaster-Tag

Das kann doch nicht wahr sein, ich stehe vor meiner geliebten Mitbewohnerin auf! Stark! Aber was heißt das schon – eine dauerhafte Verhaltensänderung benötigt erheblich mehr Zeit. Doch selbst kleinere Anfangserfolge machen durchaus Mut. Fast eine Stunde mehr Zeit am Vormittag merkt man schon. Ich versuche den gestörten Datentransfer zwischen Wechselrichter und Router zu beheben, probiere, mache und tue – völlig erfolglos. Merde. Das kann einen schon deprimieren. Woran mag es bloß liegen? Ich bin völlig ahnungslos. Seufz. Am späten Nachmittag schaltet sich unsere Adventsillumination automatisch ein und eine Stehlampe ebenso. Wieso das denn? Wieder geht das Suchen los und wieder finde ich nicht wo sich die Lampe in die Automation hinein gemogelt hat. Weiß der Geier … Doppelseufz! In der Nacht schaltet sich besagte Lampe mit dem Lichterzauber wieder aus. Heute ist nicht mein Tag. Die Technik mag mich nicht. Was habe ich ihr bloß getan 😉? Ansonsten ist lesen angesagt und relativ frühes Zubettgehen – dachte ich. Doch weit gefehlt, denn die Alarmanlage lässt sich nicht aktivieren, sie meldet frech in ihrer App ebenfalls eine mangelnde Datenverbindung . Das Internet kommt aber wie gewohnt ins Haus. So bleibe ich an dieser Stelle ebenso erfolglos wie beim Wechselrichter und der Stehlampe. Ein technikgeprägter Desastertag geht spät seinem Ende entgegen. Na dann: Gute Nacht. Wenigstens der Schlaf nimmt heute seinen Job ernst. Wie erholsam!

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Der Illuminator

Das frühere Aufstehen hat geklappt, stark! Ein kleiner Erfolg, der nicht viel verspricht aber Hoffnung für mich verheißt. Auf geht’s. – Ein wenig mehr Zeit am Vormittag schafft ein ganz klein bisschen mehr Gelassenheit – vielleicht bilde ich mir das auch nur ein 😉😇. So kann ich in aller Ruhe zu meinem Physiotherapeuten fahren um mich von ihm hilfreich traktieren zu lassen. Das tut wieder einmal wohl. Heute entfällt die Mittagsruhe, denn die adventliche Illumination ist dran. Nun denn. Die Leiter steht bereit und so montiere ich unsere inzwischen standardisierten Lichtspiele. Das Entree erhält eine sogenannte Eisregenkette in Warmlicht. Danach ist eine Pause angesagt 😀. Gut erholt 🤔 befestige ich den Lichtervorhang am Dach der Lounge und eine Sternenkette am Geländer. Nun noch die elektronische Steuerung einstellen und für die Aktivierung vorbereiten. Zwei, drei oder vier Versuche später 🤔 stellt sich alles als funktionsfähig dar. Eigentlich will ich die Session erst am Kirchenjahrssilvesterabend starten, jedoch meine lichtfreudige Lebenslanggefährtin wünscht den Start am Mittwoch. Das braucht keinerlei Überzeugungskraft, ich bin, als begeisterter „Illuminator“ 😀😀😀 sofort dazu bereit. Heute noch im Dunkeln, morgen im Licht! Toll! – Ein alter Münster-Tatort, einer der Besten, begleitet mich in die Nacht. Jetzt noch ein klein wenig lesen und früh geht es ab ins Bettchen. Der Schlaf kommt schnell, dauert lange und ist sowohl tief als auch fest. Ich bin begeistert – da wird früheres Aufstehen morgen leicht fallen. Eine Gebetserhörung?!?

