Russe und ein mächtiger Gott

Es gibt Frühstück bis 10 Uhr – ausschlafen ist angesagt! Wunderbar! Ein Gottesdienst mit der festen Zusicherung, dass Gott uns bis ins Alter treu bleibt, uns trägt und erträgt baut auf. Am meisten fasziniert mich ein Gebet der guten alten Teresa von Avila über das Älterwerden. Welch treffende, weise Worte findet sie dort. Einfach nur stark. – Ich habe endlich die Zeit meine erste Pfeife zu rauchen, lese weiter im Buch über die Mystik des griechisch-orthodoxen Mönchtums und bin einfach nur zufrieden. Ich sitze vor der Lounge, etwas geschützt im Freien, erfreue mich des Schattens und des erfrischenden warmen Fahrtwindes und liebe das alles. Ich vertraue Gott, dass er sich meiner Mum annimmt und Türen samt Wegen für Schwester und Schwager öffnet. – Gegen drei legen wir in Russe an, direkt neben einem Schiff von Nicko-Cruises. Nach den verrückten Corona-Bestimmungen dürfen wir nicht direkt durchs Schiff laufen, sondern von Sonnendeck zu Sonnendeck, dann zwei Treppen hinunter durch die Rezeption und von dort nach draußen. Dann tun wir das eben. Die Stadt Russe strahlt zwar noch sehr viel vom zerfallorientierten „sozialistischen Charme“ 😉 aus, doch wenigstens die Gebäude in der Fuzo sind renoviert und sehenswert. Uns begegnet viel junges modernes Volk und auf den Straßen zahlreiche Luxuskarossen. So ganz bringe ich diese Protzlimousinen nicht mit dem vorherrschenden Gebäudezustand in Beziehung – Wunder Bulgariens. Ein kurzer Ausflug nur aber uns genügt er. Wir sind recht schnell wieder an Bord. Russe ist übrigens die fünftgrößte Stadt Bulgariens und wäre fast einmal vorzeiten Hauptstadt geworden. Doch dieser Ruhm ging nach Sofia. – Abends geht es in der Lounge heiter zu beim seniorengerechten Melodienraten bei dem ich zwar nicht aktiv teilnehme aber zwangsläufig zuhöre. Es offenbart trotzdem meine mangelhaften Kenntnisse in diesem Metier. Außerdem fällt es sehr schwer sich bei einem Quiz auf die griechisch-orthodoxe Mystik zu konzentrieren 😉😇😀! – Zurück in der Kabine, kurz vor dem Einschlafen erreicht uns die freudige Botschaft, dass es für meine Mum einen Platz im Seniorenheim in Vorsfelde mit Einzelzimmer geben wird. Gott hilft. IHM sei Dank! Natürlich danken wir auch Schwester und Schwager von ganzem Herzen, die sich darum gekümmert haben aber wir wissen wer in Wirklichkeit im Hintergrund die Weichen gestellt hat. Danke, danke, danke, lieber HERR! Scheinbar hilflos in Bulgarien und doch mit dem größten Helfer an der Seite, das tut wohl und baut mächtig auf. Wir schlafen gut.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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