Ruhelagerimpulse

Seit ich zu Hause bin hat sich meine Erkältungsstrategie völlig verändert. Keine Verschiebungstaktik mehr, kein Durchhalten um jeden Preis, nein, konsequent ab in die Falle, schwitzen, Medikamente konsumieren und die Partnerin soweit wie möglich damit nicht zu groß belästigen. Letzteres klappt nicht ganz, ich mühe mich aber redlich. Besser drei Tage gelagert als zwei Wochen hustende und schniefende Kreatur. – Am Nachmittag muss ich gut zwei Stunden aufstehen um Zeit für eine dringende Angelegenheit zu investieren. Danach falle ich fix und fertig auf mein Seniorenlager um gründlichst auszuschnaufen. Man, bin ich ausgepumpt. Dann ist das eben so. Es fällt mir nicht leicht unseren Hauskreis auszulassen, sehr, sehr schade. Meine Alternative daheim ist stark „weltlicher“ Natur, leicht verdauliche Fernsehkost. Ich bewundere die Menschen, die sich im Krankheitsfall ausgiebig mit dem Wort Gottes beschäftigen können. Meine geistige Konzentrationsfähigkeit ist dagegen in diesen Fällen nur äußerst unzureichend ausgeprägt. Natürlich spreche ich mit Gott, sage ihm kurz wie ich mich fühle, bitte um Beistand aber viel knapper als an „normalen“ Tagen. Entweder döse ich vor mich hin oder setze mich äußeren Eindrücken per Bildschirm aus (was auch immer), doch diese sind nur Durchlaufposten in meinem Arbeitsspeicher. – Heute wird es sogar normal spät und der Schlaf gibt sich gründlich mit mir ab, wenn auch mit ein paar betriebsbedingten Unterbrechungen 😀😇. Ein Betttag noch und das Wesentlich ist überstanden, hoffe ich. „Hoffen und harren …“

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Im Bett

Eine herbstliche Erkältung wegen Maskenvermeidung belästigt mich. Heute bleibe ich deshalb im Bett. Als Pensionist darf ich das. Es gibt keinerlei äußere Zwänge eine Influenza zu verschleppen. So schwitze ich ruhig vor mich hin, huste ein wenig und warte geduldig ab bis mein Kopf sich entschließt den Schmerz erst zu reduzieren und dann abzubauen. Sehr brav. Ein Schnelltest zeigt mich negativ. Okay. Der Vormittag gefällt mir trotzdem nicht. Am Nachmittag fühle ich mich schon etwas besser. An meiner Lethargie samt Schlafbedürfnis lässt sich mein Unwohlsein gut festmachen. So ist das eben. Eigentlich wollte ich zur Seniorenbibelstunde mitkommen, nun ja dann eben nicht. Dafür – seltsamer Ersatz – schaue ich dem guten Watzmann beim Ermitteln zu sowie einer französischen Krimiserie mit einer höchst chaotischen und höchst intelligenten Ermittlerin. Die Nachtruhe ist, bis auf die durch die Erkältung noch verstärkten nächtlichen Altmännerbedürfnisse, relativ zufriedenstellend. Erstaunlich.

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Welcome Foxi

Die Erkältung schlägt zu, Corona ist es Gott sei Dank nicht, aber ich muss trotzdem heute raus. Foxi wartet auf uns. Wir bringen den Leihwagen zurück, plaudern mit dem Verkäufer und lassen uns zur Autostadt transferieren. Dort gebe ich brav die Kennzeichen ab, erhalte Gutscheine für zwei Shops – der eine ist wegen Inventur geschlossen und der andere nahezu leergeräumt. Na toll. Dafür kommen wir schneller an unser Auto. Foxi, unser rot lackierter e-up, fährt sich toll, wie jedes elektrische Fahrzeug. Trotzdem parken wir ihn gleich wieder auf einem Kurzzeitparkplatz. Jetzt wollen wir die traditionelle Currywurst genießen, doch denkste. Das Restaurant baut von Frühstücksbüffet zum Lunchangebot um. Geduldig warten wir eine halbe Stunde, meine Erkältung hält sich erfreulicherweise gnädig zurück. Für eine VW-Currywurst lohnt sich das Warten allemal. Neulich hatte ich in Bremen, im Becks-Bistro, eine Namensvetterin konsumiert, kein Vergleich zu heute (noch nicht einmal ansatzweise). Foxi bringt uns im Anschluss sicher nach Hause. Er hat eine Handyhalterung und ich brauche – gefühlt – eine gute halbe Stunde ehe es mir gelingt die Seitenhalterungen zu verstellen. Völlige Unsicherheit herrscht zudem beim Ermitteln des Gesamtkilometerstandes des Fahrzeugs. Ingenieure halt, da muss man Rücksicht üben 😉. Irgendwie gelingt es mir doch eine Zahl zu ermitteln und tatsächlich die App akzeptiert sie. Glück gehabt, sonst hätte sie sich 24 Stunden abgeschaltet. O VW, Software und du, das passt gar nicht! – Nachmittags beantrage ich erst einmal die THG-Quotenprämie beim ADAC. Das geht fix und ist schlüssig. Dann tue ich mir die BAFA-Seite an. Es geht gut los, denn angeblich kann man sich über ELSTER anmelden. Nur mit dem Personalausweis geht das nicht obwohl ich mich bei ELSTER immer so anmelde. Ich lese die Anleitung zum Antrag. Klingt einfach. Beim Upload werden andere Dokumente gefordert wie in der Anleitung genannt. Horror. Habe ich nun die richtigen Dokumente heraufgeladen? Sicherheitshalber schiebe ich noch ein weiteres hinterher zusammen mit der Erklärung die Wahrheit (und nichts als die Wahrheit) geschrieben zu haben. Ob das reicht? Hoffentlich. – Die Erkältung entfaltet sich genüsslich und so bleibt mir nur ein Rückzug ins Bett. Es folgt eine weitere verrückte Nacht. Nun ja.

