Gottes Segen Leo 14

Der Schornsteinfeger schaut vorbei und hat einen Lehrling mitgebracht. Der Ausbilder leitet an und der Azubi macht die Arbeit. Gute, altbewährte Aufteilung. Einer lernt, der andere öffnet, wenn nötig, den Schatz seines Wissens. Die Arbeit ist schnell getan und noch fixer steht die Rechnung online bereit. – Nach dem Lunch begebe ich mich in die Abgründe der Ablage. Es ist ein Jammer dieser Papierkram aber nötig damit ich eine halbwegs vernünftige Steuererklärung abgeben kann. Das will ich zwar nicht, muss es aber. Seufz. Während ich so sortiere kommt die Meldung weißen Rauchs aus dem Konklavenschlot. Ein neuer Papst. Wie wir eine gute Stunde später erfahren, hat ein Amerikaner, Robert Francis Prevost, seine Kardinalskumpel überzeugt. Er nennt sich künftig Leo XIV. Das ist okay aber Alfons der Viertelvorzwölfte fände ich besser. Er offensichtlich nicht. Sei’s drum. Alles Gute und Gottes Segen dem Katholikenchef – er macht einen sympathischen Eindruck. Jetzt ist es aber Zeit für den Hauskreis. Wir treffen uns wieder in großer Runde mit viel Gesprächsbereitschaft. Das ist sehr schön. Wir tauschen uns über den Epheserbrief aus und plaudern hinterher über dies und das. Es wird mittelspät. – Daheim ist es gewollt frisch und wir kuscheln uns in die Seniorenbetten. Der Schlaf kommt träge mit mancherlei auf und ab. Dann ist das so.

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Erfreulicher Anruf

Schon wieder ein Termin, es reißt nicht ab 😉. Unser Gemeindehaus wartet auf meinen Staubsaugereinsatz. Mit der üblichen Verspätung geht es los. Ich höre dabei einen interessanten Vortrag von Roger Liebi über die Entstehung des biblischen Kanons und hinterher die Sonntagspredigt aus Bremen. Beides ist gut, das Saugen schweißtreibend – mein Übergewicht ist schuld. Seufz. – Am Nachmittag erwartet mich ein erfreulicher Anruf von unserem Autohändler, der eine Veränderung im Fuhrpark verheißt. Alle vier Jahre dieselbe Leier, jedoch immer mit einer wohlklingenden Melodie 😇. – Abends lasse ich das Team aus Friesland in einem bekannten Fall ermitteln. Oft habe ich die Folge nicht gesehen, von daher ist manches „neu“ 🤔. – Ich erwähle mir noch einen neuen Krimi und beginne ihn zu lesen bevor es Zeit für die Nachtruhe wird. Der Schlaf kommt schnell, ist fest aber nicht intervallarm.

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Viel zu früh und überraschend spät

Der Wecker reißt mich brutalst aus dem Tiefschlaf. Merde! Wo bin ich eigentlich? Was liegt an? Ach ja, ein Termin meiner Allerliebsten. Waschen, Kaffee fassen, zu Tiger tappen und mit leicht verschleiertem Bewusstsein den Befehlen des Navis folgen. Am Ziel lasse ich meine Mitfahrerin vor Ort ihr Anliegen erledigen und falle derweil in einen kurzen Autoschlaf – toll, dass Tiger zu viel Platz bietet. Irgendwann kommt sie zurück, wir entsorgen noch fix Teile beim Schrotthändler bis es heimwärts geht. Goodness me, bin ich fertig – früher ging es doch jeden Tag so oder noch früher raus? Ich bin einfach zu alt für so etwas 😉😇😀. Der Mittagsschlaf ist selbstverständlich maximal intensiv, prima! Danach geht es für eine von uns zum Diakoniekreis während der andere Konten prüft, Holz holt und es sich gut gehen lässt nach dem fürchterlichen Morgenstress. Ich bin nichts Gutes mehr gewohnt. Da müsste ich mal dran arbeiten. Vielleicht. Eventuell. Schau’n mer mal. 🤔. Währenddessen rödeln „die in Berlin“ wie verrückt, denn Merz ist im ersten Wahlgang gescheitert. Arroganz hat halt ihren Preis. Zu viel „Flexibilität“ bei Versprechen auch. Immerhin schafft er es im zweiten Versuch. Sozusagen ein „Kanzler zweiter Wahl“ 😉. Ob er etwas draus lernt? Ich befürchte eher nicht. Das Thema prägt das Abendprogramm, alle Kommentatoren müssen ihren Senf dazugeben. Nun ja, der Bundespräsident hat auch noch Zeit und so läuft alles wie bei der Bahn: man kommt an nur nicht immer wie geplant 😀. Herzlichen Glückwunsch! – Ich jedenfalls begrüße mein Seniorenbett besonders freundlich und so beginnt eine gute Nacht. Gott sei Dank!

