Bundestagswahl

Aus dem Bett springen, ein etwas ausgiebigeres Sonntagsfrühstück genießen und dann auf zur Gemeinde. Dort bin ich zu meiner eigenen Überraschung unwahrscheinlich gut drauf – warum auch immer. Die Moderation geht wie von selbst von der Hand – ich bin locker wie selten. Stark, ich staune über mich selbst. DANKE! Die Predigt über die Jahreslosung ist inspirierend. – Nach dem Gottesdienst geht es zur Wahl. Dort treffen wir „die halbe Gemeinde 😉😀“ wieder. Zwei Kreuze sind schnell gemacht und das dritte mache ich im Geiste. – Auf kurze Nächte folgt oft ein langes Mittagsschläfchen, das wiederum eine kurze Nachtruhe nach sich ziehen könnte – ein endloser Kreislauf. – Nachmittags lasse ich die Predigt aus Bremen an mir vorbeirauschen. Ganz nett. – Punkt 18 Uhr kommt die Prognose zur Wahl, zwanzig Minuten später die erste Hochrechnung. Danach liegen sowohl die FDP wie das BSW bei 5%. Ich schaue ein wenig traurig drein. Im Laufe des Abends verschwindet erst die FDP aus dem neuen Bundestag 👍 und kurz vor dem Morgen das BSW 🥂. Am allermeisten wundert mich das Erstaunen der SPD über ihr mieses Ergebnis. Mit dem Scholzklotz am Bein ist das noch ein Spitzenwert😉. Wie kann man nur einen der unbeliebtesten Politiker zum Spitzenkandidaten machen? Hätte Merz nicht so ein pralles Eigentor geschossen, wäre es wohl noch übler für die Sozen ausgegangen. Wir jedenfalls feiern das Ausscheiden der FDP mit einem Fläschchen Traubensaft, schwer vergoren. Ich mag die Liberalen eigentlich aber meckernde Stänkerer kann ich nun einmal nicht ab. Selbstverständlich wird es spät und der Schlaf fällt unterbrechungsreif aber tief aus.

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Vorbereitungen

Es wartet ein arbeitsreicher Tag auf mich. Morgen obliegt mir die Moderation, die einige Vorbereitung erfordert. Dieselbe geht bestens von der Hand. Danke, lieber HERR! – Nachmittags stürze ich mich wieder auf die Predigt und komme ein wenig voran. Es wird sehr deutlich, dass ich dabei absoluter Laie bin. Profis würden wohl über meinen Zeitaufwand schmunzeln aber ich kann nicht schneller 🤔😢. So fließt viel Zeit in die Überarbeitung bereits „fertiger“ Passagen und nur allmählich wächst ‚det Janze‘. Der Abend ist ruhig und friedlich. Ich atme durch und auf. Es wird spät.

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Alter Zweifelkopf

Jeder Morgen nach solchen Nächten hat etwas sehr Gewöhnungsbedürftiges an sich. Das Problem ist: ich gewöhne mich nicht daran. Seufz. Also, auf zum Knäckebrot samt Kaffee, Zeitungen, Andacht, turnen in beliebiger Reihenfolge. Heute soll eine Anzahlung abgebucht werden aber es geschieht nicht. Auch gut. – Die Predigtvorbereitung am Nachmittag geht sehr gut von der Hand und ich komme gut voran. Das freut mich jetzt doch, denn die Zeit wird knapp, weil wir in der nächsten Woche ein paar Termine haben. Das Nachdenken und das Schreiben macht Spaß aber ob es inhaltlich etwas bringt bewegt mich Zweifelkopf gewaltig. In solchen Sachen quält mich immer eine Unsicherheit. Ich bin hier voll von Gott abhängig – das ist richtig. Aber ich weiß doch genau, dass er mir jedesmal beigestanden und geholfen hat. Warum zitter und zage ich? Da verstehe ich mich selbst nicht. Tja, so bin ich. Seufz. – Abends begleite ich die Chefin beim Ermitteln und Pater Brown mit einem halben Auge. Jetzt noch ein wenig lesen und ab aufs ins Seniorenlager.

