Geld kommt, Geld geht

Es gilt fünfzehn Schuhkartons, gefüllt mit Weihnachtsgeschenken für irgendwelche, sicher liebenswerte, aber weit entfernte Kids ins Auto zu verfrachten. Da war jemand arg fleißig in unserer Familie mit dem Packen und ich war es nicht. So nehme ich wenigstens die schwerste Plastiktransporttasche und verfrachte sie auf Tigers Rückbank, zwei weitere landen im Kofferraum. Auf geht’s zur Sammelstelle. Nach zwei kurzen Schritten stolpert meine Meisterpackerin und sinkt wie in Zeitlupe zu Boden. Gott sei Dank passiert ihr dabei nichts. Ich stehe schockiert, eine Tasche in meiner Hand, ungläubig da – da war doch gar keine Stufe!?! Wir vernehmen, dass in diesem Jahr viel weniger Päckchen abgegeben wurden als sonst. Schade, schade, schade! – Mit fast leerem Akku kommen wir an der heimischen Wallbox wieder an und ich verbinde Tiger mit seinem Saftspender. Leider kommt im November, selbst bei strahlendem Sonnenschein nur sehr wenig Strom vom Dach. Zu allem Übel lässt sich die Sonne derzeit nur kurz blicken – kaum ist sie da, ist sie schon wieder weg. – Der „Geierschaden“ kann laut Versicherung jetzt von uns abgewickelt werden. Ein Urlaubsvorentgelt wird fällig. Aber die Foxi-Förderung ist angekommen. Money rein und raus, tagein, tagaus. – Barnaby löst zwei seltsame Fälle, eine dritte Mordermittlung begleite ich lesenderweise und so wird es spät. Da macht aber nichts, weil der Schlaf sowieso auf sich warten lässt und dann nur oberflächlich agiert. Seufz.

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Moria, Münster und ein Drama

Beim Frühstück kann ich die letzten Inhalte meiner Moderation besprechen. Wir sausen gleich danach los und kommen rechtzeitig in der Gemeinde an. Gott sei Dank läuft alles gut, selbst mein traditionelles Schwitzen bleibt mir erspart. Danke!!! Die Predigt ist hochinteressant mit einem Vergleich von der verhinderten Opferung Isaaks auf dem Berg Moria mit dem Opfergang Jesu auf Golgatha – in Jerusalem nur durch ein Tal getrennt. Faszinierende Gedankengänge! – Nahe geht mir auch, nach dem Gottesdienst, dass ich mich unbewusst in ein Dreiertreffen hineinschleichen wollte. Im Nachhinein ist mir das superpeinlich aber geschehen ist geschehen. Very, very sorry. – zu Hause wird mir wieder der Zweiklang bewusst: ich liebe es Besuch zu haben, mich mit ihm auszutauschen, einfach toll – aber ich genieße auch die Zeit danach, die Muße das Schlafen so lange ich will, frühstücken wann und wie viel mir gut tut. Ich möchte weder das eine noch das andere missen und möglicherweise kommt beides erst im Zweiklang zu Geltung. Mir fällt das wohl nur so besonders auf, weil wir dazu noch die Reise nach Norden, die Beerdigung und die Rückfahrt mit Vogelbegegnung verkraften müssen. Durchatmen, zur Ruhe kommen ist angesagt. Und das erledigen wir gründlichst. – Der Tatort aus Münster ist eher Mittelmaß, vielleicht habe ich auch nur ein Aufmerksamkeitsdefizit. Der englische Krimi nach den Tagesthemen, den ich mir antue, ist für eine Klaustrophobiker der schiere Alptraum und ich schaue ihn nur bis zum bitteren Ende um eines Happyends willen, das mich beruhigen könnte. Leider fällt selbst das arg halbherzig aus. Seufz. Nie wieder! So wird es nach einer angemessenen Entspannungsphase relativ spät. Bald schaut der Schlaf vorbei. Schön.

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Seminartag

Der Tag beginnt hart. Welch eine Zumutung! Frühstück um 8 Uhr, sozusagen mitten in der Nacht. Doch es gelingt. Irgendwie tue ich so als sei ich wach, inhaliere zwei Tassen Kaffee und verzehre ein Brötchen. Heute ist Seminartag in der Gemeinde. Der Referent behandelt das Thema „Jesus der Jude“ und stellt etliche altbekannte und vielbewährte NT-Auslegungen auf den Kopf. Doch dabei lösen sich mancherlei Verknotungen in der Logik, die mich schon immer gestört haben – das Zentrum der christlichen Botschaft tritt ganz neu hervor. Eine besondere Erfahrung für mich. Stark. Dann gilt es auch noch, völlig zu Recht, die Künste unseres Kochteams zu bewundern. Ja, sie haben Großes geleistet. Kompliment!!! – Mir gelingt es meine Müdigkeit zu überwinden, ich schaffe es in den reichlichen Pausen ein paar Aufgaben zu erledigen. Wetterfeste Norddeutsche spazieren in der hier üblichen Kälte rund um den Teich – nicht mein Ding. Ein Warmblüter ist eben in der Kaltblüterwelt immer ein Einzelgänger. Seufz. Dennoch genieße ich den Tag. Abends buche ich noch schnell eine Ferienwohnung zur Kurablieferung meiner Mitbewohnerin im beschaulichen Husum. Ich werde dort frieren und sie im wohlig-warmen Pool auf Sylt plätschern. Es sei ihr von Herzen gegönnt. Alles wird gut. Kurz vor meinem nächtlichen Rückzug entdecke ich eine neue Version des Betriebssystems, die ich noch „unbedingt“ installieren will. So wird es wieder nach zwölf bevor der Schlaf zuschlagen kann. Das tut er dann auch. Nicht schlecht.