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Verrinnende Zeit

Während meine Mitbewohnerin in der Stadt einem Termin nachjagt, lasse ich es ganz ruhig angehen. Der Tag zerrinnt mir sozusagen unter den Fingern. Ich säge ein paar Bettchen als Anzündholz zurecht, holt ein paar Scheite zum Verbrennen und bevor ich mich einmal umschaue ist es schon Mittag. Ach ja, die Wahlmitgewinner, unsere Grünen, wollen jeglichen Autobahnbau blockieren. Okay bleibt halt die Schleicherei auf der B 4 – oder das Gedränge in einem überfüllten Zug, der, wie ich lerne, nach dem Durchtrennen von nur zwei Kabeln zum Stillstand verdammt ist. Es ist ein Elend mit der Bahn. Seufz. Nach der Mittagsruhe bleibt wenig Zeit für effektives Arbeiten, ich lasse mich ablenken, tue dies und das und schwuppdiwupp ist es Zeit für Barnaby. Die zwei Folgen kenne ich natürlich, schaue dennoch interessiert den skurrilen Vorgängen zu und verschwinde in eine größtenteils schlaflose Nacht, die von einer aufkeimenden Erkältung geprägt ist. Merde.

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Atomschrottablehnungswahl

Danke, Gott, für die Gelassenheit bei der Moderation des Gottesdienst. Ich habe überhaupt nicht geschwitzt 😀! Mir flossen auch Worte einfach so zu und ich bin wirklich von Herzen dankbar. Dazu dann noch die starke Predigt unseres Altpastors, was will man mehr? – Beim Coronatest haben wir einen Bus vor uns mit fünf zu testenden Personen – eine Geduldsprobe, die uns erstaunlicherweise sehr leicht fällt. Fein. Eine Viertelstunde nach dem Stäbchenkreiseln erfahren wir das Ergebnis: „Negativ“ und das wiederum ist sehr positiv. – Nachmittags gehen wir zur Wahl. Ich wähle eine Partei für die ich eigentlich viel zu konservativ eingestellt bin aber die Alternative dazu ist ganz „geil“ darauf uns erneut mit strahlendem Müll zu „beglücken“. Nur für begrenzte Zeit, sagen sie, doch da fällt mir sogleich die Sektsteuer und der Soli ein. Nee, Jungs und Mädels, auf diese Tricks falle ich nicht herein. Nach den zwei Kreuzchen besuchen wir Mutti und ich muss erneut mit der Erkenntnis leben, dass Altenpfleger kein Beruf für mich wäre obwohl mir die altgewordenen Mitmenschen sehr sympathisch sind. Einzelheiten zu nennen verbietet mir der Takt und die Liebe zu den Betroffenen sowie die Einsicht, dass ich mich irgendwann über kurz oder lang zwangsläufig „auf der Gegenseite“ wiederfinden werde, könnte oder müsste. – Abends sind wir bei Freunden zu Gast um auf ostfriesische Art eine neue Erdenbürgerin zu feiern. Nettes Brauchtum. Nebenbei stellt sich heraus, dass auch die Atomfreunde der FDP aus dem Landtag katapultiert wurden. Freude macht sich breit, denn während in Berlin zwei Koalitionäre permanent über ihren Schatten springen zickt die hierorts Gescheiterte dort herum wie ein sturer Esel (liebes Grautier ich bitte um Entschuldigung 😉😇). Es wird gar nicht mal so spät doch ich schaue, home again, noch „schnell“ ein paar Beiträge bei YouTube, so dass es schon nicht mehr ’spät‘ sondern fast schon ‚früh‘ wird. Dafür falle ich sofort in einen ununterbrochenen Tiefschlaf. Das hat auch Charme.

