Einschlafgebet

Das Amt mit dem einnehmenden Wesen schickt uns einen Liebesbrief. Nicht nur, dass es einen mittleren dreistelligen Betrag nachfordert, es hat jetzt auch Verlangen nach Abschlagszahlungen. Das haben wir nun von unseren zu geringen Spenden. Wir sollten wohl auf den Fünften zugehen um unsere Finanzströme😉😇 vom Staat auf eine sinnvollere Verwendung umzuleiten. Genau genommen sind diese Vorauszahlungen zwar sinnvoll, denn so wird die Belastung aufs Jahr verteilt – aber ich will gar keine Belastung, außer der normalen Besteuerung meiner Pension natürlich, die sei dem Gemeinwesen voll gegönnt.😠. – Hochmotiviert durch diesen beamtenverseuchten Laden besinne ich mich auf meinen adäquaten Status und verbessere unsere Finanzplanung von ‚übersichtlich‘ auf detailliert-deutsch-spitzfindig. Das füllt meine längst überwunden geglaubte Behördenmentalität mit neuem Leben 😀. Wow, sieht das echt fein ziseliert aus, so dass ich unbedingt noch eine Übersichtsseite hinzufügen muss😀. Faszinierend. – Meine Abendandacht, die auch ein Buch über die zehn Gebote einschließt, sehr empfehlenswert übrigens, führt mich ein wenig in die Gedankenwelt theologisch Forschender hinein. Mein schlichter Glaube wird mir dadurch erneut lieb und wertvoll. – Abends lese ich mich durch etliche Krimiseiten hindurch. Das hat Folgen für meine Nachtruhe. Eine grausame Szene lässt mich nicht los, immer wieder bewegt sie mich Sensibelchen und hält mich wach. Schließlich spreche ich ein leises Gebet zu Jesus, dass wir ja alle unsere Sorgen auf ihn werfen sollen und ich gerne schlafen würde. Schwups sind die quälenden Gedanken weg und der Schlaf kommt über mich. Stark – und das trotz kleiner Zweifel im Hinterkopf. Halleluja! Danke, lieber Herr!!!

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Wilhelm Bauer und Manfred Siebald

Mitte Juni weilten wir in Bremerhaven. Unsere Freunde krochen dort durch ein relativ großes rundes Einstiegsloch ins U-Boot „Wilhelm Bauer“ im Museumshafen und inspizierten daselbst dessen Innenleben. Ich mit meinen klaustrophobischen Anwandlungen ließ mich noch auf den Torpedoraum ein, doch dann zog ich das Kneifen vor und kaufte mir lieber ein Buch mit Fotos und Risszeichnungen. Selbiges inspiziere ich endlich heute einmal. Nun ja, eins ist sicher, für Innenarchitekten muss so ein Kahn der reinste Horrorort sein, für Maschinenbauer dagegen die reinste Wonne. Die Vorstellung unter Wasser in diesem Technikdschungel mit Knastkomfort leben zu müssen, käme einem erstklassigen Alptraum gleich. Never! – Eine Offenbarung ist dagegen das Konzert von Manfred Siebald am Abend. Zwei Stunden, Respekt, Respekt, singt und unterhält er uns mit anregenden, unterhaltsamen und nachdenklichen Liedern und Texten. Wir sind begeistert und angerührt, fahren leicht grübelnd über Jeremy nach Hause. Natürlich sinnen wir auch unserer Kreuzfahrt mit den Siebalds nach, freuen uns über ihr süßes Enkelkind und diskutieren über eine weitere Schiffsreise im nächsten Jahr. Aber zwei Wochen im September und gleich darauf 35 Tage im Januar – Jeremy wäre das ohne Zweifel völlig unverständlich. Was bin ich dankbar, solange wir nur solche „Probleme“ haben. – Daheim lesen wir noch ein paar Kapitelchen und lassen dann den Schlaf seinen Job tun. Ein starker Tag!

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Überpünktlicher Handschaffender