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Öl auf der Straße

Nach der gewöhnungsbedürftigen Nacht fällt natürlich das 8-Uhr-Aufstehen voll ins Wasser. Meine Watch behauptet ich sei „schon“ um 2:30 Uhr eingeschlafen – wenn sie meint dann mag das so sein. Da ist es schön am Morgen etwas mehr Zeit zu haben. Danke! – Während der morgendlichen Routine heult auf einmal die Sirene los. Wenig später ist unsere Straße, quasi vor dem Küchenfenster, abgesperrt und links blinkt Blaulicht. Offenbar ist bei einem Container-LKW ein Hydraulikschlauch geplatzt und das Öl hat sich über die Straße ergossen. So ist nun unsere freiwillige Feuerwehr kräftig am Bindemittelstreuen. Sie machen das vollprofessionell. Toll. Leider ist es zum Schaulustigenspiel etwas zu kalt und ich halte nicht lange durch. Nach der Mittagspause sind LKW und Feuerwehr verschwunden dafür fährt ein Entsorgungsfahrzeug stundenlang hin und her. – Der Nachmittag gestaltet sich ähnlich wie am Vortag aber ich komme nur langsam dafür stetig voran. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, sagt man – wie wahr. Seufz. – Gemütlich wird es am abendlichen Kaminfeuer und einer neuen Folge der Bestatterin. Solche Krimis mag ich wohl. Darauf folgt die übliche Abendgestaltung, ich bewundere unser neues geordertes Auto im Netz und lese bis die Augen zufallen. Der unterbrechungsreiche Schlaf scheint sich etablieren zu wollen. Gut ist das nicht.

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YouTubes Lore-Kurz-Storys

Meine Turnmeisterin absolviert ihre Übungen während ich mein Morgenritual durchziehe, das selbstverständlich meine Rückengymnastik beinhaltet. Das braucht Zeit. Dann geht es weiter mit meiner Predigtvorbereitung. Bevor ich mich versehe ist es aber schon wieder Zeit für Lunch. So ein Vormittag saust ganz schön schnell vorbei, keine neue Erkenntnis. Der Nachmittag bringt die Fortsetzung meiner Bemühungen und es zeichnet sich entfernt eine Kontur ab. Das ist schon mal etwas. Morgen will ich ab 8 Uhr einen Arbeitstag einlegen. Meine Liebste bezweifelt das, höchstwahrscheinlich weil sie mich kennt 😉. – Foxi lädt seinen Strom heute äußerst unwillig. Verzweifelt suche ich in den Apps nach Lösungen. Kaum lädt ein Auto gut, zeigt das andere Mängel. Ein Elend! – Es folgt ein gemischter Abend mit mancherlei Beschäftigungen. Ich setze mich probeweise drei oder vier herzzerrei0enden Erzählungen bei YouTube aus, so eine Art Lore Kurzromane hoch zwei, allesamt völlig aus der Luft gegriffen doch höchst bewegend, sozusagen glanzvoller Glitzerschrott. Was es nicht so alles gibt. – Dass es spät wird ist ja eigentlich inzwischen normal, doch dass der Schlaf erst gegen drei eingreift eher nicht. Was für eine Nacht! Sind das die Folgen der Mittagsruhe? Wer weiß? Könnte aber sein?