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Abschied

Ein Hotelfrühstück wie es sein soll. Einzig allein die Frage was Gartengift im Rührei zu suchen hat bewegt mich dabei. Das Grünzeug könnte doch Hasen und Kaninchen viel besser munden als mir oder etwa nicht? Nun gut, dann muss ich es ihnen eben wegessen. Die Armen! – Heute geleiten wir eine sehr gute Bekannte zur letzen Ruhe. Sie kannte Jesus, lebte mit ihm und ging mit großer Gewissheit auf das ewige Leben in ihren Tod. So fällt es nicht leicht aber immerhin ein wenig leichter von ihr Abschied zu nehmen. Es ist ein würdiger, liebevoller Gottesdienst und ein hoffnungsvoller Abschied. Das Gediegene (ein besseres Wort fällt mir nicht ein) setzt sich beim Trauertee (Ostfriesland!!) fort. Gesine wird in unserer Vorstellung noch einmal in den Episoden ihres Lebens lebendig. Ja, so hat sie gelebt, so war sie. – Leider müssen wir bald los – wir erwarten daheim einen Übernachtungsgast. Auf der Fahrt weiß unser Navi von einem Stau und wir folgen seiner geänderten Route. Auf derselben hat ein Raubvogel eine äußerst fatale Begegnung mit Tiger. Im Tiefflug wird der Flattermann am Lüftungsgitter fixiert und geht seines viel zu kurzen Lebens verlustig. Ich dachte, er sei abgeprallt aber weit gefehlt. Ein Kassierer auf der Fähre schaut erst unser Auto, dann uns ganz seltsam an. Tatsächlich, der Vogel haftet noch am Gitter. Shocking!!! Wir planen ihn nach der Überfahrt herauszupulen doch da schauen wir nur auf ein Loch mit ein paar Federn drumherum. Puuuuh. – Zu meiner großen Freude macht mir die Nachtfahrt echt Spaß – meine nächtlichen Probleme entstehen offensichtlich nur bei Regen und spiegelnder Fahrbahn. Gut zu wissen. Wir kommen rechtzeitig an. Die BAFA hat uns mit einem positiven Bescheid bedacht. Eine Reisebestätigung ist ebenfalls eingegangen. Alles ist gut. Unseren Gast können wir wunschgemäß willkommen heißen. Jetzt noch ein wenig plauschen bis das Bett ruft. Der Schlaf lässt sich nicht lumpen. Prima.

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In Norden

Planmäßig summt Tiger gen Norden. Voller Elan geht er auf Landstraßen sparsam mit seinen Ressourcen um, um sie auf der Autobahn sinnlos zu verprassen. In Hasbruch laden wir nach. Die Ladekurve unseres ID’s ist eher dramatisch denn fortschrittlich. Dann ist das so. Die Zeit bricht alle Erwartungshorizonten bis wir endlich unser Hotel erreichen. Ich checke kurz ein, erledige eine Altmännernotwendigkeit und schon sind wir wieder weg. Tee bei Freunden entspannt, baut ab und gleich wieder auf, einfach erholsam nach der Tour. Es folgt später eine Wartezeit an der Ladestation und mit gut gefülltem Akkus geht es zurück ins Hotel. – Abends konsumieren wir eine Kleinigkeit im Restaurant und ich muss konstatieren, dass sowohl die Qualität als auch das Preisniveau äußerst edel daherkommt. Es ist lecker, der Service echt freundlich, eine Wonne dort zu speisen. Zu meinem finanziellen Glück braucht mein Seniorenmagen inzwischen nur recht wenig an Input um „satt und zufrieden“ zu signalisieren. Nett von ihm. Die Zimmer sind komfortabel und bestens ausgestattet. Der Schlaf ist echt gut drauf und teilt sein Wohlwollen mit mir. Voll klasse.