Für uns beide verlief die Nacht nicht so prall. Meine Schnellmuntere steht heute schon sehr früh auf und das trifft sich perfekt mit einem weit vor der avisierten Zeit eintreffenden Handwerker. Selbiger entfernt am Haus an kritischer Stelle das Verfugungsmaterial, wäscht weißen Belag von ein paar Klinkern mit einer stinkenden, arg giftig wirkenden Flüssigkeit ab und übergibt alles der Sonne zwecks Trocknung. – Gegen Mittag fahre ich zu Johann, meinem Krankengymnasten, der mich auf Trab bringt. Das tut echt wohl. – Noch während der Mittagsruhe ist der fleißige Handwerker schon wieder da, um die Klinker wieder zu verfugen und so seine Arbeit abzuschließen. Wieder eine Baustelle bei uns weniger. Das kommt davon, wenn man so eine tatkräftige Ehefrau hat😉😇. – Im Fernsehen mühen sich unterbezahlte Sportler für überbezahlte Funktionäre ab und sorgen für sprudelnde Einnahmen bei der Sport-Mafia. Wenn es ihnen Freude macht, sollen sie doch … – Nach der Abendandacht bleibt mir nur lesen und youtuben, da ich Gesellschaftsspiele noch weniger als Sport mag. So begleite ich ein paar Kommissare aus Husum beim Ermitteln, wie auch ein paar weitere aus Emden, genieße ein Gläschen vergorenen roséfarbenen Traubensaft, bis ich normalspät aufs Nachtlager sinke und mich von einem motivierten Schlaf umfangen lasse. Wie schön!

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Aus der Villa in den Knetenschredder

Mir fällt der Newsletter einer großen Immobiliengesellschaft mit Wohnungsangeboten ins Auge. Schon für 1.626 € Kaltmiete samt Betriebskosten und gut über 4.000 € Kaution kann man in eine große Wohnung im Neubaugebiet einziehen. Sagenhaft, eine Rente fürs Wohnen und einen Stellplatz in der Tiefgarage mit einer Steckdose (!) für das E-Auto. Toll, noch nicht einmal eine Wallbox. Bei den Preisen braucht man den Mietwohnungsbau nicht unbedingt voranzutreiben. Menschen, die das bezahlen können, werden wohl eher mit einem Eigenheim schwanger gehen 😀🤔. Für Rentner ist das nicht nur eine Alternative zum zu groß gewordenen Haus, sondern gleichzeitig eine Urlaubs- und Reisebremse😉. Tolle Idee: von der abbezahlten Villa in eine rentenschreddernde Unterkunft wechseln – reizvoll wie Schweißfüße. – Am Abend machen wir uns auf den Weg zu Bibel und Brot in unsere Gemeinde. Wir reden über den Psalm 139, einem bemerkenswerten Bibelwort. – Daheim zurück nimmt ein stinknormaler Abend seinen Lauf bis ich viel zu spät in einen unruhigen Schlaf verfalle. Es folgt eine dieser Nächte, die man nicht mag. Was mag die Ursache gewesen sein? Zu viel Kräuterbutter für meinen armen Magen? Zu viel unnützer Ärger über die Theologen der frühen Christenheit und ihre spitzfindigen Streitereien? Vielleicht alles zusammen!

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Begeisternde Postbusrouten

Meine hochmotivierte Mitbewohnerin versucht eine Arztpraxis telefonisch zu erreichen. Erst ist sie, laut Ansage schon auf Warteposition 2, eine ganze Zeit später auf 1 und dann ertönt das Besetztzeichen. „Zwei, eins, k.o.“, die Servicewüste Deutschland glänzt mit vielerlei demotivierenden Varianten. Einfallsreich. – Gegen Mittag werkelt mein Krankengymnast an mir herum, bringt meine Rücken- und Bauchmuskeln auf Trab und schwups fällt das Gehen mir wieder leichter. Toll. Es folgt das traditionelle Shoppen bevor es heimwärts geht. – Nach der Mittagspause blicke ich entspannt auf unsere Konten, überweise ein wenig und warte getrost auf eine riesige Abbuchung urlaubsbedingter Ausgaben, die demnächst über die noch stolzen Salden hereinbrechen wird. Dann ist das so, adieu Knete, gute Reise. – Wir Menschen sind schon seltsame Wesen, bei Heussi lese ich von den ersten Jahrzehnten der aus der verfolgten Gemeinschaft zur Staatskirche aufgestiegenen Christenheit. Mit der gleichen Brutalität wie ehemals die Heiden plagen nun die Christen alle anderen Glaubensrichtungen. Das Machtstreben ist und bleibt eines der verderblichsten Gifte in der Geschichte der Menschheit. – Heute ist meine neue Leselampe gekommen, ihre Leuchtleistung ist zu stark um sie zurückzuschicken und gleichzeitig zu schwach um in Begeisterungsstürme ausbrechen zu können. Wir werden es beide mal miteinander versuchen😀🤔. – Abends lasse ich mich in zwei Postbusse entführen, die steilste Passstraßen in den Schweizer Bergen erklimmen. Faszinierende Beiträge rund um beeindruckende Routen. Das anschließende Lesen zieht sich hin und so wird es wieder sehr spät. When will I ever learn? Der Schlaf-Wach-Takt fällt eher nervig aus. Tja …

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Studierstube, Moderation und ein Eiskakao