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Jubiläum

Am Vormittag stelle ich noch schnell ein paar Fotos zusammen um sie möglicherweise später vorzuzeigen. Das wird nichts aber wer weiß das schon vorher 😢. Nachmittags feiert nämlich unsere Gemeinde ihr 75. Jubiläum. Voran geht eine Andacht, es folgt eine Kaffeepause und daran schließt sich ein Vortrag über unsere Gemeinde-DNA an. Schließlich bringt unser Vorsitzender noch ein paar nette Blüten aus den Protokollen zu Gehör. Mit Kaffee, Kuchen, salzigen Köstlichkeiten und freundlichen Plaudereien futtern wir uns auf das Veranstaltungsende zu. Dabei werden Fotos aus dem vergangenen Gemeindeleben an die Wand geworfen. Für die kurze Vorbereitungszeit war es ein wirklich gelungenes Programm, übrigens das erste Jubiläumsprogramm, das ich seit Jahrzehnten 😉 nicht moderiert habe. Man wir halt alt und ich wollte das so. Die häufigen Bezüge auf vergangene Jahre scheinen bei mir auf einen noch nicht verarbeiteten siebzigsten Geburtstag hinzudeuten 😀. Vollgefüllt wie eine Mastgans rolle ich durch den Abend und irgendwann ins Bett. Ich fürchte meine Hosen passen mir inzwischen wieder ohne Gürtel und Träger. Seufz.

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Weißwurst und Weißwein

Die ersten Schritte zur Käthe-Präsentation sind getan. Ob ich bei diesem Layout bleibe oder doch noch ein anderes wähle wird sich bald entscheiden, einfach alles mal sacken lassen. – Wir transportieren zwei fette Kartons voller Hackschnitzel zur Grundstücksgrenze wo sie von meiner gärtnerisch tätigen Wohngenossin geschickt verteilt werden. Sie reichen nicht aus, zudem haben Grashalme durch Folie und Rindenmulch hindurch ihren Weg gefunden und sonnen sich frech auf verbotenem Grund. Die Natur ist mittel- bis langfristig immer stärker. Sie hat eben unendliche Geduld und gibt niemals auf. So gibt sie uns in gewisser Weise ein Beispiel von Gottes unermüdlicher Zuwendung zu uns. – Es gelingt mir meine Moderation für Sonntag fertigzustellen was mich cool und gelassen macht. Danke! – Am frühen Abend lassen wir uns zu einer Geburtstagsfeier kutschieren. Ich labe mich an Kürbissuppe, Weißwürsten und Leberkäse, dazu diverse Salate sowie, wie unbayerisch, Weißwein. Nach intensivem allgemeinem Austausch über gesundheitliche Themen, retiriere ich mit rauchendem Kopf und entspanne im Hintergrund, dahingesunken in eine mehr als bequeme Sitzgelegenheit. Irgendwann gesellt sich ein Freund dazu zum behutsamen Meinungsaustausch über eine breite, sehr breite Themenpalette. Zum guten Abschluss berichtet der glücklich wiedergekehrte Gastgeber über „seine“ griechische Insel Thasos, ein Ferienziel für Ruhe und Entspannung (außer in der Hochsaison aber da ist es mir sowieso zu heiß). Früh für mich, arg spät für den Rest der Mannschaft, wird die Heimfahrt vollzogen. Bis ich mich der Nachtruhe hingebe ist die „Eins“ deutlich überschritten. Je oller je doller. Seufz.

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Im Alter …

Ein total netter ehemaliger Arbeitskollege fährt in Urlaub und fängt sich Corona ein. Wie mies ist das denn? So ein Schlamassel, ich muss immer wieder an ihn und seine Familie denken. Gott schenke ihm eine schnelle und umfassende Genesung! – Und wieder steht Käthe im Zentrum meiner Aufmerksamkeit. Heute kann ich endlich die Lektürenphase abschließen. Drei Bücher sind gelesen, wichtige Stellen markiert und morgen kann ich – hoffentlich – mit der Präsentation beginnen. Zwischendrin muss ich noch eine Gottesdienstmoderation einbauen, die mir „zugeflattert“ ist. Im Alter ist sogar das Stress. – Ein paar Pakete erreichen uns, eins von einem hochflexiblen Versender, der trotz einer schief gelaufenen Bezahlung fix auf Rechnungsversand umstellte und alles auf den Weg brachte. Toll! Natürlich bekommt er sofort sein Geld, keine Frage. Außerdem erreichen uns zwei Pakete Hackschnitzel, die wir einfach von der Post transportieren ließen statt sie selbst in den Kofferraum zu hieven. Im Alter schickt sich das. – Nach Käthe am Abend spiele ich zur Entspannung etwas Karten und lasse so den Großteil meines Hirns der Ruhe pflegen. Im Alter muss man behutsam mit diesem extrem wichtigen Organ umgehen. Nur das frühe Schlafengehen klappt einfach nicht. Es wird wieder sehr spät. Im Alter trennt man sich nur schwer von alten Gewohnheiten. 😀😇! Tja, das Alter taugt hervorragend als Ausrede.

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