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Selbstzweifel

Routiniert absolvieren wir das Morgenprogramm. Draußen ist es frühlingshaft warm. Drinnen stocke ich unser Kreditkartenkonto auf, damit die Reiseabschlusszahlung problemlos abgebucht werden kann. Dabei stelle ich fest, dass, aus welchem Grund auch immer, mein Banking-Programm den Zugang zu unserer Bank verloren hat. Es ist zum Verzweifeln: die Wallbox funktioniert nicht richtig, der Wechselrichter hat seine Datenverbindung verloren und jetzt zickt auch noch ein wichtiges Programm herum. Da kann man ja die Motten kriegen! Merde! Aber natürlich kann ich ebenso über die App oder direkt per Internet überweisen – doof ist es dennoch. Dazu stellt sich noch ein moralischer Tiefschlag ein: das viel zu lange Ausschlafen nervt mich inzwischen und das arg späte Zubettgehen ebenso. Ob ich das ändern kann? Wir schaffen das? Große Zweifel ziehen drohend am Horizont auf, denn ich kenne mich zu gut. – Eine Aufgabe lässt sich immerhin leicht erledigen, das Angleichen des Luftdrucks aller vier Reifen von Tiger geht flott von der Hand. Sehr schön! – Der abendliche Barnaby ermittelt in einem Zierstickclub, muss sich aber die Zeit mit Polizeiruf 110 teilen, wobei ich nur eine Täterentlarvung mitbekomme. Zappen hat eben seine Nachteile 😢😀. Barnaby Nummer zwei spielt auf einer durch Sturm und Überflutung abgeschotteten Insel auf der der DCI samt Assi einen verzwickten Mord (was auch sonst?) aufklärt. – Das Seniorenbett erklimme ich gar nicht mal so spät und der Schlaf arbeitet souverän gut. Prima.

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Durchschnittlicher Sonntag

Früh genug verlasse ich mein Seniorenbett und kann frisch geduscht zum Gottesdienst eilen. Dennoch bin ich irgendwie nicht bei der Sache, werde bei der Predigt immer wieder abgelenkt und muss sie ein paar Stunden später inhaltlich völlig verdrängt haben. Das ist gar nicht gut. Da sollte ich wohl schwer an meiner Konzentration arbeiten. – Nach der Mittagspause hören wir in die Bremer Gemeinde hinein und auf ein kurzes Wort von Pastor Marc. – Meine Spaziergangsplanung scheitert wieder einmal völlig an innenkörperlichen Unpässlichkeiten. Das ist wirklich schade. Bei der Gymnastik höre ich Roger Liebi bei seinen Ausführungen zum Philemon-Brief zu, wie er vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt aber es dennoch interessant präsentiert. So isser eben. – Es folgt ein ruhiger, stiller Abend, begleitet von kurzen Gedanken an die bevorstehende Kreuzfahrt samt Weihnachtsfest und Silvesterabend. Es wird spät aber so recht begeistert bin ich davon nicht. Der Schlaf agiert wieder einmal leidenschaftslos.

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Selbsterkenntnis

Draußen ist es kalt und ich bin demotiviert. Dabei hatten wir schon lange nicht mehr einen richtigen Winter. Ich erinnere mich noch an einen, der von Dezember bis März durchgängig Frost brachte, das war damals hammerhart, nicht nur für die Bauindustrie. Dagegen haben wir heute ja fast ein mediterranes Klima 🤔😉. Mir geht inzwischen meine Unbeweglichkeit, Läaterzungen würden es Faulheit nennen, gewaltig auf den Geist. Ob ich mich je überwinden will, kann, werde? In mir verstärkt sich der Eindruck, dass die nötige Erholungsperiode vom Arbeitsleben inzwischen abgelaufen ist. Sie sollte abgehakt werden, denn vierzehn Jahre müssten ja wohl ausreichen. Aber kann ich einfach umschalten? Das finge ja mit dem Langschläfertum an und würde meinen Lebensrhythmus gravierend ändern, was, zugegeben, nicht einmal unvorteilhaft wäre. Ist Erkenntnis tatsächlich der erste Schritt zur Besserung? Keine Ahnung, einfach abwarten (oder noch besser: anfangen). Seufz. – Ach ja, der Tag brachte nichts Besonderes hervor, abends ein wenig YouTube und ein durchschnittlich engagierter Schlaf. Nun denn.