Wiewohl es für einen Sonntag gar nicht mal so spät ist, bin ich gut ausgeschlafen. Das Sonntagsfrühstück mundet wunderbar und wir sind bereit für die Studierstube. Fast wären wir komplett gewesen, leider fehlt dann doch eine Person. Wir sprechen über Kapitel 4 des 1. Johannesbriefes, über die Liebe zu Jesus und unter den Geschwistern samt den mancherlei Defiziten in der Praxis. Ein interessanter Austausch entwickelt sich. Ich liebe diese Runde. Vor dem Mittagessen wird noch geturnt und mein Rücken erweist sich als äußerst dankbar. Der Nachmittag geht irgendwie vorbei und schon sitze ich im Foxi auf dem Weg in meine Gemeinde. Dort fällt mir die Moderation des Gottesdienstes zu, ein sehr nostalgischer Ablauf, der mich an frühere Zeiten erinnert. Das ist auch mal wieder fein. Die Predigt über das Barmer Bekenntnis ist hochinteressant und dieselbe ist trotz ihres hohen Alters noch hochaktuell. Wir Menschen lernen eben nicht aus der Geschichte, sondern wiederholen sie immer wieder nur in anderen Kulissen. Das ist ein Drama, das zweifellos Rückschlüsse auf die Intelligenz des sogenannten Homo Sapiens zulässt. Nach dem Gottesdienst gibt es Eiskakao – super! – Wieder daheim kramen wir die Nachrichten und eine historische Betrachtung über weibliche Mörder aus der Mediathek heraus, danach schaue ich den Münsteranern beim Abschluss eines alten Falles zu. Während eine Flasche Rotwein ihres Inhalts beraubt wird, lasse ich noch einen alten neuen Barnaby über mich ergehen bis ich schließlich, ein paar Krimiseiten später, doch in den Nachtmodus umschalte. Der Schlaf kommt in angemessener Zeit und tut sein wohltätiges Werk.

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Zeitrauschen

Schon wieder Samstag, schon wieder eine Woche um – komme ich gedanklich da überhaupt noch mit? Wieso rasen die Tage und Monate in so einem Affenzahn an mir vorbei? Ist das Altwerden gleichbedeutend mit einem Formel-1-Zeitrennen? Zack: Januar, wutsch: Mai, karacho: August jetzt noch 142 Kurztage bis Weihnachten. Kein Wunder, dass bei dieser Raserei das Kreuz schmerzt😉😀. So schreibe ich brav ein Gebet für die morgige Moderation nieder, gebe mich dem Zeitrauschen hin und schlafe gleich wieder im Seniorenbett ein. Bis übermorgen oder so? Seufz.

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Spontanvorbereitung

Eine frühe Trauerfeier entführt mir meine Mitbewohnerin. Ich kann so meine morgendlichen Abläufe in aller Ruhe angehen. Die Chance nutze ich voll aus. Während ich es mir gut gehen lasse, muss mein Schwager unters Messer, der Arme. – Zu meiner großen „Freude“😠 teilt mir die DHL schon wieder mit, dass eine Sendung später als avisiert ankommen wird. In den alten Bundesunternehmen muss wohl eine aggressive Variante des gefürchteten Schlendrianitis-Krebssyndroms kursieren. Das kann im völligen Stillstand enden! – Einer meiner Lieblingsreiseveranstalter reagiert auf eine Anfrage dagegen superschnell und informiert mich voll zufriedenstellend. Das gefällt mir gut – so Gott will, wir leben und gesund sind, wollen wir noch öfter mit ihm verreisen. So schön Kreuzfahrten, egal ob Fluss oder Meer, sind, das Sahnehäubchen ist immer der biblische Akzent für den dieses Unternehmen perfekt sorgt. Die kleine christliche Gemeinschaft, die sich dann bildet, ist auch nicht zu verachten. Unsere Wünsche und Pläne seien Gott anbefohlen, er weiß was für uns wirklich gut ist. – Am Sonntag habe ich im Abendgottesdienst Moderation. Eigentlich wollte ich mich am Samstag vorbereiten, doch jetzt schießen mir Gedanken ins Hirn, die mich veranlassen sofort aktiv zu werden. Unverhofft kommt oft und schon ist die Moderation, bis auf ein Gebet, fertig. Danke, Herr Jesus! – Am Abend ermittelt der gute Father Brown im alten England nach dem Schema dummdreiste Polizei trifft auf intelligente Geistlichkeit – eine Kombination, die immer gut ankommt 😉😀😇. Erstaunlicherweise zieht es mich nicht allzu spät ins Seniorenbett und selbst der Schlaf müht sich redlich und erfolgreich. So sollte es immer sein.

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