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Nostalgie wallt empor

Tiger erhält eine volle Ladung für unsere Reise. Die Sonne spielt, November halt, nur zögerlich mit aber es muss sein. So zahlen wir eben ein wenig mehr für seine Kraft. – Ich überrede mein etwas älteres iPad das neueste Betriebssystem zu akzeptieren. Es tut sich sehr schwer damit. Erst als ich alles quasi auf „Null“ setze und neu anfange ist es bereit diese Änderung zu akzeptieren. Irgendein älteres Update muss ihm völlig quer gesessen haben. Jetzt mischt es munter im neuen Spiel mit. Fein. – Nachmittags fahren wir zur Seniorenbibelstunde. Überraschung pur: es ist wie in alten Tagen: ein Bibeltext, jeder bringt sich ein, mehr oder weniger, lässt den Rest an seiner Erkenntnis teilhaben und der Pastor gibt Impulse, fasst zusammen, vermittelt Übersicht. Ich bin echt begeistert. So soll Bibelauslegung laufen. Beglückend, irgendwie. – Abends starte ich ein paar Sehversuche in unbekannten Serien, die mich aber alle nicht anturnen. Plötzlich entdecke ich zwei neue Folgen meines guten alten Watzmanns und ziehe die mir rein. Cosy-Krimi pur, oft von mir gelobt, natürlich reinste Gut-besiegt-Böse-und-alles-wird-gut-Thematik aber das baut mich auf. Zurücklehnen und den Kommissaren beim Gewinnen zuschauen, sozusagen beamen wir uns mal in eine andere Dimension, und alles passt. Alles wird gut? Warten wir es ab. Eins ist sicher: der Schlaf ist heute echt klasse, perfekte Arbeit. Wow.

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Seminarerwartungen

Nach der „geplanten Spontanbuchung“ 😀 bringe ich erst einmal unsere Reiseordner wieder auf den Stand der Dinge. Wir waren so oft unterwegs, dass inzwischen ein dritter Altordner nötig ist. Ja, wir kommen offensichtlich viel rum. Fein. – Ein spontaner Wechsel in der Sonntagsmoderation bringt mich wieder in die Verantwortung. Ich bin fest entschlossen mich heute vorzubereiten. Wir haben in der Gemeinde einen Gastreferenten, der ein Seminar und zum Abschluss die Predigt hält. Soll ich ihn vorstellen? Wie soll ich auf das Gesagte Bezug nehmen, wenn ich gar nicht weiß, was er sagen wird? Nun denn, es wird ein spärlicher Entwurf einer Moderation und ich muss mir wohl zwischendrin etwas Zeit für den Rest nehmen. Außerdem bin ich etwas verwirrt als ich die Einleitung eines seiner Bücher lese. Er schreibt dort, dass Mischna und Talmud erst ab 200 n.Chr. entstanden sind, verschweigt aber, dass sie vorher als mündliche Überlieferungen bereits bestanden, dass nach jüdischer Überlieferung schon der Prophet Esra diese Regeln erneut aufgeschrieben habe nachdem sie mit dem ersten Tempel verbrannt waren. Könnten sie nicht auch mit dem 2. Tempel verloren gegangen sein? Besser ich warte ab, was er ausführt und lasse mich überraschen. Irritiert kann ich gut auf einen Vortrag zugehen, kein Problem, aber keinesfalls mit einem Vorurteil! Wait, hear and see! Ich freue mich auf das Seminar, es wird zweifellos hochinteressant. – Abends plane ich die Stromladestationen für unserer nächste Fahrt mit Tiger. Je nach Kilometerverbrauch gibt es zwei gute Alternativen. Fein. – Schließlich komme ich sogar wieder zum Lesen, ich hatte schon befürchtet ein Videofreak zu werden. Es wird ein wenig spät aber der Schlaf zeigt sich uninspiriert.

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Transformation des Miesen

Wir erliegen den Verlockungen einer Reise. Die Route bietet das eine oder andere Highlight, der geistliche Part ist hervorragend besetzt und mit 17 Bordtagen sowie langer An- bzw. Abreise per Bus wird sie noch erlebnisreicher. Ob ich es wohl lerne sowohl das Tolle wie auch das Miese neutral als Lebenserfahrung abzubuchen? Schön wäre es ja mit siebzig noch so einen Gesinnungswandel hinzubekommen. Das Leben würde leichter werden – ein willkommener Gegensatz zu den körperlichen Misslichkeiten des Alters. Brillante Idee nur charakterlich schwer durchsetzbar 😀😇😉. – Am Nachmittag verschenke ich ein wertvolles iPad, das ich gut noch hätte verkaufen können aber der Empfänger ist es mir wert. Möge es ihm gute Dienste leisten. Die Einweisung vermehrt wie fast immer auch meine Kenntnisse. Fein. – Abends ergänze ich die telefonische Buchung noch durch eine schriftliche – ich liebe PDF-Expert, eine Software, die mir hilft pdf-Formulare auszufüllen. Klasse! – Dann schaue ich noch nach unserer Karibik-Kreuzfahrt (da steht wohl ein reichlicher ‚Schluck aus der Pulle‘ ins Haus) und verwandle vier Gutscheincodes in vier Fahrkarten für die Bahn. Bis vor Kurzem wurden die Fahrausweise zugeschickt, heute muss man selbst aktiv werden. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht? Es wird normal spät nur der Schlaf ist wohl im Streik oder anderweitig unterwegs. Sei’s drum.

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