Denk ich an Europa in der Nacht …

Schön ausschlafen, sich über 11 Liter Regen freuen, Knäckebrot knabbern und Kaffee konsumieren, dazu News studieren und anschließend Zeitung lesen – der übliche Tagesstart. Es folgt die Andacht und schon ist es fast wieder Mittagszeit. Vor dem Essen ist das Büro endlich dran und dort soll, soweit möglich, Ordnung einziehen. Der riesige Zimmerbrunnen, dort zwischengelagert, wird endgültig außer Funktion gesetzt und stillgelegt. Schade um ihn. Bald darauf ist das Zimmer wieder leicht begehbar 😉😇. – Zum Lunch gibt es Spargel mit Schnitzel, ein feudales Mahl. Fein. – Nachmittags sind noch ein paar aufräumartige Feinarbeiten zu erledigen. – Mr. Shorty wird in Bereitschaft für morgen versetzt und soll endlich wieder zuschlagen, bzw. mähen. – Die Europawahl steht irgendwie, irgendwo und irgendwann vor der Tür. Im Fernsehen poppen immer wieder komische Werbespots von Parteien auf, leider haben sie mir wenig zu sagen, weil ich immer gleich den Ton abstelle 😀. Ich kenne keine Partei, die meine Interessen im großen Stil widerspiegelt. Also frisch und frei den Wahl-O-Maten angeworfen, fleißig geantwortet, Prioritäten gesetzt und natürlich alle Parteien in den Lostopf geworfen. Das Ergebnis ist der schiere Frust: zu nahezu gleichen Teilen (über 70%) „Bündnis Deutschland“, „SPD“ und „CDU/CSU“. Na toll, das hilft mir echt weiter😉😠. Bündnis Deutschland, was ist das eigentlich? Ich öffne die „Infos zur Partei“ und bin total entsetzt. Nein, die Hauptanliegen dieses Bündnisses finde ich eher erschreckend aber weshalb setzt die der O-Mat auf 73,5%? Die SPD mit 72,5% und die CDU mit 71,6% zelten eigentlich ebenso fern von meiner politischen Heimat. Und nun? Doch spaßig war er schon, der Mat, drollig welche Forderungen so in den Programmen auftauchen. Da könnte ziemlicher Schrott auf uns zukommen! „Wir spinnen, wir Menschen,“ möchte ich Obelix zitieren. Na denn „Gute Nacht“, lasst uns schön friedlich schlafen, das Aufwachen könnte grausam werden.

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Fuß- und Glaubenspflege

Nichts Neues unter der Sonne, der Tag rauscht halt vorbei. Der Vormittag ist gefüllt mit Planungen und anderen Kleinigkeiten. Meinen Treterchen wird wieder eine angemessene Pflege zuteil, es läuft sich danach deutlich beschwingter. Das tut wohl. Ich mag die Park-App, die in Parkscheinzonen eine flexible Handhabung ermöglicht, selbst wenn dabei eine Service-Gebühr anfällt. – Ich nehme mir endlich wieder Zeit für eine persönliche Andacht, es bleibt wohl ein steter „Kampf“ obwohl diese Auszeit mich jedesmal wunderbar aufbaut. – Abends begeben wir uns zu Bibel und Brot, Thema ist der Heilige Geist und es wird gut. Wenn der Moderator sich ein wenig mehr zurücknehmen würde, wäre es perfekt aber ich weiß aus eigener Erfahrung wir schwer das fällt, wenn man sich perfekt vorbereitet hat. – Back home again spiele ich ein Update auf alle unsere mobilen Geräte, schalte Mord mit Aussicht wegen zu größer Blödheit ab und lese ein bisschen. Aus unerfindlichen Gründen wird es wieder spät und der Schlaf bringt wirre Träume mit. Wenn’s denn unbedingt sein muss …