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Mein Staunen

Als Pensionist blicke ich ein bisschen verbissen in die neue Woche: es gibt wieder Termine und zwar fast jeden Tag mindestens einen 😀. – Zur allgemeinen Freude präsentieren die Sozies heute ihre neuen Minister. Nun ja. Ich befürchte, es wird heiter werden in der Politik. Jedem was er verdient. Seufz. – Heute steht ein angenehmes Meeting auf dem Plan, ein Treffen mit Freunden zur unverbindlichen Plauderei mit manchmal ernsterem Hintergrund bei Tee und Keksen. Ich kann meinen Paul-Gerhardt-Vortrag aus dem Gedächtnis in kürzerer Form noch einmal repetieren und bin voll baff wie viel ich noch weiß. Da muss sich die Vorbereitung doch relativ intensiv gestaltet haben. Erfreuliche Erfahrung. Ich staune über mich selbst 😉. – Der Abend gehört dem guten alten Barnaby – heute mal statt der „Tödlichen Tropen“ in der von mir ach so geliebten Karibik, denn die Handlung dort liegt mir zu fern von dem was ich gern sehe. Kein Problem, denn Barny übertrifft sich selber, wiewohl ich die Folgen in- und auswendig kenne. Null Problemo. Es wird normal spät nur lässt sich der Schlaf unangemessen viel Zeit. Das wird hart, denn morgen müssen wir früh raus. Sehr früh.

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100. Geburtstag

Meine im letzten Jahr verstorbene Mum wäre heute 100 Jahre alt geworden. Wir treffen uns heute, endlich mal zu keiner Trauerfeier, mit der Verwandtschaft zu einem Lunch bei Jorgos, dem Griechen am Kanal. Bis auf eine kleine Enttäuschung, mein neues griechisch-italienisches Lieblingsgericht findet sich nicht auf der Karte, gefällt mir alles super. Die Tischaufteilung ergibt sich zufällig so, dass interessante Gespräche entstehen. Das Essen ist wie erwartet gut, wenn es auch spät kommt, aber daran sind wir selbst nicht ganz unschuldig. Nach ein paar Stunden verlasse ich ziemlich ausgesabbelt😉😀, übersatt und vollgestopft die Veranstaltung, um nach einer kurzen Fahrt ins Seniorenmittagsbett zu fallen. Das war schon heavy. – Für den Abendgottesdienst bin ich noch zu faul und erlebe ihn lieber virtuell, meine unermüdliche Liebste ist natürlich live dabei, ist ja klar. – Im Anschluss schaue ich mir eine urururalte Folge von Jürgen Rolands ‚Stahlnetz‘ an. Man, waren das noch Zeiten, ich komme mir vor als hätte man mich in eine andere Kultur versetzt. Nicht nur die Technik, den Umgang mit Alkohol und das Rauchen holen längst verschüttete Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein ins Leben zurück, nein, auch der Umgang mit Kindern, unter Kollegen, nicht zu vergessen der Respekt vor der Polizei lassen mich staunen. Es wird spät, nicht zuletzt dank YouTube, und der Schlaf lässt sich gnadenlos viel Zeit. Schade, liegt wohl an der langen und späten Mittagsruhe.