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Ausgabenflut

Heute bezahle ich eine lang offene Rechnung, weil das installierte Teil jetzt endlich wie gewünscht zu funktionieren scheint. Drei Tests waren erfolgreich und die Hoffnung etabliert sich, dass es auch künftig „fluppt“. Tiger erhält seine Restladung bis 80% Akkukapazität aus dem Photovoltaiküberschuss. Das freut mich ungemein. – Irgendwie nagt finanziell der Wurm an unserem Konto, unerwartete und erwartete Ausgaben trudeln ein als wenn sie sich abgesprochen hätten. Das ist weit entfernt davon schlimm zu sein aber es nervt dennoch. – Für unsere Flattermänner trifft der Nachschub ein. Per DPD wird ein Sack Sonnenblumenkerne geliefert. Ich verfrachte denselben in den Keller und fülle die Futterstellen auf. Guten Appetit gefiederte Freunde! – Im Laufe des Nachmittags fange ich endlich mit meinen Vorbereitungen an – vom Zweifel an mir selbst getragen. Doch es lässt sich wider Erwarten gut an. Das ermutigt. – Abends begleite ich Seenotretter auf ihrem Schiff und staune wie sich der kleine Kahn den Wellen entgegenstellt. Dieselben lassen ihn ganz schön tanzen – nichts für mich, denn die Nordsee ist eiskalt und das Wasser immer zu einem Guss bereit. Brrrr. – Das lobe ich mir meinen Seniorensessel in Kombination mit meinem Seniorenbett und steche allerhöchstens mit einem riesengroßen Kahn in See. Segeln mit einer erfahrenen Crew rund um eine sommerwarme kanarische oder karibische Insel geht auch in Ordnung aber kaltes Wasser 🥶🥶👎! Es wird selbstverständlich wieder spät und der Schlaf holpert mich durch die Nacht.

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Wilde Diskussionen

Noch ein letzter Schliff an meiner Meinung zum Gemeindeproblem, ein Vorwort in der E-Mail und ab geht das Ganze an die Gemeindeleitung. Ich habe fertig und bin mit mir und Gott im reinen, hoffe ich. Die Sonne scheint und Tiger lädt fast perfekt nur den Überschussstrom von der Photovoltaikanlage. Endlich scheint es wie geplant zu klappen! Toll! Ein Blick aufs Konto weist mir den finanziellen Weg der kommenden Tage. Die Rechnung der letzten Kreuzfahrt, Getränke und Ausflüge, wird fällig und die Anzahlung der übernächsten klopft an. Zahlen muss ich, doch das Fahren liegt allein in Gottes Hand. Das ist mir mehr als bewusst aber schön ist es doch sich so in Gottes Fürsorge zu wissen. Danke! – Nachmittags treffe ich mich wieder mit Freunden. Ein heiße Diskussion über das Gemeindeproblem entbrennt. Ein komisches Gefühl, wenn man mit seiner Sicht der Dinge allein bleibt. Andererseits teile ich ja vollkommen die theologische Beurteilung meiner Brüder aber nicht ihre Sicht auf die Ausgangslage. Während ich einen tiefen Sumpf sehe, sehen die Brüder im Glauben nur ein paar gefährliche Löcher, die man umgehen kann. Logischerweise ergeben sich daraus unterschiedliche Folgerungen. Gemeindeleben ist nicht halt nicht immer ein Zuckerschlecken. Ich werde in meiner Überzeugung bestärkt keinesfalls die nächste Gemeindeversammlung zu besuchen. Die Argumente, für und wider, sind mir inzwischen weitestgehend bekannt und ein Kompromiss für mich nicht in Sicht. Super-Seufz. Unser Meeting zu viert ist aber ansonsten recht mutmachend und aufbauend. Gut so. – Abends lassen mich der Polizeiruf 110 und ein wenig Barnaby, kombiniert mir Evan Evan aus Wales der Entspannung frönen. Der Überblick beim Zappen geht mir inzwischen leichter verloren als früher. Alterserscheinung? Konzentrationsschwäche? Lustlosigkeit? Wer weiß das schon. Es wird natürlich wieder spät aber der Schlaf macht einen guten Job. Prima.

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Durchblick für mich

Der Gottesdienst richtet mich wieder auf. Es geht um Hoffnung. Das tut mir gut. Heute bin ich gesprächsmäßig nicht so toll aufgelegt. Kenne ich schon 😀. – Während der Mittagsruhe kommen mir echt gute Gedanken zur Gemeindeproblematik. Jetzt blicke ich für mich endlich durch. Selbige halte ich fest und bin frohen Mutes, dass das genau meine Sicht der Dinge widerspiegelt, selbst wenn andere es anders sehen sollten. Gott wirkt vielerlei in einer Gemeinde und ob wir je eines Sinnes sein werden wenn es vorrangig im moralische Fragen geht, bezweifle ich stark. – Abends lese ich ein wenig und informiere mich nebenbei über dies und das. Irgendwie wird es dennoch spät. Dann ist das so. Alles wird gut.

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