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Schnitzel und Spargel

Wir schauen uns die Pfingstsonntagspredigt aus Bremen an, eine hervorragende Erläuterung zum Pfingstfest. Stark. Heute ist endlich der Tag für Schnitzel mit Spargel und wir machen uns auf den Weg zu Jorgos am Kanal. Wir treffen dort, völlig ungeplant, auf meine Schwester samt Schwager und genießen bei Sonnenschein und vorbeifahrenden Binnenschiffen unser Mahl. Hinterher noch den allerbesten Metaxa, weit über dem bekannten mit nur sieben Sternen😀. Nun gut, das kleine Glas hat seinen Preis, ist es aber auch wert. – Die Mittagsruhe fällt angemessen lang aus, so dass der Magen in Ruhe arbeiten kann, der Gute. – Abends spiele ich den entscheidungsschwachen vielsendergeplagten TV-Zuschauer und zappe gelangweilt immer wieder zwischen einigen Sendern hin und her. Letztlich bleibe ich beim bekannten Barnaby hängen und lasse die Handlung an mir vorbeiplätschern. Im Tagesresümee muss ich konstatieren, dass mein Bewegungsmangel mich immer deutlicher belastet aber ich es bislang nicht schaffe die Magnetkraft meines Sofas zu überwinden. Die Anziehungskraft ist viel zu stark. Dazu kommt das Motzen von Rücken und Knien, die unter meinem Übergewicht stöhnen. Aber jammern bringt nicht weiter und so gehe ich einfach spät ins Seniorenbett, schlafe gefühlt schlecht während meine Watch das Gegenteil behauptet. Schöne neue Technikwelt!

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Pfingsten

Mehr oder weniger frohgemut schlüpfe ich aus dem Seniorenbett, absolviere das Morgenritual, und das Pfingstfrühstück fällt angesichts des gestrigen Tages und dem Ausblick auf das drohende Mitbring-Büffet in der Gemeinde kärglicher aus. Das ist gut so. Im Gottesdienst erklärt man uns das Sprach- und das Hörwunder, was für langjährige Pfingstfestfeierer keine wirkliche Neuigkeit ist aber immer wieder gut, um es sich ins Gedächtnis zurückzurufen. Fein. Die Luft im Saal ist zum Schneiden und ich muss erst einmal nach draußen. Dort ist es schön warm und kuschelig. Ein Blick ins Innere zeigt mir das wohlgefüllte Büffet aber auch die langen Schlangen auf beiden Seiten, die meinen Appetit noch nie anzuregen vermochten. Ich bestaune lieber die Reproduktionen sehr alter chinesischer Plakate, die zu Gottesdiensten einladen sollten und christlich Inhalte vermitteln. Hochinteressant und mitunter rätselhaft aber eine Freude sie anzuschauen. Inzwischen ist das Essensangebot deutlich geschrumpft, dafür der Andrang ebenso. Ich finde ein wenig Nudelsalat und was will ich mehr? Ein paar Gespräche später begeben wir uns zu Foxi, der uns sicher nach Hause bringt. – Nachmittags sind wir bei Freunden, die uns von ihrem Urlaub berichten. Ein brillantes Thema, das mir sehr zusagt 😉😀. – Abends verfolgen wir die Berliner Stadtentwicklung auf der Großleinwand und begeben uns anschließend zu den Namib-Pferden nach Namibia in die Wüste. Ich lasse aus der Mediathek die Münsteraner in einem Fall ermitteln, der Elemente von „Men in Black“ adaptiert. Irgendwie köstlich. Es wird spät und mein Magen beglückt mich mit Sodbrennen in der Nacht. Mal was Neues.

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Liebe Gäste

Heute heißt es das Wohn- und Esszimmer auf Besuch einzustimmen. Ich sauge die wenigen Krümel weg, räume ein paar Kleinigkeiten hin und her und verberge unsere liebevoll-verkramte Individualität hinter einem hübsch gedeckten Tisch und wohlsortiertem Sideboard. So muss es wohl sein, sagt man. Das erinnert mich schlagartig ans schon jahrelang anstehende Büro- und Kelleraufräumen. Uff. – Die Gäste sind supernett, wir plaudern vielstimmig über diverse Themen, kurz, nur um unserem Alter Rechnung zu tragen, auch über Krankheiten und frühere Zeiten, über unsere Jugend und die Jugend von heute 😉😀😇🤔😢… Der Themen sind viele, erlebt haben wir einiges, etliche Handwerker-Storys sind zum Schmunzeln obwohl sie eigentlich zum Weinen wären, familiäres trifft auf ehemals berufliches – kurz, es ist einfach schön. – Der Abend ist nicht weiter erwähnenswert, schauen, lesen, erzählen und spät ins Bett. Die Nachtruhe überkommt uns noch viel später aber was soll’s, dann ist das so!