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Fronius mag uns nicht

So langsam sind die engsten Freunde über unsere geänderten Reisepläne informiert. Das ist gut so. Gedanklich bin ich schon mitten in den Vorbereitungen. Heute stehen die Ausflugsbuchungen an. Wir wollen uns da begrenzen, wenn auch die fernen Ziel allzu verlockend sind. Uns ist da ein guter Kompromiss gelungen, hoffe ich. Wir feiern die Reise mit unserem Lieblingssekt. Ich habe arge Zweifel ob es mir jemals gelingen wird ihm Champagner vorzuziehen – bisher hat mich der Geschmack dieses Edelgesöffs nie so recht überzeugt. Einer der wenigen kulinarischen Genüsse wo das einfachere Produkt geschmacklich den Sieg bei mir davonträgt, selbst wenn die Con­nais­seure dieser Welt mich dafür mit Verachtung strafen 😀. Das it mir Wurscht – mein Geschmack gehört mir 😉😇! – Unser Wechselrichter behauptet keine Datenverbindung zu haben wiewohl er direkt mit dem Router verbunden ist. Fronius bringt mich noch zur Verzweiflung, erst verweigert sich die Wallbox massiv, jetzt zieht ein weiteres Gerät nach. Schrottprodukte? Streik? Hoffentlich nicht. – Den Abend gestalte ich mir mit YouTube-Videos über das anstehende Ofenverbot, dem Vergleich zweier hochgerüsteter Audis, einer elektrisch, der andere ein Verbrenner, einer Dokumentation über den Bau des Terminals 3 des Airports Frankfurt sowie zweier Satiresendungen. Genug der Bilderflut, im Anschluss geht es dem Schlaf entgegen, der nicht so ganz befriedigend agiert wie ich es gerne hätte. Wetterumschwung? Winterdepression? Erkältungsanfangssymptome? Wer weiß das schon. Seufz.

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Umplanungen

Nach dem Duschen bin ich halbwegs fit – so wenig Schlaf tut gar nicht gut. Um so mehr hilft mir die Physiotherapie. Johann bringt mich auf die Beine. – Daheim staune ich jeden Tag mehr über den Folgeaufwand bei einer grundlegenden Reiseumbuchung – nicht, dass ich klagen will, davon bin ich meilenweit entfernt und mein tiefes Lächeln über die anstehende Superreise bleibt völlig ungetrübt – dennoch ist manches zu bedenken und vieles zu regeln. Abends heißt es dann entspannen am Kamin bei wohliger Wärme. Dabei genieße ich einen Blick auf ein schon etwas zurückliegendes Ablegemanöver der MS Artania, die zurzeit in der Werft aufgehübscht wird für ihre bevorstehende Weltreise. Mit Reisesehnsucht im Herzen lese ich noch einen Krimi bevor es Zeit wird für mein Bettchen. Der Schlaf gibt sich ein wenig mehr Mühe – ob ihn eine angeblich nachtruhefördernde Kautablette motiviert hat? Wer weiß das schon.

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Uralte dörfliche Tradition neu erlebt

Ich beende meine sogenannte Nachtruhe und nach dem Tagessegen überrascht mich unser Reiseveranstalter mit der Neuigkeit, dass sogar der Rückflug höchst komfortabel gesichert sei, sogar ein ganz klein wenig preiswerter als erwartet. Wunderbar. Ein erfreulicher Tagesanfang nach einer Nacht mit vier Stunden und drei Minuten Schlaf, wie meine Watch behauptet. Ich bin allein zuhaus, denn meine Bettnachbarin ist dem Ruf ihrer Turnstunde gefolgt. So gönne ich mir ein Brötchen zum Morgenmahl, absolviere brav meine Übungen und beginne mit den, durch das Upgrade bedingten, viel umfangreicheren Urlaubsvorbereitungen. Es ist manches zu bedenken, zu planen und zu buchen. Anderes muss abgesagt werden – so ein „Umswitchen“ ist eine kleine Herausforderung. Das setzt sich munter nach der Mittagsruhe fort bis wir frühzeitig zur Buß- und Bettagsandacht aufbrechen. In der Christuskirche erwartet uns, zwar drinnen aber doch in frischer Luft, eine wohlorganisierte ansprechende Feier in relativ kleiner Runde. Ich stelle fest, dass kühle Luft meiner Konzentration schadet, doch das Meiste ‚kriege ich noch mit’😉😇. Heute lassen wir mal ausnahmsweise eine uralte dörfliche Tradition aufleben und verschwinden nach dem Gottesdienst ins Gasthaus, konkret in einen irischen Pub. Bei Kilkenny, Guinness, Gin Tonic und Pils lassen wir uns urdeutsche Speisen schmecken. Dabei plaudern wir was das Zeug hält während draußen ein kalter Regen herniederfällt. Es wird noch nicht einmal spät aber es war sehr schön und hat uns sehr erfreut. Der Tag klingt mit der Stream einer Langfolge der Rosenheim Cops aus (nach Schema F nur à la Kaugummi gezogen). Nett. Danach bin ich hundemüde, schleppe mich ins Seniorenbett, doch der Schlaf erledigt seinen Job ziemlich unwillig. Er mag mich wohl nicht mehr so recht leiden. Schade. Seufz.

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