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Apfelsaft

Der Vormittag verläuft sich in den normalen Routinen. Am Nachmittag besuchen wir alte Bekannte um uns mit Apfelsaft zu versorgen. Besonders lieben wir die Kombination mit Birnensaft. Auf einem großen Grundstück wachsen viele Apfelbäume, die den Stoff für den flüssigen Fruchtgenuss liefern. Ich staune über das Grundstück, das große Haus mit einem Versammlungsraum für den Hauskreis, sogar einem eigenen Gebäude für eine Praxis und das alles ganz beschaulich auf dem Lande. Wir lieben diesen Saft, der in luftdichte Kunststoffballons abgefüllt wird, ähnlich den Weinschläuchen, und so sehr, sehr lange haltbar ist. Wenn man ihn richtig benutzt, passiert dem Saft selbst in angebrochenen Schläuchen nichts, denn mit dem Saft, wird auch die Luft entnommen und es kann keine Gärung entstehen. Feines Prinzip. – Auf einen ereignisarmen Abend folgt eine sich schier ewig hinziehende Wachzeit bis sich endlich der Schlaf zum Handeln bequemt, natürlich nur mit häufigen Unterbrechungen. Dann ist das so. Seufz.

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Loungestart

Die Sonne scheint gewaltig. Es wird allerhöchste Zeit unsere Lounge sommerfertig zu machen. Die schützende Plane muss weichen und wandert in den Keller. Die Wind- und Regenschutzplanen machen sich in umgekehrter Richtung auf den Weg. Die Sessel samt Couch erhalten ihre Polster zurück. Der Tisch muss noch ein paar Tage warten, je nach unserer Lust oder Laune 😉😀. Natürlich ist das Insektennetz ebenfalls wieder dabei. Am späten Nachmittag stürmt es gewaltig. Die Planen halten stand. Die Hoffnung auf Regen wird dagegen enttäuscht. Ein Liter/qm ist wahrhaftig nicht viel. Schade. – Die Abendandacht etabliert sich nach der Paul-Gerhardt-Tour erneut. Sehr gut. – Abends ermittelt der Alte in einem Fall von Töten auf Verlangen, interessanter Plot und schön verwirrende Nebenhandlung. Gefällt mir. Warum auch immer wird es wieder einmal ziemlich spät. Wenn der Schlaf durchgehend gewesen wäre, wäre es netter gewesen. Keine neue Erkenntnis. Seufz.

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Donauabwärts

Alles neu macht der Mai, heißt es. Für die Natur stimmt es, bei dem schönen Wetter blüht und sprießt alles. Die Nistkästen sind größtenteils besetzt und eifrige Eltern kommen und fliegen. Sollen sie doch. Es ist höchste Zeit für den Arbeitsantritt von Mr. Shorty in diesem Jahr. Tag der Arbeit passt doch gut. Ich kann seine Ladestation leicht verankern, die Verbindung mit dem Steuerkabel funktioniert einwandfrei, sogar seinen Code kenne ich noch, Start drücken, bestätigen und schon saust er mähenderweise los. Ich bin baff. So problemfern war sein Arbeitsanfang noch nie. Selbst mit dem hohen Gras kommt er gut zurecht. Schön für ihn. Es beruhigt ungemein ihm beim Kurven kreuz und quer über dem Rasen zuzusehen. – Irgendwann gehe ich zur Bewässerungsanlage über. Wasser aufdrehen und es tropft. Na toll, aber das gibt sich mit ein wenig Kraftanstrengung – auf Dauer, hoffe ich. Doch die Programmierung überfordert mich massiv. Also Bedienungsanleitung studieren, fast vergessenes Wissen aus den Tiefen des Hirns emporfördern und, siehe da, alles im grünen Bereich. – Endlich kann ich mich wieder der Abendandacht widmen, fast hätte ich sie erneut verpasst. – Schließlich kommt das Highlight, denn es gelingt mir den Beamer mit dem TV-Stick zu versöhnen und wir fahren auf der heimischen Großleinwand mit der MS Maxima die Donau bis zum Schwarzen Meer hinunter. Faszinierende Bilder, umwerfende Eindrücke, explodierende Erinnerungen – welch ein Abenteuer im Fernsehsessel. Stark. Jetzt noch ein wenig lesen, dann lange im Seniorenbett wach liegen bis der Schlaf sich zum Handeln entschließt. Auch da komme ich durch.

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