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Steuererklärung – erste Schritte

Für unsere Einkommenssteuererklärung gehe ich den ersten Schritt und lege alle Rechnungen, Dokumente und was-weiß-ich-nicht-alles in den Ordnern ab. Es sammelt sich in kurzer Zeit erstaunlich viel Papierkram an. Während meine Allerliebste beim Optiker ihre Zeit verbringt sortiere, loche und hefte ich vor mich hin. Gegen Mittag jault die Alarmanlage beim Schließen der Loungetür los. Spätere Recherchen ergeben, dass ich den Batteriedeckel wohl nicht richtig verschlossen hatte. Nervig. – Am Nachmittag bereiten wir uns ordnungsmäßig auf den morgigen Besuch vor. Mein Beistelltisch sieht jetzt richtig aufgeräumt aus – irgendwie komisch 😉😇. – Ein Angebot für die neue Alarmanlage trifft ein. Es glänzt mit seiner unerwarteten Höhe und einer neuartigen Mathematik mit der unser Bewachungsprofi einen zehnprozentigen Rabatt in einen neunprozentigen verwandelt. Simsalabim oder so. I’m not amused. – Der Alte am Abend hatte wieder einen netten etwas konstruierten Fall zu lösen. Ganz okay. Ansonsten verläuft alles wie immer, Routine kann nervenberuhigend wirken, es wird leicht spät und der Schlaf lässt sich irgendwann auch mal blicken.

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Luxuskapellchen

Mein geliebtes Eheweib frühstückt außerhalb und ich knabbere daheim mein Knäckebrot 😉😀😇. So ist das Leben. Es gibt einiges zu tun. Neben mancherlei Kleinigkeiten entwerfe ich eine Einladung zu einer Seniorenkreistour – die Gestaltung bereitet mir viel Freude. Ein bisschen Kreativität regt den Geist nun einmal an. – Die Rechnung der Stadt für die Beerdigung trifft ein. Ich hatte einen höheren Betrag erwartet – andererseits sind 214 Euro für eine knappe halbe Stunde Kapellenbenutzung schon recht deftig. Da hat jemand bei der Kommune sein Hirn schon ziemlich strapaziert um diese Gebührenhöhe nachzuweisen. Aber ich will nicht klagen – doch staunen darf ich schon. – Am Nachmittag bringen Freunde ein paar Aluplatten als Dachbedeckung für unser Holzlagerregal vorbei. Das ist total lieb und freut uns sehr, denn die ursprüngliche Dachpappe hat der Sturm aus ihren Nägeln gerissen. – Der Abend bringt keine neuen Aktivitäten hervor und doch wird es wieder spät, ich kann wohl nicht anders. Der Schlaf lässt sich Zeit.

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Relativität der Probleme

Unser Bewachungsunternehmen ist ganz schön geschäftstüchtig. Gestern am Abend schicke ich eine E-Mail und heute schon ruft der Chef zurück. Wortgewaltig erklärt er mir weshalb er nur unwesentlich von den UVPs abweichen kann sowie sein Unverständnis wie Firmen im Internet preislich so weit darunter bleiben können. Nichts anderes hatte ich erwartet. Okay, dann soll er mal ein Angebot schicken und dann sehe ich weiter. Zur Not muss ich mir eine andere Anlage suchen, doch das fällt mir schwer, weil ich seine Bewachungsdienste sehr gern in Anspruch nehme. Schauen wir mal. – Die Bewässerung tut immer noch nicht was sie soll. Ich starte einen weiteren Versuch und der gelingt recht ordentlich. Ich gewinne wieder Zuversicht. Dabei muss ich an unseren alten Pastor denken und mir kommt in den Sinn, wie schnell „große“ alltäglich Probleme in den Hintergrund treten, sobald schwere Krankheiten oder Unfälle über uns herfallen. Lieber Gott und Vater, sei mit unserem Pastor! – Nach der Mittagsruhe fahren wir zum Bibelgespräch am Nachmittag in unsere Gemeinde. Es geht um den barmherzigen Samariter. Obwohl der Text mir hin und zurück, kreuz und quer bekannt ist, erschließt sich mir doch ein neuer Aspekt, leuchtet ein Detail auf. Stark. – Während meine Ehefrau beliebt auswärts zu speisen (es sei ihr von Herzen gegönnt), bereite ich mir daheim einen leckeren abendlichen Imbiss mit Hochzeits- und Bihunsuppe zu Graubrot. Nicht übel nur leider körpermassensteigernd. Dann ist das so. Die Abendzeit vergeht in üblicher Manier, wieder wird es spät und wieder kommt der Schlaf irgendwann zum Zuge.

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